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Photoshop CS6: Retusche & Restaurierung

Bilder schärfen

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Photoshop bietet viele Filter zum Schärfen von Fotos an. Der Trainer vermittelt Ihnen die wichtigsten Filter, ihre Funktionsweise und deren korrekte Anwendung.
08:55

Transkript

Photoshop bietet viele Filter zum Schärfen von Fotos an. Ich erkläre Ihnen die wichtigsten und die Funktionsweise sowie die konkrete Anwendung. Ich habe hier ein Bild in voller Auflösung, über Command+1 bzw. Apfel+1 kann ich sehr, sehr schnell auf eine 100-Prozent-Ansicht zoomen und zuerst-- bei einem Porträt ist immer das wichtigste für mich, dass die Augen und das Gesicht so richtig knackig scharf sind. Dann interessiert mich erst alles drumherum. Aber ich finde, wenn die Augen nicht scharf sind, dann hat so ein Bild noch Bedarf, optimiert zu werden. Und hier könnte ich mir sehr gut noch vorstellen, dass man an den Augen noch was machen kann. Und dazu gibt es einen ganz einfachen Weg, Ich bediene mich hier einfach mal des Rasters und geh hier mal auf eine weiche Auswahlkante von 15 Pixeln. und wähle hier einfach mal grob das Auge aus. Ich bin hier auf der Funktion "Zur Auswahl hinzufügen", und wähle auch das andere Auge noch mit aus. Ich denke, die Lippen könnten auch noch etwas mehr Schärfe vertragen; dann lege ich jetzt das Ganze über den Shortcut Strg+J bzw. Apfel+J auf eine neue, leere Ebene, wandele mir diese Ebene zugleich in Smartsubjekt um, "Für Smartsubjekt konvertieren", und jetzt kann ich hier mit "Smartfiltern" scharf zeichnen. Hier gibt es die Gruppe der Scharfzeichnungsfilter. Da gibt es eine ganze Reihe von Scharfzeichnungsfiltern. Der, der am meisten eigentlich benutzt wird, denke ich, ist der Filter "Unscharf maskieren". Ein etwas seltsamer Name, aber ich gehe jetzt hier mal zurück, dass ich in dem Vorschaufenster alles mit drin habe. Und dann kann ich hier von der Stärke her erst mal auf den Lippen und auf den Augen so richtig Gas geben. Dadurch, dass ich nur eine weiche Auswahlkante von 15 Pixeln verwendet habe, fällt es hier gar nicht auf, dass die anderen Gesichtpartien ganz gar nicht geschärft werden. Ich suche mir selektiv Bereiche aus, und Sie sehen, wie weich das hier zum leeren Hintergrund überblendet wird, und dadurch fällt das gar nicht auf. Wenn ich das natürlich übertreibe, dann sieht man es sehr wohl, dass hier wohl irgendwas schiefgelaufen ist, aber das ist natürlich nicht meine Absicht. Also ich kann hier mit dem Radius einfach bei null anfangen. Wichtig ist, dass ich dabei hier 100 Prozent Ansicht eingeschaltet habe, weil, auch wenn ich noch so genau hier hinzoome, ich sehe immer nur einen kleinen Anteil, ich möchte alle drei Bildbestandteil prüfen können. Und das kann ich nur hier in der 100-Prozent-Vollansicht. Und dann denke ich, so um die zwei Pixel, dann ist das eigentlich schon wunderbar. Mit einem Klick auf "OK" kann ich das hier bestätigen, und wenn es etwas zu viel des Guten geworden ist, kann ich hier die Deckkraft regulieren, kann hier mit der Schärfe zurückgehen, oder, weil ich ja einen Smart Filter benutzt habe, kann ich durch Doppelklick hier jederzeit wieder eingreifen, und kann den Radius noch etwas zurückstellen. Also mit dieser Technik hier kann ich sehr schön Bereiche selektiv scharfzeichnen. Ich blend das hier gleich mal wieder aus. Wenn ich global etwas am Bild machen möchte, dann nutze ich ganz gern die Option über den Hochpassfilter. Auch dazu wird die Ebene zuerst wieder in ein Smart-Objekt konvertiert, damit ich diese Einstellung jederzeit ändern kann. Den Hochpassfilter, den finden Sie jetzt nicht bei den Scharfzeichnungsfiltern, sondern der versteckt sich hier bei den sonstigen Filtern. Ja, das ganze sieht so aus, ich habe hier nur einen Radius, den ich einstellen kann, von 1000 bis 0 Pixel. Wenn ich das auf 1000 Pixel setze, dann wird das Bild hier extrem aufgehellt, bewege ich mich aber im Bereich so zwischen 1 bis 20, 30 Pixel ungefähr, da kann ich auch damit schärfen. Ich gehe jetzt hier mal noch etwas weiter runter, weil ich möchte die feinen Details hier im Foto rauskitzeln, und ich denke, so bei vier, fünf Pixeln sieht das auch schon ganz gut aus. Jetzt kann ich hier auch noch die ganzen Poren usw. erkennen und die Haare. Und wenn ich das mit "OK" bestätige, dann habe ich hier eine gute Basis geschaffen, um mit dieser Ebene schärfen zu können. Was hier jetzt noch leider der Fall ist, ist, dass diese Ebene noch etwas Farbe beinhaltet. Ich habe hier so grüne Säume, ich habe hier rotfarbene Säume, und die möchte ich natürlich nicht in mein Bild übernehmen. Wenn ich das jetzt hier überlagere, im Modus "Ineinander kopieren" oder "Weiches Licht", dann bekomme ich eine Farbverschiebung. Also werde ich zuerst mal hier auf "Bild" und "Korrekturen" gehen. Und dann sehen Sie schon, das geht nicht hier im Smart-Objekt. Ich kann also hier keine Light-Korrekturmöglichkeiten mehr vornehmen. Das lässt das Smart-Objekt nicht zu. Aber über den Shortcut Umschalttaste+Command+U bzw. Apfel+U, da kann ich die Sättigung aus dem Bild noch rausnehmen. Und wenn ich dann das Ganze hier in den Modus "Ineinander kopieren" oder auch "Weiches Licht" stelle - der geht etwas sanfter vor - dann kann man hier schon sehr schön diese subtile Schärfung erkennen. Ich zoome jetzt hier einfach mal etwas weiter herunter. Hier beim Reißverschluss kann man das auch sehr, sehr schön sehen; oder hier an den Strukturen des Pullis; oder hier an den Ärmeln, wenn man das hier Vorher-Nachher anschaut, kann man hier sehen, wie schön diese feinen Strukturen wirklich zum Vorschein kommen. Das wäre die Methode mit dem Hochpassfilter. Zu guter Letzt möchte ich Ihnen auch noch eine Möglichkeit zeigen, die Sie sehr häufig brauchen werden, wenn Sie Bilder im Internet veröffentlichen. Dazu müssen wir natürlich das Bild erst mal hier auf Webgröße bringen. Ich nehme mal eine Höhe von 800 Pixeln über die Bildgröße und zoome dann wieder über den Shortcut Command+1 bzw. Apfel+1 auf eine 100-Prozent-Ansicht. Wenn ich hier noch näher rangehe, dann sehen Sie schon die einzelnen Pixel hier, das ist jetzt natürlich keine hohe Auflösung mehr, wie wir sie vorher hatten, das ist jetzt lediglich für Web optimiert von der Größe her. Und dann brauchen Sie hier zwei Ebenenkopien. Die eine nennen Sie dann einfach "Aufhellen", die andere benennen Sie um in "Abdunkeln". Hierfür kann man sich natürlich auch sehr schön eine Aktion schreiben. Dann setzen Sie diese Ebene auch in den Modus "Abdunkeln", und diese Ebene in den Modus "Aufhellen". Nun erkennt Photoshop auf dieser Ebene nur noch die hellen Bildbestandteile, und auf der Abdunkeln-Ebene nur noch die dunklen Bildbestandteile. Das ist sehr praktisch, weil wir nun die Höhen und die Tiefen des Bildes, die ja letztendlich für die Schärfe verantwortlich sind, getrennt voneinander schärfen können. Und bei der Webröße, da brauchen Sie gar nicht mehr so viel an Einstellungen drehen. Bei bestimmten Filtern nutzen Sie ganz einfach den Scharfzeichnungsfilter. "Scharfzeichnen" ist der einzige Scharfzeichnungsfilter, der wohl keinerlei Einstellungsmöglichkeiten hat. Und anschließend nutzen Sie den erneut auf der Aufhellen-Ebene. Und wenn Sie sich dann die darunter liegende Hintergrundebene ausblenden, und diese Ebenen auf die sichtbaren Ebenen hier reduzieren, dann haben Sie jetzt praktisch für Web geschärft und haben diese Lichter und Tiefen, die Sie vorher getrennt hatten, wieder in einer Ebene vereinigt und jetzt können Sie sich die Schärfe regeln. Im Normalfall können Sie diesen Filter sogar bei 100 Prozent angewendet lassen. Ich würde ihn jetzt ein klein wenig zurück nehmen, weil ich hier ein Foto mit sehr großem Kantenkontrast vom Model, beziehungsweise von dem Pulli, zum Hintergrund habe, und mir die Kanten außen herum etwas zu scharf erscheinen. Ich habe jetzt entweder die Möglichkeit, das über eine Maske zu kontrollieren. Das wäre mir aber zuviel Arbeit hier in dem Fall. Ich gehe jetzt hier einfach mal so auf 80 Prozent zurück. Und wenn ich mir das Vorher-Nachher anschaue: Die Augen, die glänzen jetzt so richtig. Das ist alles richtig knackescharf. Und so muss ein Bild fürs Web meiner Meinung nach optimiert sein. Sie sehen schon, die Schärfetechniken, die sind sehr wichtig, wenn Sie zum Schluss einer Bildbearbeitung nochmal so ein bisschen was rauskitzeln möchten. Und da haben Sie eben verschiedene Möglichkeiten, wie z.B. den Filter "Unscharf maskieren", den Sie auf das ganze Bild anwenden können, aber auch auf bestimmte Bildteile, wenn Sie sie vorher auf eine neue, leere Ebene bringen. Oder Sie arbeiten mit dem Hochpassfilter im Modus "Weiches Licht". Und wenn Sie für Web-Bilder verkleinern, dann machen Sie sich am besten zweimal eine Ebenenkopie, stellen die auf "Aufhellen" und "Abdunkeln" im Ebenenmodus, und schärfen beide einfach mit dem simplen Filter "Scharfzeichnen".

Photoshop CS6: Retusche & Restaurierung

Lernen Sie vielfältige Korrekturmöglichkeiten kennen und verschaffen Sie sich das notwendige Know-how, um Ihre Bilder mit Photoshop perfekt zu retuschieren oder zu restaurieren.

5 Std. 3 min (47 Videos)
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