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Content-Marketing – Grundlagen

Content-Marketing und die analoge Welt

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Stellt man den Nutzer in den Mittelpunkt und bildet für ihn Content, dann eröffnet das auch in der analogen Welt neue Möglichkeiten. Vom gedruckten Magazin über personalisierte Mailings bis zum innovativen Produkt wird alles möglich.
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Transkript

Content-Marketing existiert nicht in einer digitalen Filterblase. Es ist eingebunden in alle Marketing-Maßnahmen eines Unternehmens und in alle weiteren Bereiche, wo es Kontakt zum Kunden gibt. Entsprechend viele Kraft liegt auch in einer Verzahnung der unterschiedlichen Bereiche. Kann ein Blogbeitrag auch für eine Modezeitschrift spannend sein? Lässt sich aus coolem Grafikmaterial vielleicht sogar ein Merchandising-Produkt erstellen? Und wie wichtig ist eigentlich internes Content-Marketing gegenüber den eigenen Mitarbeitern? Im gesamten Konstrukt Content-Marketing sollte man nicht vergessen, dass Content nicht unbedingt an digitale Kanäle gebunden ist, selbst wenn er ursprünglich dafür erstellt wurde. Content ist für sehr viele, unterschiedliche Marketing-Kanäle spannend, und die Insides, die man aus Nutzer-Feedback und Analysesystemen erhält, sind auch für das Gesamtmarketing durchaus relevant. Aus Content-Initiativen können zum Beispiel personalisierte Printmailings entstehen. Es können Inhalte erstellt werden, die Verkäufern am POS, am Point Of Sale, helfen. Es können natürlich PR-Beiträge entstehen, aber mehr noch. Sind die Texte gut, dann bezahlen Medien eventuell sogar dafür. Wenn die richtigen Personen involviert sind, entstehen aus Content-Initiativen neue Produkte, neue Geschäftsmodelle oder sogar neue Mitarbeiter. Die eben kurz aufgelisteten Beispiele sind schnell erzählt. Der Kinder- und Mütterausstatter Baby Walz stellte letztes Jahr seine gedruckten Mailings auf den Prüfstand. Der Versand der Briefe ist teuer und das Werbemittel dafür nicht effektiv genug. Marc Eberle ist der Chef der Kundenbeziehung. Er lies prüfen, ob man im digitalen Zeitalter nicht auch dem Papier neues Leben einhauchen kann. Er stellte um auf Digitaldruck und sparte damit Kosten. Dann ließ er dynamische Templates erstellen, in die Inhalte aus einem zentralen Redaktionssystem automatisch eingespielt werden können. Letztlich ordnete er die Inhalte mit Tagging und setzte das Gleiche auch für seine Kundendatenbank um. Seit diesem Sommer verschickt "Baby Walz" an jeden Kunden einen individuellen Brief inklusive Produktangeboten und individuell zugeordneten, lesenswerten Geschichten. Die zentrale Wissensdatenbank von Thalia wird immer mehr zum Beratungswerkzeug. "Next" heißt das Tool, das als App auch jedem Endkunden zur Verfügung steht. Es ordnet einem Buchtitel andere Bücher zu, die dem begeisterten Leser ebenso gefallen können. Das besondere? Die Empfehlungen kommen von echten Leseratten, nämlich den Buchhändlerinnen. Inzwischen nutzen diese Buchhändlerinnen das Tool selbst, auf iPads, im Laden. Immer dann, wenn die um Auskunft befragte Händlerin das Referenzbuch nicht kennt, dann fragt sie virtuell ihre Kollegen. Der Shop "From Austria" ist eine sehr liebevolle Inszenierung österreichischer Produkte. Das Problem? Andere, wesentlich größere Shops verkaufen ebenfalls einen Teil dieser Produkte, zum Beispiel Mozartkugeln. Wie positioniert man sich in diesem Umfeld? Über Geschichten. From Austria begann die Geschichten seiner Lieferanten zu erzählen. Der steirische Bauer, der seinen eigenen Schnaps brennt. Der kärntner Skilehrer, der in seiner Freizeit kleine Figuren schnitzt. Die Geschichten waren so gut, dass man sie Redaktionen von Magazinen vom Stil "Landlust" anbot, und schon nach kurzer Zeit wurde daraus ein Geschäftsverhältnis. Inzwischen verkauft From Austria neben Mozartkugeln eben auch Content. Die Ikea Hej-Community ist die Plattform, wo sich das Unternehmen und seine Freunde treffen. Sie startete 2014, hat heute 15.000 User, hat insgesamt 200 Besuche bei Kunden absolviert und seit 2016 gibt es ein Botschafter-Programm. Auf der Plattform werden Produkte diskutiert, Aufbauanleitungen korrigiert und Einrichtungstipps ausgetauscht. Und genau hier passierte es. Das Regal auf der rechten Seite ist ein von einem Kunden entworfenes Produkt. Es wurde in limitierter Auflage produziert und war in Windeseile ausverkauft. Das Thalia-Beispiel hat bereits gezeigt, dass Content-Marketing für den Handel sehr spannend sein kann. Die neutrale Position über Marken hinweg kann dabei helfen, dass die Inhalte als authentisch gesehen werden. Genau das macht Saturn mit "TURN ON". Das digitale Technik-Magazin ist inzwischen so erfolgreich, dass die Unternehmen mit neuen Produkten darum boulen, hier getestet zu werden. Ein Teil der Inhalte erscheint auch in einem gedruckten Magazin. Dieses Magazin enthält bezahlte Werbung. Und noch ein letztes Beispiel dafür, wie Content-Marketing ganz andere Bereiche eines Unternehmens beeinflussen kann. Unter der Domain "elternstolz" läuft eine Kampagne der IHK Bayern, der Handwerkskammer und der Bayerischen Staatskanzlei. Ziel des Angebots ist es, den Kontakt zu Eltern beim Thema "Ausbildungsberuf" herzustellen. Der Content-Umweg ist ein Ratgeber, der erklärt, was Jugendliche wirklich wollen, wenn sie zum Beispiel sagen: "Lass mich in Ruhe!". Die Antwort lautet: Versuchen Sie herauszufinden, welche Ängste und Sorgen Ihr Kind hat. Was da wohl die Jugendlichen selbst dazu sagen? Mit diesem letzten Film aus dem Grundlagen-Workshop Content-Marketing, wollte ich Ihnen noch ein bisschen die Augen öffnen, für das Potenzial, das eine spannende Content-Strategie besitzt. Aus den Dialogen, die rund um Ihr Content-Marketing entstehen, können Sie sehr viel Input ziehen, bis hin zu Anregungen für neue Produkte. Aber unter dem Strich ist das eben auch viel Arbeit.

Content-Marketing – Grundlagen

Lernen Sie die Sichtbarkeit Ihrer Marke oder Produkte zu erhöhen, Social Media effizienter zu nutzen und mehr zu verkaufen.

2 Std. 15 min (19 Videos)
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