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Responsive Webdesign: Workflow

Bevor der Workflow starten kann

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Bevor Sie den Workflow starten, müssen Sie ein paar wichtige Entscheidungen treffen, die das Projekt beeinflussen.

Transkript

Bevor der Workflow aber nun starten kann, sind noch einige Vorbereitungen zu treffen, Beispielsweise muss man Entscheidungen treffen. Die erste Entscheidung ist die Vision. Im klassischen Workflow benötigt man keine Vision, da man hier normalerweise ein Pflichtenheft hat und dort genau drin festgeschrieben ist, was man erzeugen soll. In agilen Prozessen, wie eben Responsive Webdesign ist dies nicht ohne weiteres möglich. Hier muss man wissen, was ist das große Ziel. Wohin soll das Ganze hin. Was will der Kunde genau damit erreichen. Was will er aussagen, was ist ihn wichtig. Eine Vision ist eine emotionale, mitreißende Formulierung, die den Rahmen für das Produkt absteckt. Sie muss nicht unbedingt realistisch erreichbar sein, sollte aber die Richtung stets vorgeben. Und an dieser Vision können sich alle Entscheidungen orientieren, die im Laufe der Entwicklung des Produkts getroffen werden müssen. Hierfür sollte ein eigenes Meeting anberaumt werden zusammen mit dem Kunden. Wenn es sich beispielsweise um eine Webseite handelt sollte man den Kunden einladen und ihn fragen, was ist ihm wichtig. Warum soll es diese Webseite geben. Was ist der größte Business Value. Was darf auf gar keinen Fall passieren. Was ist seine Vision mit dieser Seite. Da geht es nicht um Features und irgendwelche Beschriftungen, Texte oder Ähnliches, sondern das, was er damit erreichen will. Diese Vision sollte dringend in ein Vertrag aufgenommen werden, das später immer wieder Orientierungmaßstab ist. Man kann um eine Produkt-Vision zu entwickeln, beispielsweise ein sogenanntes Wish Bord verwenden, welches ähnlich dem Business-Canvas-Modell ist. Die nächste Entscheidung ist eine Breakpoint-Entscheidung. Grundsätzlich muss ich zuvor den gesamten Content durchsehen oder zumindest einen signifikanten Teil davon. Wir haben vorher gesehen, dass Content First eine der Hauptforderung in Responsive Webdesign ist. Das heißt, ich schaue mir zuerst den Content an um dann zu entscheiden, wie muss dieser Content auf verschieden Geräten dargestellt werden. Natürlich ist dies eine erste und zwar agile Entscheidung für Breakpoints, denn später entscheidet der Content, welche Breakpoints gesetzt werden müssen. Aber ich kann in der ersten Durchsicht bereits sehen, wie der Content strukturiert ist. Und weil den meisten eine Smartphone an sich haben wollen, vielleicht Tablet oder Desktop. Diese Liste sollte unbedingt festgehalten werden aber auch den Nachsatz, dass sich die Liste jederzeit anpassen kann, wenn wir mehr Content generieren. Und wichtig noch einmal, nur der Content beeinflusst später die Breakpoints, nicht anderes. Die nächste Entscheidung ist, welche Devices ich für das Testing verwende. Das heißt, ich mache mir eine Liste mit Devices auf den später reell getestet wird. Da ich kein Simulator verwenden kann, sondern Real Devices verwenden muss, da es beispielsweise Backs gibt, die nur auf den Real Devices existieren, muss ich also ein Sammelsurium an Geräten vorhalten um die Webseite darauf testen zu können. Wenn ich beispielsweise Google Analytics oder Piwik habe, dann kann ich aufgrund der Auswertung dort, an die Anzahl der richtigen Devices kommen. Ich muss auch festlegen, wer diesen Devices kauft. Der Kunde könnte sagen: Na ja, das muss natürlich die Agentur übernehmen. Aber die Agentur kontert und sagt: Jede Webseite jeder Kunde wird von Menschen mit unterschiedlichen Devices angesurft, daher ist das Device selber eher Kundensache. Man muss sich nur einigen, wer kauft diese Devices, wer testet damit, wo liegen diese Devices und vor allem, wer bezahlt die Devices. Dabei gilt es, die Pareto-Regel zu beachten, denn 20 % der Devices stellen 80 % des Traffics dar. Die nächste Entscheidung ist die Browser-Liste für das Testing. Auch hier sollte man eine Liste machen mit Browsern auf den man reell testen möchte. Auch hier kann man Google Analytics befragen und auch hier gilt die Pareto-Regel, also 20 % der Browser stellen 80 % des Traffics dar. Den Aufwand kann man, wie folgt, berechnen. Man hat X Geräte, Y Browser und damit X'Y Testvorgänge. Also beispielsweise 15 Testvorgänge bei 5 Geräten und 3 Browsern. Die sollte man frühzeitig eruieren, um ein Gefühl für den Aufwand zu kriegen. Man sollte von Anfang an als Artifakt ein sogenanntes Document Inventory führen. Dies ist die Liste alle Dokumente, die Teil des Projekts sind. Beispielsweise ein Lastenheft oder ein Pflichtenheft zum fairen Verhandeln, Spezifikationen, CI-Manual, CD-Manual, rechtliche Bestimmungen und Ähnliches. Dort sollten Dateinamen, Version und Datum notiert werden, damit man auf einem Blick sieht, welche Dokumente gehören zum Projekt. Was muss man noch machen? Natürlich muss man einen Vertrag erstellen und man muss ein sogenanntes Moodboard-Briefing durchführen. Wir haben nun alle Elemente fertig und können nun mit dem Workflow starten.

Responsive Webdesign: Workflow

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1 Std. 34 min (19 Videos)
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