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Lightroom Classic CC 2015: Porträt-Workflow

Businessporträts und Bewerbungsporträts

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Reduzierte Sättigung, knackiger Kontrast und kühlere Bildwirkung – dies sind typische Korrekturen für ein Business-Porträt. Über eine gespeicherte Entwicklungsvorgabe können Sie die Einstellungen bei Bedarf schnell anwenden.
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Transkript

Businessporträts müssen in erster Linie sachlich wirken, aber natürlich auch auf eine gewisse Art Eindruck schinden. Deshalb schauen wir uns in diesem Film einfach mal ein paar Entwicklungsparameter an, die genau diesen Eindruck verstärken können. In den Grundeinstellungen sind natürlich die Basiskorrekturen für das Bild schon gemacht, bevor ich mir überlege, welche Art von Look das Bild oder welchen besonderen Stil es haben muss. Aber trotzdem gibt es in den Basiseinstellungen neben den Tonwertkorrekturen und dem Weißabgleich, den ich hier nicht ändern musste, noch Einstellungen die einen erheblichen Einfluss auf die Wirkung des Bildes haben und das sind die Präsenzeinstellungen. Dazu gehören für mich die Klarheit und die Dynamik, mit der ich ganz entscheidenden Einfluss auf die Farbintensität und den Detailkontrast habe. Gerade die Klarheit verstärkt den Detailkontrast im Bild. Tiefen und Lichter werden in kleinen Bereichen damit gegeneinander entwickelt. Das heißt, das Schwarz wird intensiver, aber auch die hellen Bereiche kommen klarer hervor. Der Klarheits-Regler macht seinen Namen also alle Ehre und das können wir für Businessporträts auf jeden Fall gebrauchen, denn auch da geht es natürlich um einen klaren Auftritt. Farbe ist meistens nicht mehr so gewünscht. In diesem Fall haben wir gar nicht so viel Farbe, weil wir hier auch bei recht moderaten Licht fotografiert haben, dennoch die Dynamik gehört im klassischen Businessporträt immer ein wenig nach unten. Nicht zu doll, dann sieht es gleich einigermaßen blutleer aus, aber so dass die Hauttöne noch einigermaßen natürlich wirken und Kleidungsfarben nicht zu sehr vergrauen. Trotzdem sind wir bei der Farbe natürlich schon dabei zu überlegen, was machen wir mit den Hauttönen. Und die sind tatsächlich immer sachlicher, umso neutraler sie sind. Das heißt, die Sättigung der Hauttöne, wenn es nicht sowieso schon passiert ist, sollte über den Orange-Regler der HSL-Einstellung noch zusätzlich zurückgenommen werden. Damit ist schon eine Menge in dem Bild erledigt worden. Ich mache mal die Vergleichsansicht an und Sie sehen, dass ich von einem eigentlich eher normalen, warmen, netten Porträt schon sehr viel stärker in die klare Richtung gegangen bin. Das reicht mir aber noch nicht, ich werde so einige Einstellungen noch nachbessern müssen. Zum einen möchte ich, dass das ganze Bild etwas kühler wirkt. Das könnte ich unter anderem durch Verringerung der Farbtemperatur erreichen. Aber Achtung, machen Sie das nicht zu viel, verändern Sie diese Farbtemperatur nicht zu stark, denn irgendwann sieht das schon sehr, sehr künstlich aus. Wir wollen ja nicht so einen Effekt erreichen. Also eine geringe Abkühlung gegenüber der Aufnahmesituation ist durchaus angebracht. Wenn Sie ansonsten mehr kühlen Effekt in das Bild reinbringen wollen, nutzen Sie die Teiltonung. Mit der Teiltonung kann ich einen bestimmten Farbton zum Beispiel auch ein Blau, also einen kühlen Ton, in die Schatten oder Lichter mit reinarbeiten. In diesem Fall würde ich es natürlich nicht in die Lichter machen, sondern in die Tiefen, so wird subtil noch mal die Farbe verstärkt, ohne dass die Mitteltöne, die Hauttöne und die Lichter davon zu sehr beeinflusst werden. Übrigens wenn Sie jetzt hier eine Intensität für die Schatten, also gerade hier für diese schwarzen Streben erzeugen, die jetzt deutlich bläulicher werden, aber merken, das geht schon zu sehr in Töne rein, die Sie gar nicht so sehr betont haben wollen, dann arbeiten Sie mit dem Abgleich. Der Abgleich steuert, ob Sie mehr Einstellung der Tiefen, also der Schatten haben möchten oder mehr Einstellung der Lichter, die im Moment bei mir keine Tonung erfahren. Wenn ich also weniger Tonungswirkung haben möchte, dann ziehe ich den Regler mehr in Richtung Lichter, also in die rechte Richtung. Dennoch habe ich hier ganz schön eine Tonung erreicht. Was mir hier jetzt gefällt, ist wirklich, dass ich diese bläuliche, kühle Tonung hier drin habe, ich verliere dabei aber tatsächlich ein bisschen meine eigentliche Tiefe und deshalb gehe ich noch mal in meine Grundeinstellung rein und steuere das Schwarz noch weiter nach unten. Da hilft mir die bekannte Alt-Taste, mit dieser sehe ich, wann ich wieder schwarz im Bild erzeugt habe, nämlich jetzt kommt das Schwarz in die kleinen Details und Sie sehen, dass ich da ganz schön was reinarbeite, das kann das Bild aber ab und wird dadurch einfach nur noch knackiger und intensiver, bekommt also genau die Wirkung, die wir haben wollen. Damit das Bild aber jetzt durch die intensiven Töne nicht zu sehr ins Dunkle abrutscht, werde ich noch eine leichte Kurve darauf legen, um die Hauttöne ein wenig mehr zu öffnen, klarer zu machen, also die Person im Eigentlichen nach vorne zu bringen. Ich nutze dazu die Punktkurve, also die Kurve ohne Regler und nehme mir nicht den Blaukanal vor, sondern den gesamten, also den RGB-Kanal und werde jetzt mit diesem kleinen Punktwerkzeug in die Hauttöne klicken und dann mit gedrückter Maustaste, was Sie leider nicht sehen, nach oben ziehen und dann zieht sich die Kurve genau an der Stelle nach oben, an der ich sie haben möchte. So, und ich denke, da bin ich jetzt allmählich genau an dem Punkt, worauf ich hinaus möchte. Ich werde mir die Y-Taste noch mal einblenden und dann sehen Sie, glaube ich, genau, was ich meine. Wir sind von einem moderaten, aber recht durchschnittlichen Porträt zu einem kühlen, sehr selbstbewussten Look gekommen und das ist etwas, was man für Businessbilder auf jeden Fall gebrauchen kann. Das können Sie übrigens auch für Bewerbungsfotos benutzen, allerdings schrauben Sie da die Intensität immer noch ein kleines bisschen zurück, das wird dann ein bisschen weniger bläulich, ein bisschen weniger kontrastreich, aber trotzdem können Sie mit den gleichen Parametern hier arbeiten. Sie sehen, ich habe eine Menge gemacht. ich habe angefangen in der Überarbeitung der Grundeinstellung, habe dann in den HSL-Einstellungen mit Sättigung gearbeitet, bin dann in die Teiltonung gegangen, um das Blau parallel zur Farbtemperatur herein zu arbeiten, und habe zum Schluss mit dem Schwarz-Regler und den Gradationskurven noch mal den Kontrast geregelt. Man könnte das jetzt als einen allgemeinen Business-Look speichern, das würde ich aber in dem Fall nicht machen, weil hier so viele Komponenten zusammenspielen, die doch sehr bildspezifisch sind und sich vor allem der einigermaßen weichen Vorlage angepasst haben, aber klassische Charakteristika eines Business-Looks sind sicherlich die kühle Wirkung und die dunklen Kontraste und die Entsättigung der Hauttöne.

Lightroom Classic CC 2015: Porträt-Workflow

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2 Std. 17 min (27 Videos)
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Erscheinungsdatum:10.08.2017
Laufzeit:2 Std. 17 min (27 Videos)

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