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Grundlagen der Gestaltung: Layout

Broschur

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Alles, was gebunden wird, beginnt mit einer Broschur. Darüber hinaus werden verschiedene Bindungstechniken für Magazine und Bücher vorgestellt.
05:11

Transkript

Nicht für die Ewigkeit gedacht ist die Broschüre. Sie ist ein Kompromiss aus einer dauerhaften Bindung der Seiten und dem Aufwand in der Buchbindung. Einfache Broschüren können heute nahezu automatisch in der Papierverarbeitung hergestellt werden. Der zusammengetragener Papierstapel wird entlang der Bogenkante aufgestoßen, sodass alle Seitenkanten eine ebene Fläche ergeben. Diese Kante wird geleimt und ist nach der Trocknung festverbunden. Als zweitere Verstärkung und Schutz der Bindung kann ein Gewebeband auf die Bindung geleimt werden. Das Gewebeband wird dann auch circa 1 cm auf Deckblatt und Rückseite aufgetragen. Damit ist die Broschüre an sich fertig. Alternativ kann einen Umschlag zu mehr Stabilität dienen. Dieser Umschlag besteht in der Regel aus einem Papier mit einer höheren Grammatur. Der Umschlag wird an den Falzen gerillt dann im offenen Zustand mit dem Seitenblock verleimt. Das nennt sich Schweizer Broschur. Im geschlossenen Zustand ist die Broschüre damit so robust, dass hieraus Fachmagazine oder auch großformatige Bücher im Format A4 kostengünstig hergestellt werden können. Eine andere Form der Broschüre findet dann statt, wenn das Gewebeband nur auf der Stoßkante des Papierstapels aufgeleimt wird. Die jedoch überhängenden Seiten später mit dem Umschlag verleimt werden. Diese Broschüre ist noch fester als die Schweizer Broschur. Durch die Bindung benötigt das Layout der Seiten einen Rand von mindestens 5 bis 10 mm im Bund. Dies sollte beim Anlegen des Satzspiegels unbedingt berücksichtigt werden. Für die Broschüre verwendet man Papierstärken zwischen 120 und 175 g/m². Für den Umschlag können dann circa 220 bis 300 g/m² verwendet werden. Die Höhe des Seitenstapels sollte für eine stabile Broschüre circa zwischen 5 und 15 mm liegen. Daraus ergibt sich dann je nach Grammatur eine maximale Seitenstärke des Mediums. Höheren Grammaturen über 175 bzw. 300 g für den Umschlag machen keinen Sinn, da die Seiten selbst eine hohe Steifigkeit besitzen und somit die Leimung aufbrechen kann. Soviel zur Herstellung. Doch wie wird das Layout nun gestaltet? Bei vergleichsweise kleinen Formaten für Bücher ist der Satzspiegel einspaltig. Anhand des Goldenen Schnitts kann der Satzspiegel bestimmt werden, sodass ein harmonisches Verhältnis der Ränder zueinander entsteht. Neben dem Satzspiegel erhält die Pagina, also die Seitenzahl eine passende Platzierung. Der Textschluss wird so formatiert, dass alle Textzeilen auf dem Grundlinienraster stehen. Sie sind damit registerhaltig. Die Textzeilen auf der Vorder- und Rückseite des Papiers liegen somit auf der gleichen Höhe. Wenn dies nicht so wäre, so würden bei dünnem Papier die Textzeilen der Rückseite jeweils zwischen den Zeilen auf der Vorderseite stehen und somit die Lesbarkeit verhindern. Gute Typografie anhand der Grundschrift ist maßgeblich für eine gute Buchgestaltung. Die Schriftgröße und der Zeilenabstand folgt der traditionellen Gestaltung. Ein Schriftgrad von circa 10 bis 12 Punkt bei entsprechendem Zeilenabstand der mindestens 2 Punkt Durchschuss aufweist sind passend. Glücklicherweise werden Fonts mit Serifen verwendet, die lesbarer sein sollen als Schriften ohne Serifen. Das ist jedoch so nicht richtig. Aus heutiger Sicht werden Grotesk Fonts ebenso gut gelesen. Vielmehr kommt es auf dem Rhythmus einer Schifft an. Also der Abfolge von vertikalen Stämmen der Breite der Zeichen und den Abständen zwischen den Zeichen. Lediglich bei Zwischentiteln, Kapitelseiten oder Bildtafeln darf in der Buchgestaltung aus der Reihe getanzt werden. Dabei wird zum Beispiel der Titel etwas tiefer als die obere Textzeile platziert. Auch Einrückungen sind möglich. Das Buchcover hingegen ist ein reiner Umschlag, der keine Ränder des Satzspiegels als Layoutlinien aufnehmen muss. Das Cover stellt also den Buchtitel, den Autor und den Verlag dar. Dieselben Informationen finden Sie auf dem Buchrücken und eine Anleitung auf der Rückseite gepaart mit Zitaten aus der Presse. Während im deutschsprachigen Raum die Beschriftung des Rückens überwiegend aufricht gestürzt wird um den Rücken im Buchregal zu lesen, so folgen die Rücken englischsprachiger Literatur der entgegengesetzten Richtung. Warum? Weil dann der Rücken des Buches auf dem Bücherstapel oder auf dem Tisch liegend gelesen werden kann. Beides hat also seine Berechtigung.

Grundlagen der Gestaltung: Layout

Erfahren Sie am praktischen Beispiel, wie Sie das Layout von Magazinen, Zeitungen, Websites und weiteren Medien optimal gestalten und so zu professionellen Ergebnissen gelangen.

3 Std. 56 min (50 Videos)
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