Hochzeitsfotografie – Grundlagen

Braut und Bräutigam - klassisch

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Die Zeremonie ist vorüber und das Paar deutlich entspannter. Vor dem Hintergrund des Kirchengeländes die ideale Situation, um ein paar romantische - oder alternative - Paarbilder zu schießen.

Transkript

Gut, jetzt die Trauung ist hinter uns gebracht. Jetzt ist normalerweise der Moment, wo auch ein bisschen Ruhe da ist, das heißt, die Anspannung, die vorhin da war, das ist so in der Kirche selbst, Ringübergabe, Küssen, der Trauspruch und dergleichen, das ist jetzt alles entspannter - auch die Gratulation ist hinter uns gebracht. Das heißt, jetzt nutzen wir die Zeit, ehe es rübergeht zur Location, zum Essen, dass wir halt hier an der Kirche - gerade weil es einfach eine ganz tolle Location ist - einfach noch ein paar Bilder mit den Beiden schießen. Die Gäste sind schon los, wir also hier und nutzen das. Wie ihr gerade seht, ich hab ein 70-200mm drauf und die Nicole verwendet das 24-70mm. Der Grund dahinter ist, ich werde jetzt die ganze Zeit die "Close" abschießen, also die Bilder, wo ich möglichst nah am Brautpaar dran bin, und die Nicole wird die Totalen nehmen, wo wir im Grunde genommen alles sehen. Dass wir das zu zweit machen, hat für uns den Vorteil, dass wir natürlich dann wesentlich schneller sind. Sonne spielt auch gerade mit, Himmel ist da, ich denke mal, wir legen mal los mit den Beiden und gucken, wie es wird. Hey, ihr seid gar nicht so steif. Also, komm, also [Kichern]. Wunderbar. Während Ralf schon die ersten Bilder macht, noch kurz zur Erklärung: Ich habe den Blitz darauf gemacht. Wir haben momentan viel Licht hier, sodass wir nachher eine schöne Mischung haben aus Bildern mit Schatten in den Gesichtern, sowie halt auch Bildern, die das eben von vornherein nicht haben. Der Blitz ist wirklich nur zum Aufhellen in den Gesichtern gedacht und wird von mir dann partiell eingesetzt oder eben auch nicht. Mein Brautpaar darf sich küssen. Wir haben uns schon! [Gelächter] Die haben sich schon die ganze Zeit geküsst-- Die haben sich schon geküsst? Ja die können langsam-- Was soll ich dazu sagen? Das müsst ihr jetzt ganz häufig machen. Da soll Nachwuchs kommen. [Gelächter] Tada! [Gelächter]. Wenn du einfach mal von hinten die Hände um sie rum schlägst, dann haben wir nämlich vorne auch den Brautstrauß. Genau. Super. Sehr schön. Ich hatte bislang immer den Vorteil, ich musste in meiner ganzen Zeit noch nie sagen: "Küsst euch, bitte!", weil ein Brautpaar, was halt aus sich herauskommt, dieser Moment der Entspannung, diese Ruhe haben, das führte alleine schon dazu. Man muss nicht sagen "Lächle mal bitte!", man muss nicht sagen "Küsst euch bitte!", das tun sie von ganz alleine. Einfach die Situation so nehmen, wie sie ist, dann funktioniert das ganz hervorragend. Wunderbar. Dann machen wir jetzt einen kleinen Szenenwechsel. Ihr Beiden, wenn ihr vielleicht einfach mal in das Portal hier reingeht, in unser Türmchen hier - ich habe gar keinen richtigen Begriff dafür - einfach links, rechts hier. Kurz noch einmal zur Erklärung, was halt auch was ganz tolles ist: Wenn man halt eben gerade diese beiden Sachen verwendet, also das Teleobjektiv und einmal das Standardobjektiv. Wir haben jetzt die Möglichkeiten, auch übereinander zu fotografieren. Ich glaube, das werden wir gleich einfach mal zeigen, weil das hat eindeutig den Vorteil, dass das Brautpaar weiss, in welche Richtung es gucken muss. Es ist immer sehr, sehr schwierig, wenn wir halt einen da stehen haben, auf der rechten Seite, und den anderen auf der linken Seite, dann ist das immer ein bisschen schwierig. Dann kommen die Nachfragen von wegen: "Wo muss ich jetzt eigentlich hingucken, von wem von euch Beiden?" Dadurch dass wir jetzt aber tatsächlich mit zwei völlig unterschiedlichen Brennweiten arbeiten, können wir uns tatsächlich übereinander positionieren und wir haben in beiden Fällen immer das Bild, das so aussieht, als wenn sie in die Kamera schauen. Ihr werdet das gleich mal sehen, ich denke, wir zeigen-- Ich schalte vor dieser Aufnahme den Blitz aus, weil wir in eine Gegebenheit hineinfotografieren werden, extrem starke Schlagschatten, oder müssten sehr hart am Blitz herumregeln. Da es sehr schnell gehen soll, die Paare auf keinen Fall das Gefühl haben sollen, dass sie was falsch machen und ich sagen muss, noch mal und noch mal "Halten!" und dergleichen, verzichte ich hier definitiv auf einen Frontalblitz. So, wir müssen ein bisschen weiter raus, wir verdecken-- ja, das sieht ganz gut aus, oh ja. Und ihr dürft natürlich wie bei diesen Uhren, ihr kennt das doch, ja genau, seht ihr? Das geht von ganz alleine, ich muss gar nichts sagen. Ja, küssen, nicht beißen! [Kichern] Sehr schön. Sehr gut. Du hast deine Bilder? Ich hab sie da. Prima! Wie ihr gerade gesehen habt: Das geht relativ schnell, d.h. wir müssen das Brautpaar nicht stundenrund penetrieren, weil so ein Tag immer super, super schnell vergeht. Das heißt, wir sind selbst bei so etwas hier in einem gewissen Zeitplan, der Nächste wartet schon wieder. Da ist das Kaffetrinken, da ist der Kuchen, alles, was vorbereitet ist an der nächsten Location. Deswegen reizen wir das nicht bis zum Exzess aus. Wir machen einmal noch einen Szenenwechsel, weil wir haben hier bei dieser Kirche ein wunderschönes Portal. Das werden wir auf jeden Fall auch noch mitnehmen. Ansonsten sind wir an dieser Stelle mit unseren Bildern doch sehr zufrieden [Musik]. So, wir haben jetzt die Location gewechselt, wir sind hier - und da, schaut es euch an, eine wunderschöne Tür hier - das Bild wollten wir unbedingt mitnehmen, also das ist eine traumhaft tolle Sache. Das findet man häufiger, also man muss dann nicht tausendmal versuchen, dass man die verschiedensten Sachen hat, sondern es ergibt sich häufig gerade an solchen Positionen dann etwas, wo man sagt, das wird eben total spitze und diese Tür ist es gerade. Ich mache mal gerade ein paar Bilder mit. Und jetzt dürft ihr einfach auch mal ein bisschen anders sein, als ihr das normalerweise tut. Ja genau, ach guck mal, die wissen schon-- so anders meinte ich nicht, ist aber auch sehr lustig. Also, wichtig ist es generell, dass man den Brautpaaren so ein bisschen die Scheu nimmt. Sie sind nun mal keine Models, sie stehen nicht ständig vor der Kamera, sie sind es auch nicht gewohnt. Sie wissen auch nicht genau, was wir jetzt gerade aufnehmen, also ob wir eine Totale nehmen, sprich mit Tür, ob wir nur auf das Gesicht fahren und dergleichen. Das heißt, bespaßt sie soweit wie möglich, dass sie locker sind, dass sie ihre Posen suchen - so machen wir es zumindest - oder positioniert sie, wenn das euer Stil ist. Für uns ist das schwierig, die Paare, so wie sie sind, d.h. sie suchen sich eigentlich selber ihre Szenarien, Ihre Art und Weise, so wie jetzt gerade Dirk und Doreen. Haben sich voneinander weggedreht, das war nicht unbedingt in dem Moment so gedacht, war aber super, ist ein supertolles Bild. Lohnt sich. Schießt einfach mit und sagt niemals zu irgendeiner Braut oder zu irgendeinem Bräutigam: "Das war jetzt gerade nichts, sein Hemd sitzt schief, mach das noch mal!" Dann verfliegt das sofort, das hört sofort auf, dass es funktioniert. Das Brautpaar ist in dem Moment angespannt, hat das Gefühl, es macht was falsch. Schießt, macht ein neues Bild und alles wird gut. Und vergeht Euch auf keinem Fall in dem Fehler, dass Ihr ein paar Bilder macht und dann Stunden rund immer das Ergebnis hinten auf der Kamera kontrolliert. Das erleben wir unglaublich viel bei Workshops, wo die Teilnehmer ein, zwei Bilder machen und danach dann halt erst mal dieses Bild versuchen an ihrem eigenen Display hinten zu dezidieren und zu gucken, passt das Histogramm?, usw. – alles kiki. Was wir immer so schön sagen, ist halt dieser englische Begriff "keeping the flow", das heißt also, etwas auch laufen lassen, macht es ungeheuer wichtig, und ich denke mir, nachher sind die Ergebnisse einfach die, die dann überzeugen. Da sind lustige Sachen dabei, es muss nicht immer alles piccobello sein. Es kommt einfach darauf an, dass es eine Hochzeit ist - eine emotionale Sache. Wenn ihr diese Emotionen einfangt, dann ist es mit Sicherheit genau das Bild, was nachher das entscheidende Bild sein wird. Sehr schön. Das hat mich sehr glücklich gemacht, habe tolle Bilder im Kasten. Ich danke euch. Ja, ich habe auch super Dinger. Von meiner Seite aus: Ich habe gute Dinger. Ich habe super Bilder. Ich würde sagen, das reicht an dieser Stelle [Musik]. Das ist sehr schön. So, hier haben wir eine wirklich tolle Ecke gefunden. Das Brautpaar ist auch schon auf dem Weg, ist schon fast da. Wir sind auf dem Weg zum Dinner. Nur noch was schauen: Kommt ihr bitte alle zu mir. Ich habe wirklich eine schöne Ecke gefunden. Ich glaube, das kann man wunderbar nutzen. Ich hatte mir überlegt, dass ihr im Carré darum herum lauft. Nicht zu schnell, nicht fallen.  Dann schauen wir mal, was dabei rumkommt. Und dann gehen wir auch sofort weiter. Was haltet Ihr davon? Wunderbar, ich geh hier vorn auf die Ecke. Du gehst nach vorn? Super! Und Ihr lauft da vorn rüber. Klasse. Ja, Strauß bitte beiseite legen. Super. Gut, aber wir lassen gerade noch den Fahrradfahrer durchfahren, den möchte ich als Hintergrund nicht im Bild haben. Also jetzt geht's los. Prima. Und wir warten einen kleinen Moment, lassen den Wagen noch vorbei. Da kommt ein Auto. So. Von meiner wegen: Alles auf "Go". [Auslösergeräusche] So. Also, für mich war das ein wirklich tolles Bild. Ich hätte es gern ein bisschen dynamischer. Ihr beide, Ihr müsst bitte noch einmal laufen, wir müssen einen kleinen Moment warten, bis eventuell von dort zwei, drei Autos kommen, dass Ihr sozusagen sie förmlich zwingt, zu halten, dann haben wir sie im Part mit drin. Wäre super. Also noch mal zwei Minuten Eurer Zeit und dann geht's auch sofort weiter. Ok. Danke Euch. Ja, wir warten. grade waren so viele da. [Stille] Und go! Und los geht's! [Auslösgeräusche] Sehr schön! Also, ich hab mein Bild im Kasten, das war eine super tolle Ecke hier, zwei Minuten in der Zeit, hat wunderbar geklappt. Ich denke, wir werden noch zwei, drei schöne Sachen finden auf unserem Weg und den verfolgen wir jetzt auch. [Musik]

Hochzeitsfotografie – Grundlagen

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Erscheinungsdatum:27.09.2012

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