Photoshop: Füllmethoden für natürliche Porträts

Das 5x5-Raster

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Ein gutes Hilfsmittel, um die Wirkungsweise der Füllmethoden zu verstehen, ist das 5x5 Raster, das Michael Jordan in diesem Video demonstriert.
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Transkript

Wenn man zwei Ebenen übereinander liegt, dann sind auf jeder Ebene die Tonwerte von ganz Schwarz bis ganz Weiß. Und weiss halt nicht, an welcher Stelle. Drum habe ich jetzt hier, in diesem Beispiel, zwei Verläufe übereinandergelegt, und zwar, den Verlauf von ganz Schwarz oben bis ganz Weiß unten. Auf der Hintergrundebene und auf der Ebene darüber ist der Verlauf gedreht, sodass sich hier die schwarzen Tonwerte links und die weißen rechts befinden. Jeweils in der linken oberen Ecke ist Schwarz. Das ist bei der oberen Ebene so, und bei der unteren auch. Und entsprechend, in der entgegengesetzten Ecke rechts unten ist auf beiden Ebenen Weiß. Und dazwischen sind alle anderen Tonwerte. Und durch das Drehen des Verlaufs habe ich jetzt hier alle möglichen Kombinationen in einem Bild vereint übereinandergelegt. Wenn Sie jetzt also eine Füllmethode auswählen, beispielsweise Multiplizieren, dann wird hier sofort sichtbar, wie sich die Tonwerte insgesamt verändern, nämlich sobald Sie Multiplizieren anwenden. Dann wird das Bild auf jeden Fall dunkler. Außerdem ist gut zu sehen, Schwarz bleibt Schwarz und Weiß bleibt Weiß. Das wird nicht verändert. Das ist jetzt natürlich 'ne schöne Erkenntnis, doch relativ schwierig auf andere Bilder zu übertragen, weil es einfach viel zu komplex ist. Drum habe ich das Ganze vereinfacht und den Stufenlosen Verlauf von Schwarz bis Weiß, das sind jetzt 256 Tonwerte, von Null, ganz Schwarz oben, bis 255 Weiß ganz unten, habe ich in fünf Tonwerte unterteilt. Das ist also nicht mehr stufenlos, sondern stufig, ein sozusagen fünfstufiger Graukeil. Und hier sehen Sie genau das gleiche, wie im Bild vorher, zwei Ebenen übereinander. Die obere Ebene von ganz Schwarz bis ganz Weiß von links nach rechts, und die untere Ebene von ganz Schwarz bis ganz Weiß von oben nach unten. Damit man weiß, was miteinander verrechnet wird, habe ich hier vorne in der ersten Spalte und oben einfach nochmal die Tonwerte, quasi die Originaltonwerte angeheftet, die kann ich mal ausblenden. Dann sieht man nur noch die beiden Teile, die miteinander verrechnet werden. Sie sehen jetzt hier, in der Füllmethode Multiplizieren, schaut das Ergebnis schon sehr viel deutlicher und klarer aus. Ich blende nochmal die Quelle ein. Und jetzt sehen wir, dass hier die Tonwerte von ganz Schwarz bis ganz Weiß, wenn die Tonwerte verrechnet werden, mit Schwarz drunter, ist das Ergebnis in jedem fall Schwarz. Und wenn alle Tonwerte mit Weiß multipliziert werden, dann bleibt das Ergebnis unverändert. Weiß ist also beim Multiplizieren die neutrale Farbe. Stellt sich natürlich die Frage, was passiert, wenn ich ein Element mit sich selber verrechne, wenn ich also ein Bild quasi dupliziere, und die Füllmethode Multiplizieren anwende. Diese Resultate sehen Sie auf der Diagonale von links oben nach rechts unten. Schwarz und Schwarz bleibt Schwarz, Weiß mit Weiß bleibt Weiß. Das haben Sie auch auf dem Bild vorher noch gut erkennen können. Aber Dunkelgrau mit Dunkelgrau wird ein dunkleres Grau. Ich habe hier zur Kontrolle nochmal die Infopalette eingeblendet. Da kann man dann auch die entsprechenden Tonwerte ablesen. Mittelgrau mit Mittelgrau wird dunkler, als vorher. Ebenso wird das helle Grau auch dunkler. Ich habe dazu als Hilfsmittel nochmal eine Diagonale gezeichnet. Die blaue Diagonale, die gibt an, was passiert, wenn ich eine Ebene mit ihrem Duplikat verrechne. Und die rote Diagonale gibt entsprechend an, was passiert, wenn ich mit einer Ebene ihre Umkehrung, also das Negative verrechne, wenn ich also Schwarz mit Weiß, Dunkelgrau mit Hellgrau, Mittelgrau mit Mittelgrau, Hellgrau mit Dunkelgrau und Weiß mit Schwarz verrechne. Das ist aber nicht ganz so relevant, wie die Diagonale für die gleichen Tonwerte. Das kann man sich jetzt in allen möglichen Füllmethoden anschauen. Multiplizieren beim Negativ multiplizieren ist es hier oben ganz deutlich. Da ist Schwarz die neutrale Farbe, da verändert sich nichts. Entsprechend alles andere wird deutlich heller. Und bei einer Füllmethode aus dieser Gruppe wird auch ganz gut deutlich, dass hier die Tonwerte sich so verändern, dass die dunklen Tonwerte dunkler werden, Alles, was mit Mittelgrau verrechnet wird, das bleibt gleich, und alles, was mit Hellgrau verrechnet wird, wird heller. Das ist zugegebenermaßen und wenn man das das erste Mal sieht, vielleicht noch ein bisschen abstrakt, macht aber bei näherem Betrachten die Arbeit relativ viel leichter, denn so kann man einfach auch schauen, wenn man auf der Suche ist nach einer Füllmethode, die einen bestimmten Zweck erfüllt, beispielsweise die alle Tonwerte im gesamten Bereich etwas heller macht und vielleicht die Gradation ein wenig verändert. Oder aber man sagt, ich suche eine Füllmethode, die den Kontrast verstärkt, und dann schaut man sich einfach die unterschiedlichen Ergebnisse an und wählt diejenige aus, die dem gewünschten Zweck am nächsten kommt. Damit Sie das nicht selber machen müssen, gibt's natürlich dieses Video-Training, und ich zeige Ihnen später, im ganz konkreten Beispiel, welche Füllmethode ich für welchen Zweck ausgewählt habe, und dann zeige ich Ihnen jeweils das entsprechende Raster, um das nochmal deutlich zu machen. Dann haben Sie vielleicht auch eine gute Inspiration, um sich selber auf die Suche nach der für Ihren Zweck geeigneten Füllmethode zu machen.

Photoshop: Füllmethoden für natürliche Porträts

Lernen Sie, wie Sie mit den Füllmethoden in Photoshop eine dezente, natürliche Porträtretusche durchführen und Lippen, Augen und Haare optimieren.

1 Std. 22 min (13 Videos)
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