Am 14. September 2017 haben wir eine überarbeitete Fassung unserer Datenschutzrichtlinie veröffentlicht. Wenn Sie video2brain.com weiterhin nutzen, erklären Sie sich mit diesem überarbeiteten Dokument einverstanden. Bitte lesen Sie es deshalb sorgfältig durch.

Blitz-Fotografie: Systemblitz auf der Kamera

Blitzlicht einfärben

LinkedIn Learning kostenlos und unverbindlich testen!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Die Einfärbung des Blitzlichts mit Hilfe einer Farbfilterfolie dient dazu, dieses an die Farbtemperatur von externen Lichtquellen innerhalb einer Szene anzupassen.
09:14

Transkript

Wenn ich mit dem Systemblitz arbeite, einmal angenommen, ich würde draussen fotografieren, dann habe ich Tageslicht und den Systemblitz. Beide haben im Prinzip den selben Weißabgleich, grob. Ich habe oft auf der Kamera bewölkt eingestellt, und der Blitz ist sehr, sehr ähnlich. Bewölkt bedeutet grundsätzlich, dass es eine bisschen wärmere Farbtemperatur ist, es sei denn ich hab gleißendes Sonnenlicht dann würde ich es verändern, aber was ich eigentlich sagen möchte ist, dass der Blitz und Tageslicht relativ gleich sind. Wenn ich jetzt wie hier eine Umgebung fotografiere, bei der ich verschiedene Wärmequellen habe muss ich mir darüber Gedanken machen. Und zwar habe ich hier mein Umgebungslicht, das ist ein elektrisches Licht, vielleicht Glühbirnenlicht, mal angenommen es ist Glühbirne, dann habe ich auf jeden Fall zwei unterschiedliche Farbtemperaturen. Jetzt könnte man sagen, ich fotografiere ja roh, das mache ich doch zu Hause locker am Computer. Jain- Locker schon, indem man mit der Pipette irgendwo hin klickt und eine Farbtemperatur gestalten kann, sozusagen, aber man würde keine Neutralität gestalten können, weil weil die Glühbirne und der Blitz komplett unterschiedlich sind. Entweder kann ich es auf die Blitzspur bringen, dann ist der Raum wahrscheinlich zu orange, oder ich bringe es auf die Umgebungslichtspur das ist dann die Glühbirne, und dann würde alles, was der Blitz anleuchtet, wie Tageslicht wirken und zu kalt, zu blau erscheinen. Und das möchte ich jetzt mal demonstrieren. Weil erzählen kann ich ja viel, aber vielleicht stimmt das ja gar nicht, Ich mache jetzt einfach mal eine Aufnahme ohne Blitzlicht. Ganz einfach aus. Mache ein Aufnahme, auf Blitzlicht eingestellt, weil ich ja gedacht habe, ich benutze meinen Blitz. Damit der Weißabgleich auch stimmt, deshalb Blitz, aber ich sehe, habe ja auch noch keinen Blitz eingesetzt, aber ich sehe im Bild sehr, sehr viel Orange. Also eine Farbgebung, die nicht neutral ist. Jetzt mache ich das gleiche nochmal mit Blitz, lasse immer noch Blitz eingestellt, fotografiere sozusagen das nächste Bild mit Blitz, im TTL Modus, alles unbeeinflusst und sehe mein Licht, das auf das Objekt kommt, ist korrekt, aber der Rest, der Raum, ist mir nicht neutral, das ist mir viel zu orange. Bloß wie kriege ich das jetzt hin? Ich muss sozusagen das Licht einfärben. Ich könnte auch das Raumlicht ausschalten, aber das ist ja eher kontraproduktiv. Wenn ich das Licht jetzt einfärbe, dann versuche ich das Blitzlicht auf die Raumspur zu bringen, in die selbe Kelvin-Schublade zu packen, sozusaqen. Und das kann ich mit einer Korrekturfolie machen oder mit einem Korrekturelement. Was bei vielen Herstellern der Blitze mit dazugefügt wird, ist hier bei diesem Modell ein Teil, das man darauf klappen kann, und das ist genau dafür gemacht. Das ist ein Korrekturelement für Glühbirnenlicht. Das wird einfach vorne drangemacht. Wenn das Licht jetzt hier durch muss, dann wird es die orange Farbe annehmen. und das ist eben so berechnet, das es zur Glühbirne passt. Ich mache das gleiche Bild nochmal. Aber nicht zu vergessen, vorher den Weißabgleich auf das jeweilige Licht einzustellen, ich habe ja noch Blitz eingestellt, deshalb nehme ich jetzt mein Element, die Glühbirne, und mache das gleiche Bild noch mal ohne eine Beeinflussung und was sehe ich da? Jetzt ist der Raum neutral, gefühlt so wie ich ihn sehe, und mein Objekt, das ich anleuchte ist in der selben Farbtemperatur. Also habe ich beide angeglichen und jetzt kann ich beide zu einer Einheit die mir gefällt verändern. Weil beide relativ ähnlich sind. Vorher ist die Schere auseinander gegangen. Da habe ich mich für eins entscheiden müssen, werde einen Farbstich drin haben, mit dem ich dann leben muss. Im Allgemeinen, wenn ich jetzt mal den Blitz herunter nehme, kann man das mit Folien machen, hier ist es ein Element, das der Hersteller hinzugefügt hat. Es gibt althergebracht Folien, die hat man eigentlich schon immer benutzt, und zwar sind die genau dahingehend korrigiert. Das nennt man auch Korrekturfolien. Die heißen CTO - Change to Orange, und die werden in verschiedenen Stufen hergestellt. Dadurch, das ja nicht immer jedes elektrische Licht gleich ist, kann ich in der Kombination, die gibt es viertelstufig, halbstufig und ganzstufig, die Sachen so kombinieren, dass sie eben zu meinem Raum passen. Bloß wie halten die jetzt eigentlich vor dem Blitz? Zum Einen kann ich es so machen, dass ich die hier dran klebe, althergebracht, hat man früher sehr oft, das kann man nach wie vor so machen, also die Folien sind von einem Hersteller, ich benutze oft diese Rosco Folien, das ist so ein Bündel an Folien. Da sind über fünfzig Folien drin. Und die man zur Korrektur braucht, sind mehrfach drin, weil das sind auch Verschleißteile. Wenn die sehr, sehr viel Licht abbekommen, werden die irgendwann hart und werden irgendwann brechen. Hier sind ganz viel von diesen drin und die sind so geschnitten, dass die eigentlich auf die verschiedensten Blitze passen. Nicht nur eigentlich, sondern die passen wunderbar, es sei denn, die Blitze werden in Zukunft viel größer, dann wird es wahrscheinlich größere Folien geben, Wenn man das jetzt mit Klebestreifen befestigt, mit einem ganz normalen Klebeband, ist es oft so, dass dieses Klebeband, wenn man es abzieht, hier klebende Rückstände hinterlässt, und ich bin jemand der viel im Dreck, im Wald, überall fotografiert, und da hat der Blitz auch schon mal Bodenkontakt und wenn das da klebt, das ist oft kontraproduktiv zur Lebensdauer. Aber ihr seht hier einen Klebestreifen. Und zwar gibt es auch Klebestreifen, die rückstandsfrei zu entfernen sind. Die würden auch funktionieren. Ich habe mir mal eine ganz einfache Version überlegt, einfach mal einen Plastikbeutel zu nehmen, den abzutapen, abzukleben, so dass das einfach ein bischen größer ist und rein passt, und wenn man den jetzt hier vorne dran legt, diesen Beutel, und würde einfach ein Gummi nehmen, dann passt das wunderbar, und hinterlässt keine Rückstände. Funktioniert super. Kann man so machen, muss man nicht machen, man kann auch eigene Ideen entwickeln. Ich arbeite eigentlich lieber mit solchen Folien, weil diese Folien kann ich wirklich minutiös anpassen. Hier die Idee finde ich super, wenn sie funktioniert. Wenn wir jetzt in einen Raum kommen, wo dieses feste Teil, diese Farbgebung, diese Beeinflussung nicht stimmt, habe ich mit so einem Teil ein Problem, weil das kann ich benutzen oder eben nicht. Aber ich kann es leider nicht verändern. Ich könnte den Orange Wert jetzt nicht abschwächen oder verstärken. Das kann ich mit Folien natürlich super gut machen. Es gibt auch Hersteller, Vorgängermodelle, bei Nikon jetzt zum Beispiel, da wurde extra so etwas gemacht, um eine eigene Folie zu befestigen. Die Idee fand ich eigentlich super, weil das Teil war nur dazu da, um die Folie zu befestigen, die da mitgeliefert wurde, die aber relativ teuer war, aber dieses Teil, da kann ich auch eine Folie rein schieben und die hält durch dieses Teil trotzdem. Das fand ich ganz gut, aber die Ent- wicklung ging dann hin zu solchen Teilen. Wenn es passt, ist es gut. Wenn es eben nicht passt, habe ich ein Problem, weil ich es nicht anpassen kann. Aber die Anpassung ist ganz ganz wichtig, wenn ich in einem Raum arbeite, wo ich zwei verschiedene Wärmequellen habe. Ohne könnte ich diese Angleichung nicht machen und durch so ein "lächerliches" Element, so eine kleine Plastikfolie, kann ich eine Riesenwirkung erzielen.

Blitz-Fotografie: Systemblitz auf der Kamera

Lernen Sie, wie Sie Ihre Bilder mit einem Systemblitz, der immer auf der Kamera montiert ist, spannend ausleuchten und interessante Lichtstimmungen erzeugen.

2 Std. 12 min (28 Videos)
Derzeit sind keine Feedbacks vorhanden...
 
Exklusiv für Abo-Kunden
Erscheinungsdatum:25.02.2015

Dieser Online-Kurs ist als Download und als Streaming-Video verfügbar. Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht entscheiden - sobald Sie das Training erwerben, erhalten Sie Zugang zu beiden Optionen!

Der Download ermöglicht Ihnen die Offline-Nutzung des Trainings und bietet die Vorteile einer benutzerfreundlichen Abspielumgebung. Wenn Sie an verschiedenen Computern arbeiten, oder nicht den ganzen Kurs auf einmal herunterladen möchten, loggen Sie sich auf dieser Seite ein, um alle Videos des Trainings als Streaming-Video anzusehen.

Wir hoffen, dass Sie viel Freude und Erfolg mit diesem Video-Training haben werden. Falls Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!