Panoramafotografie: HDR-Panoramen

Bilderserien mit Exposure Fusion erstellen

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Alternativ zu einem 32-Bit-Workflow kann man die 16-Bit-TIFFs auch direkt zu einem 16-Bit-Bild mit hohem Kontrast verarbeiten. Ein Verfahren namens "Exposure Fusion" produziert dabei einen meist sehr natürlichen Look. Mit dem Programm "EnfuseGUI" kann man ganze Bildordner bequem im Stapel verarbeiten.

Transkript

Neben der Möglichkeit, aus Belichtungsreihen und den Zwischenschritt der 16 BIT TIFFs Hochkontrast Dateien zu produzieren HDR Dateien mit 32 BIT Farbtiefe, so wie das Photomatix tut oder auch andere Programme, wie z.B. Aurora. Oder HDR Efex und jede Menge andere Programme auch und Photoshop kann das auch. Gibt es noch eine andere Möglichkeit mit solchen hochkontrastigen Belichtungsreihen umzugehen. Das ist das sogenannte Exposure Fusion. Und hierbei wird ein anderer Weg gegangen, also da gibt es keine 32 BIT Dateien, sondern man bleibt bei 16 BIT. Und nimmt einfach die original Dateien und schaut welche Bereiche sind überbelichtet und unterbelichtet und welche Bereiche sind am besten belichtet. Und die am besten belichteten Bereiche werden ?????? eingegrenzt, alles unter-, überbelichtete wird ausmaskiert und dann werden sie Photoshop ebenenmäßig zusammengefügt. Und dieses Verfahren auch kurz Fusion oder Fusing genannt basiert im Wesentlichen auf einer Engine, die nennt sich Enfuse. Und das ist ein Plattformübergreifendes Command Line Tool. Und das gibt es für Mac Windows und Linux und man schickt normalerweise einfach eine Liste mit Bildern an dieses Programm und ein paar Parameter und dann arbeitet das, dass sozusagen ohne Gesicht faceless im Hintergrund ab und irgendwann entsteht eine neue Datei. Etwas unanschaulich uns sehr technisch dieser Zugang und deswegen gibt es eine ganze Reihe von Interfaces dazu und das Enfuse ist auch eingebaut in PTGui. Neben HDR und plus Tone Mapping, also die 32 BIT Verarbeitung daneben kann Photomatix auch Fusion. Und dieses EfuseGUI ist im Prinzip ein einfaches User Interface dafür. Und das ist auch stapelverarbeitungsfähig, d.h. man kann ja einfach einen ganzen Ordner mit Bildern reinschmeißen. Man sieht das hier ich werde das jetzt mal gerade tun. Und hole mir mal eben den Ordner mit meinen TIFFs daher. Und es wird jetzt automatisch in den Exef Daten nachgeschaut, was ist jetzt da drinnen. Es werden noch einmal alle Dateien gekennzeichnet. Man sieht hier die Belichtungszeiten und dann immer grau-weiß-garu-weiß, das heißt es wird automatisch erkannt. Dass es sich hier um 3 Bilderpakete handelt, man kann ihm das aber auch dezidiert hier sagen. Es gibt gar nicht so viel einzustellen bei der ganzen Geschichte, sondern hier gibt es im Prinzip nur ein paar Regler: die Belichtung, der Kontrast, die Sättigung und 2 Parameter etwas geheimnisvoller Art, dass ist das Parameter Mu, ein Parameter Sigma. Diese beiden, das kann man jetzt nur sehr grob umreißen, die sorgen im Prinzip dafür, wie hart oder weich, mit welcher Gewicht, um die einzelnen Belichtungen ineinander maskiert werden. Das ganze bleibt aber wie gesagt ein 16 BIT TIFF, also als Ausgangsmaterial bekommt man hier TIFFs, da kann man eben nur die normale Dateikompression einstellen. Oder ein JPEG, je nachdem was man auswählt an dieser Stelle. Dann gibt es noch ein paar Parameter, die relativ esoterisch sind, das wird jetzt viel zu weit führen das Ganze zu benutzen. Hier oben ist noch ein Punkt ganz interessant, da kommen wir vielleicht später noch einmal darauf. Blend across boundary, also -180/+180 Grad, da wird z.B. einfach ein Panorama auch entsprechend behandelt. Sodass die rechte und die linke Kante zusammenpassen und es später keine Naht gibt in der Bildkugel, die wir dann ja produzieren wollen. Das Angenehme bei Fusion ist, dass dort out of the Box ein relativ natürlicher Look rauskommt. Während man bei den vielfältigen Tone Maping Algorithmen, die z.B. Photomatix oder auch andere Programme bieten eine irrsinnige Vielzahl an Looks hat. Und die Meisten sind auch etwas schrill. Und es ist eher schwierig mit reinen HDR Programme, die mit 32 BIT Tone Maping arbeiten, einen natürlichen Look hinzukriegen da ist oft Fusion das Bessere. Man kann das hier in einer Vorschau auch schon einmal angucken. Man muss einfach nur irgend ein Bild markieren in einem dreier Stapel und wenn dann nur ein Preview macht, dann gibt es hier mal eine kurze Ansicht davon. Und man sieht also jetzt hier, dass das jetzt ganz schon ansehnlich ausschaut, also man sieht die Scheinwerfer gut definiert, die dunkle Decke und von der Landschaft sieht man auch. Alles gut durchzeichnet, ich nehme weiter unten ein Bild, wo wir auch schon mal ein bisschen Schatten von den Maschinen sehen können. Hier sieht man ganz gut, wie das aussieht. So! Es wirkt immer ein Moment, hier sieht man also dann schön, was das Ganze bringt. Also hier sieht man wirklich da in den Schatten genug Zeichnung, hier die hellen Fenster, das ist eigentlich relativ ordentlich. Man muss eigentlich nicht großartig was einstellen. Man kann hier ein bisschen schrauben, wobei die meisten Regler gar nicht so viel bewirken. Das ist mehr oder weniger 1:1, dann im PTGui zu finden und das Schöne ist eben, wenn ich jetzt hier sage Enfuse It, dann wird dieser ganze Streifen abgearbeitet. Und es entstehen dann hier, aus dieser ganzen Reihe, entstehen dann entsprechende TIFFs. Die auch dann, als 16 BIT Dateien ganz normal zu stitchen sind oder auch als JPEGs, wenn man möchte. Und das starte ich jetzt mal hier kurz an. Und dann gucken wir uns diese Dateien mal an, wenn die fertig sind. So, ich sage einfach Enfuse It! Und dann geht das los. Es wird standardmäßig ein Unterordner in dem Bilderordner angelegt, der bekommt immer den Namen enfused. Und dann geht es weiter. Ich blende mich da an dieser Stelle kurz aus, weil das müssen wir natürlich jetzt nicht live abwarten. Sondern kommen dann wieder dazu, wenn das Ding fertig ist. So, jetzt müsste das fast fertig sein. Ich schaue im Hintergrund den Ordner an, indem die Bilder dann landen. Das angenehme ist, dass das EnfuseGUI auf allen Prozessoren läuft. Man sieht also hier er kennt, dass wir 12 Kerne haben auf der Maschine, auf der ich aufnehme. Und deswegen ist die Geschichte auch relativ flott. Also das ist jetzt gerade mal 2 Minuten gelaufen. Ja doch, ein bisschen mehr 3:28. Da habe ich mich etwas verschätzt. Und jetzt schauen wir uns einfach mal an, wie diese Bilder jetzt ausschauen. Ich gucke mal hier in die Bridge rein. Also hier ist jetzt der Ordner mit den TIFFs, den ich da reingefüttert habe. Und hier sehen wir jetzt den Ordner enfused. Und da drinnen gibt es jetzt noch ein paar Ordner mit logs usw. Und jetzt gucken wir uns mal die Dateien an. Und es werden auch die ganzen Metadaten übernommen zum Beispiel hier sogar die Markierung in der Bridge übernommen. Und wenn ich jetzt hier das Ganze größer anschaue seht man eigentlich eine relativ ausgewogene Belichtung. Und das Angenehme ist, dass das Fusion auch keinerlei Artefakte zeigt. Z.B. diese hellen Säume die manche HDR Algorithmen so mitbringen und die Streckenweise etwas aufdringlich ausschauen. Und das ist eigentlich jetzt eine ganz schöne Geschichte. Und das sind jetzt 16 BIT TIFFs, die sich ganz normal stitchen lassen. Also das sind jetzt keine HDR Bilder mehr, sondern 16 BIT ganz normale Bild Dateien, die einfach zu verarbeiten sind, wie alle anderen Bilder auch. Das heißt in den Moment ist jetzt hier eigentlich das Thema Hochkontrast schon durch, weil die Bilder jetzt sozusagen HDR Bilder sind, d.h. die haben nur noch 16 BIT. Und müssen jetzt gar nicht mehr speziell weiterverarbeitet werden, sondern die könnte man jetzt im Prinzip ganz normal so wie sie sind im PTGui stitchen. Alternativ könnte man natürlich den Prozess, den wir jetzt hier mit dem EnfuseGUI machen auch gleich sofort ins PTGui übernehmen, weil da eben dieses Enfuse auch eingebaut hat, diesen Algorithmus der dahintersteckt. Und dort kann man sogar praktisch direkt wählen, das schauen wir uns aber später an. Also das ist eine Möglichkeit, auch relativ schnell, ganze Serien von Belichtungsreihen zu verarbeiten, um sie später stitchen zu können. Hier ist wie gesagt nicht besonders viel zum Einstellen. Auf der anderen Seite gibt es out of the Box einen relativ natürlichen Look, den man natürlich dann später am fertigen Panorama noch ein bisschen finetunen kann. Der aber auf jeden Fall schon sehr ansehnlich ist und vor allen Dingen wenig Arbeit macht, weil man einfach wenig einstellen muss und das funktioniert eigentlich out of the Box relativ fein. Und ist eben auch nicht wirklich langsam auf einer größeren Maschine läuft das also alles schon ziemlich flott dahin.

Panoramafotografie: HDR-Panoramen

Lernen Sie, wie Sie HDR-Belichtungsreihen und die Panorama-Technik verbinden, um Rundumblicke mit besonders hohem Dynamikumfang zu erstellen.

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Erscheinungsdatum:31.10.2016

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