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Lightroom Classic CC und Lightroom 6 Grundkurs

Bild schärfen

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Der Trainer erläutert in diesem Video die optimale Vorgehensweise, um ein Bild zu schärfen und die hierbei notwendigen Arbeitsschritte in den alltäglichen Workflow einzubinden.
09:04

Transkript

Wie schärft man jetzt Bilder? Generell gibt es verschiedene Ansätze und Möglichkeiten, wie man Bilder schärft. Ich möchte jetzt aber grundsätzlich erklären, wie jetzt Schärfen funktioniert, und wie man das sozusagen in seinen Workflow dann perfekt einbauen kann. Bevor man schärft, ist es aber sinnvoll, dass man einmal eine Rauschreduzierung macht. Das heißt, ich fahre da mal so nach rechts und schau mal, dass das Rauschen so generell weg ist. Das passt soweit. Des Weiteren möchte ich in diesem Fall noch ganz kurz einen Weißabgleich ziehen. Dann setz ich daher. Und vielleicht die Tiefen noch ein wenig aufhellen und die Lichter auch ein wenig aufhellen. So! Also zurück zum Schärfen. Schärfen in Lightroom geschieht über die "Details". Und da ist es immer ganz ganz wichtig, dass man auf der 1 zu 1 Ansicht ist. Und zwar deshalb, weil dann ein Pixel des Bildes ein Pixel auf meinem Monitor ist. Wenn das nicht der Fall ist und ich auch hier diese Vorschau eingeklappt habe über diesen kleinen Regler, dann warnt mich Lightroom und sagt: hey, hallo, es ist vernünftig, dass man auf 100% einzoomt, also auf die 1 zu 1 Ansicht, damit man auch wirklich die Anpassungen so vornehmen kann, dass man auch die Änderungen perfekt beurteilen kann. Ich kann da auf das Rufzeichen klicken, und Lightroom zoom für mich ein. Alternativ kann ich auch dieses kleine Feld offen lassen und über dieses Bedienfeld mir zum Beispiel einen Bereich, hier diesen hier oben, anzeigen lassen, den ich beurteilen will. Ich mach das aber zu, denn ich persönlich zoome eigentlich immer mit 1 zu 1 ein und fahr dann durch das Bild durch und schau mir das an, wo ich es eben sehen möchte. Ich geh mal da her. Also zurück zum Schärfen. Es gibt eigentlich zwei Ansätze, an die man sich orientieren kann: Und zwar ein High-Frequency-Schärfen. Das ist immer dann, wenn jetzt wirklich ganz ganz viele Änderungen in meinem Bild sind. Also ich habe viele kleine Details, ich möchte kleine Bereiche herausheben, eben hier Architektur beispielsweise. Und dann gibt es noch die zweite Möglichkeit, die genau auf der anderen Seite der Skala ist, und zwar ein Low-Frequency-Schärfen: also dann, wenn ich in einem Bild wirklich wenig Änderungen habe. Also hier habe ich ganz viele große Flächen, hier Hauttöne, Gesichtspartien, ein wenig die Haare und hier auch wiederum den Hintergrund. Das heißt, da tut sich wirklich ganz ganz wenigen in dem Bild. Da ist jetzt Low-Frequency-Schärfen angesagt. Beginnen wir mal damit, dass wir uns das High-Frequency-Schärfen anschauen. Das heißt, ich gehe wieder zu diesem Bild, so. Vielleicht werf ich mir beide Bilder nur der Einfachheit halber in meine Schnellsammlung rein. Genau, sie sind nämlich zusammen. So, das passt. Jetzt geh ich wieder auf dieses eine, da rein, blende das aus. Also, High-Frequency. Ich habe ganz viele kleine Details, die ich herausheben möchte. Und da kann man eigentlich schon beim Details-Regler starten und sich das auf dem aufhängen, wenn man so will. Man kann jetzt aber den Regler bewegen und irgendwie ist das so: man weiß nicht so richtig genau, was die Regler machen. Vielleicht beim "Betrag" sieht man es noch, okay. Der knallt so richtig rein. Aber beim "Radius" wird schon ein wenig spannender. Und bei den "Details" sowieso. Und beim "Maskieren" weiß man spätestens gar nicht mehr, was passiert. Und so funktioniert das auch nicht wirklich. Na also, setz ich das zurück. Und ich möchte gleich vorneweg sagen, auch beim Schärfen gibt es keine goldenen Regeln. Es kommt immer darauf an, was man schärft, welchen Bildinhalt man hat, und was das Ergebnis sein soll. Also starten wir mal damit hier ein High-Frequency-Schärfen vorzunehmen: also viele Änderungen in einem Bild, wirklich viele kleine Details, die ich herausholen möchte. Also auf 1 zu 1 zoomen, und los geht's! Der Trick liegt nämlich auch hier wiederum in der Alt-Taste. Und zwar mit gedrückter Alt-Taste kann ich jetzt so einen Regler bewegen, und man sieht, wie sich die Farbe verändert, also in so einen Graustufenbereich. Und wenn ich da jetzt nach rechts fahre oder nach links, dann sieht man, wie sich die ganzen Details verändern, und wie jetzt die kleinen Details herauskommen. Also hier die ganzen kleinen Details. Wenn ich jetzt den "Radius" nehme mit einer Alt-Taste und nach rechts fahre, dann sieht man, wie sich jetzt der Bereich, also der Bereich an Kontrastkanten… Denn ein Schärfen ist immer das Anpassen an Kontrastkanten - der dunkle Bereich wird dunkler, der helle Bereich wird heller. Und dadurch wirkt mein Bild dann schärfer. Es ist jetzt nicht schärfer, es wirkt nur schärfer. Und über den Radius steuere ich jetzt, wie groß der Bereich ist. Das sieht man, zum Beispiel, auch hier an dieser Kante. Ich bekomme hier so Helios, so Überstrahlungen. Und die Größe steuert, wie groß das sein soll. Also kann ich hier zum Beispiel sagen: ja, eben, ich möchte hier die kleinen Details hervorheben, nicht die großen. Also, bleib ich da eher im unteren Bereich. Und jetzt beim "Betrag" kann ich auch wiederum mit Alt draufklicken und nach rechts fahren. Und der "Betrag" macht jetzt nichts anderes, dass er die dunklen Bereiche stärker dunkel macht, und die hellen Bereiche - stärker hell. Ich nehme hier einmal die Details ein wenig zurück, so in etwa, und übertreibe dann mal mit diesem Regler. Da sieht man, wie eben die dunklen Bereiche wirklich dunkler werden und die hellen Bereiche heller. Wenn ich da den Radius aufdrehe, sieht man's wahrscheinlich noch besser. Also, die dunkle Kante wird dunkler, hell wird heller. Ich setz es zurück, schau jetzt wieder von vorne. Okay, die Details möchte ich so haben. Da in der Richtung. Vielleicht nehme ich da die Rauschreduzierung noch ein bisschen stärker rein, dann kann ich jetzt mit den Details auch wieder stärker nach oben fahren, so. Radius anpassen, okay. Eher niedrig halten. Und den Betrag kann ich da einmal stärker einstellen. So, zum Beispiel. Dann, was macht jetzt "Maskieren"? So sieht man eigentlich gar nicht wirklich, das "Maskieren" macht. Irgendwas… Man kann's aber nicht sagen. Wenn ich aber auch hier wieder die Alt-Taste gedrückt halte, dann sieht man (ich zoom da mal aus), dass ich ein weißes Bild habe. Wenn ich da jetzt aber nach rechts fahre, dann sieht man, wie Lightroom für mich automatisch nach Kanten sucht und jetzt eine Kantenmaske erstellt, also wirklich an Kontrastübergängen die Maske erstellt. Und das kann ich wieder steuern, wie ich das haben will. Ja, aber wie sollen wir jetzt so ein High-Frequency-Bild schärfen? Und zwar hänge ich das immer an den Details auf. Ich möchte jetzt wirklich die Details herausheben. Der Radius soll eher gering sein, weil ich möchte ja die kleinen Bereiche herausholen. Die Maskierung kann auch eher gering sein, so dass die Flächen jetzt maskiert werden, aber die Kanten und die kleinen Details weiß bleiben und da geschärft werden. Und den Betrag kann ich auch eher stärker einstellen, je nach Lust und Laune, sag ich mal. Das war vielleicht schon ein wenig zu viel. Nehme es zurück… Und was man hier sieht - ist, dass man so eine Art S-Kurve erhält. Eben: hoher Betrag, wenig Radius, hohe Details, wenig Maskieren. High-Frequency: ich möchte die ganzen kleinen Details schärfen. Jetzt spring ich mal weiter zum Low-Frequency-Bild, wo sich einfach wenig ändert. Und da ist es eigentlich genau anders rum. Hier möchte ich auf keinen Fall die ganzen Details herausheben und die ganzen Poren ganz stark rausholen. Also, so zum Beispiel. Das schaut eher nicht so toll aus, sag ich mal, wenn hier die ganzen Poren herausgeholt werden. Was macht man hier jetzt aber? Quasi genau das Gegenteil. Ich setze das zurück. Und zwar möchte ich das bei den Details eigentlich gar nicht schärfen. Gehen wir nämlich mal fast ganz runter, oder ganz runter. Dann möchte ich beim Radius eher höher ansetzen, weil ich jetzt eher auf so grobe Kontrastkanten schaue, wie hier jetzt beim Genick hier. Hier beim Kinn. Auch hier jetzt bei den Augen. Bei dem "Betrag" kann ich anpassen so, wie ich das haben möchte. Ich fahr mal hier da her. Und beim "Maskieren": Das Maskieren, das setz ich auch eher höher an, so dass jetzt Flächen (ich zoom da mal aus), so dass jetzt Flächen ganz schwarz sind, und deshalb jetzt nicht geschärft werden. Und nur die weißen Bereiche werden geschärft. Und wenn man da jetzt herschaut, hab ich auch wieder eine Art S-Kurve, aber genau anders rum. Nämlich wenig Details, wenig Betrag, viel Radius und viel Maskieren. Wie gesagt, es kommt immer auf den Bildinhalt an. Jetzt gehe ich zum anderen Bild. Dann will man sehen, hier ist die S-Kurve genau anders rum. Also, bei einem Bild mit vielen Details, ein hochfrequentes Bild, es tut sich extrem viel. Da sieht man: viele Details, weniger Radius, viel Betrag. Ich zieh da einmal rechts. Und wenig Maskieren. Bei Low-Frequency, wo sich im Bild wenig ändert: also große Flächen und wenig Änderung der Farben - ist es genau anders rum. Hier habe ich ganz wenig Details, einen großen Radius, wenig Betrag und ein großes Maskieren. Naja, und das ist eigentlich schon die ganze Hexerei beim Schärfen. Es kommt immer nur drauf an, dass man sich überlegt, will ich eher Details rausholen, oder habe ich große Flächen und ich möchte keine Details rausholen. Wenn ich Details rausholen möchte, so wie hier, eher hochfrequent denken: also ich möchte jetzt die Details bearbeiten, ganz ganz wichtig, dann wenig Radius, viel Betrag, wenig Maskieren. Wenn ich jetzt so in diesem Fall viele Flächen, also viele große Flächen habe, ein niederfrequentes Bild, also es ändert sich wenig im Bild, dann genau anders denken: wenig Details, viel Radius, wenig Betrag und viel Maskieren.

Lightroom Classic CC und Lightroom 6 Grundkurs

Lernen Sie den Bildoptimierungs-Workflow mit Lightroom CC / Lightroom 6 kennen - vom Import über die Entwicklung bis hin zur Ausgabe Ihrer Fotos als Buch, auf Papier oder im Web.

8 Std. 13 min (85 Videos)
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