Photoshop CC für Profis

Beleuchtung von Objekten

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Photoshop bietet mit dem Image Based Light eine großartige Funktionalität, um Objekte und Szenen realitätsnah zu beleuchten. Mit den traditionellen Lichtquellen wie gerichtetes Licht, Spot- sowie Punktlicht stehen weitere Optionen zur Verfügung.

Transkript

Schauen wir uns an, was man im 3D- Bereich in puncto Licht machen kann. Dazu brauchen wir ein neues 3D-Objekt, und Sie sehen, ich habe hier einfach eine weiße Hintergrundebene dupliziert. Gehe jetzt hier rüber und hole mir ein neues Mesh, und zwar eine Kugel, an der man das wirklich schön demonstrieren kann. Das geht mit auch mit anderen Objekten, Sie können sich holen, was Sie wollen. Ich finde die Kugel als Beispiel ganz schön. Ich kann mich entsinnen, dass wir in unserer Fotografen-Lehre früher Tennisbälle fotografieren mussten, um Licht zu lernen. Deswegen die Kugel, ich erstelle das Ganze also und habe hier erst mal eine Kugel, die jetzt im Bild liegt. Es ist so mit Licht, Licht alleine ist ja nicht das, was Sie sehen. Das Licht ist immer ein Produkt mit dem Material, auf das es fällt. Ich würde ganz gerne zu Beginn, bevor wir über das Licht sprechen, das Material dieser Kugel ein wenig verändern. Klicke also hier auf "Material", jetzt sehen Sie auch, warum denn. Wenn ich mir das anschaue, dann ist im Moment noch, wo wir eine einfache, gerichtete Lichtquelle verwenden, das Material hier oben komplett ausgeschlossen und es sagt nicht allzu viel über diese Lichtquelle aus. Damit sich das ändert, würde ich gerne im Diffus-Kanal, also hier oben, wo "weiches Licht" steht, erstens mal diese Textur rausnehmen. Also ich entferne sie, weil wir die hier gar nicht brauchen, und anstelle dieses hellen Graus lieber, so was hier machen. Also ein knackiges Rot verwenden, weil ich finde, dass das deutlich interessanter aussieht. Weil wir hier oben jetzt keine ausgeschlossenen Lichter mehr haben. Lichter, das ist das Stichwort. Da ist es nach wie vor so, Sie können selbstverständlich ein gerichtetes Licht verwenden. Das ist immer in der Szene eingerichtet, das Licht ist drin. Und sobald Sie das anklicken, können Sie dieses gerichtete Licht auch verändern, können es also hier durch die Szene bewegen, wie Sie wollen. Es von der Seite kommen lassen, die Ihnen richtig erscheint, oder die Ihr fotografierter Hintergrund vielleicht erfordert. Sie können auch den Schatten ziehen, dann verändert sich die Lichtrichtung genau so, wie der Schatten, je nachdem in welche Richtung Sie hier ziehen, was Sie hier vorhaben. Neben diesem gerichteten Licht gibt es noch die beiden anderen, das Spot-Licht und das Punktlicht, aber alle drei sind ja - ich würde mal sagen - nicht technisch unterlegen, aber doch für viele Szenen nicht so interessant wie, das sogenannte IBL, das Image Based Light, das bildbasierte Licht. Mit dem können Sie auch beleuchten. Und wenn Sie vielleicht wissen, oder schon mal gesehen haben, wie gerenderte Autowerbung aussieht, dann wissen Sie auch, was ich meine. Denn, wenn ein Auto gerendert wird, dann wird um dieses Auto herum eine virtuelle Kugel gelegt, und in diese Kugel hinein wird ein Bildmaterial gelegt. Und genau das, genau diese Beleuchtungstechnik, die können wir jetzt für unsere Kugel hier auch anwenden. Ich klicke hier auf die Umgebung, und sofort wird unser Bild dunkel. Man fragt sich, warum? Was ist passiert, was ist los? Und wir stellen fest, dass wir hier so komische Pünktchen sehen. Wenn ich mich jetzt vorsichtig bewege, bzw. den Hintergrund bewege, dann stellen Sie relativ schnell fest, dass diese Punkte hier irgendetwas mit diesen Punkten zu tun haben, und auch mit den Reflexen, die man auf der Kugel sehen könnte - wenn man denn könnte. Können wir nicht, wir haben noch keine Spiegelung zugeteilt. Es ist also nicht erforderlich, aber durchaus sinnvoll, wenn Sie ein Image Based Light verwenden, dass Sie das bei spiegelnden Objekten tun. Wenn das Objekt nicht spiegelt, weil Sie einen Tennisball damit beleuchten, dann sei es drum, dann natürlich nicht. In dem Fall hätte ich schon ganz gerne, dass es spiegelt. Gehe also nochmal zu den Materialien und hole mir hier eine Spiegelung von... lassen wir uns einfach mal 25 Prozent geben. 25 Prozent, da kann man natürlich experimentieren und spielen, und kann diesen Wert jederzeit verändern. Das ist es, die Glanzstärke setze ich noch ein bisschen nach oben. Denn die Glanzstärke gibt mit Aufschluss darüber, ob das ein eher hartes Material ist, oder ein eher weiches Material. In dem Fall lasse ich es mal ruhig etwas härter aussehen, damit es zu dem IBL hier passt. Damit sind meine Materialien wirklich fertig. Also, zurück zum Licht, wir sind wieder in der Umgebung und können wie man schon sieht hier, jetzt festlegen, von wo denn eigentlich diese Beleuchtung kommen soll. "Das ist ganz hübsch", werden Sie sagen, "aber das alleine kann es ja eigentlich noch nicht sein." Und das stimmt natürlich. Wir müssen nicht mit diesem einfachen Studiolicht arbeiten. Wir können jederzeit jedes Bild nehmen, um es in das IBL einzusetzen. Allerdings gibt es da eine kleine Änderung. Es ist so, wenn ich diese Textur mal ersetze und mal eine andere lade - wie z.B. Panorama.psd - wundern Sie sich vielleicht über das psd, es könnte auch ein jpeg sein. Aber nein, es ist ein psd, denn das Ding hat 146,5 MB, bei einer Bildgröße von etwa nur 3500 Pixel. Warum? Es ist ein 32-Bit-Bild. Und das ist wirklich atemberaubend toll, denn wenn ich das jetzt nehme hier - es dauert sogar ein paar Sekunden, bis es geladen ist, aber die paar Sekunden sind es allemal wert - denn 32-Bit-Bilder haben erheblich mehr an Reserven als 8-Bit-Bilder. Und das Ergebnis werden wir uns gleich mal anschauen, da sind wir auch schon. Wir haben natürlich bei 32-Bit auch dann immer noch Zeichnung, wenn wir bspw. die Intensität ein bisschen erhöhen. Ich ziehe das nach oben, Sie sehen, dass wir noch genügend Zeichnung im Himmel hier haben. Oder, wenn ich sie runter setze, dann haben wir auch hier in den Schatten noch genügend Zeichnungen drin. Das ist deswegen der Fall, weil  - wie vorhin schonmal erwähnt - das, was Sie hier sehen, ist ein Produkt aus Material und Beleuchtung. Und wenn man das in weiten Grenzen ändern kann, denn deswegen, weil diese ganzen Reserven im Bild drin sind, also in dieser 32-Bit-Datei. Würden Sie das mit einer 8-Bit-Datei machen, würde es so funktionieren, aber Sie würden viel schneller an die Grenzen geraten, ausgefressene Lichter kriegen oder zugelaufene Schatten. Wenn die Intensität stimmt, wir lassen es mal bei diesen 117 Prozent, dann kann ich mein Objekt einfach drehen, meinen Hintergrund drehen, also mein IBL drehen, so wie ich gerne möchte, bis die Spiegelung genau so aussieht, wie ich das gerne hätte. Und wenn es ist, wie bei mir hier in diesem Fall, dass es kein Kugelpanorama war, was ich verwende, sondern ein ganz normales klassisches Panorama, dann muss irgendwo - hier ist es - ein Schnitt im Bild sein. Also achten Sie bitte darauf, diesen Schnitt möglichst nach hinten zu legen, wenn es irgendwie geht. Denn, wenn er hinten zu sehen ist, kann er sich vorne nicht einspiegeln. Das ist einfach gedacht, aber funktioniert auf jeden Fall. Also versuchen Sie das bitte, wenn möglich, einfach so zu lösen. Irgendwann gefällt uns das dann, wir sagen: Genau an der Stelle möchten wir dieses IBL ganz gerne stehen lassen, mehr wollen wir da nicht machen. Dann können wir wieder hier in die Szene klicken, so sieht das Ganze dann aus, und können unser Bild jetzt rendern. Rendern ist so eine Sache, das ist in Photoshop easy, ich brauche hier nur drauf zu klicken. Aber es gibt zwei Dinge, die man beachten sollte. Erstens, die Qualität, die ich über Photoshops Voreinstellungen einstelle. Und zweitens möchte ich eventuell wissen, wie sieht es da unten eigentlich aus? Hier, da, wo diese Kugel auf dem Boden liegt. Sieht diese Gegend hier gut aus? Die hier schon, aber da unten, wie ist es? Da möchte ich nicht das ganze Bild rendern, sondern dann hole ich mir einfach nur dieses Auswahl-Rechteck-Werkzeug, ziehe das mal hier drauf, an diese Stelle, und sage dann: Rendere mir das bitte mal. Dann sieht man nur an dieser Stelle, wie denn unser Schatten verläuft. Erwartungsgemäß haben wir einen sehr weichen Schatten von unserem IBL und einen nach wie vor sehr harten Schatten, von unserem gerichteten Licht. Es sieht aber trotzdem im Großen und Ganzen genauso aus, wie ich mir das vorstelle. Ich kann also die Escape-Taste drücken, dann meine Auswahl wieder aufheben und kann jetzt zum Schluss das gesamte Bild rendern. Es wird ein bisschen dauern, bis Photoshop fertig ist, je nachdem welche Qualität ich eingestellt habe, dauert es länger oder geht schneller, je nach der Konstitution Ihres Rechners., Wenn es Ihnen gefällt, klicken Sie einfach die Escape-Taste, und wenn Sie warten wollen, bis es fertig ist und die Zeit haben, dann umso besser.

Photoshop CC für Profis

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7 Std. 40 min (73 Videos)
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