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Meine Rechte und Pflichten in sozialen Netzwerken

Besonderheiten der sozialen Medien bei Fotos

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In sozialen Netzwerken gibt es einige Besonderheiten in Bezug auf Fotos zu beachten. Das gilt sowohl für das eigene Profilfoto wie auch für Bilder, die ursprünglich für andere Zwecke erstellt wurden.

Transkript

Bei der EInbindung von Fotos in den sozialen Medien müssen spezielle Dinge beachtet werden. Zum einen muss man sich klarmachen, dass zum Beispiel das eigene Profilfoto nicht nur auf der jeweiligen Plattform für deren Nutzer, sondern unter Umständen auch via Google-Suche, frei für jedermann verfügbar ist. Je nachdem, wie die Profil- beziehungsweise Privatsphäre-Einstellungen konfiguriert sind, werden die Inhalte und damit auch das eigene Profilfoto für externe Zugriffe freigegeben. Wenn das Foto also nicht als "nur für Freunde", sondern als "öffentlich" gekennzeichnet wird, kann es auch von außerhalb des sozialen Netzwerks gefunden werden. Bei den Trefferlisten der meisten Suchmaschinen wird inzwischen auch von jedem gefundenen Foto eine kleine Vorschau angezeigt. Man kann sich dann nicht darauf berufen, dass der Aufruf dieses Profilfotos im Zuge der Suchmaschinennutzung eine Verletzung der eigenen Rechtsposition darstellt. Man hat es schließlich selbst in der Hand, dies zu unterbinden. Man kann die eigenen Profil-Einstellungen ja so vornehmen, dass nur die Nutzer des sozialen Netzwerks oder ausschließlich die Freunde Zugriff auf die eigenen Inhalte haben. Ein weiterer großer Problemkreis bei Facebook, Twitter, LinkedIn und Co. ist die Verwendung von Fotos, die ursprünglich zu einem anderen Zweck aufgenommen wurden. Beispiel: Fotos für die Bewerbungunterlagen. In aller Regel lässt man solche Aufnahmen von einem professionellen Fotografen anfertigen. Wenn die Fotos allerdings ausdrücklich als Bewerbungsfotos gewünscht sind, dann wird im Zweifel auch nur das Recht zur Nutzung im Rahmen der Bewerbung übertragen. Der Einsatz dieser Fotos, etwa in den sozialen Medien, ist dann tabu. Es sei denn, man vereinbart das mit dem Fotografen explizit. Dann wird es in aller Regel aber natürlich auch teurer. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass eine detailierte Vereinbarung im Vorfeld so manche Probleme verhindern oder zumindest umgehen kann. Werden keine klaren Regelungen getroffen, dann gilt die sogenannte Zweckübertragungslehre. Danach werden mangels genauer Absprachen nur solche Rechte übertragen, die für den angestrebten Zweck erforderlich sind. Und die Social Media-Nutzung gehört im Falle von Bewerbungfotos nicht unbedingt dazu. Wobei man im Hinblick auf LinkedIn oder Xing, wo es um Stellenangebote, Bewerbungen etc. geht, durchaus drüber streiten kann. Wenn man allerdings den Zweck Bewerbungsfotos durch Geburtstagsfotos austauscht, wird die Sachlage schon deutlicher. Im Zweifelsfall sollte so früh wie möglich jeder angestrebte Verwendungszweck angesprochen werden. Bei nachträglicher Änderung oder Erweiterung sollte dann lieber erneut mit dem Fotografen als Urheber der Bilder verhandelt werden. Dieser Grundsatz gilt umso mehr, wenn man die typischen Rechteübertragungsregelungen kennt, die es bei den meisten Social Media-Kanälen gibt. Es macht einen enormen Unterschied, ob man ein Bild "nur" für einen falschen Zweck nutzt oder ob man die Nutzungsrechte auch noch auf Dritte überträgt, und das in einem weltweiten Medium. Daher gilt, lieber einmal mehr fragen, lieber einen detailierten Nutzungsvertrag abschließen, als nachher eine Abmahnung kassieren.

Meine Rechte und Pflichten in sozialen Netzwerken

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Erscheinungsdatum:31.01.2017

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