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Hochzeitsfotografie – Grundlagen

Belichtung

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Der Film erklärt den Einfluss der Blende auf die Belichtung und verrät, in welchen Situationen Sie mit welcher Blendeneinstellung Ihre Fotos gestalten können. Es geht dabei um Schärfentiefe und die Beziehung zwischen Motiv und Hintergrund.

Transkript

Die Blende, unser wichtigstes Gestaltungsmittel an der Kamera, weil mit der Blende bestimmen wir die Tiefenschärfe - also genauer gesagt, wie viel sehen wir nach hinten noch scharf oder eben unscharf. Die Blendeverwendung ist an der Kamera am Objektiv eigentlich genauso wie bei unserem menschlichen Auge. D.h. also, wenn ich die Augen zusammen kneife, in dem Moment sehe ich zwar ein bisschen weniger, ich bekomme ein bisschen weniger Licht rein, aber ich sehe schärfer. Ich bin Brillenträger, bei mir ist das genau dieser Effekt, der abends eintritt. Wenn ich keine Brille auf habe, dann fängt man an mit den Augen zu knibbeln, das liegt daran, dass man dadurch ein bisschen schärfer sieht. Man kriegt zwar weniger Licht rein, aber man sieht schärfer. Wir haben hier eine freundliche Leihgabe, ein altes Objektiv, an dem wir das aber sehr schön erklären können. Dieses Objektiv ist in der sogenannten Offenblende aktuell. D.h. also - man sieht das jetzt auch sehr gut - das Licht geht also eigentlich komplett durch das Objektiv durch. Ich habe hier den Blendenring und ich drehe diesen Blendenring einmal zu. Man sieht jetzt ganz schön, hier gibt es Lamellen, Metall-Lamellen, die gehen zu und verengen sozusagen das Licht, was durch die Linse eintreten kann. D.h. also, jetzt gerade sind wir bei der kleinsten Blendeneinstellung. Das ist in der Fotografie immer ein bisschen tricky, weil die kleinste Blendeneinstellung tatsächlich die größte Zahl ist. An diesem Objektiv wird das das 22er sein und in der Offenblende, wenn ich also einmal wieder zurückdrehe, ist es an diesem Objekt hier das 1,7er. Das ist auch nichts anderes als analog zu unseren modernen Kameras, nur mit dem einzigen Unterschied - an den alten Objektiven, da war wir gerade gesehen der Blendenring noch am Objektiv. Heute haben wir die Einstellung der Blende gesteuert über den Kamerabody. Aber wir sehen hier oben eine Zahl, die steht momentan auf 2,8 - das ist die Lichtstärke von diesem Objektiv. Dieses Objektiv hat durchgängig 2,8. Wenn ich jetzt daran drehe, dann sieht man, auch hier verstellt sich der Wert. Im Grunde genommen mache ich aktuell nichts anderes, als den Ring, den inneren, zu schließen. Wenn ich da auf den höchsten Wert gehe, das ist hier die 22, analog zu dem anderen Objektiv, dann wird sozusagen weniger Licht durch die Linse aufgenommen. Der Vorteil ist bei dieser ganzen Geschichte letztendlich, wenn ich weniger Licht drin habe: Ich werde schärfer. D.h. meine Objekte, die weiter hinten sind, sind schärfer. Was bedeutet das für mich in der Hochzeitsfotografie? Wenn ich Gruppen fotografiere, dann stelle ich die Blende natürlich um. D.h. wenn ich bei Details bin, wo es mir im Grunde nur darum geht, dass ich möglichst vorne etwas scharf habe, der Hintergrund eigentlich eher ablenkt von dem Fokussierten, dann verwende ich möglichst Offenblenden. Offen-, nicht kleine Blenden! Kleine Blenden sind wertanalog mit der großen Zahl. Da verwende ich möglichst Offenblenden. Wenn es um Gruppen geht, dann schließe ich meine Blende, damit das Objekt, damit die Schärfe nach hinten zunimmt. Je nachdem, wie ich meine Gruppen positioniere, muss ich mehr oder weniger. Wir starten in der Regel bei eine Blende 8, das entspricht also - abhängig natürlich von der Entfernung zur Gruppe - so drei Reihen nach hinten. Aber wenn ich, was ja auch häufiger einmal passiert, ich könnte z.B. auch eine Gruppe entlang eines Geländers auf einer Treppe hinstellen, dann habe ich ganz viele Personen hintereinander weg, dann muss ich natürlich die Blende dementsprechend anpassen. D.h. ich werde von der Blendenzahl noch größer, also ich verenge meine Blende letztendlich von den Lamellen, damit sie noch schärfer wird. Dann komme ich tatsächlich hinten in Regionen rein, wo ich dann schon mal bei der 16 lande, vielleicht sogar ganz zumache. Wie gesagt, ist abhängig von der Personengröße, jetzt bei Gruppen. Die Problematik bei der Blende ist die Abhängigkeit: Je kleiner ich etwas mache, desto weniger Licht fällt ein. Damit kommen wir zu der Problematik, dass wir eine höhere Zeit benötigen, um das Ganze zu kompensieren. Höhere Zeit auch hier wieder analog zu der Blende, umgedreht zum normalen Leben, d.h. die Zahl wird immer geringer und die Gefahr, dass ich verwackle, wird immer größer. D.h. auch hier immer darauf achten, wie arbeite ich damit. Aber, wie gesagt, die Blende ist mein Gestaltungsmittel. Ich entscheide darüber, was möchte ich alles zeigen, was möchte ich sozusagen in den Fokus reinrücken? Daher, für uns, die Blende eines der wichtigsten Gestaltungsmittel an der Kamera überhaupt.

Hochzeitsfotografie – Grundlagen

Machen Sie sich mit dem emotionalen, erlebnisorientierten Stil der Hochzeitsreportage vertraut und profitieren Sie von den Erfahrungen und Ideen zweier professionellen Fotografen.

5 Std. 51 min (52 Videos)
Blende
Uwe M.
Das Thema Blende, bzw. richtiger der umgangsprachliche Begriff ist so spannend, wie der der Tiefenschärfe bzw. Schärfentiefe, obwohl der Vergleich doch sehr hinkt.
Die Blende regelt den Lichteinfall auf den Sensor. Die Blende ist auf der einen Seite ganz offen und andererseits ganz geschlossen. Da ganz geschlossen keinen Sinn macht, bleibt eine mehr oder weniger kleine Öffnung. Die kleine Öffnung ist mit einer großen Zahl, zB. 22 gekennzeichnet. Es handelt sich dann um eine "große" Blende. Es wird tatsächlich groß abgeblendet. Der Begriff "kleine" Blende bezeichnet ein weit geöffnetes Objektiv, das also wenig, sprich klein, abgeblendet ist.
Erst wenn wir Blendenöffnung sagen, ist eine kleine Blendenöffnung eine große Blende. Wer also große Blende sagt, aber einen Wert von zB. 2.8 meint, sollte sauber von großer BlendenÖFFNUNG sprechen.
 

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