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Grundlagen der Videotechnik: Chromakeying

"Chromakey Green/Blue" oder "Digital Green/Blue"?

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Dass Blau nicht Blau und Grün nicht Grün bedeuten muss, hat für die Arbeit mit Chromakeys eine gewisse Bedeutung. Wie man die Unterschiede zu seinem Vorteil nutzen kann, verrät dieses Video.

Transkript

Wer sich schon einmal nach Chromakey-Hintergründen umgeschaut hat, wird festgestellt haben, dass es offenbar unterschiedliche Farbtöne der beiden am häufigsten benutzten Farben grün und blau zu geben scheint. Aber wie kann das sein? Ist nicht eine maximal gesättigte Farbe des jeweiligen Smartphones die beste Wahl? Um den Aantwort auf diese Frage ein wenig näher zu kommen, schauen wir uns einmal stellvertretend gesättigtes Grün in einem Programm zur digitalen Nachbearbeitung von Bildern, in diesem Fall in Premiere an. Das gleiche gilt übrigens für Blau und ebenso könnte ich ein beliebiges anderes Bearbeitungsprogramm mit ähnlichen Fähigkeiten benutzen. In der digitalen Welt kann ich mir eine Farbfläche mit einer maximal gesättigten Volltonfarbe erzeugen. Dazu habe ich mir in Premiere die Arbeitsumgebung-Farbe eingestellt, damit ich die Messgeräte ein Luma-Waveform-Monitor, eine RGB-Parade und ein Vectroscope angezeigt bekomme. Im Projektfenster unten links, kann ich mir eine Farbfläche erzeugen, die im Format der angelegten Timeline angelegt wird, und ich bekomme jetzt das aus Photoshop bekannte Dialogfenster mit den Einstellungsmöglichkeiten für die Farbe. Ich möchte eine maximal gesättigte grüne Farbe erstellen und stellen wir dazu den grünen Kanal auf den maximal möglichen Wert von 255 bei 8 Bit. Premiere sag mir sofort, dass hier offensichtlich ein Problem vorliegt mit diesem kleinen Warndreieck und das bezieht sich darauf, dass dieses erzeugte maximale Grün eine nicht legale Farbe ist, im Sinne der Broadcast-Spezifikation. Ich kann das trotzdem akzeptieren und sage jetzt einmal grün 255 und wenn ich mehr dieses Grünes 255 auf die Timeline lege, dann bekomme ich die Pegel angezeigt, die damit verbunden sind. Maximales Grün bei 100% oder 255 im 8 Bit Quantisierung-Mount und einen Luma-Pegel von nah zu 60% und hier zeigt mir dieses kleine Pünktchen in den äußeren Target an, dass sich dabei um eine maximal gesättigte RGB-Farbe handelt, die außerhalb der Legalität für das Broadcast-Signal liegt, denn die 75% Marker ist ungefähr hier. Wenn ich in diese Farbe jetzt wieder hineingehe und mir den Farbwert auf 75% der möglichen Tonwerte einstelle, es kann ich hier machen, dann sehe ich gleich, dass das anderes Grün ist und der Tonwert von Maximum auf etwa dreiviertel der möglichen Werte zurückgegangen ist. Das ist für unsere Augen immer noch ein hochgesättigtes Grün, aber es ist eine digital erzeugte Farbe, kein natürliches Grün. Diese digital erzeugte Farbe kommt so in der Natur überhaupt nicht vor. Kein natürlich das Objekt ist in der Lage eine vollgesättigte Farbe. im Sinne der digitalen Wiedergabe zum Reflektieren und ich kann nicht erwarten, dass irgendein Hintergrundmaterial diese Farbe in meine Kamera reflektiert. Um für die Kamera ein solches digitales Licht zu erzeugen, müsste ich eine grüne Lichtquelle auf die Kamera richten. Ich könnte zum Beispiel eine grüne LED-Wand dazu hernehmen. Dass die als Chromakey-Hintergrund zu massiven Überstrahlungen an den Kanten der Vordergrund-Objekte führen würde, also für unsere Zwecke unbrauchbar ist, das liegt sehr nahe. Ein britischer Wissenschaftler mit Namen Pointer hat in akribischer Arbeit tausende von diffus reflektierenden Farben ausgewertet und diese im Diagramm der von Menschen wahrnehmbaren Farben eingetragen. Ist es nicht erstaunlich, wie klein das Spektrum an Farben ist, die von natürlichen Gegenständen unserer Umwelt reflektiert werden, den matt sind im Gegensatz zu all den Farben die der Mensch wahrnehmen könnte. Wenn wir das mit dem im Kameras zu Bewegtbild-Aufzeichnung weitgehend üblichen Farbraum gemäß der Recommendation 709 der ITU vergleichen, stellen wir fest, dass die beiden voneinander abweichen. Übrigens ist der Farbraum der Rec.709 identisch mit dem SRGB-Farbraum, den wir auf Computer benutzen. Da gibt es einerseits in der Natur die Farben, die die Kamera nicht erfassen kann. Sie legeb hier außerhalb des Dreiecks. Das ist insbesondere bei blau-grünen Mischfarben der Fall, nicht jedoch bei den reinen Farben blau und grün, denn bei den gesättigten Farben könnte die Kamera Farbtöne aufzeichnen, die es in der Natur als reflektierende Farben, wie eben gesagt, gar nicht gibt. Was also Computer an gesättigten Farben erzeugen können und immer besser werdende Monitore auch immer besser wiedergeben können, sind Farben, die außerhalb der Rec.709 Farbraums liegen. Aber wie gesagt, in der Natur kommen sie nicht vor. Wonach wir suchen, ist also eine Hintergrundfarbe, die zwar ein Maximum an Farbsättigung, aber gleichzeitig ein Minimum an Leuchtkraft hat. Auf diese Weise ist der Grünton entstanden, der in der Filmproduktion eingesetzt wurde und immer noch wird. Er sorgt dafür, dass die in der Nachbearbeitung störenden Überstrahlungseffekte minimiert werden. Diese Farbe wird, Chromakey-Green genannt. Was ich sprachlich aber nicht vom Digital-Green unterscheidet und zu Verwechslungen führen kann. Hier ist also beim Einkauf Sorgfalt geboten, denn auch das Digital-Green ist natürlich ein Chromakey-Green. Allerdings mit wesentlich höhere Leuchtkraft, die man im Waveform-Monitor ein einem Lume-Pegel erkennen kann. Wir sehen hier die beiden Farben im direkten Vergleich. Digital-Green wird immer mehr benutzt seitdem leistungsfähige Algorithmen zum Dispelling also dem Entfernen von Überstrahlungen auch in Live-key zum Einsatz kommen. Wenn man sich anschaut, wie sauber der Key zum Beispiel in der Nachrichtensendung des zweiten deutschen Fernsehens ist, bekommt man einen guten Eindruck davon. Wenn die Möglichkeiten leistungsfähiger Software-Key nutzen kann, fährt möglicherweise mit einem Digital-Green oder Digital-Blue besser.

Grundlagen der Videotechnik: Chromakeying

Lernen Sie, wie Sie Greenscreen-Aufzeichnungen optimieren, sodass die Nachbearbeitung rasch von der Hand geht.

3 Std. 0 min (32 Videos)
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