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Canon EOS 700D Grundkurs

Belichtungsmessmethoden

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Die vier Belichtungsmessmethoden der EOS 700D bieten für jede Beleuchtungssituation ein optimales Werkzeug zur Ermittlung der geeigneten Einstellungen. Lernen Sie hier Kriterien für die passende Wahl der Methode kennen.
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Transkript

In Ihrer Kamera ist ein Belichtungsmesser eingebaut, und die Belichtung wird durch das Objektiv gemessen, d.h. unabhängig davon, ob Sie eine kurze Brennweite, eine lange Brennweite oder eine Nahaufnahme machen, vielleicht mit Zwischenringen oder Balgengerät, die Belichtung wird immer durch das Objektiv durchgemessen, also auf dem Weg, wie auch die Aufnahme entsteht. Das war nicht immer so. Früher gab es Handbelichtungsmesser. Da haben Sie extern gemessen, mussten den Wert übertragen und je nachdem, wenn Sie Nahaufnahmen gemacht haben, mussten Sie auch einen Verlängerungsfaktor zusätzlich noch mitberechnen, um zur richtigen Belichtung zu kommen. Das, wie gesagt, geht bei Ihrer 700 D durch das Objektiv. Die Belichtungsmessung kann auf unterschiedliche Arten erfolgen. Es stehen Ihnen vier verschiedene Messmethoden zur Verfügung. Wenn Sie auf die Schnellwahltaste drücken, finden Sie in der unteren Zeile, ziemlich in der Mitte, das Feld für die Messmethode. Hier sehen Sie die vier Messmethoden: Mehrfeldmessung, Selektivmessung, Spotmessung und die mittenbetonte Messung. Die Mehrfeldmessung ist die ausgefeilteste der vier Messmethoden. Da werden Belichtungsmessungsinformationen auch abhängig von der verwendeten Brennweite aus unterschiedlichen Bildstellen miteinander verglichen. Verglichen mit sehr viel gespeicherten Werten, innerhalb der Kamera, und dann wird so die passende Belichtung ermittelt. Ich habe jetzt hier, um Unterschiede bei den Messmethoden deutlich zu machen, einen kleinen Aufbau stehen, und zwar, habe ich ein Motiv gewählt, bei dem ich eine große dunkle Fläche und eine vergleichsweise kleine helle Fläche habe. Das heißt, ich habe einen großen Kontrast in der Helligkeit, aber auch einen großen Kontrast in der Menge, nämlich viel Dunkel und wenig Hell. Umgekehrt, mit viel Hell und wenig Dunkel ginge es genauso. Dieses Testbeispiel steht natürlich für Motive, die Sie in Ihrer alltäglichen Fotopraxis finden. Das kann etwas helles, in einem großen dunklen Umfeld, kann beispielsweise ein Schauspieler auf einer wenig beleuchteten Bühne sein, große Fläche und nur eine Spotbeleuchtung auf dem Schauspieler oder ein Sänger, was auch immer, oder aber umgekehrt, viel Hell, wenig Dunkel. Das kann ein Schifahren auf einer tollen weißen Schneefläche sein, und Sie möchten die Einsamkeit und die Ruhe darstellen, durch großen Kontraste zwischen viel freier weißer Fläche und der einsamen Person. Das wären Motivbeispiele. Jetzt schauen wir einfach mal, was die Mehrfeldmessung aus diesem Motiv macht. Ich aktiviere also einmal die Messung, sehe es wird jetzt angezeigt: eine fünftel Sekunde, Blende 5/6 und 100 ISO. Ich mache dann meine Aufnahme mit dieser Einstellung. Dann gehe ich auf die Messung, stelle jetzt die Selektivmessung ein und sehe, schon ein anderer Wert, eine dreizehntel Sekunde, Blende 5/6, mache auch da eine Vergleichsaufnahme. Bei der Selektivmessung wird nicht das ganze Bildfeld gleichmäßig gewichtet in der Messung sondern um den Mittelkreis ein etwas größeres Element. Schauen wir uns die nächste Messmethode an, die Spotmessung. Bei der Spotmessung wird nur ein sehr kleiner Bildkreis in der Mitte, ein kleiner Punkt, gemessen. Das heißt, hier kann man sehr genau wenig Fläche anmessen. Man spricht in diesem Fall — ich habe es gerade verwendet — von "Anmessen". Wir schauen mal, welche Werte die Kamera jetzt hier ausspuckt. Eine fünfzehntel bei Blende 5/6. Und dann kommen wir zur dritten Messung. Sie sehen also jetzt schon, die Werte unterscheiden sich doch etwas. Denn sinnvollerweise habe ich das Beispiel auch so ausgewählt, dass  unterschiedliche Werte herauskommen. Hier kommen wir auf die letzte Messung. Das war jetzt hier eine achtel Sekunde bei Blende 5/6 bei der Integralmessung. Die ist eine mittenbetonte Messung, das restliche Bildfeld wird ein bisschen berücksichtigt, aber der Schwerpunkt liegt in der Mitte. Wenn wir uns jetzt die Bilder anschauen — und hier stelle ich einmal die Vergrößerung ein — das war das letzte Bild, das Vorletzte, dann sehen Sie, dass Unterschiede zutage treten. Und Sie sehen, dass hier die Mehrfeldmessung, die im Allgemeinen bei den meisten der Motive wirklich also 95 Prozent aller Motive funktioniert die Mehrfeldmessung ganz ausgezeichnet. Die ist hier nicht so gut wie die Spotmessung. Das liegt natürlich auch an dem sehr speziell ausgewählten Motiv. Sie sehen also, es gibt unterschiedliche Messmethoden für Ihre jeweiligen Beleuchtungssituationen für die unterschiedlichen Kontraste. Die Ergebnisse lagen jetzt nicht so weit auseinander, dass man nicht sagen würde, das eine kann man nicht ein bisschen bearbeitungstechnisch noch ein bisschen abdunkeln und das andere vielleicht ein bisschen aufhellen. Zu dunkel war jetzt eigentlich keines. Jedoch ist es natürlich schon so, alles, was ich vor der Aufnahme richtig einstellen können, brauchen Sie hinterher nicht zu machen. Und ein Weg, zu einem richtig belichteten Bild zu kommen, ist schon im Vorhinein eine für das Motiv entsprechende Messmethode zu wählen. Eine ganz andere Möglichkeit wäre, bei einer konstanten Belichtungsmessmethode zu bleiben und eine Belichtungskorrektur einzustellen. Doch ganz egal, wie Sie zu einem gutbelichteten Bild kommen, den fertigen Bild sieht man nicht an, auf welchen Weg — was die Belichtungsmessung betrifft — es entstanden ist.

Canon EOS 700D Grundkurs

Lassen Sie sich die Bedienung Ihrer EOS 700D vom ersten Einschalten der Kamera bis hin zum richtigen Belichten erklären und erfahren Sie, wie Sie Ihre Kamera gekonnt einsetzen.

3 Std. 33 min (37 Videos)
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Erscheinungsdatum:07.11.2013

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