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Einfach fotografieren lernen

Belichtung, Klarheit, Weißabgleich

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Wer im RAW-Format fotografiert, dem stehen viele Korrekturoptionen offen. In diesem Film sehen Sie, wie Belichtung, Weißabgleich, Lichter und Klarheit angepasst werden.
06:48

Transkript

Wenn Sie zu den Fotografen zählen, die sich entschieden haben, ihr Bild als Raw-Bild in der Kamera zu speichern, also nicht das JPEG zu nutzen, sondern das RAW-Format, das Ihre Systemkamera Ihnen zur Verfügung stellt, dann müssen Sie früher oder später Ihr RAW-Bild konvertieren, also dafür sorgen, das aus diesem RAW-Bild ein JPEG oder ein Tiff wird, oder was auch immer. Es ist ja nicht schlimm, wenn Sie das als JPEG später speichern, aber in diesem Fall, wenn Sie es selbst konvertieren, dann wissen Sie, dass Ihr JPEG genau so ausieht, wie Sie wollen und nicht wie die Kamera das möchte. Deswegen machen wir das, wir konvertieren mal ein RAW-Bild, gehen also in Photoshop zu "Datei öffnen". Selbstverständlich müssen Sie das nicht in Photoshop machen, Sie können es selbstverständlich auch in Lightroom machen, die Kamera Software dazu nutzen, die der Hersteller Ihnen eventuell beigelegt hat, ich nehme in diesem Fall Photoshop, weil es warscheinlich der am Weitesten verbreitete Standart ist. Aber auch, weil der RAW-Konverter in Lightroom verhältnismäßig ähnlich ist. Zumindest mal die Dinge die wir nun machen, die werden Sie in Lightroom sicherlich an ähnlicher Stelle finden. Also, "Datei öffnen", das machen wir mal. Da finden wir diese Dateien hier. Die oberste mit den beiden Endzahlen 48, die öffnen wir jetzt einmal. Sobald man die öffnet, öffnet sich der RAW-Konverter. Der zeigt nun erst einmal an, mit welcher Kamera das Ganze fotografiert wurde. Er zeigt Ihnen natürlich das Bild an, Sie bekommen eine Werkzeugleiste. Und Sie bekommen eine ganze Menge Möglichkeiten Ihr Bild zu korrigieren. Machen Sie das nicht gleich wieder zu, brechen Sie es nicht gleich ab, es sieht schlimmer aus als es ist. Zumal ich weiss wie das ist, wenn man so etwas zum ersten Mal sieht. Ich möchte Ihnen auch gar nicht den gesamten RAW-Konverter erklären, sondern Ihnen zeigen, wie Sie mit wenigen Handgriffen dieses Bild tatsächlich zu einem guten Bild machen können. Das es das im Moment noch nicht ist, das kann man glaube ich relativ zweifelsfrei sehen. Wir haben hier grässlich unterbelichtet. Der Himmel läuft hier oben schon in Schwarz weg und würde man das nun als JPEG ausgeben, oder hätte man das als JPEG die Kamera ausgeben lassen, dann hätten Sie im Moment kaum mehr Möglichkeiten, das zu korrigieren. Ein klein wenig schon, aber wenn Sie die Belichtung so korrigieren, wie sie korrigiert werden müsste, dann würden Ihnen hier schon ganz kriselige Artefakte im Himmel auffallen, das ist nicht wirklich schön, deswegen ist es auch sinnvoll das RAW-Format zu verwenden. Ich beginne mal mit etwas ganz einfachem. Ich beginne mit einem Weissabgleich. Dazu sollte man allerdings im Bild eine graue Stelle finden, und dieser Griff, der ja offenbar auf Material beruht das reflektiert, dieser Griff hat ja durchaus ein paar graue Stellen. An dieser Stelle hier würde ich sagen, "nein", da reflektiert sich der Himmel. Da wollen wir nicht unbedingt ran, aber an der Stelle hier, da scheint es jetzt schon einigermaßen Grau zu sein. Also hole ich mir diese Pipette, nicht die rechte, sondern die linke, die Pipette für den Weissabgleich und klicke erst einmal hier ins Bild. Jetzt haben Sie gesehen, dass das ganze Bild ein Stück gelber geworden ist. Wir haben noch immer einen blauen Himmel, wir haben noch immer Metall, aber es ist eben nicht mehr unterkühlt, wie es gerade eben noch war, sondern diese Stelle haben wir gerade definiert als die graue Stelle. Dann sollte das hier auch das neutrale Pünktchen im Bild sein. Was machen wir als nächstes? Die Belichtung ist weit drunter, also ziehe ich die Belichtung mal so hoch, bis mir das Ganze gefällt. Das wäre schon zu viel, das sind aber auch über zwei Blenden. So viel wollen wir gar nicht. Das würde mir durchaus ausreichen. Da habe ich das Gefühl, jawohl, die Schatten sind schön gezeichnet, die Mitteltöne sind schön durchgezeichnet, nur die Lichter hier, das was hier als Lichtkante zu sehen ist, das haut ein wenig ab. Über "Command" + " Plus" mache ich das mal ein wenig grösser. Jetzt würde ich ganz gerne diese Lichter hier wieder einfangen. Also diese ausgefressenen Bereiche hier reduzieren. Das machen wir mit den Lichtern. Die Lichter sollen also dunkler werden, schauen Sie mal was passiert. Lediglich die Lichter werden dunkler, und wir haben jetzt bei minus 79 komplette Durchzeichnung, auch in diesen Lichtern drin, und auch das ist etwas was Sie von einem in der Kamera entwickelten JPEG nie erwarten könnten. Wie sieht es mit den Tiefen aus? Die Tiefen, also hier gerade in den Schattenbereichen hier, die dürften auch ein wenig mehr vertragen. Über "Command" + "Minus" zoome ich wieder heraus aus dem Bild. Ich ziehe diese Tiefen ein wenig nach oben und Sie sehen sofort, dass die Wiese klar mehr Zeichnung bekommt. Schatten sind nicht mehr so tief, obwohl sie noch voll vorhanden sind. Wir haben schöne Durchzeichnung hier im Tiefenschatten-Bereich, also hier unten. Jetzt können wir das schon fast so lassen. Allerdings würde ich den Kontrast ganz gerne noch ändern. Natürlich haben wir hier die Möglichkeit den Kontrast nach oben zu fahren. Wenn ich das nun mache, passen Sie auf, was dann passiert. Ich ziehe den Kontrast nach oben, ich bekommen mehr "Knack" in das Bild, aber leider hauen mir hier auch wieder meine Lichter ab. Also keine gute Idee das über den Kontrast-Regler zu machen. In der Regel bleibt dieser Kontrastregler auch tatsächlich auf null stehen, da bringe ich ihn jetzt wieder hin, durch einen kleinen Doppelklick auf diesen kleinen Slider hier. Es gibt eine weitere Möglichkeit, den Kontrast zu erhöhen, über die "Klarheit". ich mache das jetzt einmal, ich fahre die Klarheit nach oben, jetzt schauen Sie mal, der Kontrast nimmt ebenso zu, aber ohne das mir die Lichter ausreissen. Ich möchte nicht viel machen, ein wenig, also plus 28. Jetzt haben wir hier noch immer sehr schöne klare Lichter. Den Schatten hat es auch nicht geschadet. Nun kann ich bei meinem Bild bleiben. Doppelklick auf die Hand hier oben zeigt mir wieder das komplette Bild an. Wir haben eine leichte Vignettierung durch das Objektiv, das ist aber nicht schlimm. Das lassen wir erst einmal so. Ansonsten sieht unser Bild jetzt ganz prima aus. Wenn man sich das anschaut, wie es vorher ausgesehen hat, und wie es jetzt aussieht. Damit kann man zufrieden sein. Wenn wir das jetzt noch öffnen wollen, also in Photoshop betrachten, und an anderer Stelle abspeichern, müssen wir nur noch hier drauf klicken, auf "Bild öffnen", dann kommt das nach einiger Zeit, da ist es. Und jetzt können Sie, wenn Sie wollen das Bild irgendwo abspeichern, über "Datei", "Speichern", oder gleich "Speichern unter", wo auch immer Sie es haben wollen, vielleicht haben Sie ja einen vorbereiteten Ordner. Zumindest haben Sie gesehen, dass die Konvertierung von RAW nach einem anderen Format, was auch immer Sie nutzen wollen, kein Hexenwerk, sondern mit wenigen Handgriffen machbar ist.

Einfach fotografieren lernen

Lernen Sie die Kameratechnik kennen und setzen Sie sie richtig ein, um selbst tolle Bilder zu machen.

2 Std. 32 min (29 Videos)
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