Foodfotografie: Grundlagen

Belichtungsdreieck

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In modernen Spiegelreflexkameras steuern die Einstellungen des ISO-Werts, der Blende sowie der Verschlusszeit das Aussehen einer Aufnahme.
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Transkript

Moderne Spiegelreflexkameras bieten eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten und Reglern, um die Bildgestaltung und das Bild zu beeinflussen. Im Endeffekt sind es aber genau drei Werte, das sogenannte Belichtungsdreieck, das steuert, wie unser Bild aussehen wird. Die drei Werte sind: ISO, Blende und Verschlusszeit. Mit diesen drei Werten werden wir auch in der Food-Fotografie viel arbeiten, um zu bestimmen, wie unser Bild ausschaut, und um gewisse Effekte zu verwenden und das Bild richtig in Szene zu setzen. Der ISO-Wert steuert die Empfindichkeit des Sensors. Man kann hiermit steuern, wieviel Licht ich brauche, um ein gutes Foto zu machen. Beim Standardwert ISO 100, das ist der niedrigste Wert, den man hier hat, brauche ich relativ viel Licht, um ein gutes schönes farbenfrohes Foto zu machen. Je höher ich diesen ISO-Wert raufschalte, auf ISO 400, 800 bis zu 6.400 sind Werte, die moderne Spiegelreflexkameras heutzutage problemlos verkraften. Desto weniger Licht brauche ich, um ein Foto zu machen. Es eignet sich gut, um abends im dunklen Restaurant noch ein schönes Foto zu machen. Der Nachteil ist aber, der Sensor wird empfindlicher und es kommt ein Rauschen ins Bild. Besonders in den dunklen Tönen und in den Schatten sieht man ein sehr starkes Farbrauschen und je nach Kamera bzw. Sensor gibt es einfach einen Punkt, ab dem ich sage: Dieses Foto ist leider nicht mehr zu verwenden. Hängt natürlich auch ein bisschen vom Verwendungszweck ab. Wenn ich das Ganze auf einer Plakatwand 3x4 Meter bringen möchte, dann muss die Bildqualität wesentlich höher sein, als wenn ich das runterskaliere auf 600 Pixel für einen Foodblog, wo viele Fehler einfach verschwinden, indem ich es runterreduziere, bzw. wo ich auch ein bisschen tricksen kann in der Nachbearbeitung. Prinzipiell in der Food-Fotografie - besonders, wenn wir das Licht steuern wie hier im Studio - wollen wir den ISO- Wert auf den niedrigsten Wert einstellen, damit wir die besten, qualitativen Fotos kriegen. In unserem Fall werden wir den einfach auf ISO 100 lassen. Die Blende ist der zweite Wert, mit dem wir spielen werden, und ist ein sehr wichtiger Faktor für die Food-Fotografie. Die Blende steuert, wie weit das Objektiv aufmacht und wieviel Licht es auf einmal reinlässt. Je weiter, je größer diese Öffnung ist, desto mehr Licht fällt auf einmal ein. Und es beeinflusst auch die Tiefenschärfe. Wieviel von meinem Foto ist tatsächlich scharf? Und wo beginnt dann das Ganze in die Unschärfe zu verschwinden? Mit desem Bildlement steuern wir den Blick des Betrachters. Wenn wir ein schönes, saftiges Steak haben und im Hintergrund eine Bar, wollen wir, dass der Betrachter auf dieses Steak schaut, und sich nicht von irgendwelchen Elementen im Hintergrund ablenken lässt. Dazu kann man wunderbar mit der Tiefenschärfe arbeiten. Das setzt eine große Blende voraus. Die dritte Variable, mit der wir arbeiten, ist die Verschlusszeit. Die Verschlusszeit regelt, wie lange das Objektiv offen bleibt, wie lange die Kamera Licht aufnimmt, um ein Bild zu belichten. Man verwendet das oft, um Bewegungseffekte einzufangen. Man kennt diese klassischen Light-Trails, die man auf der Autobahn sieht, wo die Autos vorbeifahren und alles nur in Linien ausgefahren ist. Bei uns, Thema Food-Fotografie, haben wir es relativ einfach. Unser Essen wird sich im Normalfall nicht viel bewegen, hoffentlich gar nicht, dementsprechend können wir auch mit der Verschlusszeit relativ variabel umgehen. Ganz salopp gesagt, die Verschlusszeit ist uns egal. Es bewegt sich nichts, und wenn ich vom Stativ arbeite, kann auch nichts verwackeln, weil keine Bewegung im Bild ist. Wenn ich im Studio arbeite mit Blitzlicht, steuere ich sowieso die Belichtung darüber und brauche mir da keine Sorgen zu machen. Zusammengefasst gibt es drei Werte, die wichtig sind: ISO, Blende und Verschlusszeit. Für die Food-Photography werden wir schauen, dass wir im ISO-Bereich möglichst niedrig bleiben, idealerweise bei 100. Mit der Blende steuern wir unter anderem die Tiefenschärfe. Hier werden wir schauen, dass das Subjekt, das wir fotografieren, gut im Fokus ist und alles Andere in die Unschärfe verschwindet. Wir werden mit relativ offener Blende arbeiten, Werte um 2,8 - 4 sind hier klassisch zu verwenden. Die Verschlusszeit ist variabel, weil wir uns danach richten, wie lange wieviel Licht gebraucht wird. Wenn wir mit einem Blitz arbeiten, kein Thema. Wenn wir einfach mit natürlichem Licht arbeiten und die Kamera auf ein Stativ montieren, gibt es auch keine Probleme.

Foodfotografie: Grundlagen

Lernen Sie, wie Sie Essen gekonnt in Szene setzen und fotografieren, sodass dem Betrachter das Wasser im Mund zusammenläuft.

1 Std. 19 min (31 Videos)
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