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Mitarbeitern Feedback geben

Beobachten als Grundlage für Feedback

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Feedback braucht Beispiele als Basis. Die Grundlage dafür ist die genaue Beobachtung meiner Mitarbeiters. Wenn eine Führungskraft eine Struktur in die Beobachtungen bringt, ist sie besser vorbereitet und kann gezielteres Feedback geben.

Transkript

Wenn ich konkretes, konstruktives Feedback geben möchte, dann muss ich mir dazu zunächst eine solide Grundlage schaffen. Deshalb muss ich meinen Mitarbeiter zunächst einige Zeit beobachten und Eindrücke sammeln. Achtung, bitte verstehen Sie mich nicht falsch, wenn ich von "beobachten" spreche. Es geht dabei nicht darum, den Mitarbeiter zu überwachen. Vielmehr dient aufmerksames Beobachten dem Ziel, ein möglichst umfassendes Bild von der Person des Mitarbeiters zu gewinnen. Wenn ich aufgrund meiner Beobachtungen weiß, wie der Mitarbeiter sich in verschiedenen Situationen verhält und wie er reagiert, dann fällt es mir leichter, ihm Rückmeldungen so zu geben, dass er sie verstehen und annehmen kann. Gestalten Sie die Beobachtungsphase strukturiert, dann tun Sie sich leichter. Sie können Ihre Beobachtungen in vier Bereiche unterteilen. Der erste Bereich bezieht sich auf die Aufgaben des Mitarbeiters. Wie gut sind seine Leistungen? Wie erfüllt er seine Aufgaben? Hält er Termine ein? Achtet er auf wichtige Details? Unterlaufen ihm Flüchtigkeitsfehler? Der zweite Bereich ist fachbezogen. Welche fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt der Mitarbeiter? Welche Kompetenzen fehlen ihm vielleicht noch? Der dritte Bereich deckt die sozialen Beziehungen ab. Wie geht der Mitarbeiter mit anderen Menschen um? Mit Kollegen, Vorgesetzten, Kunden, Partnern oder Personen aus anderen Kategorien. Der vierte Bereich schließlich umfasst die persönlichen Eigenschaften des Mitarbeiters. Wie bewerten Sie seine Motivation? Wie ist seine Arbeitshaltung? Wo sehen Sie für ihn Entwicklungspotential? Machen Sie sich regelmäßig kurze Notizen zu diesen vier Bereichen. Dabei sind zwei Dinge wichtig. Denken Sie daran, positive wie negative Befunde zu notieren und halten Sie vor allem auch Beispiele fest. Viele Aussagen sind besser verständlich, wenn Sie mit Beispielen unterlegt sind. Ihre Notizen sind vor allem dann hilfreich, wenn Sie Feedback-Gespräche oder generell regelmäßige Mitarbeitergespräche führen. Sie bilden aber auch eine gute Basis für die Mitarbeiterentwicklung im Allgemeinen. Jetzt sagen Sie vielleicht, aber das ist doch enorm aufwendig, es kostet mich viel Zeit. Das stimmt nur teilweise. Aufwendig braucht es nicht zu sein. Sie brauchen keine formalisierten Notizen, sondern nur Stichworte. Der zweite Einwand ist berechtigt. Natürlich müssen Sie sich Zeit nehmen, um den Mitarbeiter kennenzulernen. Als Vorgesetzter brauchen Sie allerdings immer Zeit, um Ihre Mitarbeiter zu führen. Ich bin überzeugt, dass diese Zeit gut investiert ist. Bedenken Sie, Sie schaffen nicht nur eine strukturierte Grundlage, um Ihrem Mitarbeiter regelmäßig Feedback zu geben, darüber hinaus eröffnen Ihnen Ihre Beobachtungen auch die Möglichkeit, wichtige Erkenntnisse im Hinblick auf dessen Weiterentwicklung zu gewinnen. Welche Potentiale hat mein Mitarbeiter, wo hat er noch Defizite? Wenn Sie immer wieder Antworten auf Fragen wie diese suchen, dann schaffen Sie eine ideale Verbindung zwischen Feedback und Personalentwicklung. Eine abschließende Bemerkung noch. Auch wenn Sie Ihr Feedback langfristig planen, wie grade beschrieben, sollten Sie folgendes bedenken. In bestimmten Situationen ist ein unmittelbares Feedback enorm wichtig. Ihre systematische Vorgehensweise bei der Beobachtung Ihres Mitarbeiters sollte Sie also keinesfalls davon abhalten, ihn je nach Lage der Dinge auch spontan zu bestärken oder zu kritisieren. Wenn Sie sofort aktiv werden, dann haben Sie und Ihr Mitarbeiter die Situation noch frisch vor Augen und dann kann Ihr Feedback bestmöglich wirken.

Mitarbeitern Feedback geben

Lernen Sie, als Führungskraft wirkungsvoll Rückmeldungen an Ihre Mitarbeiter zu geben.

58 min (16 Videos)
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Erscheinungsdatum:29.08.2017

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