Canon EOS 70D Grundkurs

Belichtungsmessmethoden

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Die vier Belichtungsmessmethoden der EOS 70D bieten für jede Beleuchtungssituation das optimale Werkzeug zur Ermittlung der geeigneten Einstellungen.
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Transkript

In der 70D ist ein Belichtungsmesser eingebaut. Das ist bekannt und sinnvoll und nichts Neues für Sie. Vielleicht aber, dass Ihnen vier verschiedene Belichtungsmessmethoden zur Verfügung stehen. Sie können die einstellen, indem Sie beispielsweise, oben auf der Gehäuseoberseite auf den zweiten Knopf von rechts drücken. Dann sehen Sie auf dem Display die vier verschiedenen Methoden: Mehrfeldmessung, Selektivmessung, die Spotmessung und die mitten betonte Messung. Standardmäßig ist die Mehrfeldmessung eingestellt und sie ist bei den meisten Anwendungen auch die sinnvollste und beste Wahl. Aus meiner Erfahrung in ungefähr 95 Prozent aller Aufnahmesituationen, sind Sie mit dieser Messung am besten bedient. Und bei einer Digitalkamera ist es natürlich auch super einfach mit beispielsweise dieser Messmethode eine Aufnahme zu machen. Und wenn Sie dann feststellen, dass das Ergebnis nicht ganz ihren Vorstellungen entspricht, dann können Sie überlegen vielleicht eine andere Messmethode zu wählen oder eine Belichtungskorrektur zu wählen. Bei dieser Mehrfeldmessung werden unterschiedliche Segmente des Bildes, biltzschnell, sozusagen, in der Kamera miteinander verglichen, was die Belichtungsmessung betrifft. Die Kamera hat gespeicherte Erfahrungswerte, so dass sie dann weiß, könnte es eine Gegenlichtaufnahme sein oder ist es hier eine Aufnahme in heller Umgebung, wo es auf geringen Kontrast ankommt und dann bietet sie automatisch einen sehr, sehr guten Vorschlag, die Lösung der richtigen Belichtung an. Die Selektivmessung, die nimmt einen Kreis in der Mitte des Bildes von etwa sieben Prozent, den zieht sie zu Rate und lässt den Rest des Bildes dann unberücksichtigt. Die Selektivmessung ist ebenso wie die Spotmessung, die einen noch etwas kleineren Bildteil, nämlich nur drei Prozent zu Rate zieht, die ist immer dann sinnvoll, wenn das Motiv sich in der Helligkeit deutlich von dem unterscheidet, was da außen rum ist. Also wenn großer Kontrast vorliegt. Das kann ein kleines dunkles Element in einer wenig relevanten hellen Umgebung sein. Beispielsweise ein Skifahrer im Schnee, auf einem Schneefeld oder aber ein Schauspieler vor einem dunklen Bühnenhintergrund. Und da ist es dann sinnvoll dieses kleine Bildteil, dieses bildwichtige Detail anzumessen, davon spricht man dann, mit eben der Selektiv- oder der Spotmessung. Dann ist es sinnvoll auf diesen, dieses Feld umzuschalten. Sinnvoll kann es auch sein, Selektiv- oder Spotmessung zu verwenden, wenn Sie eine Belichtungsmessung auf eine Graukarte, also eine Hilfe zur Belichtungsmessung nutzen. Eine Graukarte, die Sie dann in ihr Motiv halten. Das ist dann mehr bei Aufnahmen, auf kurze Aufnahmedistanz sinnvoll und auch hilfreich. Die letzte Messmethode, die mitten betonte Messung, die stammt noch aus der Zeit der Analogfotografie. Da war das weit verbreitet, dass man davon ausgeht, dass alles im Bild irgendwie wichtig und bildrelevant für die Belichtungsmessung ist. Dass aber sehr wahrscheinlich ist dass das Wesentliche sich in der Bildmitte befindet, deshalb wird die Mitte stärker berücksichtigt bei der Messung als der Rand und dann verläuft praktisch der Messbereich so nach außen weich weg. Das heißt, je weiter etwas weg ist vom Bildzentrum, desto weniger wird es bei der Belichtungsmessung berücksichtigt. Wenn Sie sich ein bisschen mit diesen Messmethoden beschäftigen wollen, dann wäre mein Tipp, machen Sie sich doch mal einen Aufbau, setzen Sie die Kamera auf das Stativ, stellen verschiedene Sachen in diesen Aufbau, schauen Mal ob es einen Unterschied macht, wenn Sie jetzt im mittleren Helligkeitsbereich Sachen haben, ob da gleich oder ähnliche Werte rauskommen oder aber Sie stellen auf so einen dunklen Fotohintergrund oder ein dunkles Stofftuch, irgendein helles Element, eine helle Tasse beispielsweise und dann schauen Sie, wie unterschiedlich die Ergebnisse tatsächlich sind. Das ist für den Anfänger sicherlich nicht notwendig, die Messmethoden zu kennen und zu wechseln. Sie kommen mit den Standardeinstellungen sehr gut zum Ziel und wenn Sie da mal nicht zum Ziel kommen, dann können Sie natürlich auch anstelle der Messmethodenänderung eine Belichtungskorrektur oder eine Belichtungsspeicherung vornehmen.

Canon EOS 70D Grundkurs

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3 Std. 46 min (40 Videos)
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Erscheinungsdatum:26.03.2014

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