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Panoramafotografie: Sphärische Panoramen mit PTGui

Bodenbild aufnehmen

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Beim Blick nach unten sieht man bei einem sphärischen Panorama praktisch immer das Stativ und Teile des Panoramakopfs. Sehen Sie in diesem Video, wie man mit zusätzlichen Aufnahmen Bildmaterial erhält, um später diese störenden Elemente verschwinden zu lassen.

Transkript

Es gibt Situationen, wo man den Boden nicht besonders gut retuschieren kann oder wo es schwierig bis sogar unmöglich wird, und da ist es an dieser Stelle eben nicht vorbei mit der Aufnahme, sondern da muss man einfach Sorge tragen dafür, dass man einfach möglichst viel und das richtige Material für die Ergänzung des Bodens unterhalb des Stativs aufnimmt. Dazu gehört einmal erst mal die Minimierung von allem, was man hier noch sehen kann. Also, wie gesagt, wir haben jetzt hier, wenn wir hier hinunter schauen mit 45 Grad bei diesem Objektiv, sehen wir im Prinzip diesen Arm fast komplett, und wenn wir das alles mal weg haben wollen, dann gibt es erst mal noch, noch auf dem Stativ und noch mit dem gleichen Equipment und ohne es großartig zu verstellen, gibt es auch die Möglichkeit das soweit zu minimieren, dass wir möglichst wenig vom Stativ sehen. Dazu schwenke ich einmal die Kamera ganz nach unten, das heißt, die schaut jetzt einfach auf -90 Grad nach unten zum Stativ, und ich mache eine Aufnahme in meine Hauptrichtung, das heißt, ich schwenke einfach so wie ich angefangen habe, statt nach vorne ganz nach unten, und gehe mal ein bisschen auf die Seite hinter dieses, hinter den Arm, so dass ich da selber nicht zu sehen bin, und mache eine Aufnahme nach unten. So, auf dieser Aufnahme sehen wir jetzt diesen Arm und diesen Winkel bis circa hierhin ungefähr und jetzt gibt es einen recht einfachen Trick, das einmal zu eliminieren, indem man einfach den ganzen Kopf um 90 Grad verdreht. Der Arm war vorher hier, der Winkel war vorher hier, und jetzt ist es genau um 90 Grad verdreht, hier war vorher frei und hier war es vorher frei, und wenn ich jetzt hier, das einmal so fotografiere, dann habe ich zwei Aufnahmen, die ich entweder im Panoramaprogramm oder auch - man kann das auch vorgängig in Photoshop machen, einfach übereinanderlegen kann, um 90 Grad drehen das eine Bild, und dann kann man die gegengleich ausmaskieren, und dann bleibt nur noch der Kreis von dem Stativkopf übrig, das heißt, wir haben schon wesentlich weniger störende Elemente im Bild, das heißt also, das ist der nächste Schritt um zumindest einmal den Retuscheaufwand zu minimieren, da bleibt dann wirklich nur noch der Stativkopf und die Beine übrig was ich dort sehe. Und wenn man jetzt den Schritt zur Perfektion machen will, beziehungsweise einen Untergrund hat, der sich nicht mehr retuschieren lässt, dann wird es ein bisschen schwierig. Wir haben Untergründe wie eine Wiese, Asphalt, eine Straße oder irgendwelchen Betonboden, die unstrukturiert uniform sind, wo man relativ leicht retuschieren kann. Dann ist an dieser Stelle eigentlich genug, dann hat man wirklich nur noch sozusagen so einen dreieckigen Stern wegzuretuschieren, dann ist es okay. Aber wenn man jetzt zum Beispiel ein Muster hat, und das haben wir hier, wir haben ein Parkett mit leicht unterschiedlicher Färbung, und Parkett ist schon relativ schwierig zu retuschieren, das ist ein sehr regelmäßiges Muster und regelmäßige Muster haben die dumme Angewohnheit, dass man Fehler sofort sieht. Das heißt, wenn da irgendwas nicht passt, dass sieht einfach unprofessionell aus. Schwieriger wird es dann auch wenn man gemusterte Teppiche hat, zum Beispiel mit irgendwelchen Figuren drauf, da ist da ein Löwe, da ein Vogel und so weiter, dann spielt sich natürlich mit Retusche überhaupt nichts mehr ab. Und da wir nicht den Boden mit einer Plakette abdecken wollen, oder mit einer Spiegelkugel, das sind so andere Möglichkeiten, machen wir jetzt einmal das wirklich perfekt. Und dafür gibt es einen relativ einfachen Trick, der ziemlich gut funktioniert, eine Reihe von Panoramaprogrammen können auch Bilder in ein Panorama einmontieren in unsere Bildkugel, die nicht von dieser Position aufgenommen sind. Bedingung ist, das muss am Boden sein und es muss glatt sein, also wirklich eine plane Fläche. Wenn das jetzt eine gewölbte Felsstruktur wäre auf der wir stehen, dann hätten wir dort Schwierigkeiten. Aber jetzt haben wir hier einen planen Parkettboden, und damit das gut funktioniert, kann man sich einen ganz hübschen Trick zu eigen machen, bei der ganzen Geschichte. Und zwar, ich habe jetzt hier für mich mal, das schaut schon professioneller aus, aber im Prinzip kann man irgendwas nehmen, was man auf den Boden legt und was sich gut sichtbar vom Boden abhebt. Und das ist jetzt hier, in meinem Fall sind das einfach solche Marker, und die haben eine Nummer, ein kleines Fadenkreuz drauf, die haben eine schöne Kontrastfarbe, die fallen überall auf, weil dieses Neongelb das gibt es sonst irgendwie nicht beim Untergrund normalerweise, man kann aber auch zum Beispiel Dominosteine dafür verwenden, irgendwelche wo einfach unterscheidbare Nummern drauf sind, weil es ist dann später relativ schwierig von einem Bild was nicht vom Stativ aufgenommen ist, dann später abzuzählen, okay, da ist vielleicht ein Parkettriemen, der einen Kratzer hat, da ist einer, der hat zwei schwarze Punkte, aber das ist ein Suchspiel, das dauert einfach viel zu lange. Und deswegen macht man es so, dass man von diesen Markern, ich habe immer sechs Stück dabei, es geht auch mit drei, aber mit sechs ist es etwas komfortabler. Und ich lege jetzt mal einen davon, neben mein Stativbein, immer auf der Außenseite, weil damit - es muss sichtbar sein von oben, und - lege ich einen vor dieses Stativbein und einen hier hin, und damit es etwas besser funktioniert mache ich dann meistens noch dazwischen jeweils auf die langen -- auf die Seiten des Dreieckes lege ich mir auch noch mal eins hin, deswegen nehme ich immer sechs. Und diese Aufnahme, die ich gerade gemacht habe, die wiederhole ich jetzt einfach, das heißt, ich lege die normalerweise schon hin, wenn ich die 45 Grad Aufnahme nach unten mache bei so einem Setup und ich sage jetzt hier, okay, ich mache diese Aufnahme einmal um 90 Grad verdreht und mache die noch mal. So, jetzt habe ich diese Marker sozusagen als Referenz, und diese Marker die markieren mir jetzt sozusagen einen exakten Punkt in meiner Bildkugel die das später wird, und jetzt kann ich das Stativ nehmen und mich aus der Originalposition rausbewegen. So, jetzt gehe ich einfach ein Stück auf die Seite und schaue einfach, dass vor meinem Stativ nach unten alle diese sechs Punkte zu sehen sind, und ich schaue jetzt, schwenke den Kopf jetzt mal irgendwie, das muss jetzt nicht einmal wahnsinnig genau sein, ich schwenke jetzt mal die Kamera, drehe mal den Live-View auf, und schwenke die Kamera jetzt mal so nach unten, dass ich ungefähr mit der Bildmitte in die Mitte dieses Dreiecks schaue, und dann mache ich eine Aufnahme davon. Hier ist nicht ganz unwichtig wo man sich hinstellt. Wir haben jetzt hier, eher das Licht von oben, und das Stativ, wie man sieht, wirft wenig Schatten, wenn ich jetzt aber draußen bin, oder ich habe eine Hauptlichtrichtung von einem Fenster, dann sollte die Richtung in die ich mich bewege, quer zur Hauptlichtrichtung sein, das heißt, wenn die Sonne von da kommt, bewege ich mich entweder nach hier oder nach da, ich mache oft sicherheitshalber Beides. Eine Aufnahme zu machen, wenn man einmal da ist, ist meistens sehr viel weniger Arbeit als sich später zu ärgern, wenn man sie nicht hat und dann alles retuschieren zu müssen, und jetzt nehme ich mal hier eine Aufnahme so auf, von der Seite. Und die Software wird später in der Lage sein, diese Fläche, die ich jetzt so fotografiert habe, so zu kippen, zu drehen, zu skalieren und zu verziehen, dass sie genau an diese Stelle reinpasst. So, diese Aufnahme habe ich jetzt einmal gemacht, und ich kann mir dann sogar das Retuschieren von diesen sechs Markern, die ja jetzt im Bild sind, kann ich mir noch sparen, indem ich das Stativ jetzt an Ort und Stelle lasse und nicht anfasse und die Marker einsammele. So, alle sechs wieder auf die Seite geben. Und wenn ich jetzt diese Aufnahme noch einmal wiederhole, ohne die Marker, dann habe ich zwei deckungsgleiche Aufnahmen und am Schluss, wenn ich die Aufnahme mit den Markern in meine Panoramakugel einsortiert habe, und die wirklich perfekt passt, und die wird perfekt passen, wenn ich das richtig mache, dann tausche ich dieses Bild mit den Markern, gegen das Bild ohne die Marker aus, und dann habe ich im Prinzip eine perfekte Kugel, ohne dass ich Photoshop dafür brauche, im Idealfall, manchmal braucht man es trotzdem ein bisschen, aber es-- man kann den Retuscheaufwand mit dieser Methode sehr sehr stark retuschieren, nicht retuschieren, sondern natürlich reduzieren.

Panoramafotografie: Sphärische Panoramen mit PTGui

Lernen Sie, wie Sie von einem einfachen Panorama zu einer kompletten Rundumsicht von 360 x 180° kommen. Sehen Sie die Vorbereitung, Aufnahme und Nachbearbeitung in PTGui.

5 Std. 54 min (46 Videos)
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