Analoge Fotos digitalisieren

Das Bild im Rahmen oder die glänzende Vorlage

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Glänzende Vorlagen und Bilder in Glasrahmen sind die Herausforderung bei der Reproduktion, denen auch Sie mit den Tipps aus diesem Video erfolgreich begegnen werden.
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Transkript

Fotos wirken auf glänzendem Fotopapier besonders brillant und das ist der Grund warum viele Fotografen ihre Bilder auf glänzendem Papier früher ausbelichtet haben oder jetzt eben ausdrucken. Soweit so gut. Problematisch wird es, wenn man eine glänzende Vorlage reproduzieren möchte. Das gleiche Problem tritt übrigens auch auf, wenn das Bild in einem Rahmen ist, so wie hier in diesem Beispiel. Grundsätzlich ist mein Tipp: Wenn Sie die Möglichkeit haben, das Bild aus dem Rahmen zu nehmen, ist das in den allermeisten Fällen die bessere Wahl. Es gibt aber immer wieder Fälle, wo Bilder so ein eingerahmt sind, das der Rahmen von hinten verklebt ist, dass man den Rahmen ebenso belassen möchte, wie er im Originalzustand ist, dass man also den Rahmen nicht öffnen kann. Und dann trifft man sehr schnell auf folgendes Problem. Sie sehen es hier sehr gut. Das Glas sorgt für eine gute Brillanz. Es reflektiert halt blöderweise aber auch alles, was sich gegenüber des Glases befindet. So beispielsweise eben auch meine Kamera. Und das ist natürlich für die Reproduktion nicht besonders günstig und wenn man die Reproduktion jetzt nicht mit ganz weit geöffneter Blende macht, also 1,4, 1,2 oder 2,0, sondern ein bisschen abblendet, dann werden die Reflexe halt auch besonders deutlich und je nachdem wie weit man abgeblendet hat, wird das auch total scharf. Um das zu vermeiden gibt es ganz unterschiedliche Strategien. Eine möchte ich Ihnen jetzt hier vorstellen, denn ich habe es gerade gesagt, das Glas reflektiert alles, was gegenüber ist. Also sorgt man dafür, dass jetzt nicht wie hier Reflexe zu sehen sind von der Kamera. Da ist dann noch eine Stange und am Rand gibt es auch noch ein paar kleine Reflexe sondern man sorgt dafür, das etwas Dunkles reflektiert wird und zu diesem Zweck habe ich hier schon eine Pappe vorbereitet. Eine schwarze Pappe. Habe mit der Gegenlichtblende mir hier markiert etwa in der Mitte in welchem Durchmesser ich da ein Loch reinschneide. Dann habe ich hier noch so kleine Schnitte angefügt, sodass ich diese Pappe gleich ganz bequem, so hoffe ich zumindest, um das Objektiv schieben kann. Aber zunächst mache ich erstmal eine Aufnahme ohne diese Pappe. Ich habe die Kamera schon eingestellt. Belichtung, Weißabgleich und so weiter. Wichtig ist noch zu wissen, es spiegelt ja alles hier rein und deshalb sollte man auch drauf achten, dass man idealerweise einen Fernauslöser, Kabelauslöser mit dunklem Kabel benutzt. Denn wenn ich jetzt hier mit der Hand an den Auslöser gehe, dann spiegelt sich blöderweise auch meine Hand hier in dieser dunklen Vorlage. Und da kann man nicht genau genug gucken, was alles da gegenüber dieser Glasfläche ist, weil manchmal können eben so Kleinigkeiten sein. Mann guckt durch und denkt, ah ja, super, alles gut, es spiegelt nichts und dann geht man mit der Hand an den Auslöser und die war ja vorhin als ich noch durchgeguckt habe noch nicht da. Also mache ich jetzt erstmal hier meine erste Aufnahme ohne die Pappe und dann sieht man im Bild ganz wunderbar wie sich hier an dieser Stelle eine Stange, die oberhalb jetzt hier von der Kamera ist, die wunderbar spiegelt. Weil wir das nicht wollen, machen wir jetzt diese Pappe um das Objektiv herum und durch diese Einschnitte klemmt die praktisch auch schon von selbst. Ich könnte die auch noch mit der Gegenlichtblende fixieren, dass sie nicht runterfällt und dann schaue ich nochmal durch, ob das alles so für mich passt und dann mache ich meine Aufnahme. Und die Reflexe sind deutlich reduziert. Es kann sein, dass bei so vergleichsweise kleinen Vorlagen die Pappe noch ein gutes Stück größer sein muss. Das hat dann den Vorteil, dass die Reflexe wirklich völlig eliminiert sind. Das ist der Vorteil. Der Nachteil ist halt, wenn man mit so einer relativ kurzen Brennweite, wie hier dem Normalobjektiv, fotografiert, je größer die Pappe ist, das können Sie sich vorstellen, desto weniger Licht kommt da unten an und irgendwann wird es ganz so sein, dass der Lichtabfall von dem Rand zur Mitte rießig groß ist, dass das einfach auffällt. Für den Fall empfiehlt es sich eine längere Brennweite zu nehmen, also ein Teleobjektiv und die Pappe dann noch ein bisschen größer zu machen und dann ist genug Platz seitlich der Pappe, damit das Licht unterhalb durchkommt. Die andere Möglichkeit Reflexe zu vermeiden, ist natürlich jetzt das, was sich da oben reflektiert, das wird nur von dem allgemeinen Raumlicht beleuchtet. Ich könnte jetzt auch alternativ hier zwei Blitzer aufstellen und das mit dem Blitz beleuchten und den Blitz so dosieren, dass er sehr viel stärker ist, als das Tageslicht oder das Raumlicht, was da ist. Und insofern würde ich dann alles, was oben nicht vom Blitz erreicht wird, nur durch diese Belichtungszeit belichten und das wäre eine deutliche Unterbelichtung, weil ich im Grunde für die Blitzbelichtung hier unten sehr viel knapper belichte. Also je größer der Unterschied ist zwischen vorhandenem Licht und meiner Blitzbeleuchtung, desto leichter kann ich natürlich auch Reflexe, die jetzt oberhalb sind, weit oberhalb von der Kamera sind, eliminieren. Was ich nicht eliminieren kann, wenn ich hier zwei Blitzer aufstelle, hier keine Pappe habe, das was an der Kamera ist, wenn die relativ nah an dem Motiv ist, dann kriegt die natürlich auch viel Licht ab. Also die Reflexe kann man durch Blitzbelichtung nicht eliminieren. Sie sehen also, es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder das Tageslicht und eine große Pappe oder aber Blitzlicht ergänzt durch eine Pappe. Das ist natürlich ideal. Sie könnten natürlich auch an Ihrer Kamera alle hellen Stellen abkleben. Und denken Sie daran, nutzen Sie einen Fernauslöser. Und wenn Sie einen nutzen, dann sollte der auf jeden Fall ein schwarzes Kabel haben.

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1 Std. 22 min (17 Videos)
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Erscheinungsdatum:19.04.2016

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