Lightroom Classic CC / Lightroom 6 lernen

Belichtung und Tonwerte

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Nach der Bildauswahl steht die Entwicklung der Aufnahmen an. Neben hilfreichen Tipps zum Workflow lernen Sie in diesem Video alles Wichtige zu den Grundeinstellungen und erfahren, wie Sie Ihr Bild sicher und in der richtigen Reihenfolge optimieren.
06:27

Transkript

Wenn Sie Ihre Bildauswahl getroffen haben wollen Sie Ihre Bilder sicherlich entwickeln. Erste Belichtungskorrekturen stehen zuerst an, und dann natürlich eine motiveigene Entwicklung. Dafür verlassen Sie die Bibliothek und wechseln in das Entwickelnmodul. Auch hier ist es sinnvoll, dass Sie von einer Sammlung aus starten. Denn die Bildorganisation in Ordnern sehen Sie im Entwickelnmodul nicht mehr. Die Sammlungen sind allerdings nach wie vor verfügbar. Wenn ich mir hier mal, im Entwickelnmodul die linke Seite aufklappe, dann sehen Sie im unteren Bereich, dass Sie auch hier die Sammlungen haben und auf diese zugreifen können. Wie gehe ich nun in einer Entwicklung vor? Es gibt ja viele verschiedene Regler in Lightroom. Ich starte mal mit den sogenannten Grundeinstellungen, die Sie hier in diesem Bereich finden. Ich wähle mir mal ein Bild aus, das offensichtlich Korrekturbedarf hat. Dann schauen wir uns das mal an. Das sind ja jede Menge Regler und man muss sich irgendwann mal fragen, womit fange ich denn an, wie starte ich denn eine Korrektur. Ich möchte Ihnen mit diesem Film einen Weg aufzeigen, wie Sie jedes Bild in den Griff bekommen und sicher und in der richtigen Reihenfolge korrigieren können. Werfen Sie immer mal einen Blick auf´s Histogramm, denn dieses zeigt Ihnen schon ziemlich genau an, was mit Ihrem Bild los ist. Das Bild hier, was ich mir auch größer anzeigen lassen kann wenn ich die linke Palette wegklappe, ist etwas unterbelichtet. Das sehen wir auch, die Tonwerte sind hauptsächlich im unteren Bereich. Ich sehe, ich habe überhaupt keine Tonwerte im oberen Bereich, also kein Weiß. Das ist bei einem Tief, wo offensichtlich Weiß im Spiel ist, natürlich nicht ganz richtig, deshalb starte ich mal mit der Korrektur. Und ich arbeite jetzt nicht zuerst an der Belichtung, also ich wiederhole nicht das, was ich in der Kamera hätte tun sollen, weil die Belichtung in erster Linie im Mittelbereich ansetzt. Sondern ich sorge erst für die Grenzwerte, dass das Bild ein richtiges Weiß und Schwarz hat. Sie sehen hier, dass die Tonwertregler von Belichtung über Lichtertiefen zu Weiß und Schwarz gehen. Wenn ich hier rüber gehe, sehen Sie im Histogramm oben, dass immer ein kleiner bestimmter Bereich ge-highlighted ist. Umgekehrt ist es auch so, wenn Sie mit der Maus über das Histogramm gehen, dass Ihnen der Bereich angezeigt wird, den Sie direkt auch im Histogramm korrigieren könnten, aber auch der entsprechende Schieberegler wird ge-highlighted, so dass Sie dann gleich unten sehen, welcher Schieberegler für welchen Tonwertbereich verantwortlich ist. Aber wo setze ich jetzt an? Ich setze erst an den äußersten Tonwertgrenzen an. D.h. ich sorge dafür, dass das Bild ein stabiles Schwarz, ein stabiles Weiß hat und dann kümmere ich mich um alles, was dazwischen passiert. Hier in diesem Bild möchte ich jetzt dafür sorgen, dass das Weiß richtig rauskommt, also ziehe ich den Weißregler immer weiter nach rechts. Es wird klarer und Sie sehen, dass sich die Mitteltöne nur marginal verändern. Klar wird das Ganze mitgezogen, aber nicht primär. So kann ich ein Weiß erzeugen. Wenn Sie oben einen Blick in´s Histogramm werfen, sehen Sie, dass da ein kleines Dreieck entsteht. Dies warnt Sie vor, dass hier ein sogenanntes beschnittenes Weiß, also ein absolutes Weiß entsteht, wo keinerlei Zeichnung mehr drin ist. Ich kann bloß am Bild nicht genau überprüfen, wo dieses Weiß entsteht. Deshalb drücke ich die "Alt-Taste." Mit der Alt-Taste wird das ganze Bild geschwärzt und nur die Stellen im Bild angezeigt, wo dieses beschnittene Weiß entsteht. Jetzt kann ich meinen Weißregler soweit zurück regeln, dass halt dieses keine Flächen einnimmt, wie z.B. in diesem Fall, sondern nur ganz kleine Pixelchen ein absolutes Weiß haben, wenn überhaupt. Ich lasse die Alt-Taste mal los, um zu gucken, wo diese angezeigten Bereichen sind, und sehe, das ist da in dem Korbgeflecht. Da brauch ich eigentlich kein gleißendes Weiß, da reicht mir ein gedecktes Weiß. Also werde ich jetzt soweit zurück korrigieren, bis diese hellen Markierungen gerade weg sind und ich damit den hellsten Punkt meines Bildes erstellt habe. Genau so mache ich es im Schwarz auch. Alt-Taste gedrückt, dann regeln bis ich nur ganz kleine Details habe, und so dafür sorge, dass im Bild auf jeden Fall ein Tiefschwarz ist, ich auf jeden Fall einen tiefen Schatten habe. Mit diesen äußersten Grenzwerten kann ich jetzt in die Belichtung gehen, und optisch die Helligkeiten meines Bildes bestimmen. Dann gibt es noch zwei weitere Regler, die Lichter und die Tiefen. Die kann ich dann benutzen, wenn die Belichtung in dem einen oder anderen Bereich etwas anstellen würde, was mir nicht so recht wäre. Ich möchte jetzt hier, um die Tiefen noch etwas aufzuhellen, noch mehr die Belichtung anziehen, dann werden die hellen Bereiche aber zu hell. Deshalb ziehe ich das wieder ein wenig runter, ziehe dafür die Tiefen hoch, die eher im unteren Tonwertbereich ansetzen. Ich kann so das Dumpfe etwas aus dem Bild raus nehmen. Das ist also eine sehr schöne Möglichkeit mit diesen Schwerpunkten in der Tonwertkorrektur, ganz gezielt Ihr Bild zu entwickeln. Das probiere ich jetzt noch mal an einem anderen, ganz anders gelagerten Motiv, nämlich diesem hier. Wenn ich hier auf die gleiche Art und Weise vorgehe, mit dem Weiß starte und gleich die Alt-Taste drücke, sehe ich hier gibt es schon beschnittene Lichter und Tiefen. Klar, ich habe hier Reflexe im Bild und die sind natürlich immer weiß, d.h. mein maximales Weiß im Bild habe ich schon. Hier ist gar kein Korrekturbedarf für das Weiß. Das gleiche überprüfe ich mit dem Schwarz. Auch hier ist es so, dass ich relativ schnell einen schwarzen Schattenbereich, ein Tiefschwarz erzeuge, so! Jetzt ist wahrscheinlich die Belichtung dran. Damit kann ich halt deutlich heller werden und das Ganze mal sozusagen ins Tageslicht heben. Das war je ein deutlich unterbelichtetes Bild. Übrigens, Sie können auch ganz bewusst auf den Belichtungsregler verzichten, oder den nach hinten stellen. Wenn ich z.B. in diesem Fall die harten Schatten beibehalten möchte, das ganze Bild aber trotzdem offener in den Lichtern machen möchte, dann ziehe ich zuerst die Lichter nach oben. So klare ich das dadurch in den Lichtern auf, bevor ich dann nur ein bisschen mit der Belichtung noch etwas draufsetze. So habe ich eine ganz andere Korrektur gemacht, weil das Bild eine andere Korrektur benötigt hat. Aber die Korrekturreihenfolge, die ich benutzt habe, war haargenau die selbe. Und so können Sie sich wirklich an jedes Bild rantasten. Grenzen Sie erst Schwarz und Weiß für die äußeren Tonwerte ab. Dann kümmern Sie sich um die Mitteltöne, in erster Linie mit der Belichtung, aber evtl. auch mit den Lichtern und Tiefen, wenn dort Korrekturbedarf besteht.

Lightroom Classic CC / Lightroom 6 lernen

Lernen Sie, wie schnell und einfach Sie mit Lightroom CC / Lightroom 6 Ihre Bilder organisieren, entwickeln und weitergeben bzw. präsentieren können.

3 Std. 9 min (32 Videos)
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