System Center 2012 R2 Configuration Manager Grundkurs

Clienteinstellungen definieren

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Ein zentraler Punkt der SCCM-Konfiguration sind die Clienteinstellungen. Neben der Übernahme der Standardeinstellungen können Sie benutzerdefinierte Einstellungen definieren. Erfahren Sie, wie Sie vorgehen müssen, um eigene Vorgaben festzulegen.
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Transkript

Ein zentraler Punkt der SCCM-Konfiguration sind die Clienteinstellungen. Diese finden Sie im Bereich "Verwaltung" über dem Menüpunkt "Clienteinstellungen". Und hier gibt es bereits eine Standard- Richtlinie für die Clienteinstellungen, die für alle angebundenen Clients gelten. Sie haben hier die Möglichkeit, über das Kontextmenü von Clienteinstellungen, weitere benutzerdefinierte Einstellungen zu definieren. Oder Sie können hier per Doppelklick auf die Clientstandardeinstellungen die Standardkonfigurationen anpassen, also die Einstellungen, die für alle Clientcomputer gelten, für die diese Einstellungen definiert sind. Die Richtlinie "Standardeinstellungen" gilt generell für alle Clients. Wenn Sie Richtlinien definieren auf Basis einer höheren Priorität, dann gelten diese Richtlinien zuerst. Wenn Sie aber keinen eigenen Richtlinien definieren, können Sie alle Einstellungen, die Sie hier vornehmen, für alle angebundenen Clientcomputer umsetzen. Das bedeutet aber auch, wenn Sie Clientcomputer angebunden haben, werden alle Einstellungen, die Sie hier vornehmen, automatisch für alle Clients im Netzwerk umgesetzt. Wenn Sie also Einstellungen ändern wollen, bietet es sich an, das nicht in den Clientstandard- einstellungen vorzunehmen, sondern über das Kontextmenü eine eigene Einstellung entweder für die Geräte oder für die Benutzer vorzunehmen. Ich möchte jetzt hier für die Geräte eigene Standardeinstellungen definieren und erstelle dazu eine neue, benutzer- definierte Geräteclienteinstellung. Ich kann jetzt hier Namen für die Einstellung verwenden, dazu gebe ich hier "Benutzerdefinierte Einstellungen Contoso" ein. Danach kann ich festlegen, welche Einstellungen ich denn gerne mit dieser Geräteeinstellung verwalten möchte, also ich muß nicht immer alle Einstellungen verwenden, sondern nur die, die ich brauche. Wichtig sind auf jeden Fall die Client-Policy, die Kompatibilitätseinstellungen, der Computer-Agent und der Computerneustart. Sie können hier natürlich noch weitere Einstellungen vornehmen und sich dann durch die einzelnen Optionen hier durchklicken, welche Konfigurationen Sie für die einzelnen Clientcomputer umsetzen wollen. Bezüglich vom SCCM spielen in diesem Bereich natürlich immer auch die Remotetools eine Rolle, also wie können Sie "Remote" auf die angebundenen Clientcomputer zuweisen und selbstverständlich die Softwarebereitstellung, also wie stellen Sie Anwendungen, die Sie mit SCCM im Netzwerk verteilen, an den Clientcomputern zur Verfügung. Wenn Sie Ihre Auswahl getroffen haben, erstellen Sie die Einstellungen mit OK. Diese werden anschließend in der Liste hier angezeigt mit einer Priorität "1", das heißt, diese Einstellungen werden angewendet, bevor die Clienteinstellungen gesetzt werden. Das heißt, einfach ausgedrückt, wenn Sie jetzt so wie in diesem Beispiel, ich öffne jetzt mal die Einstellungen der Clientstandardeinstellungen, wenn Sie in Ihren benutzerdefinierten Einstellungen zum Beispiel den Menüpunkt "Softwareinventur" nicht aufgenommen haben und keine Einstellungen ändern, dann werden automatisch die Einstellungen hier von Softwareinventur von den Standardeinstellungen verwendet. Wenn Sie allerdings in Ihren benutzer- definierten Einstellungen Konfigurationen, wie die Softwarebereitstellung oder den Computer-Agent aufgenommen haben, dann werden nicht die Clientstandardeinstellungen verwendet, sondern dann werden die benutzer- definierten Einstellungen verwendet, die Sie an dieser Stelle konfiguriert haben. Das heißt, Sie legen zunächst fest, welche Einstellungen möchten Sie mit Ihrer Richtlinie definieren und können danach die Einrichtungen genau anpassen. Wenn Sie zum Beispiel jetzt hier "Clientrichtlinie" auswählen, können Sie festlegen, in welchem Zeitabstand werden die Richtlinien von den Clientcomputern abgerufen. Ich setze diese Konfiguration jetzt hier auf 5 Minuten, damit das vor allem in einer Testumgebung schneller funktioniert, was ich konfiguriere. Achten Sie aber darauf, daß je niedriger Sie hier den Zeitpunkt einsetzen, natürlich auch der Netzwerkverkehr belastet wird. Bei den Kompatibilitätseinstellungen können Sie die Auswertung für Kompatibilitäten direkt auf den Clientcomputern starten, das ist standardmäßig ausgewählt und sollte auch ausgewählt sein. Bei Computer-Agent legen Sie weitere Einstellungen fest, die für den Client gelten. Und hier sollten Sie bei Websitepunkt für den Standardanwendungskatalog, Website festlegen, wenn Sie einen Anwendungskatalog bereits erstellt haben. Das machen Sie dann über die Systemrollen, die Sie einem SCCM-Server zuweisen. Und hier haben Sie jetzt die Möglichkeit, festzulegen von welchem Anwendungskatalog sich der Agent die zur Verfügung stehenden Anwendungen herunterladen kann und anschließend anzeigt. Wenn ich das bestätige, sehen Sie, daß Client-Computer, die über diese Richtlinieneinstellung versorgt werden, sich automatisch mit diesem Anwendungskatalog verbinden. Ich kann festlegen, daß dieser Katalog automatisch zu den vertrauenswürdigen Webseiten des Internet-Explorers hinzugefügt wird. Ich kann im unteren Bereich festlegen, welcher Name angezeigt wird. Das ist benutzerdefiniert. Ich verwende hier jetzt den Namen Contoso-Anwendungen, Sie können bei sich aber konfigurieren, was Sie möchten. Hier wird im Endeffekt eingestellt, wie sich der Clientcomputer verhält bezüglich des Abrufens von Anwendungen des SCCM, die auf dem Rechner installiert werden können. Damit Sie diesen Namen hier festlegen können, müssen Sie natürlich zuvor die Systemrolle für den Anwendungskatalog auf dem SCCM-Server konfiguriert haben. Das machen Sie wiederum im Bereich Standardkonfigurationen. Bei Computerneustart lege ich fest, wie der Computer auch den Benutzer benachrichtigen soll, wenn der Computer neu gestartet werden muß, wegen verschiedenen Einstellungen, Konfigurationen, Softwareinstallationen, Gruppenrichtlinien, alle Einstellungen, die eben einen Neustart des Computers verlangen. Sie können hier auch die Standardeinstellungen belassen. Generell ist es sinnvoll, hier einen kleineren Intervall zu verwenden, zum Beispiel 30 Minuten. Bei den Remotetools können Sie festlegen, wie von SCCM aus mit dem Remotedesktop auf die Clientcomputer oder Server zugegriffen werden soll. Standardmäßig ist die Option deaktiviert. Ich kann hier über "Konfigurieren" aber festlegen, daß die Remoteverwaltung auf den Clientcomputern genehmigt wird und zwar hier für den Zugriff der Domäne. Ich kann in einer Testumgebung natürlich auch noch das private Netzwerkprofil und das öffentliche Netzwerkprofil verwenden, damit sichergestellt ist, daß die ADP-Verbindung auch funktioniert. Das Ganze wird jetzt hier auch auf "Aktiviert" gesetzt. Sie können danach, das ist eine Sache des Betriebsrats, festlegen, ob der Benutzer über die Zugriffe benachrichtigt werden soll, das ist hier standardmäßig ausgewählt. Sie können hier aber auch die Option auf "Nein" setzen, damit der Benutzer nicht darüber informiert, daß eine Remotesteuerung stattfindet und muß es auch nicht genehmigen. Sie können hier auch noch festlegen, wer überhaupt zugreifen darf auf den Clientcomputer mit den Remotetools und hier können Sie mit einer Active-Directory-Gruppe arbeiten. Ich verwende jetzt hier für den Zugriff auf die Clientcomputer mal nur einen Benutzer, nämlich den Administrator. Dieser wird jetzt hier aufgenommen, das heißt, es ist jetzt festgelegt, daß die Remotesteuerung und Remoteunterstützung nur durch diesen Benutzer verwendet wird. In einer produktiven Umgebung ist es sinnvoll, wenn Sie an dieser Stelle eine Gruppe definieren, die Sie auch in Active Directory anlegen, daß Sie nach der Konfiguration der Clienteinstellungen dann bequem über die Gruppenmitgliedschaft steuern können, welche Administratoren dürfen mit den Clientcomputern eine Remote-Desktop-Verbindung aufbauen. Die Softwarebereitstellung spielt natürlich auch eine wichtige Rolle. Hier legen Sie im Grunde genommen fest, wie die Anbindung für die Softwarebereitstellungen stattfinden soll und wann eine Neuüberprüfung der zur Verfügung stehenden Anwendungen stattfinden soll, das ist hier standardmäßig auf 7 Tage gesetzt. Sie können hier aber auch andere Einstellungen verwenden, zum Beispiel eine tägliche Überprüfung. Ich lege jetzt hier als Zeitplan fest, daß ich das Ganze jeden Tag durchführen möchte. Das Ganze wird jetzt hier geändert und für die Client-Computer, die den Clienteinstellungen zugewiesen werden, zugeordnet. Wenn Sie die Einstellungen vorgenommen haben, klicken Sie auf OK. SCCM ist auch sehr benutzeorientiert. Sie haben daher die Möglichkeit, nicht nur Clienteinstellungen für Computer festzulegen, Sie sehen hier den Typ "Gerät", sondern über das Kontextmenü von Clienteinstellungen auch Benutzereinstellungen. Benutzereinstellungen machen zum Beispiel Sinn, wenn Sie den Anwendern die Möglichkeit geben wollen, ihren primären Computer selbst festzulegen. Ich lege jetzt hier einen Namen fest, Contoso-Benutzereinstellungen und aktiviere hier die Option "Affinität zwischen Benutzer und Gerät". Das Ganze bestätige ich jetzt, dann wird auch diese Richtlinieneinstellung für die Benutzer angewendet. Sie sehen, diese hat jetzt hier die Priorität "2". Wenn ich die Einstellungen jetzt hier aufrufe, habe ich die Möglichkeit, festzulegen, daß Anwender die Möglichkeit haben, selbst zu bestimmen, welcher Computer ihr primäres Gerät ist. Das setze ich hier auf "Ja". Das ist vor allem für die Benutzer sinnvoll, die mit mehreren Computern im Netzwerk arbeiten. Ich fasse noch einmal zusammen. Sie haben die Möglichkeit, in der SCCM-Konsole im Bereich Verwaltung, Clienteinstellungen, Richtlinien zu definieren, so genannte Standardeinstellungen, die für die Clientcomputer und Servercomputer umgesetzt werden, wenn sich Computer und Clients mit dem SCCM-Agent an SCCM anbinden. Sie haben hier die Möglichkeit, mehrere Einstellungen zu definieren und auf diesem Weg im Netzwerk umzusetzen. Wenn Sie keine eigenen Einstellungen festlegen, werden automatisch alle Clientstandard- einstellungen umgesetzt, die in den Clienteinstellungen hier definiert sind.

System Center 2012 R2 Configuration Manager Grundkurs

Erfahren Sie, wie Sie mit System Center 2012 R2 Configuration Manager (SCCM), Ihre Computer effizient verwalten und Betriebssysteme, Anwendungen und Patches zentral verteilen.

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