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Der Name ist Programm: Mr. Photoshop alias Olaf Giermann greift tief in die Photoshop-Trickkiste und zeigt Ihnen seine liebsten Techniken und Effekte. In interessanten Lektionen und Mini-Tutorials erklärt er besondere Photoshop-Funktionen im Einsatz, zeigt spannende und außergewöhnliche Techniken und hilft Ihnen, gängige Probleme zu verstehen, zu lösen und zu vermeiden.
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Manche alten Schwarz-Weiß-Fotos sind liebgewonnene Erinnerungsstücke an die Kindheit oder Einblicke in die Vergangenheit der Eltern oder Großeltern. Etwas näher an die Gegenwart können Sie diese Fotos rücken lassen, indem Sie sie mit Farbe versehen. Wie sich so etwas glaubhaft in Photoshop umsetzen lässt, möchte ich Ihnen in den nächsten Minuten zeigen. Heutzutage ist es normal, wenn ein Foto farbig ist und wir verbinden im Prinzip mit korrekten Farben, mit bunten Farben, moderne Fotos. Wenn wir Schwarz-Weiß-Fotos sehen, die vielleicht noch ein bisschen abgenutzt sind, die nicht ganz scharf sind und so weiter, dann ist das für uns ein altes Foto. Und so ein altes Foto können Sie etwas näher an die Gegenwart bringen, also einen realistischeren Eindruck mit unseren heutigen Sehgewohnheiten erzeugen, indem Sie es mit Farbe versehen, Es also kolorieren. Und genau dafür möchte ich Ihnen hier einige Techniken zeigen, die sehr praktisch sind. Und eigentlich ist das Ganze auch sehr einfach, denn Sie brauchen im Prinzip nur die Farben hinzufügen. Das eigentliche Problem und das Aufwendige an einer Nachkolorierung, ist im Prinzip das präzise Erstellen von Auswahlen. Ja, und daran werden Sie nicht vorbeikommen, denn Sie haben ja hier auch keine Möglichkeit in einem Graustufenbild Farbbereiche auszuwählen. Sie können zwar nach Helligkeitsbereichen, zum Beispiel hier den Himmel, sehr einfach auswählen, aber woher wissen Sie denn, was das hier für eine Farbe war? Oder das hier? Sie sehen ja auch nicht, was ich jetzt weiß, weil ich das Bild ja selber entsättigt habe, dass das hier eine ganz andere Farbe war als das hier. Und ich zeige Ihnen einmal das Originalbild. Da sehen Sie schon das Problem, dass wir diese Farben raten müssen. Weil hier ist der Ärmel grün, der Teil, der ist rot, das hier ist gelb, das ist blau. Ja, und das können Sie einfach nicht aus einem Schwarz-Weiß-Bild entnehmen. Das heißt, hier ist es notwendig, dass, wenn Sie ein historisch korrektes Bild erstellen möchten, dass Sie zunächst einmal recherchieren, wie waren denn die Farben? Also, das ist jetzt ein "Reenactment", beziehungsweise ein -- ja -- Rollenspiel-Event gewesen hier. Das heißt, das sind fiktive Uniformen. Da können Sie sich im Prinzip austoben, wenn Sie beispielsweise irrtümlicherweise mit dem Schwarz-Weiß-Modus an Ihrer Kamera fotografiert haben. Aber bei älteren Fotos müssen Sie sich Referenzen besorgen, um die korrekten Farben herauszufinden. Und auch da bleibt es nicht aus, dass Sie mitunter interpretieren müssen, wo eine bestimmte Farbe ins Bild kommt und wo nicht und deshalb gehen Sie da besser etwas konventionell vor, beziehungsweise etwas zurückhaltend und übertreiben Sie es nicht mit den Farben. Also, wenn Sie die Farben sehr gesättigt ins Bild malen, sieht das auch sehr schnell sehr unnatürlich aus. Und deshalb zeige ich Ihnen einmal, wie Sie das recht gut hinbekommen. Ein kleiner Hinweis vielleicht noch für sehr alte Fotos, so 30er, 40er, 50er Jahre, da waren viele Filme für Rot eher unempfindlich. Das sehen Sie an Fahnen, zum Beispiel U.S.-Fahnen, diese roten Streifen, die Sowjet-Fahnen oder auch bei den Hakenkreuz-Fahnen. Die sehen auf alten Schwarz-Weiß-Aufnahmen immer sehr dunkel aus. Das heißt, der Film, der hat von diesen Rottönen nicht genügend Farbe aufgezeichnet. Deshalb wirken die so schwarz. Und das müssen Sie berücksichtigen beim Nachkolorieren, dass Sie diese Teile dann auch entsprechend aufhellen, um den korrekten visuellen Eindruck zu erhalten. Ja, und wie das geht, das zeige ich Ihnen jetzt einmal. Und zwar zunächst einmal, wenn Sie ein altes Bild gescannt haben und vielleicht als Modus hier "Graustufen" eingestellt haben, dann können Sie natürlich im Graustufen-Modus nichts nachfärben. Sie müssen zunächst einmal hier umstellen auf "RGB-Farbe" oder Sie nehmen "Lab-Farbe" oder "CMYK-Farbe", je nachdem, welcher Modus Ihnen am besten gefällt. "Lab" und "RGB" sind meine Favoriten. "CMYK" hat durch den zusätzlichen Kanal im Prinzip eine übermäßig große Dateigröße, aber wenn Sie das für den Druck optimieren ist das der wahrscheinlich beste Modus. Ansonsten ist "RGB" und "Lab" eigentlich so der Standard. Ich zeige Ihnen hier mal die RGB-Methoden. Und am liebsten arbeite ich hier, indem ich zunächst eine Auswahl erstelle und dann eine Farbfläche. Und wir nehmen zunächst einmal hier oben das Schulter -- ja, Polster ist es nicht -- wir nehmen hier einmal diesen Schulterstoff. Ich nehme mir also das Lasso und mache jetzt möglichst genau -- das geht natürlich mit einem Stift wesentlich besser-- ich klicke mir das jetzt hier mal mit der Maus zurecht. So, ich kann natürlich hier entlangfahren und versuchen das so genau wie möglich zu treffen. Ich halte dabei die "Alt"-Taste gedrückt, sodass ich hier jeder Zeit loslassen kann und zum Linienwerkzeug wechseln kann. Und ich kann auch jeder Zeit dann hier mit dem Lasso einfach bei gedrückter Maustaste weiterfahren, um so eine Rundung auszuwählen. Ich könnte hier natürlich auch mit dem Zeichenstift arbeiten um das sehr genau zu machen. Das wäre natürlich immer empfehlenswert. Oder ich könnte mir einfach direkt meine Einstellungsebene anlegen mit der ich diese Stelle färbe und dann könnte ich mit dem Pinsel in dieser Maske malen. Also auch für Korrekturen ist das sehr schnell möglich. So, jetzt habe ich meine Auswahl. Mit der Taste "Q" können Sie mal kontrollieren, ob Sie den korrekten Bereich erwischt haben. Sie sehen, hier sind einige Maskenblitzer noch. Hier habe ich zu wenig ausgewählt, aber das können Sie schnell korrigieren. Und zwar mit "Kante verbessern...". Ich habe den Maskierungsmodus wieder verlassen mit der Taste "Q" und klicke jetzt auf "Kante verbessern" und lasse mir das jetzt hier auf den Ebenen anzeigen und zwar mit dieser Überlagerung. Und jetzt erhöhe ich hier einfach den Radius ein bisschen, sodass Photoshop diese Kanten, diese Ränder an der Auswahl noch einmal verbessert. Das machen Sie einfach unter Sichtkontrolle. Ziehen Sie so lange nach rechts, bis das hier gut aussieht. Wenn Sie zu weit gezogen haben, dann hört das auf gut auszusehen. Dann wissen Sie, dass Sie zu weit gezogen haben, dann gehen Sie wieder ein bisschen zurück. Und im Prinzip bei drei bis vier Pixeln bin ich hier ganz gut dabei. Ich klicke auf "OK" und erstelle mir jetzt eine Farbfläche. Die finden Sie hier in diesem Menü und zwar eine "Farbfläche". So, und da können Sie jetzt die Farbe wählen, die Sie benötigen. Und das Ganze ist hier so angeordnet, dass nach rechts die Sättigung zunimmt und nach oben die Helligkeit. Und da wählen Sie sich jetzt einfach hier entsprechend die Farbe aus, die Sie möchten. Also die Helligkeit und die Sättigung und die Farbe, den Farbton, um genau zu sein, den nehmen Sie hier. Und ich nehme jetzt hier einmal dieses Blau. Und Sie können ja jederzeit wieder in diese Farbwähler-Einstellung zurückkommen. Deshalb klicke ich hier jetzt auf "OK" und, ja, so kann man das natürlich noch nicht benutzen. Sie können verschiedene Füllmethoden hier verwenden. Zum Beispiel "Farbe". "Farbe" sieht manchmal ganz gut aus. Eine etwas bessere Verrechnung haben Sie, wenn Sie hier die Füllmethode "Ineinanderkopieren" wählen. Und hier haben Sie jetzt auch die Möglichkeit nicht nur die Farbe, sondern auch die Kontraste über die Helligkeit zu steuern. Wenn ich jetzt zum Beispiel einmal hier einen mittleren Farbton wähle, so, dann haben wir ungefähr das Gleiche erreicht wie mit der Füllmethode "Farbe". Weil wir jetzt uns im grauen Bereich befinden und Grau, Neutralgrau um genau zu sein, hat in der Füllmethode "Ineinanderkopieren", die ich jetzt hier verwendet habe, keine Auswirkung. Wenn ich jetzt hier eine hellere Farbe nehme, dann wird das Ganze hier leicht aufgehellt, nehme ich eine dunklere Farbe, wird das Ganze abgedunkelt. Und so können Sie das hier sehr fein steuern. also die Sättigung nehme ich ein bisschen zurück. Dann möchte ich das vielleicht nicht ganz so dunkel haben wie es jetzt ist, sondern ungefähr so. Ja, und dann hätte ich schon den ersten Teil hier eingefärbt. Ja, und so können Sie das jetzt machen. Stück für Stück. Und wir wissen ja jetzt, dass dieser Teil hier rot war. Also nehme ich mir wieder das Lasso. Oder ich mache es einmal anders herum. Ich erstelle mir zuerst meine Einstellungsebene "Farbfläche", nehme jetzt hier eine rote Farbe auf. "OK". Ändere die Füllmethode dieser Farbfläche in "Ineinanderkopieren" oder was Sie auch probieren können, nehmen wir einmal "Weiches Licht", "Hartes Licht" und all die anderen Methoden. Aber in der Regel kommen Sie hier entweder mit "Farbe" oder mit "Ineinanderkopieren" ganz gut hin. So, und jetzt gehe ich hier in die Maske, blende die "Farbfläche" aus indem ich "Command“, beziehungsweise "Steuerung+I" drücke, nehme jetzt den Pinsel mit der Taste "B", den hier, nehme eine nicht zu weiche Kante und male jetzt einfach mit weißer Farbe -- das muss hier eingestellt sein-- hier mein Rot hinein. Also, so können Sie auch vorgehen. Das geht mit einem Grafiktablett sogar schneller, als wenn sie hier erst eine Auswahl machen. Sie können auch dann das Ganze so machen, dass sie zunächst einmal grob hier diesen Bereich ausmalen. So. Und dann die Stellen, die Sie hier zu viel übermalt haben, wieder weg pinseln. Das geht sogar mit der Maus recht gut. Es sei denn, Sie sind hier so an diesen Kanten oder so jetzt, Sie haben so feine Stellen. Die würde ich dann mit dem Lasso hier herausnehmen. Also mal schnell hier mit dem Lasso rein. Dann "Alt+Rückschritttaste" bzw. "Command+Rückschritttaste", um diesen Bereich mit Schwarz zu füllen. Genau das Gleiche mache ich dann hier. So. Nehme mir dann da den Pinsel und klicke das weg und das muss natürlich wiederum mit schwarzer Farbe maskiert werden und dann hätte ich den nächsten Teil eingefärbt. Und das Ganze, sehen Sie schon, ist jetzt im Prinzip eine reine Fleißarbeit. Dort, wo Sie mit dem Schnellauswahlwerkzeug arbeiten können, sollten Sie das auch machen. Das heißt, hier probiere ich einmal den Himmel auszuwählen, nehme mir das Schnellauswahlwerkzeug, möchte nur diese Hintergrundebene auswählen und probiere einmal, wie gut das hier funktioniert. Ja, da sind jetzt einige Gesichter und der Helm dazugekommen. Ok, die nehme ich noch mal schnell heraus. Mit der Taste "Q" können Sie immer sehr schnell kontrollieren und da sehen Sie auch gleich -- aha, hier ist der Helm noch dabei. also drücke ich die Taste "B", um den Pinsel auszuwählen und male jetzt einfach hier diese Stellen, die jetzt hier zu viel sind, weg. Das müssen Sie natürlich dann, wenn es genau sein soll und wenn es schön werden soll, viel genauer machen. Dann drücke ich die Taste "Q" und nehme mir jetzt hier für den Himmel eine Einstellungsebene. Ja, da könnte ich jetzt wieder eine Farbfläche nehmen. Wir probieren mal, wie das aussieht, wenn ich jetzt hier eine Farbtonsättigungsebene verwende. Denn auch das ist eine gute Möglichkeit. Der Vorteil bei den "Farbfüllungen" ist, dass Sie hier sofort sehen, welche Farbe Sie eingestellt haben. Also in der Ebenen-Palette, während Sie bei "Farbtonsättigung" das nicht sehen. Also hier sehen Sie jetzt nur: Ja, ich habe eine Farbtonsättigung angewendet, aber die Farbe sehen Sie erst, wenn Sie das ein und ausklicken. Ja, und hier klicken Sie jetzt auf "Färben" und dann können Sie hier einfach schön die Farbe wählen. Natürlich für den Himmel muss das ein Blau-Cyan-Ton sein. Ein wenig mehr Richtung Cyan. Für die Sättigung können Sie dann hier die Sättigung einstellen. Und dann muss hier natürlich auch noch die Kante verbessert werden. Das sehen Sie. Und dann müssen Sie mal probieren, ob das auch für diese Einstellungsebene jetzt noch funktioniert. Diese Radiuseinstellung, ob der dann die darunterliegende Ebene noch berücksichtigt. Und das scheint der Fall zu sein. Also hier, das funktioniert ganz gut. Ich kann hier mit einem Pinsel auch diese Bereiche einfach übermalen und die schaut Photoshop sich dann noch einmal an und berechnet diese Stellen neu. Und Sie sehen, dann wird hier auch der Baum, der Nadelbaum, hier entsprechend ausgerechnet. Ja, und so schnell geht das. Hier können Sie dann auch mit der Deckkraft arbeiten. Sie können die Helligkeit hier anpassen. Also, wenn ich hier noch einmal darauf klicke, kann ich auch in gewissem Umfang die Helligkeit verändern. Sie sollten es nicht übertreiben. Sie sehen, dann wird das sehr weiß sehr schnell, also so pastellartig. Wenn Sie es abdunkeln, wird das auch sehr schnell sehr unnatürlich, aber so von -15 bis +10, in dem Bereich, können Sie hier mit der Helligkeit die Farben schon sehr gut abstimmen. Etwas geschickter wäre es, wenn Sie dann hier zum Beispiel mit einer Gradationskurve arbeiten. Sie können nämlich jetzt einfach eine "Kurve" anwenden und diese in einer "Schnittmaske" auf diese Ebene anwenden. und jetzt wirkt diese Gradationskurve nur noch in dem Bereich in dem auch diese Maske durchsichtig ist. Also in diesen weißen Bereichen. Und jetzt kann ich hier zum Beispiel den Kontrast so anpassen, dass es hier unten etwas heller wird, dass hier oben die dunkleren Bereiche noch etwas dunkler werden. Also, da sind Sie wirklich sehr flexibel. Und gerade wenn Sie so etwas haben wie eine alte Sowjet-Fahne, die sehr dunkel ist, die dann heller werden muss, dann gehen Sie am besten so vor, dass Sie hier zunächst einmal das Ganze einfärben und dann mit einer Kurve die Helligkeit nachträglich justieren. Also, da nutzen Sie dann nicht diesen Helligkeitsregler, sondern machen das so, wie ich jetzt hier gerade, dass Sie da eine Kurve benutzen. Und vermeiden Sie es hier, diese Maske immer rüber zu kopieren. Da haben Sie sehr schnell unschöne Ränder an diesen Maskenkanten wenn Sie mehrere Ebenen mit der gleichen Maske haben. Und wenn Sie dann eine Maske einmal ändern, dann müssen Sie auch alle anderen Masken wieder ändern. Beziehungsweise die Masken dann rüberkopieren. Da ist es so schon etwas bequemer, wenn Sie hier eine Maske unten haben und alle anderen Ebenen in Schnittmaske oben drüber liegen. Noch eine Variante wäre, dass Sie auch diese Ebenen einfach zusammenlegen in einer Gruppe. Also, beide markieren mit gehaltener "Shift-Taste". Dann drücken Sie "Command+G". Jetzt können Sie zum Beispiel auch diese Schnittmaske aufheben und, damit jetzt diese Kurve nur noch auf den Himmel wirkt, ziehen Sie einfach diese Maske hier auf die Gruppe. Also, alles was jetzt den Himmel betrifft, kann ich jetzt in diese Gruppe packen. Zum Beispiel, wenn ich Wolken einmotieren möchte und so weiter. Und das haben Sie dann schön übersichtlich mit nur einer Maske und alles drin in dieser Gruppe. Zum Beispiel diese beiden Einstellungsebenen. Ja, eine wichtige Möglichkeit sollten Sie noch kennen und das sind die Verlaufsumsetzungen. Und die sollten Sie immer dann nehmen, wenn Sie, ja, etwas einfärben möchten, was eigentlich keine einheitliche Farbe hat. Und das ist zum Beispiel bei Haut oft der Fall. Da haben wir nicht einfach ein Schweinchen-Rosa für die gesamte Haut, sondern zum Beispiel so ein Verlauf, wie ich den hier eingestellt habe -- von einem etwas dunkleren Braun zu einem etwas hellerem Braun. Da muss man natürlich schauen, wie das hier aussieht und ich werde zunächst einmal hier die Hand auswählen. Da schaue ich einmal, ob das mit dem Schnellauswahlwerkzeug geht. So. Natürlich hat das Werkzeug hier Probleme in Photoshop, da nur Grautöne vorliegen und das geht in der Regel mit einem Farbbild deutlich besser. So, aber ich denke, das ist gut genug. Ich schaue noch einmal mit "Kante verbessern", ob ich das hier noch ein bisschen hübscher hinbekomme, sodass die Übergänge nicht ganz so glatt wirken. Dann klicke ich auf "OK" und kann jetzt hier meine Verlaufsumsetzung anliegen. Das ist diese Einstellungsebene. Da klicke ich einmal drauf. Und, ja, sieht ganz gut aus, aber natürlich geht jetzt die Helligkeitsinformation verloren. Was ich hier nicht empfehlen würde ist jetzt hier noch einen weiteren Stop hinzuzufügen. Können Sie natürlich machen. So, und den dann auf Schwarz zu setzen. Dann sieht es wieder ein bisschen natürlicher aus, aber die Farbe an sich ist noch viel zu gesättigt. Und deshalb lösche ich mal diesen wieder, indem ich ihn einfach anklicke und herausziehe und stelle diese Verlaufsumsetzung wieder her. Klicke hier auf "Ok" und ändere jetzt die Füllmethode der Verlaufsumsetzung in "Ineinanderkopieren", "Weiches Licht" oder was auch immer. In der Regel "Ineinanderkopieren" funktioniert ganz gut und sofort sehen Sie: Das sieht doch schon deutlich realistischer aus. Jetzt können Sie auch noch die Deckkraft ein bisschen anpassen. So. Oder auch die Sättigung verändern. Und wenn Sie jetzt hier eine ganze Reihe von einzelnen Farbtönen eingestellt haben sollten für die verschiedenen Helligkeitsbereiche der Haut und vielleicht die Farbe ein wenig in eine andere Richtung verschieben möchten, dann müssen Sie nicht unbedingt jetzt jeden einzelnen Anfasser hier jetzt wieder ändern in der Farbe, sondern erstellen Sie einfach eine Einstellungsebene "Farbtonsättigung" in Schnittmaske zu dieser Verlaufsumsetzung und dann können Sie hier so ein bisschen an dem Farb-Rad drehen. Ja, also wenn es zum Beispiel zuerst so einen etwas roten Hautton hatten, dann können Sie hier das Ganze noch etwas feiner abstimmen. Also, wenn es grün sein soll, können Sie das hier auch machen. Oder blau, wenn es sehr kalt draußen sein soll oder Sie einen Andorianer kolorieren -- also aus dem Star Trek-Universum diese blauen Gesellen, dann geht das natürlich. Aber hier können Sie dann ganz einfach den passenden Farbton finden oder Sie können auch einfach etwas Variation hinzufügen. Zum Beispiel, wenn ich eine weitere Einstellungsebene nehme, wieder eine Schnittmaske erstelle und dann hier die Farbe etwas rötlicher mache, dann kann ich hier eine Maske dranhängen und dann die Maske umkehren. Dann habe ich eine schwarze Maske und mit einem weißen Pinsel kann ich jetzt hier unten zum Beispiel diese Farbvariation reinmalen. Dann sieht das Ganze schon nicht mehr so künstlich aus, weil Haut hat nun mal verschiedene Helligkeits- und Farbbereiche -- also mehr oder weniger durchblutete Bereiche -- und die wirken dann natürlich auch entsprechend in der Farbe anders. Also, wenn Sie das sehr sorgfältig machen sollen, dann können Sie das auf diese Art und Weise sehr einfach variieren. Ja, und jetzt kann es auch mal dazu kommen, dass Sie bestimmte Farben benötigen, die gut zueinander passen. Und da würde ich Ihnen empfehlen, dass Sie die "Adobe Color-Themen" benutzen. Ich habe das jetzt hier bereits geöffnet. "Adobe Color-Themen". und das finden Sie unter "Fenster" "Erweiterungen", ja, und dann hier mit dem gleichen Namen, "Adobe Color-Themen". Da können Sie sich einmal hier nach verschiedenen Kriterien zueinander passende Farben wählen oder Sie machen es sich ganz einfach und gehen in den "Entdecken"-Modus. So. Und jetzt können Sie hier auch suchen nach bestimmten Farben. Zum Beispiel, wenn Sie jetzt, ja, sich im Wald befinden, dann suchen Sie nach "Wald" oder Englisch "Forrest". Oder Sie möchten jetzt zum Beispiel ein Portrait kolorieren oder diese Hand mit noch besseren Farben versehen, dann gehen Sie hier in dieses Suchfeld und geben da zum Beispiel einfach mal ein "Haut" und dann drücken Sie die "Enter"-Taste und dann kommen einige Vorschläge von Hauttönen, die Sie hier bereits dann vorfinden, die andere User angelegt haben und die können Sie dann auch einfach speichern. Entweder hier über "Aktionen" "Zu den Farbfeldern hinzufügen", die Sie dann hier finden, also unter "Farbfeldern". Und dann können Sie diese verwenden für die Verlaufsumsetzung oder für diese Farbfüllungsebenen. Oder Sie benutzen das, indem Sie es hier zu Ihren Favoriten hinzufügen. Und dann finden Sie die hier im Bibliothek-Menü unter den Farbthemen. Also, alles eine ganz schöne Geschichte und im Prinzip wissen Sie jetzt alles, was Sie wissen müssen, um ein Bild glaubhaft zu kolorieren. Und, ja, das wichtigste ist wie gesagt die Fleißarbeit beim Erstellen der Auswahlen. Zum Beispiel hier die Bäume im Hintergrund. Die müssen Sie auswählen, um sie grün zu färben. Das Gewehr will eine Farbe haben. Und lassen Sie niemals etwas rein in Graustufen, das fällt sofort auf. Da muss immer etwas Farbe ins Bild hinein und ja. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Kolorieren und viel Fleiß beim Erstellen der dazu benötigten Auswahlen.