Ideation: Visuelles Denken und Ideenfindung

Customer Journey und Empathy Maps

LinkedIn Learning kostenlos und unverbindlich testen!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Customer Journey Maps sind Diagramme, die produktbezogene Emotion und Berührungspunkte des Benutzers aufzeigen. Empathy Maps sind einfacher und visueller und lassen sich in einem Workshop gut gemeinsam entwickeln.
05:17

Transkript

Eine Customer Journey Map, das ist eigentlich mehr ein Diagramm mit Text als eine Zeichnung. Sie entsteht normalerweise in einem Workshop mit allen Beteiligten der Produktentwicklung. Zeichentalent brauchen Sie dafür eigentlich keins. Sie sollten nur die Tipps zum schönen Schreiben aus dem Training berücksichtigen. Und noch ein Tipp, nehmen Sie lieber ein Whiteboard, als den Flipchart. Die sind nämlich normalerweise größer und im Querformat. Das ist für Customer Journey Maps besser geeignet. Haben Sie kein Whiteboard zur Verfügung oder ist es zu klein, dann reißen Sie ein Blatt vom Flipchart ab und kleben es im Querformat an die Wand. Jetzt zu Empathy Map. Die Empathy Map, zu deutsch soviel wie Empathie-Diagramm, das ist eine gute Alternative zur Customer Journey Map. Sie geht deutlich schneller und ist etwas weniger formell. Sie ist visueller, emotionaler und weniger verkopft, daher ist sie auch leichter zu lesen. Um sie zu erstellen, setze ich das Foto meiner Persona ins Zentrum. Das heißt, ich gehe wieder von einem prototypischen Nutzer aus, wie bei der Persona auch. Nehme also hier wieder die Lydia Beck, heißt sie, unsere Persona, die kommt ins Zentrum. Und davon ausgehend gibt es jetzt vier Sektoren, zur Seite hin, die ich mir hier so einteile, und unten mache ich noch mal eine Linie. Und mit diesen Grundlinien habe ich sozusagen fast schon alles abgedeckt, jetzt bin ich komplett. Und da kommen die verschiedenen Bereiche meiner Empathie Map rein. Ganz nach oben da kommen die Gedanken und die Gefühle hin. Da geht es also darum, was beschäftigt die Persona, was für Sorgen hat sie, welche Befürchtungen hat sie. Im Bereich links, da geht es um das Hören. Beim Hören geht es darum, was hört die Persona von Kollegen, von Freunden, was für Eindrücke nimmt sie von anderen eben wahr. Dann gibt es den Bereich Sehen, nennt er sich. Es ist nicht unbedingt ganz trennscharf zu dem Hören, wenn man jetzt erstmal sozusagen nur den Begriff hört, es ist aber so, im Bereich Sehen, ordnet man typischerweise das ein, was von Mitbewerbern zu sehen ist sozusagen, was sieht sie da in dem Bereich. Das Hören ist sozusagen mehr bisschen emotionaler und das Sehen ist, was ist die Konkurrenz zum Beispiel. Der Bereich Sprechen und Tun, der ist dann ganz hier unten. Da geht es darum, was macht die Persona, was tut sie, was sind ihre Handlungen? Und der Bereich unten schließlich, der ist auch noch enorm wichtig. Da geht es um den Schmerz. Englisch spricht man davon in Pain Points, also das, was der Persona wirklich Sorgen bereitet, wo sie ein Problem hat. Also das Problem, was ich letztendlich auch normalerweise dann lösen will mit meiner Anwendung. Und der letzte Punkt, das sind dann die Ziele. Und bei den Zielen, da will ich natürlich wissen, was erhofft die Person an sich, wie sieht für sie Erfolg aus, was will sie haben. Dieses Diagramm, das kann man natürlich anpassen. Für seine jeweiligen Bedürfnisse passen die Sachen vielleicht nicht ganz und Sie haben schon auch beim Präsentieren gemerkt, hier Hören und Sehen, das gefällt vielen Leuten nicht ganz so gut, weil das nicht so trennscharf ist. Und daher finde ich persönlich den Ansatz von Paul Burg sehr gut, der sagt, statt Hören und Sehen, nehmen wir lieber Aufgaben und Einflüsse. Das heißt, welche Aufgaben muss die Persona erledigen, welche Einflüsse kommen auf sie hinein. Und Sprechen und Tun lässt er dafür weg, und dann habe ich nur noch fünf Elemente. Und mit diesem vereinfachten Empathie-Diagramm, also der vereinfachten Empathie Map, kommen Sie in den meisten Sachen viel besser zurecht, wenn es um das Thema User Experience geht. Eine Vorlage dazu finden Sie im Download-Bereich zu diesem Training. Die Empathie Map, die kann man auf dem Flipchart gut vorbereiten. Dann füllt man sie später in der Besprechung gemeinsam aus, danach macht man ein kleines A3-Format Poster und hängt das auf im Büro vom Umsetzungsteam. So haben die Kollegen immer die Nutzer mit allen ihren Sorgen und Zielen vor Augen. Die Methode geht schneller als Personas und sie ist besonders leichter zu erfassen, als eine Customer Journey Map.

Ideation: Visuelles Denken und Ideenfindung

Lernen Sie, mit visuellem Denken an neue Lösungsansätze zu kommen. Jens Jacobsen zeigt Ihnen dafür die notwendigen Fertigkeiten am Whitboard.

2 Std. 40 min (33 Videos)
Derzeit sind keine Feedbacks vorhanden...

Dieser Online-Kurs ist als Download und als Streaming-Video verfügbar. Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht entscheiden - sobald Sie das Training erwerben, erhalten Sie Zugang zu beiden Optionen!

Der Download ermöglicht Ihnen die Offline-Nutzung des Trainings und bietet die Vorteile einer benutzerfreundlichen Abspielumgebung. Wenn Sie an verschiedenen Computern arbeiten, oder nicht den ganzen Kurs auf einmal herunterladen möchten, loggen Sie sich auf dieser Seite ein, um alle Videos des Trainings als Streaming-Video anzusehen.

Wir hoffen, dass Sie viel Freude und Erfolg mit diesem Video-Training haben werden. Falls Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!