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Hochzeitsfotografie – Grundlagen

Belichtungsmessung

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Damit der Fotograf weiß, welche Kameraeinstellungen im Detail nötig sind, muss er um die konkrete Lichtsituation wissen. Moderne Kameras besitzen zwar integrierte Belichtungsmesser, doch oft sind externe Geräte noch immer das bessere Werkzeug.

Transkript

Licht und Belichtung: Eine der Themen mit in der Fotografie, in der Malerei, in der Videorubrik. Überall taucht das Thema Licht auf. Es rankt sich immer schön brav alles um das Licht und dann demzufolge natürlich auch um die richtige Belichtung; das ausgewogene Licht. Es gibt das unterbelichtete Bild, was zu dunkel ist; es gibt das überbelichtete, was einfach zu hell ist. D. h., wir versuchen natürlich möglichst ein gleichmäßiges Licht, eine gute Lichtauswahl zu schaffen. Ich halte hier gerade einen Belichtungsmesser in der Hand; das ist etwas, das ist schon sehr alt diese Geschichten. Früher konnten die Kameras nicht selber oder hatten keine integrierten Belichtungsmesser, deswegen gab es diese externen Geräte. Die sind aber auf keinen Fall veraltet, weil wir nutzen sie nach wie vor heute noch im Studio; weil wir einfach nicht die Möglichkeit haben, wenn wir selber Licht erzeugen mit fremden Lichtquellen, dann ist es für die Kamera eben schwer das zu messen. Deswegen werden diese Belichtungsmesser noch verwandt oder wir verwenden sie auch dafür. Ich drehe jetzt einmal hier am  Rad; man sieht, dass sich hier Werte verändern. Das sind die Werte, die ihr auch schon kennt. Das sind einmal die Blende - das ist der kleinere Wert - und die Belichtungszeit. Was passiert hier letztendlich nur? Man sieht: Sie verändern sich immer zueinander. Ich gehe da gar nicht weiter darauf ein. Sie versuchten immer, diesen gleichmäßigen, dieses gut ausgeleuchtete Licht zu schaffen. Das ist nichts anderes als das, was wir an der Kamera haben. Die Kamera hat mittlerweile diese Belichtungsmesser integriert; jede Kamera hat diese Belichtungsmesser integriert. Das sind wirklich ganz, ganz alte Geräte, die das noch nicht haben. Die modernen Kameras haben das alle. Was wir heute eigentlich besprechen möchten, ist die Frage: Wie sieht eigentlich die Kamera das Licht? Mir ist das ganz klar, ich nehme das irgendwie wahr. Da gibt es die Sonne, die auf mich herunter scheint und da habe ich das Licht, aber für die Kamera ist das eben nicht ganz so klar. Wir starten einfach hier - ich zeige mit dem Finger darauf: Hier gibt es ein Symbol, das ist der quadratische Punkt in der Mitte. Das ist die besagte matrische Messung. Wenn ich mein ganzes Blickfeld von dem, was die Kamera als Foto nachher darstellt zu Grunde lege, dann ist die matrische Messung diejenige, die versucht, vom äußeren Punkt bis zu den anderen Punkten das Bild harmonisch darzustellen. Also über die gesamte Fläche. Also wenn ich jetzt sage mal gesamte Fläche, also mir den Graukeil vorstelle, dann weiß ich: 0 Prozent das ist weiß, 100 Prozent das ist schwarz. Und die Kamera versucht in dem Bild, von oben bis unten, von links nach rechts, versucht sie möglichst halt irgendwo einen Weißpunkt zu setzen und irgendwo einen Schwarzpunkt zu setzen, wenn ich es eben richtig ausleuchte. Sie versucht es über die gesamte Fläche. Ich habe das auf der gesamten Fläche. Das ist in den meisten Fällen auch das richtige Licht. Das funktioniert wunderbar, das Bild wirkt sehr harmonisch. Aber es gibt eben diese Ausnahmen. Und diese Ausnahmen, die sind uns dann teilweise ja bekannt, das sind die berühmten Gegenlichtsituationen, um es als ein Beispiel mal zu nennen. Und wir versuchen wir uns ein Bild vorzustellen, wo eine Braut mit ihrem weißen Kleid in eine Kirche herein kommt. Das heißt, wie sieht das Bild ungefähr aus? Draußen ist es hell, die Sonne scheint; innen in der Kirche ist es dunkel. Das Bild, das ich jetzt gerade vor Augen habe - und ich hoffe Ihr auch - wird das sein, dass im Grunde genommen alles weiß ist, inklusive dem weißen Kleid der Braut; nur das Gesicht von der Braut, das wird ein bisschen Farbe haben, ist aber prozentual gesehen - und jetzt gehe ich mal wieder an meinen kleinen Monitor hier hinten dran - prozentual gesehen habe ich vielleicht hier in der Mitte einen gewissen Bereich wo das Gesicht ist, aber der Rest drumherum, der wird alles weiß sein. Was heißt das für die Kamera, die jetzt versucht von oben, dem einen Punkt bis unten zum anderen Punkt möglichst alles harmonisch auszuleuchten? Das wird bedeuten, sie wird versuchen in den überwiegend weißen Bereichen, wird sie versuchen das Bild auch in grau reinzuziehen. Das würde für das Gesicht natürlich bedeuten, das Gesicht ist schwarz; weil das ist von Anfang an schon der dunkelste Punkt, es hat die wenigsten Weißanteile. Das heißt also, das Gesicht wird schwarz sein; die Braut wird nicht zu erkennen sein.Also im Grunde genommen der klassische Scherenschnitt, sie würde versuchen, im Hintergrund noch irgendwas darzustellen; wahrscheinlich im Kleid noch ein bisschen noch ein paar Ab stufungen zu schaffen, aber im Wesentlichen ist es vielleicht nicht gerade da Bild, was wir haben möchten. Und vielleicht auch gerade nicht die Braut, weil die würde sich ja vielleicht ganz gerne im Gesicht sehen, wenn sie in die Kirche herein kommt. Aus diesem Grund gibt es noch mehrere Eistellungsmöglichkeiten an der Kamera, und ich komme noch mal zu einem zweiten Punkt: das ist die Integral-, oder wie wir es auch nennen, mittenbetonte Messung, das heißt, da wird ein Kreis in der Mitte nur noch als Grundlage genommen. Der ist also schon wesentlich kleiner als mein großes Messfeld, das heißt, hier gibt es einen Kreis. Und an den Profikameras, ich kann das einmal hier gerade zeigen, ist es so, dass ich die Größe dieses Kreises, wie groß ist dieser, den kann ich auch noch bestimmen. Ihr seht, wir haben hier gerade 12mm eingestellt, das heißt also, wieder gerechnet vom gesamten Bild, stelle ich mir hier also einen Kreis in der Mitte um den Fokuspunkt herum vor, und den habe ich als 12mm, also ein fester Wert angegeben. Ich kann ihn kleiner stellen, mit 8mm, ich kann natürlich wesentlich grösser werden, mit 20mm, 12 ist für uns so eine  Maßeinheit, wo wir sagen: "Damit können wir sehr, sehr gut leben." Nehmen wir mal das Bild von unserer Braut. Die Braut schreitet ein. Und wenn wir uns jetzt wieder das ganze Bild angucken, und ich sage, ich habe den überwiegenden Teil weiß, und ich nehme jetzt nur noch mal einen ganz-- Nehmen wir doch mal den hier, das ist der kleinste Finger. Wir nehmen nur den ganz kleinen Finger, und ich tipp hier einmal drauf und sage, dieser kleine Finger ist derjenige welcher, der das Gesicht der Braut darstellt. Dann sehen wir gerade, dass selbst so ein kleiner Kreis von 8mm Durchmesser, der würde nicht ausreichen. Das heißt also, ich hätte immer noch unglaublich viele Weißanteile im Bild, und die Kamera würde versuchen, in meinen 8mm Kreis rein, bei der Integralmessung, würde sie versuchen, diese Bandbreite von grau zu schwarz, oder von weiß zu schwarz darzustellen über grau, aber ich hätte immer noch zu viel weiß da drin.Und da gibt es noch einen dritten Punkt an der Kamera. Und ich gehe hier mal drauf. Und das ist auch hier dargestellt als nur ein Punkt. Das ist die berühmte Spotmessung. Und die Spotmessung ist wirklich nur ein Punkt. ,Das ist im Grunde genommen... Stimmt nicht so ganz. Aber ich gehe mal gerade hier bei der Kamera auf den "Live View" , dann bekomme ich im Display hinten einen Fokuspunkt angezeigt. Ihr seht, der ist [gesehen] am Gesamtbild relativ klein. Dieser Spot ist fast noch ein bisschen kleiner; ich kann den Spot förmlich aufs Auge setzen. Der Spot ist also die kleinste Einheit, in der ich dann der Kamera vorgeben kann: Bitte nehme nur diesen kleinen Bereich als Grundlage, um dein gesamtes Spektrum von weiß zu schwarz darzustellen. An der Kamera-- wenn wir durchgucken und meistens auch in der Hitze des Gefechtes, da vergisst man das dann teilweise, dass man die Spotmessung dran hat. Man merkt das erst immer wieder, wenn man die Kamera nur ein bisschen bewegt und die Belichtungsanzeige wirklich am springen ist wie verrückt, weil sie-- man nimmt nur Millimeter Veränderungen vor und auf einmal ist man überbelichtet oder unterbelichtet; aber nicht nur ein bisschen überbelichtet oder etwas unterbelichtet, sondern das sind dann immer Extreme, weil die Kamera versucht, in diesem Kleinstbereich diese ganzen Sachen darzustellen. Aber: Trotz alledem ist es einfach so.  Wenn man wenig Zeit hat, also genau bei dem Thema die Braut kommt in die Kirche hinein. Das ist nie langsam, die schreiten wirklich einen Marsch zum Altar hin, das heißt also man hat wenig Zeit. Man sitzt als Fotograf davor, man will natürlich auch nicht überrannt werden, das heißt man hat die Möglichkeit vielleicht drei, vier, maximal fünf Bilder zu machen und dann ist man aus dem Gang auch schon wieder weg. In solchen Fällen, wo ich mir nicht ganz sicher bin, ob das passt, nutze ich natürlich dann die Spot-Messung. Das heißt ich nehme die Spot-Messung aufs Gesicht. Ich weiß das Gesicht ist sauber ausgeleuchtet, von einem Punkt der sehr sehr hell ist zu einem Punkt der sehr sehr dunkel ist. Das ist eine gleichmäßige Gesichtsausleuchtung. Und mich interessiert der Rest halt eben gar nicht, weil es in diesem Moment darum geht, dass möglichst die Braut sich auch nachher erkennen kann. Aber wie gesagt, auch wenn ich dann schon mit der Spot-Messung auf den Brautvater oder den Bräutigam gehe, dann wird das Bild völlig anders werden. Die Belichtungsveränderungen sind sehr sehr schnell. Deswegen schalten wir auch meistens nachher wieder in den Integral-Modus zurück, wo wir sagen, wir möchten nur einen bestimmten Modus haben oder aber direkt wieder auf die matrische Messung, weil die eben tatsächlich zu 95 Prozent der Fälle immer ganz gut funktioniert. Und alles andere, da drehen wir eben am Rad hoch und runter und versuchen, die Belichtung wieder möglichst sauber rein zu kriegen. Aber das sind so die drei Einstellmöglichkeiten, die ihr an eurer Kamera einstellen könnt. Die der Kamera vorgeben, wie seht ihr oder wie möchtet ihr, dass die Kamera das Licht sieht, was ihr wahrnehmt. Und mit dieser Einstellung habt ihr dann die Möglichkeit, das Bild richtig auf den Punkt zu belichten.

Hochzeitsfotografie – Grundlagen

Machen Sie sich mit dem emotionalen, erlebnisorientierten Stil der Hochzeitsreportage vertraut und profitieren Sie von den Erfahrungen und Ideen zweier professionellen Fotografen.

5 Std. 51 min (52 Videos)
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