Bradbury Building visualisieren mit Cinema 4D: Aufzug modellieren

Bildaufbau und Komposition

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Ist der Blick auf den Fahrstuhl und das darin stehende Modell definiert, kann über das Seitenverhältnis des Renderings Einfluss auf den zusätzlich für andere Objekte verfügbaren Raum genommen werden. Eine vorläufig platzierte Kopie des Fahrstuhls erleichtert die Planung der weiter zu realisierenden Modellierung.

Transkript

Ja, wie Sie hier an dem Bildausschnitt sehen können, hab ich mich letzlich für ein eher hochformatiges Motiv entschieden. Und zwar bin ich praktisch auf ein DIN-A4-Maß gegangen, hab also hier über die "Rendervoreinstellungen" in der "Ausgabe"-Rubrik das Druckhochformat ausgewählt und bin hier auf A4 gegangen und hab jetzt das Ganze hier reduziert, also die 300 DPI rausgenommen und hab hier das Ganze auf ganzzahlige Pixelwerte verändert. Das kommt dabei raus, die jetzt hier sehr düster gehaltenen Balken links und rechts maskieren die Bereiche, die nachher im Bild, also im Rendering nicht zu sehen sein werden. Ich hab das absichtlich etwas dunkler eingestellt, damit das direkt ins Auge springt. Das können Sie hier in den "Optionen", den "Ansichts-Voreinstellungen" und dann hier im "Ansichtsmenü" über den Deckkraftwert hier regeln. Sie sehen, dass ist einfach nur ein Prozentwert, mit dem die Deckkraft dieser abgedunkelten Bereiche hier geregelt werden kann. Theoretisch könnte man das sogar auch einfärben, also z. B. bläulich oder rötlich, je nachdem, wie die Objekte koloriert sind, die dahinter liegen, dann ist das manchmal ganz günstig, wenn der Kontrast über die Farbe und dann auch noch Mal stärker wird. Nachdem das Bildmotiv mit unserem Modell passend hier eingesetzt wurde, sie sehen jetzt hier den Rahmen noch, ich kann es ja noch mal anklicken, so sehen Sie das Ganze hier schräg montiert und senkrecht dazu die Kamera. Hatte ich bereits erwähnt, dass man jetzt sich Gedanken dann trotz dieser Festlegung auf die Perspektive machen kann über den Bildaufbau und dafür gibt es an der Kamera selber Hilfsmittel in Form von Linien, die wir uns einblenden lassen können. Das heißt, wenn Sie das "Kamera-Objekt" selektieren, gibt es hier einen Reiter für den "Bildaufbau" und dort können Sie sagen, ich aktivier das mal und dann haben sie hier verschiedene Rubriken, also verschiedene Abstände von Linien, man kann sich Fadenkreuze einblenden, ähnlich beim Blick durch einen Kamerasucher. Es gibt dann hier goldene Spiralen, mit denen das Auge des Betrachters dann zu irgend einem Element geführt werden kann. Je nachdem, welche Optionen und welche Freiheiten wir vor allen Dingen auch haben, die Elemente innerhalb des gerenderten Bereiches zu platzieren. Ich hab dich jetzt eher für eine einfache Variante hier entschieden, nämlich die Drittelung mit dem Gitter. Das hilft aber schon um Grundsätzliches in der Bildkomposition erst einmal festzulegen. So sehen Sie jetzt hier eingeblendet diese Linien, die jeweils unser Motiv horizontal und vertikal in Drittel unterteilen und dort, wo sich diese Linien schneiden oder treffen, oder kreuzen, besser gesagt, dort ist von der Theorie des gesamten Bildaufbaus her das Motiv für uns besonders spannend. Also das kann hilfreich oder lohnend sein, dort Elemente des Motivs zu platzieren, die uns besonders wichtig sind oder wo das Auge das sofort finden soll. Und da passt es jetzt zufällig ganz gut, dass da die Hand unseres Modells genau auf so einem Kreuzungspunkt liegt und hier unten sind wir auch relativ nah dran an diesem Kreuzungspunkt, hier unten, nämlich dort, wo der Aufzug praktisch auf den Boden trifft, der ja hier noch modelliert werden muss, also wo man dann praktisch aussteigt. Wir haben jetzt noch weitere Schnittpunkte. Das muss man natürlich nicht alles nutzen, aber hier ist ja noch etwas Platz im hinteren Bereich und da hab ich mir gedacht, ich mach doch einfach mal eine Kopie jetzt erst mal als Platzhalter. Ich habe mir hier eine Instanz angelegt des Fahrstuhls und hab den etwas praktisch nach hinten und zur Seite verschoben; kann man sich hier in der Ansicht von oben vielleicht einmal ganz gut ansehen. Sie sehen, dass ist jetzt die räumliche Distanz, die die Aufzüge von einander haben. Hier ist unsere Kamera mit dem Blickwinkel. Dieser Aufzug hier hinten ist natürlich um 180 Grad gedreht, das hießt, der Austritt ist dann zu dieser Seite hier, sodass wir auch eine Chance haben, auf die Rückseite zu gucken und vor allen Dingen ist er weit genug entfernt, dass ich durch die Perspektive jetzt auch einen Blick auf den oberen Aufbau hier eröffnet, des Fahrstuhls, für den wir ja auch relativ viel Zeit investiert haben. So ist das Ganze eben auch lohnend dann einzubringen und Sie sehen, hier dieser Schnittpunkt, den hab ich jetzt einfach mal genutzt, um hier die untere Kante des Aufzuges zu platzieren, auch wieder dort, wo dieser auf den Boden trifft. Das nur so ein bisschen zur Theorie des Bildaufbaus; kann man natürlich auch ganz anders machen. Wir könnten auch ein Querformat wählen, aber dann müssten wir wahrscheinlich noch mehr Drumherum modellieren, weil das Bild eben entsprechend in die Breite dann noch geht, dass heißt, dann brauchen wir noch mehr Geländer, Laufwege, vielleicht Treppen und Ähnliches; möchte die Modellierung aber bald abschließen oder zumindest von den Arbeitsschritten her nicht mehr so komplex halten. Deswegen sind jetzt große Bereiche des Bildes eigentlich schon definiert, sodass wir ja hier hauptsächlich mit Böden, Wänden und ein paar Geländern es zu tun haben, die aber auch wieder aus wiederholbaren Elementen zusammengesetzt werden können, sodass wir relativ schnell, hoffe ich zumindest, die Szene hier abschließen können von der Modellierung her. Also soweit die Einblendung der Hilfslinien am Bildaufbau. Das Ganze kann permanent eingeblendet bleiben, ist also beim Rendern nachher nicht mehr zu sehen, kann aber natürlich auch hier jederzeit wieder rausgenommen werden, wenn uns das bei der Modellierung oder bei dem Blick auf unser Bildmotiv hier stört.

Bradbury Building visualisieren mit Cinema 4D: Aufzug modellieren

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Erscheinungsdatum:22.02.2017

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