Am 14. September 2017 haben wir eine überarbeitete Fassung unserer Datenschutzrichtlinie veröffentlicht. Wenn Sie video2brain.com weiterhin nutzen, erklären Sie sich mit diesem überarbeiteten Dokument einverstanden. Bitte lesen Sie es deshalb sorgfältig durch.

Composing mit Photoshop: Deep Impact

Bild überprüfen

LinkedIn Learning kostenlos und unverbindlich testen!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Ein Composing sollte zeitweise auf etwaige Fehler überprüft werden. Dabei ist besonders darauf zu achten, dass sämtliche Objekte ideal an die Umgebung angepasst wurden.
05:23

Transkript

Der Aufbau eines solchen Composings erfolgt ja nicht nur dadurch, dass man Photoshop-Technik um Photoshop-Technik anwendet, sondern das hat ja auch sehr sehr viel mit Sehen zu tun. Ich weiß nicht, ob Sie das kennen: Wenn Sie bspw. relativ lang auf eine - sagen wir einmal - magentafarbene Fläche schauen und Sie schauen dann nach einer Minute wieder woanders hin, dann sieht alles grün aus. Kennen Sie das? Natürlich. Weil Sie sich daran gewöhnt haben. Dieses Magenta versucht Ihr Auge als normal anzusehen und genau das Gleiche passiert hier bei diesem Composing auch. Wenn Sie da einmal lange genug daraufgestarrt haben, dann glauben Sie Ihre eigenen Fehler. Ob da Fehler drin sind oder nicht, das muss man natürlich erst einmal überprüfen. Mal abgesehen von diesem ziemlich großen Klops, der so groß nicht sein dürfte, aber ich rede jetzt auch nicht von einer wirklich stringenten Bildlogik, sondern ich rede einfach nur von Beobachtungen. Kann das so sein? Darf das so aussehen? Und da sollten wir einmal gucken, was man vielleicht ändern müsste. Und dann fange ich einfach einmal vorne an. Mir fällt auf, dass diese Backsteine, die hier unten liegen, einfach zu stark gefärbt sind. Das ist einfach sehr, sehr bunt, möchte ich beinahe schon sagen, und die hätte ich schon ganz gerne ein wenig-- vielleicht sogar ein wenig dunkler, in jedem Fall aber hätte ich sie gerne weniger farbgesättigt. Damit beginnen wir. Das Nächste - ich gucke ihn einmal an - das ist ein ganz offensichtlicher Fehler, der hat noch keinen Schatten und der Schuh darf eigentlich auch nicht vor diesem Backstein liegen, aber das ist eine Kleinigkeit. Die ist logisch, dass wir die beseitigen müssen. Das Nächste, auch die Geschichte hier oben ist für meine Begriffe noch zu stark farbgesättigt. Dann nehmen wir einfach einmal ein bisschen Farbe heraus, gucken uns das einmal an und dann dürften wir soweit sein, dass wir sagen, OK, jetzt sind alle Dinge, die hier drin sind, optimal an ihre Umgebung angepasst und man kann über andere, weitere Schritte nachdenken. Aber das Erste ist schon einmal, dass man ab und zu darüber schaut. Das dürfen Sie ruhig im Abstand von ein paar Stunden tun. Vielleicht ist es auch sinnvoll, einmal das eine oder andere Bild abzuspeichern, also kleines JPEG irgendwo hinzulegen und einmal zu schauen, wie man sich denn eigentlich entwickelt. Auch das ist wichtig und dann werden Sie eventuell feststellen, dass manche Dinge in älteren Versionen vielleicht sogar besser ausgesehen haben. Das passiert einfach bei so etwas, also seien Sie immer auf der Hut, immer sensibel, wenn Sie so ein Composing anlegen und achten Sie immer darauf, wie sieht es denn eigentlich aus, bin ich denn eigentlich noch innerhalb der Bildlogik unterwegs. OK, genug geredet. Ich glaube, Sie haben verstanden, was ich meine. Wir gehen also hier einmal zu diesem Schutthaufen. Da wollte ich glaube ich mit anfangen. Da blättern wir einmal ein bisschen durch. Hier ist der Schutt drin. Wunderbar, Glanzlichter usw. und diese Ebene "Null", und die ist es, das ist das, was wir wollen. Die schnappe ich mir und darüber lege ich ganz einfach eine Korrekturebene an, "Farbtonsättigung", dann könnte man nämlich auch gleich den Farbton, wenn man das wollte, ein wenig verändern. Können wir uns ja einmal anschauen. Auf jeden Fall brauchen wir eine Schnittmaske, setzen die Sättigung ein bisschen herunter. Ja, und jetzt wirkt das alles deutlich natürlicher, also gefällt mir wesentlich besser. Ich versuche, das Ganze einmal mehr in Richtung kühl zu trimmen. Das wäre die andere Richtung, wäre so herum. Damit es sich mehr an dieses leichte grünliche Licht anpasst. Ich glaube, auch das können wir durchaus machen. Sehr schön. Das Zweite, was wir festgestellt haben war hier diese Situation hier unten, die geht natürlich noch gar nicht, also machen wir die Schutt-Geschichte wieder zu. Sie sehen, ich habe den Marcel in seine eigene Gruppe gepackt. Hier brauchen wir nur eine Ebenemaske anzulegen und jetzt mit schwarzer Farbe, 100 Prozent Deckkraft, ihm hier die Schuhe wegzumalen. Sie können da ruhig drüber hinaus malen, das macht ja nichts, das holen wir uns auch gleich wieder, indem ich einfach umkehre und Weiß nehme und den Schuh an dieser Stelle wieder ins Bild male. So, das ist relativ schnell passiert, aber jetzt ist er hinter diesem Backstein und nicht mehr davor und das sieht deutlich besser aus - und der Schatten fehlt. Da fällt mir ein, dass wir sicherlich irgendwo eine Ebene finden, wo wir bereits arbeiten können. Ich mache einmal ein bisschen mehr Platz hier noch für unser Ebenen-Bedien-Feld und mache den Marcel wieder zu. Dann müsste nun eigentlich hier noch einmal glaube ich - sogar hier bei dieser Schutt-Geschichte - eine Extra-Schattenebene sein. Genau, das ist die, die dafür sorgt, dass ein paar Schatten, die ein bisschen schlecht weggekommen sind, aufgebessert werden. Da brauche ich nur mit mittlerem Grau reinzumalen, Deckkraft 30 Prozent, und ihm hier vorsichtig einen Schatten an die Füße zu malen, mehr ist das eigentlich nicht. Das kann man schon einmal tun. Ein bisschen kleiner das Ganze und wenn Sie jetzt wollen, dann können Sie natürlich diesen Kernschatten hier, der ganz dicht am Schuh daran ist, auch noch hier reinmalen. Das geht aber nicht mit Grau, das geht nur mit Schwarz oder einem sehr dunklen Grau, aber nehmen Sie ruhig Schwarz und malen Sie mit einer ganz dünnen Linie hier vielleicht noch diesen Kernschatten hinein. So, und jetzt sieht der Schatten in Ordnung aus. Das Letzte, was wir festgestellt haben, war, dass auch diese Ziegelsteine hier oben noch viel zu farbgesättigt sind. Gerade jetzt, wenn man die beiden einmal vergleicht. Das hier ist Orangerot und das hier ist deutlich blasser. So sehen die eigentlich auch eher aus. Das würde ich gerne hier oben auch noch machen, mache also diese Schutt-Gruppe wieder zu. Dann gehen wir hier zu "Lochmaster" und dort drinnen finden wir auch, genau das hier, genau das Gleiche. Auch darüber lege ich über die "Korrekturen - Farbtonsättigung" an, "Schnittmaske" dazu und fahre die Sättigung erst einmal ein Stück weit herunter - funktioniert. War vielleicht ein bisschen viel, eher so etwas ungefähr. Ich glaube, damit können wir es jetzt erst einmal bewenden lassen. Jetzt haben wir eine ganze Menge Anpassungen gemacht, um das Bild abzustimmen. Machen Sie das ab und zu, überprüfen Sie, ob Sie das hier und da einmal brauchen.

Composing mit Photoshop: Deep Impact

Erfahren Sie alles über den Aufbau und die Umsetzung eines umfangreichen Composings in Photoshop und wie man unterschiedliche Fotos optimal miteinander kombiniert.

2 Std. 8 min (26 Videos)
Derzeit sind keine Feedbacks vorhanden...
 

Dieses Video-Training ist der Auftakt eines Zweiteilers. Im zweiten Teil "Uli Staiger – Deep Impact mit CINEMA 4D" lernen Sie, den Meteoriten mit CINEMA 4D zu modellieren.

Dieser Online-Kurs ist als Download und als Streaming-Video verfügbar. Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht entscheiden - sobald Sie das Training erwerben, erhalten Sie Zugang zu beiden Optionen!

Der Download ermöglicht Ihnen die Offline-Nutzung des Trainings und bietet die Vorteile einer benutzerfreundlichen Abspielumgebung. Wenn Sie an verschiedenen Computern arbeiten, oder nicht den ganzen Kurs auf einmal herunterladen möchten, loggen Sie sich auf dieser Seite ein, um alle Videos des Trainings als Streaming-Video anzusehen.

Wir hoffen, dass Sie viel Freude und Erfolg mit diesem Video-Training haben werden. Falls Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!