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Panoramafotografie: Sphärische Panoramen mit PTGui

Bildbedarf ermitteln

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Der Bildbedarf für ein sphärisches Panorama kann mit dem hier vorgestellten Online-Werkzeug bequem aus den Kamera- und Objektivdaten errechnet werden.

Transkript

Etwas genauer kann man die Frage nach dem geeigneten Objektiv in Bezug auf das Format der Kamera, das heißt, entweder ob wir eine APS-C-Kamera zur Verfügung haben oder gar eine Vollformatkamera, unabhängig davon können wir die Wahl des Objektivs etwas weiter eingrenzen und genauer angehen, wenn man ein bisschen Rechnerei ins Spiel bringt, man kann das alles so ein bisschen "Pi mal Daumen" abschätzen, aber es ist schon ganz gut, wenn man etwas mehr fundierte Zahlen im Hintergrund hat. Dafür gibt es einen Rechner, der ist schon relativ alt, der Bildwinkel-Panorama-Rechner, das hat Frank van der Pol geschrieben, das ist ein holländischer Kollege, der ist schon lange im Netz unterwegs, dieser Rechner, und dort kann man zunächst einmal im oberen Teil einfach seine Kamera auswählen, und ich nehme jetzt mal -- das ist nicht -- ich nehme jetzt einfach mal hier ein Repräsentativ, eine Kamera her, zum Beispiel für das APS-C-Format, das ist jetzt hier Canon 500D/50D/7D, da ist der Chip genauso groß wie zum Beispiel jetzt bei der Alpha 6000, weil da kommt es nicht auf den Kameratyp an, sondern wirklich auf die physischen Abmessungen des Sensors, also der ist wirklich um den Faktor 1,6 kleiner als das standardmäßige Kleinbildformat. Und jetzt gebe ich hier mal als Brennweite -- es gibt auch Presets, man kann das auch manuell eingeben, aber 24 mm die ich jetzt hier habe, die sind hier angegeben. Man sieht jetzt hier auch die Länge, beziehungsweise den Film 22,3 und 14,9 mm, das ist die echte Chipgröße, jetzt sagt er mir mal, was kriege ich da für einen Bildwinkel raus, so. Und wenn ich da draufklicke, wir betrachten jetzt hier nur die rechte Spalte, Fischaugen interessieren uns im Moment mal nicht, und jetzt sieht man was die Kamera für einen vertikalen, horizontalen oder auch für einen diagonalen Bildwinkel bringt. Und dann im nächsten Schritt, und das ist das Angenehme bei diesem Rechner, können wir die Überlappung eingeben, und üblicherweise es sollte mindestens ein Viertel und maximal ein Drittel sein, wir lassen es mal hier auf dem Viertel, das heißt, je weniger Überlappung wir haben, desto weniger Bilder brauchen wir auch, aber je mehr Überlappung wir haben, desto mehr haben wir auch zum Beispiel Fleisch auf benachbarten Bildern, wenn sich Leute bewegen, dass man was maskieren kann, einfach für Retusche und solche Dinge, das kann man jetzt noch dann mal durchspielen auch mit einer anderen Breite. Der Bildwinkel soll mal 360 Grad sein, und jetzt sage ich hier berechne das mal, das heißt, ich brauche beim Hochformat 13,9 Bilder, wenn ich im Format einer APS-C-Kamera bin, dann sagt man jetzt üblicherweise 14 oder meistens dann auch 15 Bilder, und jetzt kann man hier probieren, wie ist das zum Beispiel, wenn ich jetzt die Überlappung mal auf 33% setze, das heißt ein Drittel, dann bekommt man hier 16 Bilder. Man muss natürlich schauen, dass hier eine möglichst gerade Zahl rauskommt, beziehungsweise es ändert sich noch leicht, und das ist eben der letzte Schritt, den wir hier haben, dass wir das einmal durchgespielt haben. Jetzt sage ich, die Gegebene Anzahl der Bilder, da gebe ich mal hier statt diesem krummen Wert von 15,6, gebe ich mal geradeaus 16 Bilder ein, und dann sagt er mir hier, okay, das ist die Überlappung beim Hochformat, ist 35 %, das ist also sehr reichlich. Würde ich zum Beispiel jetzt in diesem Fall, mit einer Alpha 6000 und 24 mm Objektiv anlegen, wenn ich damit einen kompletten Kreis mache. Da das Format bei den Sensoren immer im Faktor 2:3 ist, also Proportion 2:3, dann kann man damit rechnen, wenn wir jetzt 16 Bilder rundherum haben, dann ist es, dadurch dass wir ja die Kamera hochformatig betreiben, später am Stativkopf, wie bei allen Panoramen üblich, dann haben wir für einen Kreis in der vertikalen Richtung, haben wir dann eben nicht 16 Bilder, sondern das ist dann grob gerechnet, zwei Drittel von 16, wäre etwas über zehn, sagen wir mal zehn geradeaus, und dadurch, dass wir nur eine Hälfte, nämlich von +90 über 0 bis -90 aufnehmen, ist es im Prinzip davon die Hälfte, das heißt wir brauchen fünf Bilder, fünf Bilder heißt dann zum Beispiel bei 24 mm, das heißt, wir machen eine Aufnahme nach oben, eine 45 Grad, eine 0 Grad, eine -45 und eine -90, das heißt, wir haben dann fünf Bilder von ganz unten nach ganz oben und 16 Bilder rundherum. Wenn wir jetzt eine Auflösung annehmen von 24 Megapixeln für die ganze Geschichte, dann kommt da richtig viel zusammen, das heißt, das ist schon ein sehr sehr großes Panorama. Wenn wir sagen, wir haben 16 Bilder rundherum, das Ganze mal eins, zwei, drei Reihen, nach oben, unten, eine dazu, das sind 48 - knappe 50 Bilder mit 24 Megapixeln, das heißt, wir sind da schon in einem Bereich, der sehr sehr groß wird vom Endergebnis, also meistens eigentlich schon ein bisschen zu viel des Guten. Jetzt spielen wir das mal noch durch für das Vollformat, wo die Sache dann schon ein bisschen anders ausschaut. Wir lassen die 24 mm mal und ich gehe mal ins Vollformat, und sage mal hier exemplarisch 5D Mark 2, das ist eine Vollformatkamera, berechne das Ganze und man sieht jetzt hier, dass sich die Bildwinkel massiv vergrößern und jetzt sage ich hier Berechnung der Panorama-Daten, ich gehe mal von 33% aus, wir können es aber zum Beispiel auch mal mit 25 machen, dann kommen normalerweise hier die etwa 12 -- na, da kommen wir sogar mit wenig aus, so, hier haben wir 25, das heißt, da sind wir sogar weniger, also zehn Bilder kann man für 24 mm anlegen, und wir machen es jetzt hier mal ein bisschen mehr, ich mache mal 30%, und sage mal hier zehn Bilder, die gebe ich jetzt hier unten mal geradeaus ein und dann sehen wir schon, was wir dann wirklich an effektiver Überlappung bekommen von Bild zu Bild, und das sind 32%, also das ist mehr als reichlich, das heißt, wir kommen mit einer Vollformatkamera mit deutlich weniger Bildern aus. Und hier haben wir auch schon einen relativ großen, vertikalen Blickwinkel von 73 Grad, das heißt, hier können wir es eventuell schon mit drei Reihen schaffen, das muss man dann ein bisschen ausprobieren. Und, also man sieht an diesem Rechenbeispiel, dass man mit den -- mit der Kamera-Objektiv-Kombination, das heißt die Brennweite in Millimetern und die Chipgröße spielt massiv einfach rein in die -- in das Endergebnis, also wie groß wird das. Und man muss natürlich jetzt dann diese Werte auch dann mal ermitteln, wie viel Auflösung wir da zusammenbekommen, ich mache das jetzt mal ganz grob, die Alpha 7000 zum Beispiel, hat auf der kurzen Seite etwa 5000 Pixel. Jetzt sagen wir, wir haben zehn Bilder rundherum, von denen nehmen wir, wenn wir ein Drittel Überlappung haben, jeweils zwei Drittel. Zwei Drittel von 5000 sagen wir mal Pi mal Daumen drei, ich bin nicht gut im Kopfrechnen, aber sagen wir mal ungefähr 3500 Pixel, das Ganze mal zehn, das heißt, wir sind bereits bei 35.000 Pixeln in der horizontalen Runde und das ist schon relativ groß. Wir können davon ausgehen, dass wir für ein schönes sphärisches Panorama, das uns zum Beispiel die Möglichkeit gibt in einer Vollbildschirmdarstellung auf einem großen Monitor, sagen wir mal 27 Zoll oder 30 Zoll, da kann man ausgehen aktuelle Modelle, die haben so eine Bildschirmbreite von 2500 Pixeln, vielleicht ein bisschen mehr, ein bisschen weniger, und wenn wir ein Viertel dieses Kreises um uns herum sehen würden, und dann brauchen wir ungefähr 10.000 Pixel für eine komplette Runde, und wenn wir den Bildwinkel ein bisschen kleiner machen, sagen wir mal 20.000 Pixel ist so eine gute Hausnummer, bei der ein interaktives sphärisches Panorama in etwa landen sollte, und wenn man das eben mit der aktuellen Auflösung in Bezug auf die Sensorgröße und die Brennweite rechnet, dann ist man zum Beispiel beim Vollformat eigentlich mit einem 16, 15 oder 16 mm Weitwinkel eigentlich schon ziemlich gut bedient, um ein Panorama zu haben, was wirklich gute Details liefert, in einer wirklich großen Bildschirmdarstellung. Das ist eine ganz gute Hausnummer, also als Faustregel kann man so sagen, wirklich ein 15, 16 mm Weitwinkel auf einer Vollformatkamera und mit einer Auflösung von 36 Megapixeln, die liefert dann etwa ein 200 Megapixel Panorama, das man wirklich auf einem großen Bildschirm gut anschauen kann, das sehr detailliert ist und wo man auch noch Reserven hat zum Reinzoomen. Also das mal so als Hausnummer. Letzten Endes muss man es eben immer ausrechnen, mit dem was die Kamera pixelmäßig liefert, eben natürlich kleinere Auflösung brauche ich mehr Bilder, wenn ich dieses Ergebnis erreichen will. Also das sind ein paar Gedanken zum Bildbedarf, den ich für ein sphärisches Panorama abschätzen kann, und aus dem sich dann letzten Endes die Wahl von Kamera und Objektiv ergibt.

Panoramafotografie: Sphärische Panoramen mit PTGui

Lernen Sie, wie Sie von einem einfachen Panorama zu einer kompletten Rundumsicht von 360 x 180° kommen. Sehen Sie die Vorbereitung, Aufnahme und Nachbearbeitung in PTGui.

5 Std. 54 min (46 Videos)
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