Hochzeitsfotografie – Grundlagen

Bilder im Rahmen

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Zu den moderneren Gestaltungselementen gehören Bilder im Rahmen, die jedoch nichts mit den Holzleisten um ein Foto zu tun haben. Oder doch? Seien Sie gespannt!

Transkript

Bilder im Rahmen - in Amerika mittlerweile bei Contests ganz viel zu sehen. Das ist dieses berühmte "in the frame" oder "in framing". D.h. also Bilder, die umschlossen werden wie ein Rahmen, die sich natürlich ergeben haben oder nicht natürlich ergeben haben. Das ist auch ein Gestaltungselement und auch hier haben wir heute wieder ein paar Beispiele mitgebracht, um das zu verdeutlichen. Auch wieder nicht ganz starre Sachen, sondern auch wieder ein bisschen flexible. Ich beginne mal mit dem Klassiker, das ist hier in der Mitte. Das haben wir sehr viel. Das ist die Braut im Spiegel, im Schminkspiegel. Zu Beginn meinetwegen beim Friseur oder direkt beim Schminken. D.h. der Rahmen, der sowieso schon da ist, den nehme ich bewusst mit auf. D.h. ich wähle einen Bildausschnitt, der sich nicht darauf konzentriert, dass ich die Braut nur im Spiegel zeige, sondern ich nehme ganz bewusst den Rahmen vom Spiegel mit in das Bild hinein, um ihn auch zu zeigen. Hier in dem mittleren Bild ist es tatsächlich eine Szene gewesen, wo das Brautpaar schon nach draußen zu den Gästen gegangen ist und der Rahmen, wie man es hier gerade sieht, der spiegelt dort das Brautpaar wieder. Der Spiegel, der hing seinerzeit in der Eingangshalle. Eine andere Sache, das ist ganz gut, wenn man zu einer Location hinkommt - gerade Schlösser, das ist so ein bisschen-- ich finde sie normalerweise ein bisschen langweilig, weil es auch der Postkarte entspricht, dass man dieses Schloss in seiner ganzen Hülle und Fülle zeigt. Da finde ich meistens ein bisschen spannender, wenn man irgendwo hindurchfotografiert. In diesem Fall hier war es sehr statisch ein Geländer gewesen, was zum Schloss gehörte. Das sieht man an der Seite, das zieht sich auch an der Brücke dort weiter - hätten aber genauso gut auch Blätter sein können. Aber im Grunde genommen etwas eingrenzen, um den Fokus im Bild zu steuern. Eins von den Bildern, was Nicky ganz besonders gerne mag, ist dieser Rahmen, über Personen gebildet. Ganz genau. Wir haben auf den Hochzeiten ganz viele Gegebenheiten, bei denen es sich ohne dass wir etwas dazu tun, ergibt, dass sich diese Rahmungen förmlich ergeben. Ich habe ganz viele Fotografen kennengelernt, die auch gerade bezüglich auf dieses Foto sagen: "Mensch, aber da ist ja etwas davor." Auch hier ist das natürlich ein subjektives Empfinden, ob man das mag oder nicht. Ich finde es absolut toll, dass man in diesem Fall die Rahmung durch die beiden fast nicht mehr zu sehenden Silhouetten der beiden Damen zeigt, die das Kleid hinten schließen. Man könnte das wegschneiden, man könnte ein Bild schießen, ohne dass dieser Rahmen sich ergibt. Ich persönlich suche solche Rahmen, ich finde es sehr schön, weil es dem Ganzen natürlich noch einmal einen anderen Ausdruck gibt, das Auge absolut gelenkt wird und ich so natürlich auch meinem Ansatz von künstlerischem Denken oder Fühlen in dem Foto extremen Ausdruck geben kann. Das Gleiche gilt übrigens auch für ein Bild wie - das was Ralf vorhin sagte - wo das Brautpaar herausgeht, wo wir es im Spiegel drinnen haben. Auch das ist für mich ein künstlerisch wertvolles Foto. Auch wenn der Bräutigam schon ein Stück abgeschnitten ist. Da ist sozusagen das Fleisch drumherum, um das Bild. Also alles, was noch gezeigt wird, außer dem Brautpaar, außer dem, was wir fokussiert haben, außer dem Spiegel, ist extrem wichtig für das Bild. Man kann es nicht einfach wegnehmen, zumindest aus meinem Empfinden heraus nicht. Sehr statisch, sehr klar zu dem Thema ist natürlich dieses Bild. Da haben wir noch das Gestaltungselement dazu genommen, dass sich das Ganze unten im Wasser spiegelt. Das ist dann tatsächlich die klassische Postkarte. Das ist mit Sicherheit nicht unbedingt ein Lieblingsbild von mir, aber es ist ein Bild, das sehr klar und deutlich zeigt, was eigentlich gemeint ist mit Rahmen für Bilder, oder eben Framing, um es eben zu dokumentieren. Wie gesagt, das in den Rahmen setzen ist eine Situation, die sich immer wieder irgendwo ergibt, dass das also, wenn man die Augen offenhält, dann kann das alles Mögliche sein. Dieses hier, bitte nehmt das nur als Beispielbilder. Wir haben bei der Auswahl der Bilder, wo wir geguckt haben, x Fälle gefunden, wo wir das immer wieder verwenden, weil wir es einfach wunderschön finden. Die Bandbreite ist riesig. Letztendlich ist es eins von den Gestaltungsmitteln, die auch wir sehr häufig einsetzen, die mit Sicherheit nicht das klassische Hochzeitsbild wiedergeben. Aber genau das ist es eben, was wir nicht wollen. Wir möchten mit unserer Gestaltung, weil es ja unsere kreative Arbeit ist, damit möchten wir zeigen, dass es einfach andere Möglichkeiten gibt und die könnt ihr mit Sicherheit genauso gut anwenden.

Hochzeitsfotografie – Grundlagen

Machen Sie sich mit dem emotionalen, erlebnisorientierten Stil der Hochzeitsreportage vertraut und profitieren Sie von den Erfahrungen und Ideen zweier professionellen Fotografen.

5 Std. 51 min (52 Videos)
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