Rechtsgrundlagen: E-Mail-Marketing

Begriffsdefinition: Double-Opt-in

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Damit Sie elektronische Werbung rechtskonform versenden können, müssen Sie das sogenannte Double-Opt-in-Verfahren umsetzen. Lernen Sie in diesem Video, worum es sich dabei genau handelt.

Transkript

Damit Sie im Alltag tatsächlich zulässige Werbung per E-Mail verschicken können, müssen Sie das sogenannte Double-Opt-in-Verfahren umsetzen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass sich jeder Empfänger freiwillig dazu entschließt Werbung auf elektronischem Wege von Ihnen zu erhalten, und dass überprüft werden kann, dass derjenige, dessen Mail-Adresse eingetragen wurde, auch wirklich die betreffende Person ist. Zur Durchführung des Double-Opt-in-Verfahrens sollten Sie sich an folgende Vorgehensweise orientieren, die dieses Verfahren am Beispiel eines Newsletters skizziert. Erstens, der Interessent muss den Newsletter selbst aktiv anfordern. Das kann zum Beispiel durch die Eintragung seiner E-Mail-Adresse in den entsprechenden Anmeldeformular geschehen. Zweitens, anschließend müssen Sie eine erste E-Mail an die angegebene Adresse versenden, die einen Aktivierungslink enthält. Durch Anklicken dieses Links wird die eingetragene E-Mail-Adresse durch den tatsächlichen Inhaber verifiziert. Erfolgt diese Verifizierung nicht, müssen Sie die betreffende Adresse nach einer gewissen Wartezeit, man sagt so maximal 2 Wochen, wieder löschen. Die Bestätigungs-E-Mail selbst darf noch keine Werbung enthalten. Drittens, nach erfolgreicher Verifizierung und nur dann dürfen Sie mit dem Versand des Newsletters starten. Viertens, jeder einzelne Newsletter muss unter anderem auch einen ausdrücklichen Hinweis darauf enthalten, dass eine Beendigung des Newsletterbezugs jederzeit kostenfrei möglich ist, und wie dieses erreicht werden kann. Nach Erfolg der Abmeldung dürfen Sie dann höchstens noch eine E-Mail zur Bestätigung der erfolgreichen Abmeldung verschicken, die natürlich keinerlei Werbung enthalten darf. Noch besser ist allerdings ein Bestätigungstext auf der Abmeldeseite, sodass danach keine weitere E-Mail mehr an den Abmelder verschickt werden muss. Selbstverständlich gilt das Double-Opt-in Prinzip nicht nur für Newsletter, sondern prinzipiell für jegliche Form elektronischer Werbung. Sie müssen insgesamt sicherstellen, dass Sie vorab eine wirksame Einwilligung erhalten und dass Sie diese im Zweifel auch nachweisen können. Je nachdem, ob Sie Werbung per E-Mail oder zum Beispiel per Kurznachricht in den sozialen Netzwerken verschicken, muss die Vorgehensweise gegebenenfalls der jeweiligen Technik angepasst werden. Im Falle eines WhatsApp Newsletters kann zum Beispiel die entsprechende Telefonnummer des Anbieters auf dessen Webseite genannt werden, zusammen mit einem Stichwort für den Start des Newsletters, wie zum Beispiel Go Start, oder Will ich haben. Interessierte können sich diese Nummer dann im Smartphone abspeichern, und die Nachricht per WhatsApp an den Anbieter schicken, damit der mit dem Versand des Newsletters beginnen kann. Auf diese Weise ist der Empfänger selbst aktiv geworden und hat durch seine erste WhatsApp an den Versender seine Einwilligung erteilt. Der Widerruf dieser Einwilligung muss genauso leicht sein, also, zum Beispiel ebenfalls per WhatsApp-Nachricht, zum Beispiel Stop oder Ende. Außerdem muss die Webseite des Anbieters, auf der seine WhatsApp-Rufnummer angegeben ist, natürlich auch die wichtigsten Infos zum Newsletter und zum Widerrufsrecht enthalten. Der kurze Hinweis, dass und gegebenenfalls welche Kosten anfallen, sollte nicht fehlen, auch wenn der Newsletter für die Empfänger an sich gratis ist und nur die Kosten für die Mobilfunknutzung entstehen. Das auch bei WhatsApp Nachrichten mit werblichem Inhalt notwendige Impressum kann mittels eines entsprechenden Links zur eigenen Webseite realisiert werden. Wie auch immer der exakte Ablauf gestaltet wird, entscheidend ist, dass vor dem Versand der ersten Werbe-Mail eine korrekte Einwilligungserklärung vorliegt und der Ablauf der Erteilung der Einwilligung auch dokumentiert wurde. Folgende Daten sollten daher gespeichert und archiviert werden, die Anfrage, beziehungsweise die Eintragung des Empfängers, inklusive des konkreten Einwilligungstextes, Inhalt, Datum und Uhrzeit der Antwort-E-Mail, die den Aktivierungslink enthält, sowie gegebenenfalls die Bestätigungsmail nach Erfolg der Bestätigung des Aktivierungslinks. Diese Infos sind idealerweise zusammen mit der IP-Adresse und einem Zeitstempel abzuspeichern.

Rechtsgrundlagen: E-Mail-Marketing

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Erscheinungsdatum:26.07.2018

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