Bradbury Building visualisieren mit Cinema 4D: texturieren, beleuchten und rendern

Bodenmaterial erzeugen

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Der Boden ist im Original mit Mosaiksteinen bedeckt. Wir greifen diese Idee auf, variieren aber Muster und Platzierung etwas. Dafür verwenden Sie MoGraph-Klon-Objekte und einfache Grundformen.

Transkript

Ja, wie angekündigt, geht es in diesem und sicherlich auch den folgenden Videos um die Gestaltung des Fußbodens. Und wenn wir jetzt hier mal uns wieder mit einem der Referenzbilder kurz beschäftigen, sehen wir, dass dort verschiedenfarbige Mosaiksteine zu sehen sind. Hier sieht man leichte Farbvariationen auch innerhalb der Steine, die eigentlich die gleiche Farbe haben sollten und wir haben sicherlich verschiedene Steinformen. Hier sieht man zum Beispiel sechseckige Steine und hier quadratische Steine. Das sind so kleinere Details, die das Ganze natürlich optisch spannend machen. Auch hier, man sieht in dem Glanz, dass hier so leichte Welligkeiten drinnen sind. Das Ganze also nicht wie ein Spiegel aussieht, sondern durch die Fugen dann auch ein bisschen durchbrochen wird. Und das sind so kleine Details, die ich gerne miteinfließen lassen möchte. Was sehr charakteristisch ist, ist dieses Muster hier, so Rauten in verschiedenen Farben, die in einem Band eingefasst sind. Und wir haben hier auch rote Bänder um die, ja Außenkanten der Gehwege herum. Also da, wo die Handläufe sind, hier an dem Aufzug und so weiter. Das sind so Details, die ich mit aufgreifen möchte. Was mir jetzt, ja, rein optisch nicht so gut gefällt, oder was ich schwierig finde zu lösen, ist dieses Band mit den Rauten, was jetzt hier scheinbar geradeaus weiterläuft, obwohl der Laufweg hier ja zur Seite weggeht und hier ja die Treppe heruntergeht. Also vielleicht ist es für uns einfacher, damit sich hier solche Bänder nicht aufteilen müssen, wenn man es sauber machen möchte, dass wir dieses Band einfach an die Wandseite verlegen, denn da gibt es diese Aufteilungsproblematik nicht. Ich habe jetzt hier einfach mal die obere Etage schon mal in eine neue Szene reinkopiert, um ein bisschen fixer navigieren zu können und freier zu sein, weil es ja jetzt wirklich hier nur um den Boden in dieser Etage geht. Wir haben also hier ein bisschen zur Orientierung die Stelle, wo normalerweise unsere Kamera steht. Das ist diese Ecke mit der Wandleuchte. Hier wäre der Aufzug und hier geht ja dann die Treppe herunter im Vordergrund. Entsprechend ist da hinten dann der zweite Aufzug normalerweise. Das heißt, wir brauchen jetzt natürlich nicht den gesamten Laufweg hier unbedingt mit der gleichen Akribie zu gestalten, sondern sollten uns vorrangig hier auf den vorderen Teil konzentrieren, der ja auch recht dominant im Bild gut zu sehen ist und auch in der Bildschärfe liegt. Man kann diese Aufgabe jetzt natürlich auf verschiedene Art und Weise lösen. Man könnte sich in Photoshop Bilder malen, oder eine Collage malen mit den entsprechenden Steinen. Aber gerade was die Farb- und vielleicht auch Helligkeitsvariationen der einzelnen Mosaiksteine angeht, so haben wir da ja in "Cinema" den "Variationen-Shader", der für so was wie geschaffen ist und den würde ich gerne nutzen in Verbindung mit "MoGraph". Denn der "Variationen-Shader" braucht entweder Polygoninseln, oder einzelne Polygone, die er eben individuell dann färben kann, oder einzelne Objekte. Und einzelne Objekte hätten jetzt für uns nochmal den Vorteil, dass wir da es noch einfacher haben dann kleinere Details, wie zum Beispiel eine kleine Abfasung der Mosaiksteine am Rand umzusetzen, wenn wir nämlich zum Beispiel dafür einfach Würfel nehmen. Das heißt, wir würden starten mit einem "MoGraph-Klon-Objekt". Falls Sie das "MoGraph-Modul" nicht haben, ist es auch nicht so dramatisch. Dann verwenden Sie einfach aus dem "Werkzeugemenü" die "Duplizieren"-Funktion und lassen da die Würfel entsprechend immer linear in einer Reihe duplizieren. Müssen das halt dann paar­mal hintereinander machen und dann entsprechend die von Hand auch dahin schieben. Es ist ein bisschen mehr Handarbeit, aber geht genauso. Wichtig ist im Endeffekt, dass wir einzelne Objekte haben, die wir eben mit dem erwähnten "Variationen-Shader" dann bearbeiten können. Das heißt, ich will mir jetzt hier ein "MoGraph-Klon-Objekt" holen und schiebe das jetzt erst einmal, ja, von oben betrachtet so grob, die Verlängerung dieser Ecke. Wie gesagt, es geht mir jetzt erst einmal um dieses Rautenmuster, was ich an die Wandseite verorten möchte, damit wir eben diese Verzweigungsproblematik nicht haben und dass einfach nur einer Richtung folgen muss. Da platziere ich ungefähr das "Klon-Objekt". Erzeuge einen Würfel und diesen Würfel bringen wir jetzt auf eine Seitenlänge von zwei Zentimeter, oder was auch immer Sie verwenden möchten als Größe so eines Mosaiksteins. Zwei Zentimeter halte ich aber durchaus für realistisch. Man kann jetzt, wenn man mag, dem Ganzen eine kleine Rundung geben. Also wenn wir jetzt zum Beispiel sagen, das ist ein halber Millimeter, da braucht man keine Segmente rein und wenn ich da mal draufzoome mit der Taste "S", da hat er es jetzt rausgenommen, einen halben Millimeter sieht man. Das ist einfach nur eine kleine Schräge an der Kante. Auch wenn ich hier mal reinzoome, sieht man, die aber dann einfach in der Lage ist, je nach Blickwinkel ein bisschen Licht zu fangen und das kann ja durchaus hilfreich sein, um so ein bisschen Dreidimensionalität in die Steine reinzukriegen. Das heißt wir müssen die zumindest bis zu dieser Kante aus dem Boden herausragen lassen, damit wir eben die Schräge hier noch sehen. Und ja, müssen natürlich dafür sorgen, dass ein bisschen Fuge bleibt zwischen den Steinen, damit die nicht passgenau aufeinander sitzen. Wir ordnen diesen Würfel jetzt also unter dem "Klon-Objekt" ein und schalten den "Klon-Modus" auf "Gitter". "Gitter" bedeutet, dass wir eine zweidimensionale Fläche damit sehr schön belegen können. Das heißt, wir können in dem Fall jetzt hier auf die Höhe verzichten. Setzen also die Wiederholungszahl auf "1" und können auch hier den Wert auf "1" setzen, damit das optisch hier nicht so einen großen Kubus gibt. Und könnten uns jetzt hier einmal da drauf verlegen, die Größe des "Klon-Objekts" schon mal über die Anfasser so einzustellen, dass wir außerhalb der Wand hier ein einigermaßen gleichmäßigen Streifen erhalten, den wir jetzt füllen müssen mit Kopien. Das heißt, wir werden jetzt hier die Anzahl entsprechend erhöhen und dabei die "Renderinstanzen"-Option bitte anmachen bis wir auf eine glaubhafte Dicke, oder Dichte, besser gesagt kommen mit entsprechenden Fugen. Und was natürlich immer schön ist, ist wenn wir hier passgenau möglichst aufhören, da wo die Wand ist, dass dann dort auch der Stein aufhört, dass wenn wir jetzt bei 210 in der einen Richtung, fehlt noch die andere Richtung, auch dort entsprechend eine Dichte finden, oder eine Anzahl finden, um möglichst die gleiche Fugenbreite zu erhalten. Das sieht schon ganz gut aus. Vielleicht noch ein paar mehr in der Richtung. So vielleicht. Bisschen herauszoomen. So. Schön wäre natürlich, wenn wir jetzt in dieser Richtung und in dieser Richtung die gleiche Anzahl hätten. Dann müssen wir jetzt dummerweise abzählen. Aber das scheint auch hierhin zu kommen mit dem einen Stein, zwei, vier, sechs, acht, zehn, zwölf, vierzehn, sechzehn, achtzehn, zwanzig Steine. Zwei, vier, sechs, acht, zehn, zwölf, vierzehn, sechzehn, achtzehn, zwanzig, da sind wir also zwei Steine, die wir das Ganze hier noch rüberschieben müssen. Können also hier sehr schön das Ganze auf die x-Richtung beschränken und ziehen jetzt hier zwei Steine rüber. So, vielleicht ziehe ich es auch noch ein bisschen nach oben, um hier ein bisschen Fugenlücke zur Wand noch zu erhalten. So. Das heißt, diese Steine sind im Prinzip übrig. Die brauchen wir nicht. Was machen wir da? Nun da gibt es ja sehr schön in "MoGraph" ein "Selektionswerkzeug", wenn wir auf die "Selektion" gehen. Und da können wir sagen, wir hätten gern ein Rechteck. Und ziehen uns jetzt hier erstmal grob, in der Ecke geht es natürlich besonders schnell, einen Rahmen auf. Also im Prinzip funktioniert das ganz genau wie die normale Selektionsmethode auch, die man so kennt für Punkte, oder Polygone, nur eben hier für die Klone. Das heißt, diese Mittelpunkte der Klone, die ja hier so dunkelorange eingezeichnet werden, die müssen von diesem Rahmen eingefasst werden. Und das sind alle die Mosaiksteinchen, die wir im Prinzip nicht brauchen. So, da sind wir dann hier schon außerhalb des Gebäudes, wenn wir ein bisschen gröber jetzt selektieren, weil der Bereich wird auf jeden Fall nicht gebraucht. Gehen wir mal hier nach oben, um jetzt in der Horizontalen hier weiterzumachen. Da sieht man, das sind eine ganze Menge. Die können wir alle schön auswählen. Hier im Prinzip, wir könnten Steine sparen, oder Klone sparen, da wir eigentlich so weit um die Ecke ja gar nicht gucken können. Also maximal bis hier bräuchten wir vielleicht die Steine. Aber es kann ja durchaus sein, dass durch die Farbigkeit der Steine und deren Reflektivität dann noch mal Effekte entstehen bei den Einspiegelungen, zum Beispiel am Handlauf und um dem aus dem Weg zu gehen, beziehungsweise da nicht in eine Falle zu tappen, nehme ich die einfach mal mit. Hat man jetzt die Klone selektiert, die man nicht haben möchte, können wir jetzt einfach sagen "Selektierte verbergen". Dann entsteht automatisch ein "MoGraph-Selektions-Tag", was mit einem "Einfach Select-Effektor" praktisch verbunden wird, der dafür sorgt, dass diese Klone automatisch verschwinden. Was man jetzt hier sieht, wenn ich das mal deselektiere. Die kann man jederzeit wieder holen. Das ist einfach nur eine Selektion, aber wir werden natürlich gerne die Klone los, die wir tatsächlich nicht benötigen. Das wäre der erste Schritt, um erstmal den Streifen hier zu erhalten, den wir an der Wand entlang brauchen. Im nächsten Schritt werden wir das Ganze jetzt im Detail mal mehr betrachten, um hier diese rautenförmigen Muster mit hereinzubringen, die das Ganze ja nachher optisch spannend machen sollen.

Bradbury Building visualisieren mit Cinema 4D: texturieren, beleuchten und rendern

Erfahren Sie, was es mit physikalischem Rendering auf sich hat und realisieren Sie Ihr naturgetreues Modell mit Techniken für Beleuchtung, Material, Texturierung und Rendering.

6 Std. 19 min (32 Videos)
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Erscheinungsdatum:24.05.2017

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