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Grundlagen der Videotechnik: Chromakeying

Beleuchtungspraxis

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Die Ausleuchtung einer Szene mit Chromakey-Anteilen erfordert aus technischer Sicht die korrekte Ausleuchtung zweier Szenen gleichzeitig: die des Vordergrundes und die des Hintergrundes – mit jeweils unterschiedlicher Zielsetzung.

Transkript

Um die Ausleuchtung einer Chromakey-Aufnahmesituation im Detail zeigen zu können, haben wir jetzt die Studiosituation hier geändert. Das Studiolicht ist so weit reduziert worden, das es tunlichst keinen Einfluss auf den Chromakey-Hintergrund und den hier beispielhaft gewählten Vordergrund hat. Was benutzen wir hier? Wir hatten einen Chromakey-Hintergrund, der selbst steht, ist zusammenlegbar und das Material, dass wir hier benutzen, ist ein Baumwollmaterial, dass im typischen Chromakey-Grün durchgefärbt ist. Der Aufbau hat ungefähr vier Meter Breite und ist in dieser Weise für kleine Gruppen eine Interviewsituation, aber auf jeden Fall für eine Einzelperson geeignet. Das Hintergrundmaterial, dass wir hier benutzen ist grün, weil wir mit einer digitalen Kamera aufzeichnen. Ich hätte genau so gut blau verwenden können, aber in dieser Situation, haben wir uns für grün entschieden. Alles was wir hier machen, lässt sich im Prinzip, sowohl auf Aufzeichnungen in einer Kamera, als auch im Lifekey, also mit einem Bildmischer übertragen. Lifekey haben allerdings die Eigenschaft, dass sie höhere [unverständlich] fördern. Was benutzen wir an Licht? Wir haben hier ausschließlich ELD-Leuchten aufgebaut, die zum Teil nur Tageslicht abstrahlen oder auch sogenannte Bicolor-Leuchten. Das sind größere für das Führungslicht und den Hintergrund und ich habe einige kleine dazu genommen, solche ungefähr, die für Kopflicht oder für die Kantenlichter eingesetzt werden. Das sind kleine portable Leuchten, die auch mit Batterie betreibbar sind, sodass man sie auch sehr leicht bei Außenaufnahmen verwenden kann. Die LED-Lichter schalte ich jetzt einmal ein. Wir haben Sie zwar vorbereitet aber ich werde kurz zeigen, dass der Hintergrund dadurch verändert wird in seiner Beleuchtung, dass ich die LED-Lichter drehe und dann wird jetzt im Waveform-Monitor schon sehen können, dass sich da eine Veränderung ergibt. Das Gleiche kann ich mit einem Dimmer machen. Und ich habe die Leuchten von Anfang an nicht auf ihr maximum gestellt, um im Zweifelsfall auch eine Reserve zu haben. Die Regel, die man am besten einhält ist, wenn man von der Mitte des Green Screens zu Seite eine Linie zieht und den gleichen Abstand von der Mitte zu Seite, nach außen zu Position der Leuchte überträgt, dann hat man mit der Leuchte einen 45 Grad Winkel auf den Hintergrund und hat damit mit zwei Leuchten eine optimale Basis für die Ausleuchtung. Das Feintuning muss man natürlich mit den Leuchten selbst machen, wie gesagt, entweder, wenn sie dimmbar sind mit dem Pegel oder mit dem Abstand der Leuchte. Die Lichtenergie auf dem Hintergrund ändert sich mit dem Quadrat der Entfernung. Das heißt, wenn ich die Leuchte doppelt so weit wegstelle, ist nur noch ein viertel der Lichtenergie vorhanden, die den Hintergrund ausleuchten kann. Wenn ich das in meinem Hinterkopf behalte, kann ich mit der Entfernung jeder Leuchte von Hintergrund eine gleichmäßig Ausleuchtung erzielen. Der Vordergrund hat, wie wir sehen, so gut wie keine Lichtenergie von diesen Leuchten mitbekommen. Das können wir auch auf den Waveform-Monitor und ich habe, um das zu überprüfen hier diese Graukarte daneben aufgebaut, wo wir Pegelveränderungen sofort erkennen würden, wenn das Streulicht, dass eigentlich den Hintergrund beleuchten soll auch nach vorne ausstrahlen würde. Wie leuchtet man ein Vordergrund aus? Es gibt da klassische Techniken, wie die 3-Punkt-Beleuchtung mit Führungslicht, Aufhellung und Kopflicht. Aber bevor man eine solche Entscheidung trifft, ist es sinnvoll, sich zu überlegen, was später im Hintergrund der Aufnahme, also nach dem Keying Prozess überhaupt zu sehen sein wird. Wenn es eine Nachtaufnahme ist, muss ich das vorne anders beleuchten, als wenn es ein Szene, am helllichten Tag ist. Ich habe mich jetzt hier für eine Art Sonnenuntergangsszene entschieden, die später dahinter gelegt wird. Und entsprechend werde ich, Licht, dass von hinten auf die Person, die aufgenommen werden soll, scheint in Rechnung stellen müssen. Ich arbeite sehr gerne mit sogenannten Rim-Lights, also Kantenlichtern, die am besten dadurch motiviert sind, dass sie sogar in irgendeiner Form, als Lichtquellen im Hintergrund erkennbar sind. Ich habe dort so eine LED-Leuchte aufgebaut, die ich jetzt auch einmal zusätzlich einschalten werde. Und wir haben durch eine Flag, durch eine Abschattung hier, dafür gesorgt, dass diese Leuchte nicht zusätzlich auf den Hintergrund abstrahlt. Wie ich jetzt im Bild sehen kann, hat hier die Person, die Puppe auf den Haaren bereits einen Glanz erhalten, der das Objekt besser vom Hintergrund trennt. Im gleichen Sinne werden die klassischen Kopflichter benutzt, die Spitze wie man im Deutschen sagt, die haben wir jetzt hinter dem Greenstream aufgebaut und ich werde sie einmal einschalten, jetzt habe ich die Trennung von Hintergrund und Vordergrund schon bewerkstelligt. Ich mache das Hintergrundlicht noch einmal aus, um besser erkennen zu können, was mit meinem Vordergrund passiert. Und jetzt fange ich an den Vordergrund mit der klassischen Führungslicht und Aufhellungsmethode zu gestalten. Das ist mein Führungslicht und wir sehen das im Augenblick noch ein Schlagschatten entsteht, hier auf dem Gesicht, der möglicherweise gewünscht ist, wenn der Hintergrund das erfordert, ein kontrastreiche Situation, könnte ich damit schon leben. Ich habe mir aber auf den anderen Seite ein Aufhellungslicht aufgebaut, wiederum eine kleine LED-Leuchte, die eine direkte Auswirkung auf die Aufhellung der Schatten hat. Auch hier sollte ich darauf achten, man sieht das am Rand des Green Screens, dass die Leuchte keine Verunreinigung auf dem Hintergrund erzeugt, was den Pegel dann erhöht, was ich gar nicht möchte. Ich kann jetzt meinen Belichtungsmesser nehmen. In dem Fall benutze ich auf meinem iPod den kleinen Lumu, die Kalotte und kann jetzt sehen welchen Vordergrundpegel ich hier habe. So eine 5, 6, 5, die ich hier messe oder eine 8, wenn ich sie auf das Führungslicht beziehe. Die andere Seite, ohne das Kopflicht gemessen, ist eine 4. Also ich habe hier 2 Blendenunterschied, zwischen Führungslicht und Seitenlicht. Ich kann mit einem solchen iPod auch eine andere Messung machen, wenn ich zum Beispiel einen Waveform-Monitor direkt auf einem solchen Gerät benutzen will, dann ist die iPod-Kamera das Messgerät, dass diesen kleinen Waveform-Monitor hier mit ansteuert und wenn ich den Hintergrund komplett anmache, kann ich auch dort natürlich den Pegel messen, wie gesagt, wieder mit dem Lumu. Eine 4, 9 durchgehend, zumindest in dieser Höhe. Nochmal messen: 4, 8 4, 7 hier fällt es ein wenig ab, aber das ist alles im Rahmen einer Drittelblende, die hier an Unterschied besteht. Das Kopflicht soll dazu dienen die Kanten des Vordergrundes ein wenig vom Hintergrund zu trennen. Wenn der Hintergrund zu stark beleuchtet ist, dann kann es passieren, dass das Grün des Hintergrundes wie eine Lichtquelle wirkt. Dann bekomme ich grüne Kanten auf dem Vordergrund, auf den Objekten des Vordergrundes. Das kann ich zum Teil verhindern und das wird in der Live Produktion oft benutzt, dass ich das Kopflicht mit einem Farbfilter versehe. Das sogenannte Minus Grün ist eine magentafarbene Folie, die ich vor diese Leuchte praktizieren kann. Auf dieser Weise würde das komplementäre Lichtspektrum herausgefiltert. Magenta ist komplementäre zu grün, auf diese Weise wurde das kompensiert. Damit muss man allerdings vorsichtig umgehen, denn wenn man zu viel von diesen Magenta auf die relativ starke Leuchte, das ja ein Spitzlicht bringt, kann es sein, dass dieser magentafarbene Ton deutlich zu erkennen ist. Ich habe dafür auch ein Beispiel. Die Nachrichtensendungen des ersten deutschen Fernsehes benutzen in ihren Außenstudios oft diese Technik bei den Spitzlichtern, um solche Grünüberstrahlungen zu minimieren. Wenn ich alles richtig gemacht habe, dann habe ich am Ende eine Komposition, die in den Pegeln perfekt ist, was ich auf den Waveform-Monitor überprüfen kann. Ich kann mit verschiedenen Messgeräten den Pegel auf meinem Vordergrund aus messen und wenn es ideal funktioniert hat, habe ich nur ganz wenig Aufwand in der Nachbearbeitung, um daraus eine fertige Chromakey-Szene zu machen.

Grundlagen der Videotechnik: Chromakeying

Lernen Sie, wie Sie Greenscreen-Aufzeichnungen optimieren, sodass die Nachbearbeitung rasch von der Hand geht.

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