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Camera Raw als Filter in Photoshop

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Der Name ist Programm: Mr. Photoshop alias Olaf Giermann greift tief in die Photoshop-Trickkiste und zeigt Ihnen seine liebsten Techniken und Effekte. In interessanten Lektionen und Mini-Tutorials erklärt er besondere Photoshop-Funktionen im Einsatz, zeigt spannende und außergewöhnliche Techniken und hilft Ihnen, gängige Probleme zu verstehen, zu lösen und zu vermeiden.
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Transkript

Der Camera Raw-Filter ist ein tolles Feature in Photoshop CC. Falls Sie sich schon immer gefragt haben, wann Sie diesen gegenüber den Filtern und Einstellungsebenen bevorzugen sollten, dann bleiben Sie dran. Ich erzähle Ihnen meine Gedanken zu genau diesem Thema. In Photoshop CC wie gesagt, da finden wir den Filter im Filtermenü. Und der nennt sich Camera Raw-Filter. Damit Sie als Photoshop CS6-Anwender eine ähnliche Funktionalität haben, müssen Sie einen kleinen Umweg gehen und das möchte ich Ihnen mal gleich zu Anfang zeigen. Und zwar finden Sie ein entsprechendes Script, das eine Ebene umwandelt in ein Smartobjekt. Das Smartobjekt können Sie dann öffnen. Und das öffnet sich dann automatisch in Camera Raw. So ein Script finden Sie auf russellbrown.com/scripts.html Also unter diesem Link. Da müssen Sie zunächst einmal weit herunterscrollen und wenn Sie weit genug heruntergescrollt haben wieder ein Stückchen nach oben. Hier finden Sie den kleinen versteckten Punkt "Archives". Also die Archive, in denen alte Scripts von Russell Brown zu finden sind. Da klicken Sie einmal drauf und dann öffnet sich diese Seite. Da scrollen Sie ein bisschen herunter und da finden Sie hier dieses Panel "Edit Layers in Camera Raw". Das können Sie in Photoshop CS6 installieren und dann eine ähnliche Funktionalität verwenden wie mit dem Camera Raw-Filter. Ähnliches ist nicht das Gleiche, denn den Camera Raw-Filter können Sie als Smartfilter einsetzen. Das möchte ich Ihnen gleich mal zeigen und das würde ich Ihnen auch immer empfehlen so vorzugehen, denn dann können Sie jederzeit in den Filter zurückkehren und die Einstellungen anpassen, falls sich mal etwas geändert haben soll. Zunächst einmal würde ich Ihnen vorschlagen, die Ebene zu duplizieren, die Hintergrundebene bzw. wenn Sie hier schon einige Einstellungsebenen angelegt haben, ich mach hier einfach mal so ein paar ins Bild, natürlich keine Schwarzweiß-Ebene. Sie haben hier schon einige Einstellungen getroffen und möchten jetzt diesen Filter anwenden. Dann fassen Sie zunächst einmal alle Ebenen zu einer neuen zusammen mit "Shift", "Alt", "Command" und "E". Also auf Windows "Shift", "Alt, "Strg" und "E. Und dann wandeln Sie diese Ebene in ein Smartobjekt um. Das machen Sie mit einem Rechtsklick und "In Smartobjekt konvertieren". Jetzt können Sie auch schon direkt den Camera Raw-Filter aufrufen. Wenn Sie in Raw fotografieren, dann kennen Sie die Oberfläche bereits. Was bietet das jetzt überhaupt für einen Vorteil, diese Camera Raw-Oberfläche in Photoshop als Filter zur Verfügung zu haben? Da könnten Sie sich ja sagen, wenn ich ein Raw habe, dann nutze ich das sowieso von vornherein. Wenn ich ein JPEG bearbeite oder ein entwickeltes Raw noch weiter optimieren möchte, dann nutze ich die Filter von Photoshop, bzw. Einstellungsebenen. Ja, aber Sie können hier in Camera Raw einige Sachen sehr viel einfacher und schneller erledigen als es mit den Bordmitteln von Photoshop selbst möglich ist. Da möchte ich Ihnen jetzt mal einige zeigen. Zum einen haben wir da die Weißabgleichsregler, d.h. Sie können hier die Wärme bestimmen des Bildes. Sie können den Farbton verändern und so schon einmal die Grundstimmung sehr einfach vorgeben. Ähnliches können Sie zwar mit der Farbbalance auch erreichen, aber Ähnliches ist nicht das Gleiche und das sollten Sie mal ausprobieren. Dem am nächsten käme noch, wenn Sie das Bild vorher in den LAB-Modus verwandeln und dort mit Gradationskurven entweder im A- oder im B-Kanal arbeiten. Aber das ist wieder sehr umständlich im Vergleich zu sehr einfachen Anwendungen dieses Filters. Also das ist eine Geschichte, die mit dem Weißabgleich. Die nächste interessante ist hier im HSL-Bereich zu finden. Also im HSL-Reiter, da haben Sie nach Farbton, Sättigung und Luminanz getrennt, verschiedene Regler zur Verfügung, auch hier können Sie Ähnliches mit z.B.Farbtonsättigung erreichen. Da können Sie ja auch den Farbton verschieben. Sie können die Sättigung verändern und Sie können die Helligkeit der einzelnen Farben verändern. Aber Sie haben beispielsweise keine Regler wie hier. Die Orangetöne in diesem Bereich, die müssten Sie selber erst einmal erstellen. Magentatöne ebensfalls oder Blautöne. Hier ist das sehr einfach. Sie haben bereits diese vorgefertigten Regler und gerade die Orangetöne sind sehr wichtig, wenn Sie Hauttöne abstimmen möchten. Wenn ich das hier mal nach links ziehe, sehen Sie wie hier die orangenen Bereiche röter werden, bzw. mehr ins Gelbe gedrückt werden. Gerade bei leichten Hautrötungen, wenn Sie jetzt ein Porträt geöffnet haben, ist dieser Regler hier wirklich sein Geld wert, sag ich mal. Auch die Luminanz können Sie hier sehr einfach verändern, also die Helligkeit, und damit den Bildeindruck massiv hier beeinflussen und z.B. die Gelbtöne, diese Orangetöne hier im Bild einfach loswerden, indem wir sie entsättigen. Dann haben wir ganz schnell aus diesem Bild dieses Bild gemacht und so etwas sauberer gestaltet. Die Architektur wirklt dadurch sehr viel weißer und Sie haben gesehen, wie einfach das ist ohne Auswahlbereiche, einfach mit diesen Reitern die einzelnen Töne bearbeitet. Ein weiterer Pluspunkt für den Camera Raw- Filter und beim Abstimmen der Farben ist die Teiltonung. Auch das ist in Photoshop natürlich überhaupt gar kein Problem. Da können Sie mit Luminanzmasken arbeiten und das wesentlich genauer abstimmen, als es hier möglich ist. Aber nicht so einfach. Denn hier erhöhe ich einfach die Sättigung und kann für die Lichter eine Farbe aussuchen. Ich erhöhe die Sättigung für die Tiefen und kann für die Tiefen eine Farbe aussuchen. Und kann ich das Ganze abstimmen mit dem Abgleich. So einfach können Sie in Photoshop selbst das nicht zun. Hier müssten Sie dann wirklich mit Masken der Ausblenden arbeiten. Die Farben sind sehr einfach abzustimmen hier mit dem Camera Raw-Filter. Das ist also eine Geschichte. Ich setze das mal zurück hier auf die Ausgangseinstellungen und wir kommen mal zum nächsten Punkt. Sie können die Detailkontraste hier sehr viel einfacher abstimmen und zwar mit der Klarheit. Die Klarheit lässt sich in Photoshop zwar auch simulieren nur da müssten Sie ebenfalls umständlicher arbeiten. Sie müssten eine eigene Ebene erzeugen, diese in den Modus Luminanz versetzen, dann passende Radien finden für z.B. unscharf maskieren usw. Und was Sie gar nicht machen können, ist einfach mal hier das Bild so ein bisschen traumhaft zu gestalten, indem Sie diesen Regler nach links ziehen. Das geht in Photoshop auch mit Weichzeichnungsfiltern usw. Aber wie gesagt nicht so einfach. Genauso wenig einfach ist es hier die Klarheit zu erhöhen. So ein Maximalkontrast hier einzumalen bedeutet in Camera Raw einfach nur einen Regler nach rechts zu ziehen. Wenn Sie das auch einer eigenen Ebene machen, dann können Sie einfach maskieren und beispielsweise bestimmen in der Maske, dass der Himmel nicht so stark im Kontrast verstärkt wird, wie z.B. hier vorne die Bereiche oder umgekehrt. Die Klarheit lässt sich hier sehr einfach und unkompliziert erhöhen. Ähnlich ist es mit dem Entrauschen. Sie haben hier sehr viele Regler für die Rauschreduzierung zur Verfügung. Die funktionieren dann deutlich feiner, als der Rauschen reduzieren Filter in Photoshop, sodass ich Ihnen auch empfehlen würde, wenn Sie das Rauschen reduzieren möchten, dann lieber den Camera Raw-Filter zu benutzen. Falls Sie das nicht bereits in Camera Raw gemacht haben beim Öffnen der Raw-Datei, bzw. beim öffnen einer JPEG-Datei. Was ist der nächste Pluspunkt für den Camera Raw-Filter? Ja. z.B. können Sie hier viel einfacher lokale Korrekturen hinzufügen, z.B. per Verlaufsfilter. Hier brauchen Sie jetzt einfach nur den Verlaufsfilter aktivieren und dann bestimmen Sie, was Sie machen möchten. beispielsweise vielleicht etwas abdunkeln, also klicke ich hier auf dieses Minus bei Belichtung, möchte vielleicht noch den Weißabgleich in Richtung Gelb verschieben. Und dann brauche ich hier einfach nur einen Verlauf aufziehen und kann jetzt nachträglich diesen Verlauf anpassen, also den Himmel abdunkeln. Vielleicht die Sättigung hier ebenfalls etwas rausnehmen und vielleicht doch etwas blau lassen. Das ist alles live, das funktioniert sofort. Sie müssen nicht wie in Photoshop erst einmal eine Ebene erzeugen, einen Verlauf auf diese Ebene oder gleich eine Verlaufsebene anwenden oder eine Einstellungsebene anwenden und dann eine Verlaufsmaske erstellen. Das ist alles irgendwie von hinten durch's Auge, wenn man's einmal mit den Möglichkeiten hier mit diesem Filter vergleicht. Da können wir jetzt z.B. auch die Klarheit für den Himmel senken und so sehr schnell, und vor allem nicht destruktiv. Ich kann also jederzeit hier wieder reinkommen und den Winkel verändern und die Ausprägung dieses Filters verändern. und vielleicht nur hier oben sich auswirken lassen. Ich kann auch einen Radial-Filter benutzen um z.B. hier diesen Bereich zu verändern. und beispielsweise den aufzuhellen und die Klarheit zu erhöhen. So lässt sich wirklich sehr sehr schnell ein Bild optimieren. Sie sehen schon, für all das bräuchten Sie in Photoshop selbst wesentlich mehr Schritte. Sehr einfach ist auch, z.B. das Erstellen einer Vignette, denn probieren Sie mal das Gleiche, was ich Ihnen jetzt zeige, dass Sie einfach hier in den Effekte-Reiter gehen, sich dort für eine Art der Vignette entscheiden, also für Lichterpriorität, Farbpriorität, bzw. Farbüberlagerung. Dass Sie dann das Ganze abdunkeln, per Mittenwert bestimmen, wie weit die Vignette ins Bild zeigen darf, wie rund die Vignette ist, wie die Kante beschaffen ist, ob sie weicher oder härter ist und ob Sie dann die Lichter, die sehr hellen Bereiche, aussparen möchten. Und das mache ich einfach hier mit diesem einen Regler, das sehen Sie hier unten links vor allem. Wenn ich den mal nach links ziehe, dann wird hier komplett abgedunkelt. Ziehe ich den nach rechts, dann bleiben die Lichter übrig. Und so einfach hab ich hier jetzt hier eine Vignette erzeugt, die ich auch nachträglich jederzeit anpassen kann. In Photoshop bräuchten Sie da wesentlich mehr Schritte. Eine Einstellungsebene anlegen, abdunkeln, eine Maske anlegen, die Maske weich zeichen, die Maske anpassen... wie auch immer. Dann müssten Sie nochmal einen Doppelklick auf die Ebene machen und die Lichter ausblenden. Hier sind das eins, zwei, drei, vier, fünf Regler, mit denen das sehr einfach und sehr schnell geht. Und genauso sieht das aus bei den anderen Effekten hier, also bei der Körnung. Sie können hier die Stärke bestimmen einer Körnung. Grade bei einer Schwarzweiß-Konvertierung macht sich das ganz gut. Sie können die Größe dieses Korns bestimmen, indem Sie diesen Regler benutzen und Sie haben noch einen Regler für die Unregelmäßgkeit. Sie können das Korn gröber oder feiner gestalten und dann die Stärke hier sehr fein abstimmen. Für das Gleiche, was ich hier mit diesen drei Reglern mache, bräuchten Sie in Photoshop schon eine eigene Ebene, eine Farbfüllung, zwei Filter, nämlich Rauschen hinzufügen und den Gaußschen Weichzeichner. Und dann können Sie nicht einmal unter Sichtkontrolle direkt das so optimieren, wie es hier geht. Also, das sind alles die großen Vorteil von Camera Raw als Filter. Aber der eigentliche Knaller, der kommt jetzt erst noch, denn all das was Sie hier optimiert haben können Sie direkt speichern, und zwar als Vorgabe. Das bedeutet, wenn Sie hier eine Vorgabe jetzt speichern, nehmen wir mal an wir machen das Bild hier auch noch in Graustufen so, Dann haben wir einen dramatischen Look. Das bedeutet einfach, dass ich hier all diese Einstellungen mit einem Klick speichern kann. Ich nenne das mal Schwarzweiß-MaxKontrast. Also mit hohem Kontrast. Stelle sicher, dass hier alles was ich möchte so eingestellt ist wie es ist. Also dass die Einstellungen auch mit Teil dieses Presets werden, die ich möchte, klicke auf "OK" und habe jetzt hier mein Schwarzweiß-MaxKontrast. Ok. Und wenn ich jetzt z.B. mal ein anderes Bild habe. Dann nehme ich einfach mal das Gleiche oder wir schauen mal in der Bridge, was wir da noch haben. Hier ist noch ein anderes Bild, das gleiche Motiv am Tag. Das könnte ich zunächst mal öffnen in Photoshop. Und jetzt möchte ich hier den Camera Raw-Filter anwenden, also rufe ich den einfach auf: "Filter", "Camera Raw". Kann jetzt prinzipiell hier alles abstimmen, wie ich es möchte. Aber ich kann es auch abkürzen. Ich kann all die eben gespeicherten Einstellungen, ohne dass ich mir groß eine Aktion aufzeichne und mir vorher überlege, was ich machen möchte. Die kann ich jetzt einfach anwenden mit einem Klick. Hab jetzt hier meinen Schwarzweiß-Kontrast und das Schöne ist auch, im Gegensatz zu einer Aktion, ich kann jetzt alles anpassen. Also alle Einstellungen sind hier zwar getroffen, ich kann aber sagen, ich möchte die Belichtung etwas geringer haben, ich möchte die Lichter vielleicht etwas abgedunkelt haben. Das Schwarz, das soll ein bisschen knackiger werden. Das Weiß soll ein bisschen heller werden. Die Vignette die reicht mir noch nicht. Kein Problem. Also gehe ich hier in das Effekte-Panel und dunkle die Ränder noch ein bisschen ab. Und Sie sehen wie mächtig dieses Konzept ist. ein eigentlich für die Raw-Entwicklung vorgesehenes Dialogfeld zu benutzen als Filter in Photoshop. Nutzen Sie das um Zeit zu sparen, um ganze Bearbeitungen einfach per Klick zuzuweisen und dann anzupassen. Ähnliches geht wie gesagt auch in CS6 mit dem Script von Russell Brown. Also Edit Layers in ACR, also in Adobe Camera Raw. Nutzen Sie diese Möglichkeit, denn das ist wirklich großartig.