Beautyfotografie und Retusche

Bereiche durch Verflüssigen optimieren

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Mit Photoshops Verflüssigen-Filter glätten Sie Kleidung und Frisur, optimieren Augenbrauen, Ohren und andere Gesichtsmerkmale, gleichen aufnahmebedingte Asymmetrien aus. Hilfreiche Hinweise zum Workflow im Filterdialog runden das Video ab.

Transkript

Sollte man bei einer Beauty-Retusche Proportionen verändern, Gesichter verflüssigen? Wenn ja, wie stark, beziehungsweise was verflüssigt man? Darum geht es jetzt in diesem Film und im ersten Beispiel möchte ich noch gar nicht auf das Gesicht eingehen, sondern eher auf andere DInge, die man auch verflüssigen und optimieren kann. Und dazu wechsle ich jetzt mal direkt in den Verflüssigen-Filter, der sich hier im Menü befindet und gerade wenn Ihr Anfänger seid, dann würde ich Euch empfehlen, diesen erweiterten Modus zu deaktivieren und - schwupps! - der ganze Verflüssigen-Dialog wird schon viel einfacher. Mein Lieblingswerkzeug ist das Nach-links-schieben-Werkzeug, das ist sehr kompliziert, weil es etwas tricky ist, je nachdem, in welche Richtung man schiebt. Also, es schiebt sich immer nach Fahrttrichtung nach links. Das ist wie gesagt am Anfang sehr tricky. Deswegen werde ich jetzt mal das Ganze hier mit dem Mitziehen-Werkzeug - genau, so heißt es inzwischen - mit dem will ich jetzt mal arbeiten und will Euch einfach mal ein paar Bereiche zeigen, wo man zum Beispiel mit diesem Werkzeug arbeiten kann. Der Druck bestimmt immer, wie schnell sich etwas verändert und die Größe - klar - richtet sich an dem Pinsel. Und jetzt kann man hier zum Beispiel Klamotten korrigieren und das macht immer dann Sinn, wenn Ihr zum Beispiel einen einfarbigen Hintergrund habt. Dann müsste man jetzt die Pinselspitze auch hier ein bisschen anpassen und dann sieht man, kann man hier problemlos die Kleidung korrigieren. Also das ist schonmal ein Bereich, wo man das Verflüssigen-Werkzeug nehmen kann. Hier können wir das Gleiche nochmal machen. Machen wir den Pinsel ein bisschen größer. Übrigens mit CTRL und ALT - ich habe jetzt die Bildschirmlupe drauf - könnt Ihr dann die Pinselspitze vergrößern und verkleinern, was ich Euch jetzt leider nicht hier zeigen kann. So. Gut. Ein Punkt. Der zweite Punkt ist Frisur. Frisuren korrigiere ich auch sehr gerne mit diesem Werkzeug, bzw. eigentlich ja mit dem Nach-links-schieben-Werkzeug, aber das spielt überhaupt keine Rolle. Hier könnt Ihr die Frisuren ein bisschen runtergestalten, ein bisschen anlegen. Also je nachdem, was Ihr machen wollt. Natürlich auch Ohren. Man kann auch Augenbrauen hier so ein bisschen anpassen. Ich mach das jetzt alles mal ein bisschen extremer. Das ist einfach mal so ein kleiner Rundumschlag, was man denn alles so machen kann. Wie gesagt, das war jetzt alles, was so die Konturen betrifft. Also Schultern, Hals, Ohren, Frisuren... Gut, Augenbrauen bin ich jetzt ins Gesicht gegangen. Da geht das Ganze jetzt auch. Das sind die ersten Bereiche, wo ich empfehle: Schaut mal, ob Ihr ein bisschen optimieren wollt um einfach ein bisschen mehr Symmetrie reinzubringen und Form. Jetzt gehen wir mal ganz kurz ans Gesicht und dazu will ich mir eine andere Aufnahme öffnen, und zwar gehen wir jetzt mal auf dieses Bild hier. Und da möchte ich Euch jetzt mal zeigen, wie man zum Beispiel auch die Wangen ein bisschen optimieren kann. Sie hat ja ein sehr symmetrisches Gesicht. Das Problem ist hier, dass die Haare hier ein bisschen weiter im Gesicht sind. Da haben wir auch ein bisschen Schatten und hier oben, oder auf der Seite ist offen und jetzt wirkt es so, wie wenn das Gesicht sehr breit wäre. Das kommt eben jetzt durch die Haare, durch das Licht und so weiter, aber Ihr habt es ja beim anderen Bild gesehen: Sie hat ja schon ein sehr symmetrisches Gesicht. Also werde ich jetzt diesen, nennen wir es mal Manko ein klein wenig ausbessern. Ich mach jetzt einfach mal den Pinsel ein bisschen größer, dann will ich jetzt mal zeigen, was ich hier jetzt machen würde. So. Das ist gut. Und jetzt klicke ich hier ins Bild, wir machen ihn mal noch ein Stück kleiner, und jetzt klick ich hier ins Bild und schiebe ganz dezent dran. Also wirklich nicht so viel. Ich kann auch hier alles noch so ein bisschen nach rechts schieben. Ich kann auch wieder hier ein bisschen kleiner machen, kann hier den Mund ein bisschen nach oben schieben... Ich versuche also, so ein klein wenig Symmetrie reinzubringen. Und wie gesagt, wenn Ihr den Pinsel größer macht, dann könnt Ihr natürlich auch größere Flächen bewegen und schieben. Also wenn Ihr kleine Bereiche ändern wollt, wie zum Beispiel den Mund, empfehle ich Euch den kleinen Pinsel. Und bei großen Flächen den großen Pinsel. Jetzt kommt etwas ganz entscheidendes. Da geht es gar nicht so sehr um das Technische, sondern eher um ein Prinzip, was viel wichtiger ist als die Technik und zwar, wenn ich jetzt eine Korrektur durchgeführt habe, klickt auf keinen Fall "Vorher/Nachher". Das ist der meiner Meinung nach größte Fehler, weil durch das "Vorher/Nachher"-Klicken denkt man, man hat zu viel getan. Schaut mal bitte jetzt ganz kurz weg vom Rechner, ganz kurz wegschauen, nicht auf den Bildschirm schauen. Genau, schaut noch weg. Und jetzt schaut mal wieder auf das Gesicht und sagt mir, ob dieses Gesicht irgendwie unnatürlich aussieht. Stimmt hier irgendwie etwas nicht? In meinen Augen sieht dieses Gesicht völlig normal aus. Jetzt passt auf. Wenn wir jetzt "Vorher/Nachher" klicken, haben wir gleich das Gefühl: "Oh mein Gott, da haben wir aber viel gemacht." Schaut mal. Vorher. Nachher. Vorher. Nachher. Man könnte jetzt fast meinen, dass es vorher richtig komisch aussah. Als ich das Bild aber zum ersten Mal geöffnet habe, hat bestimmt keiner gedacht: "Mein Gott, sieht die schlimm aus!" Erst wenn man es korrigiert hat, wirkt alles etwas extremer und lasst Euch da nicht verleiten, jetzt zu denken: "Oh mein Gott, ich habe zu viel gemacht" oder wie auch immer. Geht die Sache immer erstmal entspannt an, führt das Verflüssigen durch, schaut dann weg, entspannt eure Augen und dann schaut Ihr das Bild an, beurteilt es neu und wenn Ihr der Meinung seid, es passt alles, dann lasst Ihr es auch so, egal wie es im Vorher/Nachher-Vergleich aussieht. Das war jetzt eine Korrektur, welche das Modell nicht merken würde. Denn wir müssen überlegen: Warum sah jetzt hier diese Seite ein bisschen breiter aus? Ich habe es Euch schon erklärt, wegen dem Licht überwiegend und jetzt sieht es normal aus. Sie würde eher denken: "Oh mein Gott, wieso sieht meine linke Backe so dick aus?" Also das war jetzt eine Optimierung. Manchmal hat auch jemand vielleicht wirklich ein schiefes Gesicht, wie auch immer, also tatsächlich. Wenn Ihr es dann verändert, kann die Person das merken. Macht das bitte nur bei einer extremeren Retusche, beziehungsweise bei einer Retusche, wo die Zielgruppe nicht daran interessiert ist: Wer ist diese Person auf dem Bild? Ist man daran interessiert, wer die Person auf dem Bild ist, geht die Sache noch etwas dezenter an. Gut. Das war das Thema Verflüssigen. Gerade am Anfang entspannter angehen, vorsichtig angehen, lieber mal etwas weniger machen, kein Vorher/Nachher-Vergleich, und mit welchem Werkzeug Ihr arbeitet, ist eigentlich egal. Bitte denkt dran, den Verflüssigenfilter muss man ein bisschen trainieren um da auch ein bisschen Gefühl dafür zu entwickeln und wenn man das dann einige Male gemacht hat, dann sieht das auch wirklich gut aus.

Beautyfotografie und Retusche

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2 Std. 45 min (23 Videos)
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