Grundlagen der Programmierung: Basiswissen

Code aufteilen

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Längerer Quellcode kann in sämtlichen Programmiersprachen in kleine, überschaubare, aber weiterhin wiederverwendbare Einheiten aufgeteilt werden. In JavaScript werden diese als Funktionen bezeichnet.

Transkript

Wenn wir immer mehr und immer längeren Code schreiben, dann wird alles sehr schnell etwas unübersichtlich. Es wird schwerer zu überblicken und komplizierter zu verstehen. Deshalb können wir in jeder Programmiersprache große Mengen an Quellcode in kleinere, überschaubare, und vor allem auch wiederverwendbare Einheiten aufteilen. In verschiedenen Programmiersprachen haben diese verschiedene Namen. Manchmal heißen sie "Module", manchmal heißen sie "Subroutinen", "Unterprogramme", oder einfach nur "Routinen" oder "Methoden". In JavaScript und in vielen anderen Sprachen nennen wir sie schlichtweg Funktionen. Eine Funktion ist eigentlich nur die Idee, dass wir ein bisschen Code, das kann eine Zeile sein, fünf Zeilen oder vielleicht hunderte davon, dass wir diesen Code zusammenfassen, ihm einen Namen geben, und fortan können wir diesen Code als einen Gedankenblock verwenden. Dabei ist es gebräuchlich, dass wir Funktionen z.B. Namen geben wie "berechne Form", "erzeuge Nachricht", "sende E-Mail" oder "bewege Bild". Und die Art und Weise, wie wir Funktionen in JavaScript erzeugen ist die Folgende: Wir nehmen den Code, den wir brauchen, und wir umschließen ihn mit geschweiften Klammern. Damit sagen wir, wo er anfangen und wo er auch wiederum aufhören soll. Das nennen wir dann den "Body der Funktion". Dann müssen wir der Funktion natürlich noch einen Namen geben. Zunächst einmal schreiben wir das Schlüsselwort "function" davor. Und weil es viele solcher Funktionen in JavaScript gibt, geben wir ihr noch einen eindeutigen Namen. In der Namensgebung sind wir, ähnlich wie bei den Variablen-Namen, relativ frei. Funkionen können heißen: "erzeuge Nachricht" oder "bewege Bild" oder "explodiere Raumschiff". Das ist nicht immer grammatikalisch vielleicht sauber, aber man weiß, was gemeint ist. Unsere Funktion hier, die nennen wir einfach mal "meine Funktion". Nach dem Funktionsnamen, da brauchen wir noch runde Klammern, eine öffnende und eine schließende wiederum. Darin wird bestimmt, ob diese Funktion Parameter übergeben bekommt oder nicht. Aber das schauen wir uns später noch mal an. In diesem Fall bedeuten leere Klammern "Nein, es werden keine Parameter übergeben." Benötigt werden die Klammern aber dennoch. Jetzt, wo wir eine Funktion definiert haben, können wir sie auch aufrufen, und dazu schreiben wir einfach den Namen der Funktion gefolgt von einer leeren Klammer und einem Strichpunkt. Das führt dazu, dass der Funktionsbody aufgerufen wird, und jede Codezeile darin wird ausgeführt. Bedenken Sie bitte, dass wir das unzählige Male tun können. Wir können die Funktion immer und immer wieder aufrufen. Aber, bedenken Sie bitte auch, dass eine Funktion erst dann aufgerufen wird, wenn Sie tatsächlich noch einmal im Quellcode steht. Es heißt, es reicht nicht, sie nur zu definieren. Offiziell ist es völlig egal, wo in Ihrem Code Sie Ihre Funktionen definieren, ob am Anfang oder am Ende, oder auch bunt gemischt mittendrin. Sie können die Funktion erst aufrufen und dann definieren, oder meinetwegen auch anders herum. Das liegt daran, dass die JavaScript-Engine, die den Code interpretiert, zuerst einen schnellen Scan durchführt und nachschaut, welche Funktionen es gibt, bevor das Programm eigentlich gestartet wird. Aber es hat sich eingebürgert, dass man zuerst eine Funktion definiert, bevor man sie aufruft. Solch ein Code ist leichter zu verstehen und für den Menschen auch leichter zu analysieren. Deshalb werden Funktionen normalerweise am Beginn eines Programms definiert. In manchen Programmiersprachen ist das sogar zwingend notwendig. Egal ob man das Kind "Funktion", "Modul", "subroutine Methode" oder irgendwie anders nennt, es gehört zu der Kernfunktionalität fast jeder Programmiersprache, dass man Codeblöcke erzeugt, ihnen einen Namen gibt, um sie später ein- oder mehrmals wieder aufzurufen. Das macht Ihr Programm leichter zu schreiben und leichter zu verstehen, und Sie können so leichter im Team arbeiten, wenn z.B. jeder an einer anderen Funktion programmiert. Funktionen können natürlich viel komplizierter sein als unser Beispiel hier. Sie können nicht nur Aufgaben ausführen, sondern auch Werte zurückliefern, oder Werte annehmen und verarbeiten. Wie das genau geht, das schauen wir uns im nächsten Film an.

Grundlagen der Programmierung: Basiswissen

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5 Std. 38 min (64 Videos)
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