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Blitz-Fotografie: Entfesselt blitzen

Blitze manuell einstellen und per Funk auslösen

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Manuelle Funkblitzauslöser sind klein und preiswert. Der Sender wird auf der Kamera montiert und sendet lediglich das Blitzsignal an den Empfänger. Dieser gibt das Signal direkt an den manuell eingestellten Blitz weiter.
10:27

Transkript

Vielleicht wollen Sie ja mal einen Blitz hinter einem Gegenstand versteckt aufstellen und auslösen. Weil kein Sichtkontakt zwischen Master und Slave besteht, wird es da für die bordeigene Steuerung ziemlich schwierig, den Blitz anzusteuern und eben auszulösen. In so einer Situation lösen Sie den Blitz am besten per Funk aus. Die einfachsten und günstigsten Auslöser dafür sind manuelle Funkblitzauslöser. Diese sind sehr klein und kosten wenige Euro. Auslöser und Empfänger bekommt man manchmal so um die 20 Euro. Der Sender wird auf der Kamera montiert und sendet nur das Blitzsignal, also keine Information, also nur das Signal, dass der Blitz ausgelöst werden soll, an den Empfänger. Der Empfänger wird unter dem Blitz befestigt und gibt das Signal vom Sender direkt an den Blitz weiter. Und so wird dieser ausgelöst. Hier wird keine weitere Information übertragen, es gibt kein TTL oder sonstige Messungen, also keine Sprache, die hier übertragen wird. Das kann man auch daran erkennen, dass der Sender nur per sogenannten Mittenkontakt, der aus der Blitz-Steinzeit stammt, sein Signal bekommt. Das sieht man an dem einen einzelnen Pin auf der Unterseite des Senders. Wenn weitere Informationen übertragen werden, sind meistens weitere Pins, also Elektrokontakte, zu sehen, wie zum Beispiel unter dem Blitz oder auf dem Blitzschuh. Nachdem es also keine TTL-Messung gibt, muss der Blitz auf manuell gestellt und so betrieben werden. Also die Leuchtkraft selbst muss am Gerät direkt eingestellt werden. Wenn die Blitze in Reichweite stehen, ist das alles kein Hexenwerk. Jedoch müssen Sie zum Blitz hingehen und den händisch einstellen, also seine Leuchtkraft zuweisen. Bei größeren Aufbauten kann die Laufarbeit schnell zum Nachteil werden, das kann man aber durchaus als sportliche Betätigung sehen. Ich möchte das jetzt mal demonstrieren und zeigen. Also hier habe ich den Sender, ganz einfaches Modell, und das ist der Empfänger, beide zusammen so wirklich so um die 20 Euro, funktionieren tadellos. Sie müssen ja auch nur... Also da wird keine Sprache übertragen, sondern die müssen nur das Signal weitergeben, das Signal: Geh an. Und dieses Geh-an-Signal sozusagen wird per Mittenkontakt übertragen. Was ist jetzt eigentlich der Mittenkontakt? Wenn ich mir den Mittenkontakt, das ist eine sehr neuzeitliche Kamera, und wenn wir uns hier den Blitzschuh betrachten, haben wir einen dicken Pin und außenrum, das ist bei allen Modellen so, sind verschiedene andere Pins noch. Dieser dicke Pin ist immer der Mittenkontakt. Ist auch genau in der Mitte, deshalb wird er wahrscheinlich auch diesen Ausdruck haben. Und wenn wir jetzt unseren Sender betrachten, hat der auch einen Pin, einen Metallstift, und die passen natürlich aufeinander, das heißt, hier wird der elektrische Impuls gegeben, sozusagen, Geh an. Der wird hier verarbeitet sozusagen, per Funk, an ihn übertragen, an den Empfänger, der hat auch einen Mittenkontakt. Und das hier ist ein ganz normaler, ganz einfacher manueller Blitz. Den kann man dadran erkennen, dass er wiederum auch nur einen Pin hat. Manuell deshalb, der kriegt händisch die Zuweisung der Leuchtkraft, und hat keine Sprache, kein TTL-Verfahren, kein Messverfahren, sehen wir am einzigen Pin, der per quasi Mittenkontakt übertragen wird. Und wenn ich das jetzt hier aufeinanderstecke, (Klick- und Schraubgeräusche) wird das Signal hier weitergegeben. Hier kommt es rein, wird übertragen und er feuert ab sozusagen. Und was an diesen einfachen... Sendern und Empfängern noch dran ist, ist, dass man da verschiedene Kanäle einstellen kann. Das ist aber eigentlich nur wichtig, wenn man mit anderen Fotografen fotografieren würde, die hätten auch so ein Funksystem, einfach dass man sich abgrenzen kann und nur so seine eigenen Blitze ansteuert und nicht die des Kollegen oder so was. Und man kann das natürlich ein- und ausschalten und hier muss ich dann am Blitz die Leuchtkraft zuweisen. Was ist die Leuchtkraft? Die Leuchtkraft fängt an, bei den meisten Blitzen, also hier bei dem Modell, von 1/128 seiner Leistung bis zur vollen Leistung, 1/128 ist die schwächste Leistung, und die kann man entweder in ganzen Stufen, das Nächste wäre dann 1/64 oder 1/32 und so weiter, bis 1:1 sozusagen, ein Eintel, also volle Leistung, nun einstellen, und man kann natürlich auch Drittelwerten einstellen, wenn man Zwischenwerte bräuchte. Und was stelle ich denn jetzt hier ein? Manuell klingt immer so nach Hexenwerk, Rechenschieber und so, ist eigentlich ganz einfach: weil, wir leben im digitalen Zeitalter, wir können unser Ergebnis sofort sehen. Im analogen Zeitalter musste man vielleicht zwei Wochen darauf warten und da war vielleicht der Lerneffekt vielleicht nicht ganz so schnell da. Ich, wenn ich jetzt hier mein Objekt beleuchte, hier drin ist es relativ hell, und der Abstand zwischen Blitz und Objekt ist ja nicht wahnsinnig groß, also brauchen wir ganz wenig Leuchtkraft, das ist eigentlich, relativ liegt das hier auf der Hand. Wenn ich eine zu hohe Leuchtkraft einstelle, ist unser Objekt weiß, wenn ich nicht die richtige Blende dazu wähle. Deshalb werde ich hier versuchen, ganz wenig Licht reinzugeben, weil, wir brauchen effektiv nicht viel. Deshalb stelle ich jetzt einfach mal 1/128 ein. Und jetzt montiere ich das natürlich auf mein Stativ, lass das von hier oben scheinen, und werde das hier so fotografieren wollen, und habe die freie Hand, mich natürlich zu bewegen, per Funkübertragung ist das ja alles möglich. Und wenn jetzt der Wert nicht stimmen sollte, das gucken wir uns gleich mal an, dann muss ich natürlich hier hingehen und die Leuchtkraft verändern. Ist hier in diesem Abstand kein Problem, bloß wenn das jetzt 10 oder 20 Meter wären, dann ist es natürlich eine Laufarbeit. Und jetzt stecke ich das einfach mal hier drauf, beziehungsweise ich mache jetzt einfach mal ein Bild ohne Blitz... (Piepen) Ich nehme jetzt mal eine leichte Unterbelichtung, habe Blende 8 bei 1/40. (Kameraauslöser) Ja, das Bild... hier würde ich sagen, hier brauche ich einen Blitz. Ganz klar, ist zu dunkel, ich sehe da zwar was, aber nicht, was ich sehen will, und deshalb bringe ich jetzt mein eigenes Licht ins Spiel, montiere den manuellen Auslöser, Funkauslöser, der das dann hier übertragen soll. Jetzt mache ich noch mal ein Bild, (Piepen, Kameraauslöser) und sehe, habe das jetzt schon im Sucher gesehen, weil das hier übertragen wird, sehe, dass da Licht jetzt, neues Licht hinzugekommen ist, aber sehe auch, das könnte eigentlich ein Ticken mehr vertragen. Das heißt, das Objekt ist mir noch nicht hell genug, es könnte noch mehr Licht gebrauchen, benötigen, und zwar habe ich jetzt 1/128 eingestellt, man sieht es zwar nicht, ich muss mich schon recken, tippe da einmal drauf, jetzt habe ich 1/64 der Leistung, also doppelte Leistung wie vorher, immer noch lange nicht maximal, aber doppelte Leistung wie vorher, mache noch mal ein Bild. (Kameraauslöser) Ja, und was sehe ich jetzt? Jetzt komme ich der Sache schon sehr, sehr, sehr nahe. Also ich bin jetzt mit dem Bild zufrieden, es hat mehr Licht bekommen, es hat so viel Licht, wo ich sage, das gefällt mir jetzt sehr gut. Also das erste, was ich gemacht habe, war die Einschätzung, ja, ich werde wahrscheinlich nicht so viel Licht gebrauchen, habe ich erstmal die schwächste Stufe benutzt, um mich dann so praktisch entlang zu hangeln, was heißt, es ist kein Ratesystem, sondern das ist ja immer eine Einschätzung, die dadrauf beruht, immer auf dem Bild, was ich vorher gemacht habe. Und die Maßgabe ist das erste Bild und dann werde ich eine Einstellung, quasi eine Beeinflussung vornehmen. Und dann habe ich ihm einfach die doppelte Leuchtkraft gegeben und jetzt finde ich das Bild gut. Und das mit einem ganz einfachen Funksystem, was den Vorteil hat, dass es sehr, sehr günstig ist, dass man wirklich viele Blitze benutzen kann, weil dieser Mittenkontakt wird auch, man könnte jetzt auch betriebseigene Blitze, das ist ja jetzt hier auch quasi ein System, ein Olympus-System, mit einem manuellem System gekoppelt, das heißt, ich kann alle möglichen Blitze, die einen Mittenkontakt haben, auslösen, und das ist natürlich ein riesen Vorteil, ich kann jetzt auch 70er Jahre Blitze benutzen, die man vielleicht auf dem Flohmarkt bekommt oder noch zu Hause hat, und die kann ich so benutzen, im digitalen Zeitalter, und ansteuern. Ist eine super Sache und hat dadurch natürlich auch einen Riesen Vorteil.

Blitz-Fotografie: Entfesselt blitzen

Lernen Sie, Systemblitze von der Kamera entfesselt zu verwenden. Steuern Sie den Blitz manuell oder via TTL, und lenken Sie das Licht ganz nach Ihren Wünschen.

2 Std. 5 min (26 Videos)
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