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Foodfotografie: Grundlagen

Bildauswahl in Lightroom

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Adobe Lightroom dient in der Nachbearbeitung der Auswahl passender Bilder sowie der Durchführung einfacher Korrekturen. Dazu zählt unter anderem die Anpassung des Weißabgleichs.
04:30

Transkript

Wir schauen und jetzt mal einen Nachbearbeitungworkflow an. Ein Nachbearbeitungsworkflow besteht im Prinzip aus zwei separaten Schritten. Zuerst verwende ich Lightroom, um eine Auswahl der gewählten Bilder zu treffen und um einfache Korrekturen wie Weissableich und Bildausschnitt zu machen. In einem zweiten Schritt wird dann den Fotos in Photoshop der Feinschliff verpasst. Um in Lightroom möglichst schnell grosse Bildmengen zu verarbeiten, bietet das Programm entsprechende Tastenkürzel. Mit der Taste "x" kann man ein Bild als abgelehnt markieren. Das heißt, man kann relativ schnell durchklicken und sagen, dieses Bild und dieses Bild interessiert mich nicht. Wenn ich ein Bild als angenommen markieren möchte, gibt es die entsprechende Taste "p", aus dem Englischen für pick. Mit "p" kann ich ebenfalls schnell die Bilder markieren, die ich dann in der Nachbearbeitung oder in der zweiten Phase verwenden möchte. Neben dieser groben Auswahl, die natürlich jederzeit rückgängig gemacht werden kann, gibt es sehr einfach Anpassungen, die ich in Lightroom vornehme. Zum Beispiel der Weissabgleich. Hierbei ist zu beachten, dass man möglichst neutrale Bildelemente verwendet, um den Weissabgleich zu machen. Das heißt, hier unter dem Tischtuch, unter diesem Geschirrtuch, wird es sich nicht anbieten, weil das Ganze rotstichig ist. Während unter dem Gesteck hier das schon passt. Da wir im Studio gearbeitet haben mit normiertem Licht müsste der Weissabgleich in den meisten Fällen schon gut passen. Ebenfalls kann man mit der Freistellungsüberlagerung das Bild vom Ausschnitt her noch anpassen, sollte man das nötig haben. Normalerweise bei gehaltener Shift-Taste, um das gegebene Bildverhältnis aufrechtzuerhalten. Dieses Foto passt für uns schon so wie es ist, das heisst weder vom Weissabgleich noch vom Bildausschnitt würde ich hier einiges verändern. Sonst mache ich eigentlich relativ wenig in Lightroom. Die einzigen Regler, die für mich sonst noch in Frage kommen, sind Lichtnarrativ in Weiss und Schwarz, hier nochmal Anpassungen im Farbton zu geben. Das heisst, sind mir gewisse Bildstellen zu dunkel, kann ich mit dem Tiefenregler hier noch ein bisschen aufhellen, zum Beispiel wie wir es jetzt hier unter dem Tellerrand beim Geschirrtuch sehen. Oder wenn mir die schwarzen Töne noch nicht dunkel genug sind, noch etwas Kontrast ins Bild brauchen, könnte ich den Schwarzregler zurückdrehen. Ansonsten würd ich als einziges den Regler hier unten verwenden, Dynamik, der bietet sich an um der Farbe noch einen letzten Kick zu geben. Hier sollte man auch vorsichtig vorgehen, damit man nicht zuviel Farbe ins Spiel bringt. Wir haben gesagt, das Essen soll möglichst natürlich ausschauen, dementsprechend wollen wir es nicht übertrieben, und das Gemüse zum Leuchten bringen. In diesem Foto würd ich genau dieselben Entwicklungsschritte machen wie im ersten. Das heisst, ich würde mir zuerst den Weissabgleich anschauen, dass der passt beziehungsweise mir gefällt. In diesem Fall ist der automatische Weissabgleich für meinen Geschmack ein bisschen zu warm. Das heißt, ich kann jetzt hier manuell mittels dem Regler eingreifen, und den Weissabgleich ein bisschen mehr in die bläuliche Richtung schieben. Weil ich finde, das Blau kommt sehr gut auf dieser Schieferplatte zur Geltung und steht auch gut im Kontrast zum Grün des Basilikum und zum Rot der Tomaten. Zusätzlich würde ich hier noch den Bildausschnitt noch ein bisschen anpassen. Wir haben hier auf der rechten Seite zwei Tomaten, beziehungsweise zwei Bildelemente sehr dünn angeschnitten, das heißt, die wirken leider etwas störend. Da würde ich schauen, dass wir sie komplett ausblenden. Wenn man Objekte grossflächig anschneidet, dann ist das überhaupt kein Thema, auch die Gabel kann gut angeschnitten werden, wenn aber grad noch ein kleines Eck reinschaut, wirkt das meist störend. Wir haben dieses Stück jetzt stehenlassen, weil wenn wir nicht oben die Tomate anschneiden wollen, beziehungsweise die Brotkrume hier unten, wir werden uns dann in Photoshop anschauen, wie wir das korrigieren. Ansonsten ist es derselbe Vorgang für jedes Foto. Auch bei diesem Bild würde ich dieselben Schritte anwenden. Ich würde zuerst den Bildausschnitt so anpassen, dass er meinen Bedüfnissen enspricht, würde dann schauen dass die Farbtemperatur im Neutralen gut ist, beziehungsweise sie so anpassen, wie ich sie für das Bild richtig halte. Dann würde ich mich mittels Lichtdativen und den Reglern mich mit den Tonwerten noch auseinandersetzen, und würde zum Beispiel die Tiefen hier, die dunklen Schatten, etwas aufhellen, damit wir mehr von dem Bild sehen. Ein letzter Touch wäre der Dynamikregler, um ein bisschen Farbe mehr in Spiel zu bringen. Wie immer, Vorsicht geboten, damit man es nicht übertreibt. Hier ist eigentlich relativ wenig anzupassen, mir gefällt der Bildausschnitt sehr gut, das Dunkle gehört zum Bild dazu, und das Einzige was ich mir hier überlegen würde, dass ich von Haus aus den Weissabgleich etwas heller schalte, etwas wärmer schalte, damit die Kekse noch besser zur Geltung kommen und damit hier wirklich dieses warme, heimelige Gefühl auftritt, das man gerne machen würde. Nachdem ich diese einfachen Schritte bei den ausgewählten Bilder durchgeführt habe, exportiere ich sie, um sie in Photoshop weiter zu bearbeiten.

Foodfotografie: Grundlagen

Lernen Sie, wie Sie Essen gekonnt in Szene setzen und fotografieren, sodass dem Betrachter das Wasser im Mund zusammenläuft.

1 Std. 19 min (31 Videos)
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