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Grundlagen der Videotechnik: Chromakeying

Belichtungsmessung

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Eine Belichtungsautomatik ist eine feine Sache. Dennoch gibt es Situationen, in denen eine Automatik keine optimalen Werte liefert. Für die Ermittlung der Belichtungswerte beim Einrichten einer Chromakey-Aufnahme sollte man auf jede Art von Automatik verzichten!

Transkript

Na zu jeder Kameras zumindenst die elektronischen, verfügen heute über einen eingebauten Belichtungsmesser. Er misst das vom Aufnahme-Objekt reflektierte Licht und errechnet eine Mittelwerte raus. Dazu kann man bei Fotokameras häufig zwischen einer Integralmessung einer Mittenbetonten oder einer Punkt oder Spotmessung wählen. Im Fall einer Belichtungsautomatik resultieren daraus die auf das Objektiv übertragenen Blendeneinstellungen, sowie die Belichtungszeit, abhängig vom voreingestellten Empfindlichkeitswert des Sensors, beziehungsweise des Filmmaterials. Diese drei Variablen ergeben gemeinsam den Belichtungswert eine Aufnahme. Sie werden klassisch auch als das Belichtungsdreieck dargestellt, von dem wir in den Kapiteln zur Aufnahme-Praxis noch hören werden. Die Elektronik in der Kamera bewertet den ermittelten Messwert als Mittelwert der Tonwertskala, die sie darstellen kann, als wäre es ein mittleres Grau und ist bei einer Film oder Video-Kamera die Belichtungszeit durch die Bildfrequenz weitgehend vorgegeben, kann, aber weiter verkürzt werden, wenn das gewünscht ist. Eine Verlängerung der Belichtungszeit ist hier nicht beliebig möglich, da das Aufnahme-Intervall der Einzelbilder durch die Bildfrequenz limitiert wird. Wenn ich eine Aufzeichnung mit der hier in Europa üblichen DV-Bildfrequenz von 25 Hertz aufzeichne, kann die Belichtungszeit für jedes einzelne Bild nur kürzer als 1/25 eine Sekunde sein. In mechanischen Film-Kameras wird die Hälfte einer Bild-Phase mit anderen Worten eines Einzelbildes für den Transport des Films ins BilfFenster benutzt. Eine umlaufende Blende sorgt dabei dafür, dass kein Licht auf das Filmmaterial trifft, solange es nicht im Film-Fenster fixiert ist. Elektronische Film und Videokameras bilden das nach, denn auch hier ist die standard Belichtungszeit die Hälfte der Bildfrequenz. Auch in Film und Videokameras gibt es eine Belichtungsautomatik. Da die Belichtungszeit schon festlegt, handelt es sich hier zunächst immer um eine Blendenautomatik und wird folklich auch als Autoaries bezeichnet. Stößt die Blendensteuerung dabei oben oder unten an ihre Grenzwerte, versucht die Automatik auch die beiden anderen Eckwerte des belichtungsdreiecks nachzuführen. Das, aber hat unter Umständen gleich mehrere unerwünschte Auswirkungen auf dem Bildinhalt. Erstens ändert sich die Belichtungszeit, dann ändert sich damit gleichzeitig auch der Grad an Bewegungsunschärfe im Bild, aber genau den gilt es gerade bei einer Chromakey-Aufnahme im Griff zu behalten, die wir später noch sehen werden. Zweitens mit dem Blendenwert haben wir einen direkten Einfluss auf die Schärfentiefe im Bild, die wir auch gestalterisch nutzen wollen. Die Festsetzung der Blendenöffnung durch die Automatik ist deshalb nicht hilfreich, denn eine unmotivierte Veränderung der Schärfe im Bild wurde als störend empfunden. Nun erlauben es uns moderne elektronische Kameras offenbar ganz anders als beim chemischen Film, die Empfindlichkeit des Sensors ausgedrückt durch seinen ISO-Wert, ASO-Wert scheinbar in weiten Grenzen zu verändern. Aus der Sicht der Anwender wäre es eine willkommene Erleichterung, wenn sich die Empfindlichkeit tatsächlich an beliebiges Umgebungslicht anpassen ließe. Und für das Marketing der Hersteller ist das eben so ein gern genommenes Argument, Flexibilität und Anwendernutzen verkaufen sich gut. Dass eine tatsächlich variable Empfindlichkeit der Sensoren jedoch ein Trugschluss und in der Anwendung meistens keine gute Idee ist, bleibt vielfach unbeachtet oder unerwähnt. Weicht man nämlich bei der Einstellung des ISO Wertes, von nativen wird die Sensors auch Basisempfindlichkeit genannt, ab, ob fragt man damit einen Teil der von der Kamera darstellbaren Tonwerte. Da moderne Kamerasensoren immer mehr Kontrastumfang erfassen können, mag man das hinnehmen. Den meisten Fotografen oder Filmemacher ist dieser Umstand, aber gar nicht bewusst. Die Automatik verändert bei einigen Kameras, aber genau diesen ISO Wert. Wenn man es nicht gezielt durch entsprechende Einstellungen, unterbindet. Beispiele hierfür sind die Kameras mit einem festen Blendenwert, wie unter anderem die GoPro und so gut wie alle Smartphones. Aber leider ist es oft gar nicht möglich an dieser Stelle bewusst einzugreifen. Eine Chromakey-Szene mit einer Belichtungsautomatik zu belichten ist, also nicht nur aus ästhetischer Sicht keine gute Idee. Wenn ich, aber aus ästhetischen Gründen eine möglichst große Blendenöffnung verwenden will die Belichtungszeit durch die Bildfrequenz weitgehend vorgegeben ist und der ISO Wert aus technischen Überlegungen heraus tunlichst nicht verändert werden sollte, welche Möglichkeiten bleiben dann, die Bildkomposition technisch und und ästhetisch einwandfreie vorzunehmen. Man sagt Fotografen und Cinematographen malen mit Licht. Was uns also bleibt, ist eine aktive Lichtgestaltung, das sogenannte ''Setzen'' des Lichtes nicht nur aus dem Blickwinkel der Ästhetik, sondern auch um die für den Chromakey-Effekt optimalen Beleuchtungswerte herbeizuführen. Ich meine damit die Veränderung des Abstands einer Lichtquelle zum Aufnahmeobjekt, das Verändern der Helligkeit über Dimmer, das Härter- oder Weichermachen des Lichtkegels und den Einsatz von Farbfolien und so weiter. Ich denke das macht deutlich, dass wir für Chromakey-Aufnahmen bewusste Entscheidungen treffen müssen und uns nicht auf eine irgendwie geartete Automatik verlassen können. Um exakte Belichtungswerte zu ermitteln, kommen wir folglich an der aktiven Benutzung von Messgeräten mindestens, aber an dem in der Kamera eingebauten Belichtungsmesser nicht vorbei.

Grundlagen der Videotechnik: Chromakeying

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