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Einfach fotografieren lernen

Blende und Belichtungszeit

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Die Belichtung setzt sich aus der Belichtungszeit und der Blende zusammen. Je weiter diese geschlossen wird, desto länger wird die Belichtungszeit, doch desto weiter dehnt sich auch die Schärfe im Bild aus.
05:42

Transkript

Wir sind hier im Skulpturenpark, in der Gegend von Graz, in der Steiermark, und haben tolles Wetter. Es ist eine wunderbare Gelegenheit, um mal ganz entspannt über zwei wichtige Begriffe in der Fotografie zu sprechen. Das Eine ist die Blende, und das Andere ist die Zeit, also die Belichtungszeit. Blende und Belichtungszeit, die hängen eben sehr eng miteinander zusammen. Was bedeutet es? Es bedeutet, wenn ich ein Motiv belichte, dann öffnet sich in meiner Kamera der Verschluß für genau diese Belichtungszeit. Sagen wir mal für eine fünzigstel Sekunde. Und wieviel Licht da durch geht, wird nicht alleine von der Zeit bestimmt, sondern auch davon wieviel die Blende, die vor dem Verschluß sitzt, durch lässt. Diese beiden Größen zusammen, setzten dann die Belichtung zusammen, also die Belichtungszeit und die Blende bestimmen, wieviel Licht dadurch geht. Wie das in der Praxis aussieht, dass möchte ich gleich hier mal zeigen. Trotzdem könnte man natürlich auch auf den Gedanken kommen, das man sagt, naja ich möchte natürlich eine möglichst kurze Belichtungszeit haben, damit möglichst viel Licht durch mein Objektiv fällt, damit ich möglichst nie verwackel, kann man sagen, ja, das ist oft auch eine gute Idee und trotzdem gibt es diese Blende. Also warum gibt es die, warum hat man eine Blende, warum begrenzt man, sozusagen die Lichtmenmge die durch das Objektiv fällt, das muss ja irgend einen Grund haben, und das hat gleich mehrere Gründe. Der erste Grund ist der, jedes Objektiv besitzt sogenannte Linsenfehler, also es gibt kein einziges Objektiv was wirklich perfekt ist, es gibt Fehler im Bereich der Schärfe, in den Rändern der Farbabbildung, hauptsächlich in den Ecken und an den Rändern, und je kleiner ich meine Blende mache, desto geringer fallen diese Fehler aus. Ein zweiter, vieleicht noch wichtigerer Grund ist der, dass meine Tiefenstärfe, andere sagen, Schärfentiefe, man darf ruhig beide Begriffe verwenden, obwohl Sie ja, eben weil Sie im Prinzip auch das gleiche sagen, diese Schärfentiefe die verändert sich natürlich, je weiter ich meine Blende zu mache, also je höher der Blendenwert ist, um so größer wird die. Jetzt kommen wir endlich mal zu diesem praktischen Beispiel, was ich hier aufgebaut habe, weil da kann man relativ genau sehen, was die Blende denn eigentlich tut. Wir gehen mal zu dieser Kamera hier, die auf einem Stativ sitzt und ich schalte die mal ein, so, wir schauen mal durch. Dass heißt, ich muss nicht durch schauen, und ich sehe mein Bild hier auf dem Display, auf dem kleinen und da sieht man, hier im Vordergrund das Bild, die Erdkugel als Koffer, prima Titel wie ich finde und dahinter den Griff für den Koffer, quasi. Wenn ich mir das mal anschaue, was alles drauf ist, dann ist diese vordere Ecke hier noch drauf, hier vorne die ist drauf. Und der hinterste Zipfel vom Griff auch noch, der von hier aus ungefähr, ich schätze mal sechs Meter weit entfernt ist. Das hier dürfte von der Kamera ungefähr 50 Zentimeter weit entfernt sein. Dann haben wir hier den Griff der über sechs Meter entfernt ist und das ist eine relativ große Distanz. Wenn ich das jetzt mit einer kurzen Belichtungszeit fotografiere, die mir garantiert keine Verwackelung einbringt, dann machen wir das mal, wir sind bei einer 1000el Sekunde, ich könnte also auch ohne Stativ fotografieren. Der Bequemlichkeit halber mach ich es aber mit Stativ und bei einer Blende von 4,0. Was für dieses Objektiv bedeutet, ganz offene Blende. Wenn ich jetzt dieses Bild mache, zack dass Bild mache, schau ich mir das an dann fällt mir schon auf dem kleinen Monitor auf, dass der Vordergrund hier nicht 100 prozentig scharf ist, es ist vieleicht nicht so schlimm, man kann sagen, na gut vieleicht möchte ich das die Unschärfe in das Bild rein führt. Dann ist es vollkommen in Ordnung, da ich aber auf die Mitte hier drauf focussiere, ist auch die Ecke da hinten nicht 100 prozentig Scharf, also auch da müssen wir etwas machen, und das ist der Grund weshalb ich jetzt mal einfach auf eine Blende von 11 gehe, aber um zu zeigen was es bedeutet, gehe ich da mal langsam rauf. Wir sind jetzt bei 4,0 sobald ich auf 5,6 gehe, dass ist der nächste ganze Blendenschritt, ist meine Blende um 50 Prozent geschlossen, also dass Licht das durch geht ist nur noch die Hälfte von dem was bei vier durch geht. Jetzt gehen wir mal auf acht, dass ist der nächste ganze Blendenschritt, dann ist es wieder davon die Hälfte, also ein viertel von dem was die Blende vier mir liefert, an Lichtmenge und wenn ich jetzt mal auf 11 gehe, kann es sein, reicht dass schon. Das heißt ich mach das Bild noch mal, jetzt, bin jetzt bei einer 160tel Sekunde, und weil ich noch nicht ganz sicher bin, ob dass wirklich hin kommt, man sieht nicht immer alles so wundervoll auf diesen kleinen Monitoren, gehe ich ganz zum Schluß sogar noch mal auf eine Blende 22, also auf die kleinst mögliche Blendenöffnung die dieses Objektiv hergibt, und mache dieses Bild noch einmal so. Bei einer 22 kann ich relativ Sicher sein, dass von hier vorne, über die Mitte, bis ganz hinten hin, mein Bild komplett scharf ist, so wie ich das auch ganz gern haben möchte. Es ist also durch aus sinnvoll, dass man sagt, ja, ich möchte nicht immer alles scharf haben, man darf manchmal durchaus sagen, ich möchte nur eine einzige Ebene scharf haben, dann würde ich eher raten mit offener Blende zu fotografieren. Genauso wie wenn man sagt, ich möchte schon meine gesamte Bildstrecke scharf haben, dann sollte man die Blende weiter schließen und nie aus den Augen verlieren, dass das Schließen der Blende eben auch die Bildfehler, die Abbildungsfehler eines Objektives minimiert.

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2 Std. 32 min (29 Videos)
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