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Photoshop-Tipps: Jede Woche neu

Blendenflecke nicht-destruktiv und pixelgenau setzen

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Der Name ist Programm: Mr. Photoshop alias Olaf Giermann greift tief in die Photoshop-Trickkiste und zeigt Ihnen seine liebsten Techniken und Effekte. In interessanten Lektionen und Mini-Tutorials erklärt er besondere Photoshop-Funktionen im Einsatz, zeigt spannende und außergewöhnliche Techniken und hilft Ihnen, gängige Probleme zu verstehen, zu lösen und zu vermeiden.
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Transkript

Wer die neuen Star Trek-Filme gesehen hat, der weiß mit Sicherheit, was Blendenflecke sind und dass diese Lichteffekte einerseits sehr cool, aber andererseits auch etwas nervig sein können. Deshalb zeige ich Ihnen hier einmal, wie Sie diese punktgenau in Photoshop setzen und sich dabei alle Optionen für die Intensität, die Position und die Farbe offenhalten. Wenn Sie sich mal einige meiner Bilder anschauen, dann werden Sie feststellen, dass ich ein ziemlicher Fan von Blendenflecken bin. Wobei natürlich in den letzten Star Trek-Filmen fand ich das dann auch nicht mehr so toll, weil das etwas zu übertrieben war. Aber nichts desto trotz, Blendenflecke sind ein tolles Stilmittel und dienen dazu, einem Bild mehr Stimmung zu verleihen und deshalb möchte ich Ihnen hier mal zeigen, wie Sie diese ganz exakt setzen können. Denn wir haben ein Problem in Photoshop: Die Blendenflecke sind nur sehr ungenau zu setzen. Das liegt daran, dass der Filter sehr alt ist und nur eine ganz kleine Mini-Vorschau hat. Ich zeige Ihnen das Problem einfach mal. Ich dupliziere die Ebene hier mit Command und "J". So, dann kann ich auf dieser Kopie einen Blendenfleck anbringen. Könnte ich auch als Smart-Filter machen, das sparen wir uns jetzt mal, sondern ich direkt mal den Filter auf. Den finden Sie in den Render-Filtern, das sind diese hier, und dann haben wir hier auch schon den Filter "Blendenflecke...". Und Sie sehen schon, ich habe einen Shortcut dafür vergeben, weil ich den so gerne benutze. Aber ich muss dazu sagen, ich benutze den nicht so gerne mit den Standard-Flares, die hier sind, Also die Standardformen, so wie die aussehen, auch von den Farben her, da würde jeder sofort sehen, das ist doch nur dieser Blendenflecke-Filter aus Photoshop. Auch die anderen Filter hier sind in der Regel nicht die Schönsten und auch sofort als künstliche Blendenflecke zu identifizieren. Und deshalb wende ich diese Filter eigentlich ganz gerne auf eine schwarze Ebene an. denn kann ich hinterher noch einiges verändern. Aber wir gehen mal Schritt für Schritt hier vor und ich nehme hier einfach mal den 105ten Millimeter-Blendenfleck, und den hätte ich jetzt ganz gerne ganz exakt hier an diese Stelle gesetzt, als wenn da so ein kleines Lämpchen wäre. Und vielleicht sagen wir mal, mit einer geringen Stärke, sagen wir mal so. Und jetzt können Sie natürlich folgendermaßen vorgehen und hier sich diesen kleinen Kuller, dieses Pluszeichen nehmen und mal versuchen diese Stelle exakt zu treffen. Und dann können Sie auf "OK" klicken und dann sehen Sie schon, ich bin daneben. also ich habe nicht ganz getroffen. Was machen Sie dann? Rückgängig. Dann können Sie die Alt-Taste gedrückt halten und der Filter hängt hier oben zum Glück noch. Und dann können Sie hier draufklicken und den Filter nochmal aufrufen. Und dann ziehen Sie es hier ein Stückchen nach rechts. Und wenn Sie einmal dabei ein bisschen mit der Maus wackeln, dann sind Sie schon wieder viel zu weit. Also nochmal. Ja, das trifft leidlich jetzt, aber immer noch nicht richtig. Was machen Sie also, wenn das jetzt sehr genau sein soll. Und dazu brauchen Sie die Info-Palette. Die blende ich mal ein und Sie sehen, wenn ich hier durch das Bild fahre, habe ich hier die Koordinaten. Und zwar die Koordinaten des Cursors. Und jetzt kann ich das folgendermaßen machen, dass ich hier einfach weit reinzoome ins Bild und dann ganz genau meinen Cursor einfach an diese Stelle setze, wo ich den Mittelpunkt der Lichtbrechung im Renderfilter setzen möchte. Und da lasse ich die Maus einfach mal los und merke mir die Zahlen, die dann hier stehen. Also da achten Sie jetzt mal drauf, bei x und y, das sind nämlich die Koordinaten hier im Bild. So und genau dort möchte ich jetzt gerne den Blendenfleck haben. Und wir merken uns einfach mal diese Werte, also 1480 Pixel in x-Richtung und 760 Pixel in y-Richtung. Und jetzt kann ich das Infopanel wieder zumachen und rauszoomen. Und jetzt rufe ich einfach nochmal den Filter auf, über "Filter", Alt-Taste drücken und der hängt hier oben noch, loslassen, und dann ist der Filter aufgerufen. Und jetzt gebe ich einfach die Koordinaten ein. Und zwar an der Stelle, wo ich gerne den Mittelpunkt der Lichtbrechung hätte. Ja, werden Sie sich jetzt fragen, aber wo soll das hier passieren? Wir haben ja gar keine Eingabefelder. Und das ist wieder eine der berühmten, kleinen versteckten Funktionen von Photoshop, die Sie mit der Zaubertaste erreichen. Und zwar drücken Sie einfach die Alt-Taste und klicken Sie hier einmal ins Bild. Dann erscheint dieser Dialog und der nennt sich "Genauer Mittelpunkt der Lichtbrechung". Darunter steht nochmal, was Sie mit dem Dialog machen. Sie legen den Mittelpunkt der Lichtbrechung fest. Genau. Und hier können Sie jetzt die Koordinaten eingeben und das waren 1480. Sie sehen, das geht sogar sub-pixelgenau, Sie können hier eine Bruchstelle eingeben. Und das ist natürlich auch eine super Geschichte, denn so können Sie sagen, es ist nicht nur pixelgenau, sondern dieser Blendenfleck, der wurde sub-pixelgenau gesetzt. Aber das nur am Rande. Der zweite Wert, das waren 760 und wenn ich jetzt auf "OK" klicke, dann wird das hier ganz exakt an die Stelle gesetzt, die ich vermessen hatte. Und dann kann ich hier auf "OK" klicken und Sie sehen voilà, der Blendenfleck ist genau an der richtigen Stelle. Und jetzt zeige ich Ihnen noch zum Schluss des Videos, warum Sie das hier nicht auf eine Ebenenkopie anwenden sollten, sondern lieber auf eine eigene Ebene. Und deshalb lösche ich diese Ebene einfach mal wieder und erzeuge eine neue. Und zwar halten Sie dazu einfach die Alt-Taste gedrückt, klicken hier auf diesen Abreiss-Block, dann kommen Sie in diesen Dialog. Und das benennen wir gleich mal mit "Blendenflecke", also Mehrzahl und dann ändern Sie hier gleich die Füllmethode auf "Negativ multiplizieren" und setze hier noch ein Häkchen, dass diese Ebene mit neutraler Farbe gefüllt werden soll. Also das ist in diesem Fall Schwarz und dadurch wird dieses Schwarz quasi ausgeblendet und wir sehen nur das, was heller ist als Schwarz. Und das wird später der Blendenfleck sein. Dann klicke ich auf "OK" und mache mir das jetzt aber hier ganz schön. und verwandle diese Ebene gleich in ein Smartobjekt. Also Rechtsklick drauf und "In Smartobjekt konvertieren". Denn jetzt habe ich die Möglichkeit, den Blendenfleckenfilter auch als Smart-Filter anzuwenden und so nachträglich die Einstellungen noch zu verändern. Ich kann also jetzt hier wieder mal den Filter aufrufen und jetzt nehme ich zu Beispiel mal den ersten Filter hier, weil der schön farbig ist. Da kann ich Ihnen schön was daran demonstrieren. Und den nehmen wir jetzt einfach mal und setzen den hier oben in die Ecke rein. Machen den vielleicht noch heller, so, das gefällt mir ganz gut, und klicke auf "OK". Und jetzt finde ich das im Prinzip alles so ganz schön, aber ich mag die Farbe des Blendenflecks nicht. Und wenn Sie jetzt diesen Blendenfleckenfilter direkt auf das Bild angewendet hätten, dann könnten Sie jetzt die Farbe nicht verändern, ohne auch die Bildfarben zu verändern. Aber jetzt haben wir das auf dieser schwarzen Ebene. Wir könnten sogar, wenn wir wollten, diese Ebene noch ein bisschen verschieben. Sie sehen das hier, also ich kann es ein bisschen nach draußen ziehen und so weiter. dann müsste ich hier mich natürlich um diese Kanten kümmern. Aber wir können jetzt hier die Farben ganz einfach verändern. Zum Beispiel mit einer Einstellungsebene "Farbton/Sättigung". Und die soll sich jetzt natürlich nur auf die darunterliegende Ebene auswirken. Also klicke ich hier einmal auf diesen Knopf und kann jetzt zum Beispiel hier einfach mal am Farbton-Rad drehen und so zum Beispiel den Blendenfleck hier oben mal blau werden lassen. Auch mit der Sättigung kann ich spielen und so das Ganze ein bisschen entsättigen. Und außerdem kann ich jetzt hier auch noch eine Maske hinzufügen, wenn ich nicht unbedingt diese Filter-Maske verwenden möchte. Aber die ist im Prinzip auch gut genug, deshalb sparen wir uns mal diesen kleinen Speicherplatz den zusätzlichen Speicherplatz, den eine Ebenenmaske noch benötigen würde und nehme jetzt hier mal mit der Taste "D" das Verlaufswerkzeug. Denn so gut ich hier oben diese Überblendung finde. so unpassend finde ich eigentlich diese anderen Flecken hier. Aber mit dem Verlaufswerkzeug kann ich die jetzt ganz einfach hier ausblenden und habe dann sehr schnell hier oben ein zusätzliches Licht erzeugt. und zwar ohne diese störenden anderen Reflexe die wir hier auf der Seite sehen. Also so sind Sie maximal flexibel und können hier die vorgerenderten Blendenflecke nachträglich nach Ihren Vorstellungen anpassen. Also zum einen die Farbigkeit verändern, zum Beispiel mit einer Einstellungsebene "Farbton/Sättigung", oder auch unerwünschte Blendenflecke ausblenden. Und wie Sie die Blendenflecke ganz genau setzen, das wissen Sie jetzt und jetzt wissen Sie auch das Geheimnis, wie ich es geschafft habe, hier diesen Blendenfleck genau auf die Flamme der Kerze zu setzen. Und das können Sie jetzt auch. Also viel Spaß mit dem Renderfilter "Blendenflecke".