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Inventor Grundkurs

Bohrungen und Gewinde

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Das Werkzeug "Bohrung" bietet eine große Anzahl an Optionen, um normgerechte Bearbeitungen zu platzieren.
07:25

Transkript

Als Basis für Bohrungen dient fast immer eine 2D-Skizze. Es gibt ein paar Ausnahmen, wenn wir beispielsweise eine konzentrische Bohrung auf einem zylindrischen Bauteil erstellen, benötigen wir nicht unbedingt diese 2D-Skizze. Für unseren Fall, wo wir in einem Schritt mehrere Bohrungen oder Gewindebohrungen erstellen möchten, benötigen wir auf jeden Fall diese 2D-Skizze. Ich möchte nun auf diesem Grundträger hier, vier Gewindebohrungen erstellen. Dafür starte ich eine neue 2D-Skizze auf der Oberseite dieses Trittbretts. Es gibt jetzt in der Skizze zwei Möglichkeiten, wie wir unsere Bohrungsmittelposition bestimmen. Wir könnten grundsätzlich Punkte in der Bohrung setzen, welche aber von der Definition etwas schwieriger sind. Wir müssten hier jeden Punkt einzeln bemaßen, oder zu anderen Punkten in Abhängigkeit setzen. Ich bevorzuge an dieser Stelle das Zeichnen eines Rechtecks und die Eckpunkte des Rechtecks dienen dann als Bohrungsmittelpunkte. Zuallererst projiziere ich aber die entsprechende Mittelachse. Ich erweitere den Ursprungsordner im Browser und suche mir die horizontale Mittelachse, also die XZ-Ebene. Nun erstelle ich ein Rechteck durch die Mitte, auf der projizierten Mittellinie platziere ich nun den Mittelpunkt des Rechtecks und ziehe das Rechteck auf. Nun benötigen wir noch drei Bemaßungen. Einmal hier die Kantenlänge des Rechtecks in vertikaler Richtung, 85 Millimeter, hier die Breite mit 55 Millimeter, und der Randabstand von dieser Kante zum Ende des Trittbretts, soll 40 Millimeter sein. Nun können wir die Skizze fertigstellen und ich zeige Ihnen die vielen verschiedenen Optionen beim Bohrungswerkzeug. Starten wir hier über die Multifunktionsleiste die Bohrungsfunktionalität. Im ersten Schritt, da wir in unserer Skizze keine Punkte gesetzt haben, müssen wir nun die Eckpunkte des Rechtecks als Mittelpunkte auswählen. Ich klicke hier der Reihe nach auf alle vier Eckpunkte und somit werden diese Eckpunkte für die Bohrung übernommen. Im mittleren Bereich finden Sie vier verschiedene Optionen. Grundsätzlich können wir eine normale zylindrische Bohrung erstellen. Hier auf der rechten Seite kann der Durchmesser für diese Bohrung gewählt werden, beispielsweise fünf Millimeter. Mit der Option "Durch alle" beim Ausführungstyp, würde die Bohrung durch das komplette bestehende Bauteil gehen, egal, wie dick das Bauteil ist. Wenn unsere Bohrung nicht durch das komplette Bauteil gehen soll, können wir hier die Option "Abstand" wählen, und schon wird uns hier oben die Grafik anders dargestellt und wir können auch die Bohrungstiefe von beispielsweise sechs Millimeter eingeben. Gehen wir zurück zu den Optionen hier in der Mitte. Bei der zweiten Option können wir eine zylindrische Senkung erstellen. Ich wähle hier wieder den Typ "Durch alle" und schon haben wir die Möglichkeit einen Senkdurchmesser, eine Senktiefe und einen Bohrdurchmesser zu definieren. Die letzte Option hier, ist auch noch interessant. Hier haben wir dann die Möglichkeit eine konische Senkung zu erstellen. Hier können wir den Bohrdurchmesser, den Senkdurchmesser und den Winkel für die Senkung angeben. Ich wechsle nochmal zurück zur normalen zylindrischen Bohrung und wähle hier nochmal die Option "Abstand". Wenn wir eine nicht durchgängige Bohrung wählen, haben wir hier links noch die Option für unseren Bohrungsgrund. Wenn wir diese Option wählen, haben wir hier einen Bohrungsspitz von 118 Grad oder wir könnten die erste Option "Flach" nehmen, dann müssten wir diese Bearbeitung in Wirklichkeit mit einem Fräser erstellen. Gehen wir zurück zur durchgehenden Bohrung und jetzt finden wir hier unten noch vier Optionen. Die zweite Option ist sehr interessant. Wenn wir zu diesem Punkt hier gehen, finden wir die Übersetzung "Durchgangsbohrung". Diese Übersetzung ist leider sehr unglücklich gewählt. Eigentlich sollte diese Option Norm-Bohrung heißen. Ich starte diese Option und speziell beim ersten Starten kann das Ganze ein bisschen dauern, bis die Norm-Bibliothek geladen wird. So, jetzt wurde automatisch unser Fenster vergrößert und hier unten können wir jetzt, anhand einer Schraube, die Norm für eine Bohrung oder Senkung auswählen. Ich wähle hier im oberen Bereich die Zylindersenkung und die Schraube soll nicht nach der ANSI-Norm sein, sondern, ich wähle hier die DIN Norm. Danach können wir den Schraubentyp auswählen, beispielsweise eine Imbussschraube mit dem Durchmesser M6. Sie sehen, automatisch, wenn wir hier die Norm, die Schrauben-Definition und die Schraubengröße auswählen, werden uns hier oben die entsprechenden Normwerte für die Senkung ausgefüllt. Das heißt, der Senkdurchmesser, die Senktiefe und die Bohrtiefe müssen wir nicht mehr in einem Fachbuch nachschlagen, sondern diese Angaben kennt Inventor automatisch aus seiner Bibliothek. Sehr ähnlich funktioniert das Ganze mit Gewindebohrungen. Ich wechsle hier auf die dritte Option und schon sehen wir hier die verschiedenen Gewinde-Optionen. Zuvor müssen wir natürlich noch hier oben die richtige Einstellung treffen. Ich nehme also eine zylindrische Bohrung, mit der Option "Durch alle" und ich möchte eine volle Gewindetiefe. D.h., egal, wie dick das Bauteil ist, also, wie tief unsere Bohrung ist, ich möchte immer über die volle Länge auch das Gewinde haben. Nun wähle ich hier ein isometrisches Profil. Die Größe für unser Gewinde soll M5 sein und hier auf der rechten Seite wird uns standardmäßig die Normsteigung vorgeschlagen. Wir könnten in dieses Feld klicken und sehen, hier finden wir das M5-Gewinde auch noch mit einer Steigung von 0,5 Millimetern, also hätten wir dann den Zugriff auf dieses Feingewinde. Ich bleibe hier beim Standard, also bei der Steigung 0,8 Millimeter. Es soll auch ein Rechtsgewinde sein und mit OK können wir alle Eingaben übernehmen und schon haben wir auf unserem Trittbrett die vier entsprechenden Gewindebohrungen dargestellt.

Inventor Grundkurs

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5 Std. 35 min (81 Videos)
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