Photoshop-Tipps: Jede Woche neu

Bearbeitungszeiten und -schritte mit dem Verlaufsprotokoll aufzeichnen

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Der Name ist Programm: Mr. Photoshop alias Olaf Giermann greift tief in die Photoshop-Trickkiste und zeigt Ihnen seine liebsten Techniken und Effekte. In interessanten Lektionen und Mini-Tutorials erklärt er besondere Photoshop-Funktionen im Einsatz, zeigt spannende und außergewöhnliche Techniken und hilft Ihnen, gängige Probleme zu verstehen, zu lösen und zu vermeiden.
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Transkript

Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Tipps am Donnerstag. In dieser Folge geht es um das Verlaufsprotokoll. Und ich möchte Ihnen hier einfach mal zeigen, wozu das sehr praktisch ist und zwar für zwei Anwendungen in erster Linie. Zum einen, falls Sie selbstständig sind und stundenweise abrechnen, können Sie Photoshop automatisch die einzelnen Sitzungen protokollieren lassen, also die Zeiten, wann Sie eine Datei geöffnet haben, wann Sie die geschlossen haben, wann Sie Photoshop geöffnet und geschlossen haben usw., mitschreiben lassen. Oder wenn Sie zum Beispiel Seminarteilnehmer sind, dann können Sie auch die gesamten Bildbearbeitungsschritte, die Sie durchgeführt haben, von Photoshop entweder in einer einfachen oder in einer detaillierten Form mitschreiben lassen. Also das ist eine sehr praktische Funktion, und wenn Sie die nicht kennen, dann schauen Sie jetzt unbedingt rein. Viel Spaß! Wenn Sie professionelle Bildbearbeitung betreiben und vielleicht nach Stundensatz abrechnen, dann müssen Sie natürlich entsprechend festhalten, wie lange Sie an Ihren Projekten gesessen haben und das machen Sie üblicherweise mit speziellen Programmen, also Time-Tracker-Programmen, doch die haben den Nachteil, dass Sie daran denken müssen, die auch zu starten, zu pausieren und wieder anzuhalten. Und das kann man schon mal im Eifer des Gefechts leicht vergessen. Zum Glück hat Photoshop einen Time-Tracker eingebaut. Das heißt, Sie können Photoshop anweisen, mitzuschreiben, wann Sie ein Bild geöffnet bzw. geschlossen und gespeichert haben, was Sie an dem Bild geändert haben usw. Und das können Sie dann fortlaufend weiterschreiben lassen und am Ende der Woche zum Beispiel können Sie das dann in eine Tabellenkalkulation übertragen, und dort genau ausrechnen lassen, wie lange Sie für bestimmte Projekte oder sogar einzelne Bilder benötigt haben. Für Hobbyisten ist es vor allem ein Vorteil, dass Sie die einzelnen Bearbeitungsschritte mitschreiben lassen können. Und dann können Sie auch nachvollziehen, was Sie genau gemacht haben am Bild und Sie wissen auch dann ebenfalls, wie viel Zeit Sie in diese Bearbeitung investiert haben. Gut, aber wovon rede ich eigentlich? Ja, ich rede vom Verlaufsprotokoll und das finden Sie in den "Voreinstellungen" von Photoshop. Und zwar hier über den gleichnamigen Punkt "Verlaufsprotokoll". Und das können Sie hier aktivieren und dann können Sie festlegen, wo dieses Verlaufsprotokoll gespeichert werden soll; in den Metadaten, das heißt, in der Datei selbst, als Textdatei, die Sie dann irgendwo speichern können, zum Beispiel auf dem Desktop. Oder in beiden. Also im Bild selbst und in der Textdatei. Und das ist dann natürlich sinnvoll, wenn Sie die Bilder weitergeben, an den Kunden und der dann direkt auch in den Bildern sehen soll, was Sie geändert haben und wann Sie das geändert haben, dann können Sie das hier mithineinspeichern lassen. Und ich würde sagen, wir speichern hier das Ganze mal in eine Textdatei, damit ich Ihnen das direkt unkompliziert zeigen kann. Dann wählen Sie hier, wo das gespeichert werden soll. Hier wird bereits der Name vorgeschlagen: "PS-Verlaufsprotokoll". "Auf dem Schreibtisch" ist immer eine gute Idee, da finden Sie es auch gleich wieder. Und dann klicke ich auf "Sichern", und das war es auch schon. Sie können dann hier noch wählen, was Sie genau sehen möchten, in diesem Verlaufsprotokoll. Und hier haben Sie einmal, dass Sie nur die Sitzung anzeigen lassen können. Also, wann haben Sie Photoshop geöffnet, wann haben Sie es geschlossen, wann haben Sie eine Datei geöffnet, wann haben Sie diese wieder geschlossen und gespeichert und so weiter. Dann haben Sie eine kurze Darstellung. Das entspricht dem, was Sie in der Protokollpalette sehen würden, also die einzelnen Schritte, die Sie durchgeführt haben in Photoshop und zwar genau mit den Bezeichnungen, die Sie in der Kontrollpalette vorfinden würden. Und dann gibt es noch die Option "Detailliert". Und die schreibt wirklich mit, was Sie jeweils geändert haben. Wenn Sie also eine Einstellungsebene, nehmen wir mal Gradationskurve, angelegt haben, dann finden Sie hier in der detaillierten Darstellung direkt jeden einzelnen Punkt, den Sie angelegt haben, wie die Eingabe und wie die Ausgabe dafür ist, sodass Sie wirklich eins zu eins später nachempfinden können, was Sie in der jeweiligen Änderung durchgeführt haben. Wir wählen hier zunächst mal "nur Sitzungen", damit Sie die einfachste Variante mal sehen. Dann klicke ich hier auf "OK". Und sage mal, ich schließe diese Datei und öffne Sie direkt mal wieder. So, dann ändere ich vielleicht was daran, nehmen wir mal eine Einstellungsebene "Farbbalance". Verschiebe das Ganze etwas in Richtung Rot. Und etwas in Richtung Gelb, und schließe die Datei und speichere. So. Und dann schauen wir mal auf den Desktop, da ist jetzt hier diese Datei gelandet und wenn ich mir die mal in einem Texteditor anschaue, sieht das so aus, dass ich hier vorne das Datum sehe, die Uhrzeit und dann hier direkt lesen kann, wann habe ich diese Datei geschlossen, wann geöffnet usw. Und ich sehe aber nicht, was ich geändert habe. Also, wenn sie jetzt wirklich nur die Zeiten abrechnen möchten, dann ist das natürlich die optimale Darstellung, wenn Sie genau wissen möchten, was Sie jeweils geändert haben in diesen Schritten, dann bringt das natürlich so erst mal nichts. Und deshalb schließe ich die Datei mal wieder und stelle hier in den Voreinstellungen unter "Verlaufsprotokoll" das Ganze mal auf "Detailliert". So, jetzt klicke ich auf "OK" und öffne mal meine Datei. Das ist wieder diese hier und lösche mal direkt diese Einstellungsebene "Farbbalance". Und erstelle mal eine Gradationskurve. Gehe dort dann in den Blaukanal und hebe hier einfach mal die Schatten etwas an. Damit diese blau eingefärbt werden, senke die Lichter ab, damit diese etwas gelblicher werden, und lege hier nochmal einen Punkt an, um das gesamte Bild etwas ins Gelbliche zu verschieben, gehe vielleicht nochmal in den Rotkanal und hebe hier die Rottöne etwas an und hier etwas runter und so können Sie dann wirklich sehr genau hier das Bild abstimmen. Und z. B. so eine rötliche Farbstimmung erzeugen. So, und dann gehe ich hier nochmal rein in den Gesamtkanal und mache das Bild einfach mal so ein bisschen flauer, ja vielleicht nicht ganz so viel, sondern nur so und sage mal, das ist jetzt einfach mal nur als Beispiel gedacht, was man hier ändern könnte. Vielleicht setze ich diese Ebene noch in eine geringere Deckkraft, also bei aktivem Verschieben-Werkzeug einfach die Taste "5" drücken, für 50 % Deckkraft, und dann ist der Effekt auch nicht mehr ganz so kräftig. Und dann speichere ich die Datei und dann schauen wir uns mal das Verlaufsprotokoll an. Und das sieht jetzt so aus. Dass ich hier die Datei geöffnet habe, die wird dann genau beschrieben, wo die gespeichert wurde, wie sie heißt, dann, dass ich eine Ebene direkt gelöscht habe, dass ich eine neue Kurvenebene angelegt habe und das ist dann wirklich ganz genau: "unter Verwendung von: Einstellungsebene", "Art: Gradationskurven", "Art der Vorgabe: Standard", also wirklich alles, was hier möglich ist einzustellen, in der Gradationskurve, wird dann hier auch direkt beschrieben, und hier finden Sie dann auch die einzelnen Punkte für den jeweiligen Kanal, den ich hier geändert habe und dann wird hier wirklich die Ein- und die Ausgabe beschrieben, sodass Sie später das Ganze ganz einfach nachkochen können. Das heißt, wenn Sie z. B. in einem Tutorial etwas nachvollziehen oder in einem Seminar sitzen, dann brauchen Sie nicht alles mit aufschreiben, sondern Sie lassen einfach das Verlaufsprotokoll für sich arbeiten. Und wenn Sie sich an diese Darstellung einmal gewöhnt haben, dann können Sie auch sehr schnell und sehr direkt lesen, was hier jeder einzelne Punkt meint. Also das ist auch wirklich sehr übersichtlich formatiert, sodass Sie sich wirklich sparen können, da die einzelnen Einstellungen mitzuschreiben. Lassen Sie einfach das Verlaufsprotokoll für Sie diese Arbeit übernehmen. Ja, und so praktisch das Ganze ist, kann man leider aus diesem Verlaufsprotokoll nicht nachträglich eine Aktion erstellen; das wäre natürlich super toll, wenn man einfach sagen würde, diese Schritte, die ich hier gemacht habe, die möchte ich als Arbeitsablauf für die Zukunft immer haben. Das geht also so leider nicht, das heißt, hier müssten Sie dann so vorgehen, dass Sie sich das Verlaufsprotokoll neben Photoshop legen und dann hier über die Aktionenpalette eine neue Aktion aufzeichnen und dann einfach Schritt für Schritt das Verlaufsprotokoll nochmal durchgehen und diese Schritte, die Sie da ablesen können, einfach nochmal durchführen. Ja, und das ist im Prinzip das Verlaufsprotokoll. Eine sehr praktische Geschichte, wie ich finde, und auch sehr einfach umzusetzen. Wenn Sie dann nicht mehr möchten, dass Photoshop hier mitschreibt, dann gehen Sie einfach hier wieder rein in die "Voreinstellungen", unter "Verlaufsprotokoll" und klicken einmal auf dieses Häkchen und auf "OK" und dann sind Sie das Verlaufsprotokoll auch wieder los; jedenfalls das Mitschreiben. Die Datei wird dadurch natürlich nicht gelöscht. Also viel Spaß mit dem Verlaufsprotokoll. Nutzen Sie es entweder als Time-Tracker oder als eine Art Photoshop-Schritt-Diktiergerät, wenn Sie nicht selbst alles aufschreiben möchten, was Sie gerade in Photoshop getan haben.