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Porträtfotografie: Bildgestaltung und Inszenierung

Bildbearbeitung mit Photoshop

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Die hier vorgestellten Bilder zeigen die Möglichkeiten, die Photoshop bietet, wenn man das Programm beherrscht.

Transkript

Bei Photoshop sind die Quellen der Gestaltung quasi unerschöpflich. Trotzdem finde ich es gut, wenn man im Vorlauf fotografisch bereits alles umsetzt, was möglich ist oder in der Realität einfacher umzusetzen ist als digital. Trotzdem hier ein paar aufwendige Bilder, die zeigen, welche Möglichkeiten Photoshop bietet, wenn man es beherrscht. Hier haben wir ein Composing von mir. Das Model hatte ein weißes Kleid zusätzlich zum Shooting mitgebracht, welches nicht in unsere eigentliche Location passte. Trotzdem wollte ich das Kleid unbedingt fotografieren. Und demnach blieb mir nichts anderes übrig, als daraus im Nachhinein ein Composing anzufertigen. Hier sehen wir, wie sich das Composing zusammensetzt. Das heißt, wir haben das Model in der herbstlichen Wald-Location. Wir haben ein paar Nubsis, Schneeflocken, Lichtstrahlen, die Tücher, die vom Kleid abwehen, sind quasi auch Texturen. Dann haben wir hier einen Hintergrund und einen weiteren Hintergrund in Kombination, und natürlich verschiedene Pinselspitzen, die Nebel suggerieren. So ist das Bild zustande gekommen, also dieses Bild durch diese Elemente. Nun gibt es ja den Künstler wayofart, den haben wir schon öfter gesehen. Hier ist eine Rohdatei von seinen Arbeiten. Aus diesem Bild, er erschafft wirklich Welten in Photoshop, hat er dieses Bild erschaffen. Er ist Digital Artist. Das heißt, er macht schon ein gutes Ausgangsfoto, aber einfach vor Grau oder einer neutralen Wand, und setzt dann hinterher in Photoshop seine Ideen um, weil diese halt in der Realität relativ schwer zu verwirklichen wären. Hier haben wir zum Beispiel das flüchtende Paar und die Porträts von dem Paar, und das Endergebnis. Selbst hier unten diesen Skorpion hat er in einem 3D-Programm selbst gebastelt. So sieht man, was Photoshop einem noch für unendliche Möglichkeiten eröffnet, wenn man es zu nutzen weiß. Man kann wirklich sehr kreativ werden. Hier haben wir ein weiteres Vorher/Nachher von mir. Dazu eine kleine Geschichte. Dieses Bild wollte ich eigentlich gar nicht bearbeiten. Die Designerin hat irgendwann gesagt: "Von dem Kleid hätte ich gern ein Bild." Das Kleid fand ich schön, aber mochte ich nicht so für meinen Bildstil. Wir hatten es einfach vor Grau fotografiert, da draußen richtig schlimmer Regen war. Und das Bild hat mich einfach nicht gereizt. Weil sie mich aber so lieb gebeten hat, habe ich mich dann doch hingesetzt und habe gesagt, das hat irgendwie sowas Steampunk-mäßiges. Und so bin ich zur eigentlichen Idee gekommen, das Bild steampunkig zu bearbeiten. Hier haben wir das Model, die Fetzen des Kleids fliegen weg, wir haben viele Uhren im Hintergrund, wir haben einen Skelettvogel auf ihrer Schulter, der noch die letzten Federn verliert, da er die Zeitreise nicht überstanden hat. Das Bild hat dann den Titel "Zeitreise" bekommen und war seither dann wirklich eins meiner Lieblingsbilder. Das heißt, mit Photoshop habe ich aus einem Bild, das mich eigentlich nicht so gereizt hat, ja, es war fotografisch alles in Ordnung und so, hinterher ein Bild gemacht, was mich einfach total mitgenommen und fasziniert hat. Hier haben wir ein Bild, das Model stand einfach nur in einer grünen Efeuhecke. Das war es eigentlich auch schon. Diese Efeuhecke habe ich in Photoshop blau gezogen und das Model mit ein paar Pinselspitzen wie in so eine Nebelwand gesetzt. So entstand das Bild. Es war eine Photoshopretusche von vielleicht 10 Minuten. Das heißt, wenn man effektiv und effizient in Photoshop arbeitet, muss man auch nicht regelmäßig Stunden daran verbringen, sondern kann wirklich schnell tolle Ergebnisse erzielen. Es muss nicht immer gleich ein Composing sein, um ein verträumtes Bild zu erstellen. Dieses Bild war ein kleines bisschen aufwendiger. Das ist nicht wirklich ein richtiges Composing, würde ich nicht sagen. Das Grundbild ist diese Dame, die an dem Spiegel lehnt. Das hier war ursprünglich ein Spiegel und ich habe ein zweites Bild in die Spiegelung eingesetzt. So ist dann das Trugbild entstanden. Alle unwesentlichen Elemente, die mich nicht interessiert haben, wie hier die Gardinen, die ich genommen habe, um das Ganze etwas einzurahmen, und der Boden, habe ich durch eine Vignette zurücktreten lassen. Dann kamen nur noch ein paar Scherben und Texturen ins Spiel und auch dieses Bild war fertig. Das war vielleicht von der Farbgestaltung vielleicht etwas aufwendiger, weil ich wirklich was Nächtliches wollte und das Bild relativ hell fotografiert war. Aber alles in allem auch wirklich nicht schwierig, da nur dieses Bild in den schon vorhanden Rahmen eingesetzt wurde Aber es hat seine Wirkung. Und es hat ganz viel Storytelling, also ganz viel Geschichte. Kommen wir zum letzten Bild. Das soll einfach nochmal beweisen, dass es auch schnell gehen kann. das heißt auch so ein Bild, das wirklich schon nach Zauber aussieht, nach Magie, nach Fantasy. Das ist eine Retusche, wenn man Photoshop beherrscht, von 20 Minuten. Das heißt, dieses Mittel Photoshop sollte man nicht unterschätzen. Das Foto sollte perfekt aus der Kamera kommen. Damit gehe ich völlig einher. Das ist meine absolute Meinung. Da macht Photoshop auch gleich viel mehr Spaß. Aber, was dann noch möglich ist, wenn man so Fantasy liebt wie ich, ist wirklich der Wahnsinn. Man legt sich Filmmusik ein, man setzt sich an das Programm, man kann einfach nochmal ganz anders kreativ werden.

Porträtfotografie: Bildgestaltung und Inszenierung

Erfahren Sie, welche bildgestalterischen Elemente in der Portät- und Peoplefotografie wichtig sind. Farbe, Licht, Bildausschnitt, Perspektive - alles ist mit Bedacht einzusetzen.

1 Std. 39 min (19 Videos)
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Erscheinungsdatum:03.08.2016

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