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Photoshop: Bilder schärfen und stilisieren

Bilder für das Internet vorbereiten

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Bilder müssen für das Internet in der Regel verkleinert werden. Die dadurch entstehenden Unschärfen gleichen Sie durch gezieltes Nachschärfen wieder aus. Dabei gibt es einiges zu beachten.
07:20

Transkript

Irgendwann sind Sie mit der Bildbearbeitung in Photoshop fertig und möchten dann natürlich Ihre Arbeit auch im Internet präsentieren. Da arbeitet man natürlich nicht mit der vollen Bildgröße, einfach schon deshalb weil niemand Lust darauf hat, erst mehrere Megabyte an Bildern herunterzuladen. Deshalb verkleinert man in der Regel die Bilder auf ein erträgliches Maß, so zwischen 800 und 2000 Pixeln liegt das in der Regel. Gerade wenn Sie auch Ihre Bilder für hochauflösende Displays wie etwa Retina-Displays oder die iPads optimieren, sollten Sie eher größere Dateien wählen, also eher um die 2000 Pixel. Aber in der Regel sind Sie mit 1200 Pixeln Größe ganz gut beraten. Jetzt schauen wir, wie groß dieses Bild ist. Das stammt aus einer 18-Megapixel-Kamera. Wenn ich mir die Bildgröße anschaue, haben wir eine Breite von 5265 Pixeln und eine Höhe 3510 Pixeln. Das ist also viel zu groß. Wir müssen das also verkleinern. Beim Verkleinern haben viele Leute immer ein Problem, und zwar, dass das Bild leicht unscharf wird. Deshalb gibt es da viele Tricks. Und es gibt Anleitungen, dass man ein Bild schrittweise zu verkleinern hätte, dass es dann besser wäre, wenn man es in 10-Prozent-Schritten verkleinert, dass es besser wäre, wenn man es im 32-Bit-Modus macht. Auch das habe ich mal empfohlen. Habe aber mittlerweile festgestellt, dass das auch nicht wirklich etwas bringt. Gerade mit dieser schrittweisen Verkleinerung machen Sie viel verkehrt. Das Ganze hat Adobe auch erkannt und hat deshalb neue Interpolationsmethoden hier hinzugefügt, wie beispielsweise "Bikubisch schärfer" für die Verkleinerung. Also wenn Sie das wählen, können Sie hier auch direkt die Vorschau sehen. Da sehen Sie dann direkt das Ergebnis, also wie es ausfällt. Wenn Sie mich fragen, ist diese Methode auch nicht tauglich. Denn diese Schärfung, die hier erfolgt, ist viel zu grob. Sie müssen also darauf achten, was hier eingestellt ist. Und zwar, "Bikubisch schärfer" in meinen Augen nicht tauglich. "Bikubisch glatter" ist für die Vergrößerung vorgesehen, ist für die Verkleinerung auch eher untauglich. "Details erhalten" können Sie benutzen, führt aber auch nicht unbedingt zu einem besseren Detailerhalt, wenn Sie das Bild verkleinern. Beim Vergrößern ist das hier natürlich die Methode der Wahl. Und "Pixelwiederholung" und "Bilinear", die beiden scheiden völlig aus. "Bilinear" ist auf jeden Fall besser, als wenn Sie hier "Bikubisch" nehmen und dann nicht nachschärfen. Aber ich zeige Ihnen mal, wie ich das machen würde. Noch eine kleine Bemerkung zu "Automatisch". "Automatisch" ist die Voreinstellung in Photoshop CC. Das macht nichts anderes, als dass automatisch beim Vergrößern "Details erhalten" angewendet wird, und beim Verkleinern "Bikubisch schärfer". Wenn Sie also Ihren Dialog so vorfinden, sollten die Alarmglocken angehen und das sollten Sie schnell ausschalten. Denn ich würde Ihnen empfehlen, für das Verkleinern hier in jedem Fall "Bikubisch (glatte Verläufe)" zu nehmen. Jetzt verkleinere ich das Bild auf 1000 Pixel Breite. Die Auflösung spielt keine Rolle fürs Internet, also brauche ich mich nur um diese Pixel kümmern. Und klicke dann auf OK. Dann zoome ich hier mal rein in das Bild, auf 100 Prozent. Wenn Sie so zufrieden sind damit, können Sie es im Prinzip so lassen. Ich persönlich denke, das kann man noch deutlich optimieren. Ich gehe da im Prinzip so vor, dass ich mir das ganz einfach mache. Ich nehme den "Selektiven Scharfzeichner" mit einem sehr kleinen Radius, und ich splitte dann die hellen und die dunklen Säume auf zwei Ebenen. Das Ganze passiert bei mir automatisch mit einer Aktion natürlich, weil ich das nicht jedes Mal von Hand machen möchte. Die können Sie sich im Prinzip ganz leicht aufzeichnen. Was mache ich dann? Natürlich zuerst die Ebene duplizieren, mit Command+J. Dann wähle ich den "Selektiven Scharfzeichner" aus. Und hier, wie gesagt, mit einen sehr kleinen Radius, mit 0,2 Pixeln liegen Sie immer richtig. Jetzt schauen Sie mal, das sieht schon deutlich prägnanter aus. Ich habe hier auch bereits die Lichter etwas zurückgenommen. Das wäre jetzt mehr überschärft. Aber Sie sehen, wie viel besser hier die einzelnen Details sichtbar sind. Das sieht dann vor allem auch auf Retina-Displays deutlich schicker aus, wenn Sie das so nachschärfen. Aber natürlich hier zuerst die Lichter wieder etwas zurücknehmen, vielleicht auch etwas die Tiefen, damit wir hier eine moderate Schärfung in den Mitten haben. Das Ganze passe ich jetzt nochmal an auf zwei verschiedenen Ebenen. Ich klicke also hier auf OK. Mit der Stärke können Sie es natürlich auch anpassen, aber das geht auch über die Ebenendeckkraft dann. Hier klicke ich auf OK. Versetze diese Ebene in den Modus Abdunkeln. Und wir schauen mal, vorher, nachher. Das sieht deutlich prägnanter aus, mutet aber etwas künstlich illustrativ an. Das liegt daran, weil hier die hellen Anteile fehlen. Also dupliziere ich die Ebene noch ein weiteres Mal mit Command+J. Und wähle hier die Füllmethode Aufhellen. Wenn ich dann feststelle, dass es hier an einigen Stellen zu unschönen hellen Säumen kommt, kann ich die jetzt ganz einfach abschwächen, indem ich die Deckkraft senke. Und ich nehme hier 50 Prozent für die Lichter, indem ich die Taste 5 drücke. Dann stelle ich hier noch die Abdunkeln-Werte ein, die Deckkraft senke ich ein wenig. Und hätte damit im Prinzip mein Schärfungsergebnis. Schauen wir mal, das ist vorher und das ist nachher. Also eine subtile Nachschärfung, die aber die einzelnen Details hier deutlich prägnanter zur Geltung bringt. Auch in den kleinen Zweigen sehen Sie das, hier an der Stelle, das sieht hinterher deutlich besser durchzeichnet aus. Und das können Sie mir glauben, ich habe das jetzt verglichen mit der schrittweisen Verkleinerung, da werden Sie nur Pixelmatsch erzeugen. In 32-Bit steht Ihnen nur "Bilinear" zur Verfügung als Interpolationsmethode, oder die "Details-erhalten"- Interpolationsmethode, die hat im Prinzip ein brauchbares Ergebnis zur Folge, aber bei den kleinen Details verlieren Sie mitunter einige Strukturen. Bei "Bilinear" werden Sie leichte Diagonalen verlieren. Also so richtig schön wird das nicht. Wenn Sie ein noch schärferes Ergebnis möchten, und zwar ohne Säume, dann werden Sie im Internet auch entsprechende Skripte oder entsprechende Panels für Photoshop CC finden. Die kosten mitunter etwas Geld. Und auch dort kommt eine schrittweise Verkleinerung zwar zum Einsatz, aber bei dieser wird nicht einfach schrittweise um 10-Prozent-Schritte verkleinert, sondern da wird immer um die Hälfte verkleinert. Dann wird diese zunächst verkleinerte Version nachgeschärft, und zwar aufwendig mit Kantenmasken und so weiter. Dann wird nochmal verkleinert, mit weiteren Kantenmasken nachgeschärft. Und so werden dann doch einige Details hinübergerettet, die Sie vielleicht mit einer einfachen Verkleinerung in einem Schritt so nicht sehen. Meiner Meinung nach ist das den Aufwand aber nicht wert. Also im Detail, wenn Sie jetzt diese beiden Ergebnisse nebeneinander sehen würden, würden Sie natürlich Unterschiede sehen, aber letztendlich sind diese doch eher marginal, wenn Sie, wie hier gezeigt, mit einem sehr kleinen Radius und einer hohen Stärke nachschärfen, und bikubisch das Bild verkleinern.

Photoshop: Bilder schärfen und stilisieren

Lernen Sie, wie Sie Schärfe und Details Ihrer Bilder mit Photoshop optimieren. Schärfen Sie vor der Bearbeitung oder gezielt für die Ausgabe, und heben Sie Details kreativ hervor.

4 Std. 6 min (30 Videos)
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