Unsere Datenschutzrichtlinie wird in Kürze aktualisiert. Bitte sehen Sie sich die Vorschau an.

Canon EOS 700D Grundkurs

Belichtungszeit, Blende und ISO-Wert

Testen Sie unsere 2016 Kurse

10 Tage kostenlos!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Hier erfahren Sie mehr über die Wirkungsweise der Blende und die gestalterischen Möglichkeiten, die dieser variable Lichtdurchlass bietet.
07:55

Transkript

In dem Motivbereich Modi kümmert sich Ihre Kamera ganz automatisch darum, welche Belichtungszeit, welche Blende und welche ISO Einstellung gewählt wird. Das heißt , Sie sehen hier die Anzeigen, beispielsweise bei dieser Lichtsituation natürlich geht es hier nicht um eine Sportaufnahme entscheidet sich die Kamera, ISO 100, 1/400 Sekunde, Blende 2.0. Wenn Sie in die Kreativ-Modi wechseln, dann müssen Sie selber bestimmte Einstellungen vornehmen, je nachdem, welchen Modus Sie eingestellt haben. Im manuellen Modus stellen Sie Belichtungszeit, Blende und die ISO Zahl selbstständig und unabhängig voneinander ein. In den 3 anderen Modi geht es teilweise automatisch. Beschäftigen wir uns zuerst mit der Belichtungszeit, die hier in dieser ersten Zeile des Displays an erster Stelle dieser 3 Werte, Belichtungszeit, Blende und ISO Einstellung, genannt wird. Die Belichtungszeit, das ist diejenige Zeit, in der der Kameraverschluss geöffnet ist, das Bild also belichtet wird. Manche sprechen auch von einer Verschlusszeit, beide Begriffe sind gebräuchlich. Ich halte den Begriff der Belichtungszeit jedoch für sehr viel sinnvoller, weil ja der Verschluss während der Belichtungszeit geöffnet ist und nicht verschlossen, also Verschlusszeit wäre für mich im eigentlichen Sinne des Wortes eher so lange, wie der Verschluss geschlossen ist. Deshalb finde ich den Begriff der Belichtungszeit verständlicher. Es gibt lange und kurze Belichtungszeiten. Die kurzen Belichtungszeiten werden als Bruchteil von Sekunden angegeben, also hier, das ist 1/1000 Sekunde. Möchten Sie die Belichtungszeit ändern, drehen Sie am Hauptwahlrad; entsprechend, ob Sie verkürzen wollen, drehen Sie es im Uhrzeigersinn; möchten Sie die Belichtungszeit verlängern, drehen Sie gegen den Uhrzeigersinn. Die Belichtungszeit, ich hatte es eingangs erwähnt, dient natürlich dazu, mit den beiden anderen Komponenten Blende und ISO, die Belichtung zu steuern. Sie hat aber darüber hinaus noch eine gestalterische Funktion. Denn mit kurzen Belichtungszeiten können Sie schnelle Bewegungen einfrieren, Bewegungsphasen, Sie haben es sicher schon vielfach gesehen: Sportler oder aber, wie hier bei dem Beispielbild, ein fließender Bach — da kann man mit einer kurzen Belichtungszeit Phasen dieser Bewegung des Wassers einfrieren, dass man sogar im Idealfall einzelne Tröpfchen sehen kann, bei dem Bach vielleicht. Oder bei einem Brunnen ist es natürlich noch viel deutlicher; oder denken Sie an Aufnahmen von einem Wasserfall. Wenn Sie die Belichtungszeit hingegen verlängern, dann entsteht ein sehr schöner Wischeffekt. Und auch da wird etwas sichtbar, was Sie mit dem Auge so nicht wahrnehmen. Da wird das fließende Wasser zu einer Art Teppich und dadurch wird auch Bewegung dargestellt. Sie können also die Belichtungszeit verwenden, um Bewegung darzustellen. Entweder, indem Sie sie einfrieren oder als Wischeffekt. Kommen wir zur nächsten Einstellmöglichkeit: Die Blende. Die Blende sitzt im Objektiv und regelt praktisch so wie bei einem Wasserhahn, je nachdem, wie weit Sie den aufdrehen, die Durchlassöffnung, wie viel Licht durch das Objektiv auf den Sensor kommt. Man spricht von großen und kleinen Blendenöffnungen und eine große Blendenöffnung hat eine kleine Blendenzahl und eine kleine Blendenöffnung hat eine große Blendenzahl. Je nachdem, wie groß die größte Blendenöffnung ist, das ist die Angabe, die auch auf dem Objektiv steht, das ist die Lichtstärke. Hier, bei diesem 50mm-Objektiv, ist es Blende 1,8. Die Blende ändern Sie ebenso wie die Belichtungszeit am Hauptwahlrad. Damit Sie das im manuellen Modus  machen können, drücken Sie den AV-Knopf und Sie sehen, die Pfeilsymbole wechseln jetzt hier zur Blende. Und zum Öffnen der Blende drehen Sie nach links, zum Schließen nach rechts. Wenn Sie die Blende mehr oder weniger stark geschlossen haben — man spricht auch von Abblenden — dann können Sie die Wirkung der geschlossenen Blende mit dem Schärfentiefe-Kontrollknopf, der sich vorne, unterhalb des Objektivs an der linken Gehäuseseite befindet — wenn Sie den drücken, dann können Sie die Wirkung der geschlossenen Blende kontrollieren. Das Bild im Sucher wird einerseits dunkler, aber gleichzeitig sehen Sie auch, wie der Bereich der Schärfentiefe wächst. Denn mit der Blende haben Sie nicht nur Einfluss auf die Belichtung, sondern auch gestalterischen Einfluss auf die Schärfentiefe. Sie fokussieren auf einen bestimmten Punkt mit der Kamera und bei offener Blende ist praktisch nur in dieser Ebene, die sich parallel zur Aufnahmeebene befindet, das Bild scharf. Alles, was in dieser Ebene ist, ist scharf. Wenn Sie abblenden, wächst der Schärfebereich, sowohl zur Kamera hin als auch von der Kamera weg, von dieser eingestellten Ebene. Und je stärker Sie abblenden, desto stärker wird die Schärfentiefe. Sie brauchen große Schärfentiefe bei Landschaftsaufnahmen, Architekturaufnahmen, Innenaufnahmen beispielsweise. Eine geringere Schärfentiefe brauchen Sie beispielsweise bei Porträts. Sie sehen also, mit der Blende nehmen Sie nicht nur Einfluss auf die Belichtung, sondern auch auf die Gestaltung des Bildes. Der dritte Wert, den ich vorstellen möchte, die ISO-Einstellung, das ist das, was sich früher in der Analogfotografie die Filmempfindlichkeit nannte. Damals musste man vor dem Fotografieren überlegen: "Fotografie ich heute drinnen oder draußen, ist viel Licht oder wenig?" Und entsprechend haben Sie den Film gewählt, je nachdem 12, 20, 36 Aufnahmen. Und dann waren Sie für diesen Film natürlich an diese Empfindlichkeit gebunden. Mit einer modernen Digitalkamera können Sie jederzeit die eingestellte Empfindlichkeit ändern oder auch der Kamera die automatische Wahl der Empfindlichkeit überlassen, wenn das für Sie keine große Rolle spielt. Sie stellen die ISO ein, indem Sie oben am Gehäuse auf den ISO-Knopf drücken und sehen dann hier die Auswahlmöglichkeiten für unterschiedliche ISO-Werte. Der eingestellte Wert 100 ist im Moment die niedrigste Option. Der höchstmögliche Wert, der als Zahl angegeben wird, beträgt 12800. Darüber gibt es noch eine Möglichkeit "High". Das ist noch einmal eine Verdoppelung. Die niedrigste Empfindlichkeit ist gleichzeitig die höchste Bildqualität. Hier haben Sie die brillantesten Farben, die größte Schärfe und das geringste Rauschen. Bildrauschen tritt, je höher die Empfindlichkeit ist, vor allen Dingen an dunklen Bildstellen auf. Das Rauschen kann entweder farbig sein oder auch ein Dominanzrauschen, Das heißt, Sie haben an einer Stelle, wo vom Motiv her ein dunkler Pixel sein müsste, haben Sie ab und zu eine helle Fehlstellung. Das ist ein Rauschen. Es gibt Fotografen, die sagen: "Das geht gar nicht. Ich brauche immer höchste Qualität." Die fotografieren also immer mit geringen ISO-Werten, so gering wie es irgendwie geht. Andere nutzen dieses Bildrauschen, um ihren Bildern einen Look zu verleihen, und sagen: "Das ist für mich eine gestalterische Komponente", so ähnlich wie vielleicht früher jetzt komme ich noch einmal auf die Analog-Fotografie zurück — das Filmkorn, auch einen speziellen Look, eine natürliche Wirkung hatte. Für viele war es ein besonderes Element der Bilder. Sie sehen also, Sie können mit diesen 3 Komponenten Einfluss nehmen, sowohl auf die technische Qualität Ihrer Bilder als auch auf die gestalterischen Möglichkeiten.

Canon EOS 700D Grundkurs

Lassen Sie sich die Bedienung Ihrer EOS 700D vom ersten Einschalten der Kamera bis hin zum richtigen Belichten erklären und erfahren Sie, wie Sie Ihre Kamera gekonnt einsetzen.

3 Std. 33 min (37 Videos)
Derzeit sind keine Feedbacks vorhanden...
 
Exklusiv für Abo-Kunden
Erscheinungsdatum:07.11.2013

Dieser Online-Kurs ist als Download und als Streaming-Video verfügbar. Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht entscheiden - sobald Sie das Training erwerben, erhalten Sie Zugang zu beiden Optionen!

Der Download ermöglicht Ihnen die Offline-Nutzung des Trainings und bietet die Vorteile einer benutzerfreundlichen Abspielumgebung. Wenn Sie an verschiedenen Computern arbeiten, oder nicht den ganzen Kurs auf einmal herunterladen möchten, loggen Sie sich auf dieser Seite ein, um alle Videos des Trainings als Streaming-Video anzusehen.

Wir hoffen, dass Sie viel Freude und Erfolg mit diesem Video-Training haben werden. Falls Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!