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Krisenkommunikation

Berichte und Abschlussstrategie

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Wie Berichte für unterschiedliche Situationen, Anforderungen und Adressaten aufgebaut sind und was darin jeweils enthalten sein sollte, zeigt dieser Film.

Transkript

Kristenstäbe sind oftmals nur für Stunden aktiv, in Einzelfällen aber auch tagelang oder sogar wochenlang. Als Faustregel gilt, dass das Arbeitsvolumen nach einem anfänglichem Gipfel abebbt, zu einem Volumen, das von der PR-Abteilung mit virtueller Teilnahme der Krisenstabsmitglieder bewältigt werden kann. Dies ist ein Anzeichen dafür, dass der Stab aufgelöst werden kann. Nachdem der Krisenstab sich wieder aufgelöst hat, beginnt ein völlig neues Kapitel für die PR-Abteilung. Zu den nun anstehenden Aufgaben gehört es, detaillierte Berichte zur Krisenstabsarbeit anzufertigen, und anschließend genau auszuwerten. Üblicherweise werden Berichte erstellt, die aufzeigen, wann welcher Schritt vom Stab vorgenommen wurde. Dabei ist es wichtig, dass genaue Uhrzeiten festgehalten werden. Wann wurde die Krise ausgerufen? Wann war der Stab versammelt? Wann wurde die erste Stellungnahme versendet, und wann die zweite? Wann und wie hat welches Medium von der Krise berichtet? Welche Überraschungen tauchten auf und wie handelte der Stab? Diese Messpunkte sind wichtig, damit die Geschäftsleitung und der Krisenbeauftragte Verbesserungen am Krisenkommunikationsplan vornehmen und die Schulung der Stabsmitglieder gegebenfalls anpassen können. Möglicherweise ist Ihre Firma oder Marke durch die Krise etwas bekannter geworden, allerdings nicht im positiven Sinn. Gewiss haben Journalisten mehr Interesse, von Ihnen zu hören, weil Ihr Unternehmen erst kürzlich Schlagzeilen gemacht hat. Dies ist eine Gelegenheit für eine gut angelegte Kampagne. Sie sollte der Abschlusstrategie, die im Krisenkommunikationsplan festgelegt ist, entsprechen. Zu dieser Abschlussstrategie gehört zu einen das Media-Monitoring. So sollten Einträge unter Wikipedia oder anderen Medien korrigiert werden, falls nicht sachlich genug über die vergangene Krise berichtet worden ist. Zum anderen sollte das erhöhte Medieninteresse an Ihrem Unternehmen positiv zur Imagepflege genutzt werden. Nach einer Krise werden Journalisten wahrscheinlich mehr Interesse zeigen, zu Ihren Konferenzen eingeladen zu werden, oder Interviews mit der Geschäftsleitung zu machen. Dies ist eine gute Gelegenheit, die Reputation des Unternehmens zu konsolidieren, oder sogar zu verbessern. Sie sollten Ihre Berichte zur Krisenstabsarbeit heranziehen, um sich in Erinnerung zu rufen, welche Journalisten sachlich, und welche eher sensationsorientiert über die Krise berichtet haben, und entsprechend Vorsicht walten lassen. Hier geht es nicht darum, die Krisengeschichte am Leben zu erhalten. Sie wollen Neuland betreten, über andere Entwicklungen berichten, und das Vertrauen der Öffentlichkeit zurückgewinnen. Als ich für eine Fluggesellschaft arbeitete, die gerade einen schweren Flugzeugunfall in Italien hinter sich hatte, lud ich anschließend Journalisten ein, mit unserem neuesten Flugzeugen zu fliegen. Plötzlich war großes Interesse da, uns besser kennenzulernen. Vor der Krise war dies nicht so. Das Eisen schmieden, so lange es heiß ist, bedeutet, die Nähe zu den Medien zu suchen, wenn der Sturm wieder vorbei ist. In diesem Fall ließ ich ein Kamerateam eines nationalen Senders einen ganzen Tag mit einer Flugbesatzung verbringen. Dies führte zu einem sehr schönen Dokumentarfilm, in dem die Marke als eine sehr gute Arbeitgebermarke dargestellt wurde. Die gute Arbeitskultur und Atmosphäre zwischen den Kollegen, sowie der Schwerpunkt auf Sicherheitstrainings beeindruckten das Kamerateam am meisten, und genau dies kam im Dokumentarfilm voll zur Geltung. Vor dem Unfall in Rom war mein Arbeitgeber eine in Italien recht unbekannte Fluggesellschaft. Gleich danach aber konnten wir das Vertrauen der Medien gewinnen, und zum Schluss der breiten Öffentlichkeit im Lande zeigen, dass das Unternehmen das Vertrauen seiner Kunden verdient. Nach der Kampagne sollte die Zufriedenheit der Zielgruppen möglichst umgehend gemessen werden, um den Erfolg der Abschlussstrategie zu bestätigen. Messpunkte können zum Beispiel bei den Medien die verstärkte Bereitschaft zur positiven Berichterstattung sein, und bei der Belegschaft das größere Interesse an intern verbreiteten Informationen.

Krisenkommunikation

Bereiten Sie sich bereits heute auf einen möglichen Ernstfall vor und erstellen Sie einen ausgefeilten Krisenkommunikationsplan.

50 min (17 Videos)
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Erscheinungsdatum:14.02.2017

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