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Scrum-Grundlagen: Der Product Owner

Das Backlog

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Das entscheidende Artefakt für den Product Owner: Wie sieht ein gutes Product Backlog aus und wie pflegt man es?

Transkript

Das Product Backlog ist für den Product Owner das entscheidende Artefakt im gesamten Srcum-Projekt. Das Product Backlog ist letztendlich das einzige Artefakt das verantwortlich für den Erfolg des Produktes ist. Der Product Owner ist der Hüter des Product Backlogs. Für ihn ist es wie sein Eigner Schreibtisch, an dem er sich jeden Tag dran setzt, der immer aufgeräumt, aktualisiert und geordnet sein muss. In den wenigen Worten zusammengefasst ist das Product Backlog eine priorisierte Liste von Anforderungen, sogenannten Requirements und Schätzwerten, sogenannten Estimates. Dabei ist wichtig, dass sich die Schätzwerte nie auf die absolute Zeit, sondern nur auf relative Größe der Komplexität beziehen. Im Zuge des Product Backlogs spricht man von den sogenannten DEEP-Kriterien für ein gepflegtes Product Backlog. Die DEEP-Kriterien sind so etwas wie Bedingungen, die der Product Owner einhalten muss. Die Buchstaben des Wortes DEEP stehen dabei für Detailed, also (angemessen Detailliert), Estimated, (geschätzt), Emergent, (also emergent), das bedeutet mehr als die Summe der Einzellteile und Priorized, (also priorisiert). Angemessen detailliert bedeutet, dass eine Anforderung, je nach dem an welcher Stelle sie im Product Backlog steht, besonders detailliert beschrieben sein sollte. Anforderungen, die weit ober im Product Backlog stehen, haben eine so hohe Priorität, dass sie in der nächsten Zeit wahrscheinlich umgesetzt werden. Hier ist es wichtig, dass sie bereits sehr fein beschrieben sind. Steht eine Anforderung ehe weiter unten im Product Backlog, so reicht womöglich eine abstrakte Beschreibung der Anforderung. Geschätzt bezieht sich auf die Komplexität von den beschriebenen Anforderungen. Diese Schätzungen sind extrem wichtig für das gesamte Team. Dem Entwicklungsteam gibt es Anhaltspunkte, wie viele Anforderungen in einem Sprint umgesetzt werden können und für den Product Owner bildet es eine Basis für die weitere Release-Planung. Die Emergenz ist ein ganz wesentlicher Punkt im Kontext des Scrum Frameworks. Genauso wenig wie das Entwicklungsteam nicht einfach Feature um Feature entwickeln sollte, ist das Product Backlog mehr als nur eine reine Sammlung von Anforderungen. Es ist immer mehr, als die Summe der Einzellteile, denn es ist nicht mehr und nicht weniger, als die Verschriftlichung der Produktvision. Priorisiert ist der letzte aber keineswegs weniger wichtige Punkt. Im Scrum arbeitet man mit festen Timeboxen somit es die Zeit immer fix, nie aber der Umfang, um so wichtiger ist es, dass das Product Backlog immer priorisiert ist, denn im Idealfall ist das, was zum Schluss nicht umgesetzt wird, unwichtige Anforderung. Damit dies aber wirklich funktionieren kann, muss ein Product Backlog immer priorisiert sein. Die Priorisierung sollte sich immer auf die Wichtigkeit in Bezug auf den Business Value beziehen. Eine weitere Möglichkeit der Priorisierung könnte aber auch das Risiko sein. Ein vollständiges Product Backlog erfüllt letztendlich alle DEEP-Kriterien und besteht aus folgenden Bestandteilen: die User Stories. Sie beschreiben die Anforderungen in einem prägnanten Satz. Die Akzeptanzkriterien geben die fachlichen Kriterien wieder, die erfüllt sein müssen damit die Anforderung auch als abgeschlossen zählt. Eine Schätzung, die den geschätzten Grad an Komplexität wiedergibt, und sogenannten Epics. Epics sind große Anforderungen, die nicht geschätzt werden können und auch nicht in einem Springt umgesetzt werden können. Sie müssen im weiteren Verlauf in genauere User Stories übersetzt werden.

Scrum-Grundlagen: Der Product Owner

Lernen Sie die Aufgaben des Product Owner im Scrum-Prozess kennen und profitieren Sie von den Tipps und Tricks für den Praxiseinsatz.

1 Std. 23 min (19 Videos)
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