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CompTia Linux+ LX0-103 (Teil 3) GNU- und Unix-Befehle

Befehle und Befehlsfolgen auf der Kommandozeile verwenden

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Verschaffen Sie sich in diesem Video einen ersten Überblick über wichtige Bash-Befehle und machen Sie sich so mit der grundlegenden Eingabe von Befehlen und Befehlsfolgen auf der Kommandozeile vertraut.
09:52

Transkript

Starten wir dieses Kapitel mit einigen Bash-Befehlen, damit wir uns mit dieser Umgebung anfreunden können. Wenn wir eine Terminal-Sitzung gestartet haben, eine Shell-Umgebung gestartet haben, so wie ich es bereits gemacht habe, dann ist vielen etwas unwohl. Denn es ist textbasierend und man kann sich nicht so richtig damit zurechtfinden. Starten wir mit einigen einfachen Befehlen. Der erste Befehl ist ls. ls bedeutet listing. "Liste mir den Inhalt von diesem Ordner auf." Welchen Ordner habe ich denn jetzt direkt aufgerufen? Das können wir uns anzeigen lassen mit pwd. pwd steht für print working directory. Ich sehe also, ich bin in meinem Home-Verzeichnis. Der komplette Pfad zu meinem Home-Verzeichnis ist /home/tom. Ich habe also mit ls den Inhalt von meinem Home-Verzeichnis angezeigt. Ich habe die Möglichkeit, die Anzeige etwas anzupassen, indem ich ls einsetze und zum Beispiel zusätzliche Argumente, Optionen, mitgebe. Eine Option kann -l sein. -l steht für long listing. Sie sehen, die Ausgabe wird nun anders angezeigt. Wir erhalten zusätzliche Informationen. Ich sehe zum Beispiel hier aufgrund dieses Buchstabens d, dass es sich bei Bilder um ein Directory handelt. Ich sehe dann die entsprechenden Berechtigungen. Ich sehe, wer die Besitzer sind. Das ist der Besitzer tom, das ist die Gruppe tom. Und ich sehe noch die Datumsinformationen. Wir haben also bereits einen Erstbefehl kennengelernt, um uns Inhalte anzuzeigen und einen zweiten Befehl, um herauszufinden, in welchem Ordner wir uns aktuell befinden. Ich kann mit der Tastenkombination CTRL-L den Bildschirminhalt löschen. Eine weitere Möglichkeit, die ich einsetzen kann, ist, Befehle zu kombinieren. Ich setze also den Befehl ls ein und nach einem Semikolon möchte ich eine zweiten Befehl ausführen. Ich habe also ls und pwd gemeinsam angegeben. Ich starte mit der Enter-Taste und Sie sehen, der erste Befehl wird ausgeführt, ich erhalte das ls, und der zweite Befehl wird ebenfalls ausgeführt. Er zeigt mir das aktuelle Verzeichnis an. Mit einem Semikolon kann ich also zwei Befehle miteinander verbinden. Ich kann dies auch umsetzen, wenn ich & einsetze. Also ls, dann zweimal &, und wiederum pwd. Das zeigt die gleiche Ausgabe, funktioniert aber im Hintergrund ganz anders. Im Falle von && muss der erste Befehl unbedingt erfolgreich sein, damit der zweite auch ausgeführt wird. Schauen wir uns das genauer an. Ich verwende das Kommando cd. Das steht für change directory. Ich möchte in ein anderes Verzeichnis wechseln. Ich verwende das Verzeichnis blabla. Sie haben oben in der Liste gesehen, ich habe kein Verzeichnis namens blabla. Nun setze ich zweimal & ein und wähle wieder pwd. Sie sehen, der erste Befehl konnte nicht erfolgreich ausgeführt werden, darum wurde auch pwd nicht ausgeführt. Das sieht anders aus, wenn wir das & ersetzen durch ein Semikolon. Dann wird der erste Befehl nicht ausgeführt, der zweite, pwd, wird aber trotzdem ausgeführt. Sie haben gesehen, wir können also Befehle miteinander verbinden. Ein weiterer Befehl, den ich Ihnen zeigen möchte, ist cal. cal steht für calender. Somit sehen wir, aha, heute haben wir Samstag den 18. Wir können zum Beispiel auch den Kalender von 2029 anzeigen. Wir sehen nun den Kalender von 2029. Wunderbar. Wir können diese Informationen auch umlenken, zum Beispiel in eine Datei. Wenn Sie diese Information nicht direkt am Terminal anschauen möchten, kann ich das mit einem entsprechenden Symbol in eine Datei umleiten. Ich verwende das Home-Verzeichnis, Das Home-Verzeichnis kann ich mit einer Tilde ~ darstellen. Ich wähle nun den entsprechenden Dateinamen. calfile.txt Was ich nun mache? Dieses Resultat lenke ich nun direkt in eine Datei um. Mit Tilde und Slash referenziere ich auf mein Home-Verzeichnis. Die Datei soll calfile.txt heißen. Schauen wir uns das mit ls an. In der Tat: Wir haben ein neues Dokument, calfile.txt. Dieses Dokument kann ich anschauen mit cat und callfile Sie haben vielleicht gemerkt: Ich habe die ersten zwei Buchstaben geschrieben und dann mit der Tabulator-Taste wurde der Rest automatisch ergänzt. Ist der Befehl oder die Information eindeutig, kann der Tabulator das direkt ausfüllen. In der Tat, wir haben den Inhalt vom Kalender von 2029. Das ist vielleicht nicht unbedingt der beste Befehl, aber es geht darum, dass Sie sehen, wie Sie mit Kommandos arbeiten können. Ein weiterer Befehl, den wir einsetzen können, ist zum Beispiel wall wall steht für write all. und sendet eine Nachricht an alle Terminals. Wenn ich dieses Terminal etwas verkleinere und ein neues Terminal starte, dann haben wir hier zwei Terminals. Ich kann nun mit wall eine Nachricht an alle Terminals senden. wall, Abstand, Hello. Nun sehen wir, auch hier im zweiten Terminal wurde diese Nachricht gesendet. Früher war das sicher sehr interessant, weil die meisten Benutzer mit Terminals gearbeitet haben. Mit dieser Methode konnte dann der Administrator die Leute informieren, zum Beispiel dass er das System herunterfahren möchte. Das ist also eine weitere Möglichkeit, um mit der Bash zu arbeiten. Ich möchte Prozesse anzeigen, direkt von meiner Bash mit ps sehe ich die Prozesse. Ich sehe den Prozess bash und ich sehe, dass ich ps aufgerufen habe. Darum wurde ps auch aufgelistet, allerdings ist dieser Prozess bereits wieder beendet, da der Befehl ja erfolgreich umgesetzt wurde. Ich kann mir auch weitere Prozesse anzeigen lassen. Zum Beispiel ps, Abstand, aux einsetze. Sie müssen diese weiteren Optionen und Argumente im Moment noch nicht kennen. Es geht mehr darum, dass Sie ein Gefühl für diese Bash-Umgebung erhalten. Sie sehen, da haben wir jetzt eine riesige Liste erhalten. Das war viel mehr, als es im eigentlichen Terminal-Fenster Platz hatte. Da kann ich mir weiterhelfen. Ich wiederhole den Befehl, indem ich die Pfeiltaste nach oben drücke. Ich lenke das Resultat um mit einem Pipe |. Ich möchte nun zum Beispiel nach einem spezifischen Prozess suchen. Das kann ich nun machen, indem ich grep einsetze. grep hilft mir, um einen entsprechenden Text-String zu suchen. Ich verwende zum Beispiel einmal nemo. Schauen wir, ob der Dateimanager gestartet wurde. In der Tat: Wir sehen, wir haben hier die Prozess-ID von nemo Und wir sehen auch, dass wir grep nemo eingesetzt haben. Das hat ebenfalls einen Prozess erzeugt. Dieser ist allerdings wieder beendet, da der Befehl erfolgreich umgesetzt wurde. Wir haben also gesehen, wir haben verschiedene Möglichkeiten, um mit Kommandos zu arbeiten. Eine wichtige Information gleich vorneweg. Wenn Sie einen Befehl irgendwo gelesen haben und Sie wissen nicht, was er genau macht. Zum Beispiel habe ich wall eingesetzt. Mit den man pages können Sie sich Informationen über die Befehle anzeigen lassen. Mit man wall erhalten Sie die man pages. Und hier steht beschrieben in der ersten Linie, write a message to all users. Und dann die Description und weiter unten, Sie können dann mit Page Down nach unten navigieren, haben Sie die verschiedenen Informationen zu diesem Befehl. Sie sehen die zusätzlichen Optionen und können sich so über den entsprechenden Befehl informieren. Mit der Taste Q verlassen Sie die man pages wieder und sind wieder zurück in Ihrer Bash-Sitzung. In diesem Video haben Sie einen ersten Überblick zu einigen Bash-Befehlen erhalten.

CompTia Linux+ LX0-103 (Teil 3) GNU- und Unix-Befehle

Lernen Sie den Umgang mit der Kommandozeile, Dateien und Prozessen kennen und bereiten Sie sich auf die Comptia Linux+-Zertifizierungsprüfung LX0-103 vor.

3 Std. 32 min (40 Videos)
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