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Inventor Grundkurs

Bauteile in der Baugruppe erstellen

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Es bietet viele Vorteile, wenn Sie Ihre Einzelteile direkt aus der Baugruppe heraus neu erstellen und anschließend direkt verbauen.
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Transkript

Wie Sie sehen, befinde ich mich bereits in der vorgefertigten Baugruppe, "Roller.iam". In dieser Baugruppe ist bereits das Trittbrett fixiert platziert, und auch das Rad an der Vorderseite wurde bereits mit Baugruppenabhängigkeiten verbaut, dass es sich nicht mehr im Raum bewegen kann. An dieser Stelle möchte ich Ihnen nun zeigen, wie wir aus der Baugrupppe heraus ein neues Bauteil erstellen können. Das heißt, wir müssen jetzt nicht in einem eigenen Fenster eine neue Einzelteildatei beginnen, sondern wir beginnen mit dem neuen Teil direkt hier in der Baugruppe. Der Vorteil liegt einfach darin, dass wir angrenzende Teile sehr schnell abmessen können, und somit Informationen für unser neues Bauteil rasch bekommen. Wir werden jetzt den Radhalter für das vordere Rad zeichnen. Das heißt, wir sollten mal die Breite des Mittelteils von dieser Felge messen. Ich wechsle hier auf die Registerkarte "Prüfen", wähle den Befehl "Abstand messen", und klicke auf die beiden entsprechenden Flächen. Hier sehen wir, der Abstand ist 32mm. Das ist für uns natürlich ein essentielles Maß, damit wir unseren Radhalter richtig konstruieren können. Klicken wir nun auf den Button "Erstellen", um ein neues Bauteil zu definieren. Zuallererst müssen wir den Bauteilnamen für unser neues Teil eingeben. Das soll der Radhalter sein. Als Vorlagedatei verwenden wir die "Norm.ipt"-Vorlage. Wir hätten hier Zugriff auf das Blechbauteil, auf die Baugruppe, das heißt, wir könnten hier auch direkt Unterbaugruppen erstellen, und auch auf die Schweißkonstruktionsbaugruppe. Hier haben wir den Speicherort für unsere neue Datei. Im unteren Bereich können wir die Stücklistenstruktur definieren. Ich möchte Ihnen hier mal das Auswahlfenster zeigen. Wir haben hier die Optionen "Normal, Unteilbar, Gekauft, Phantom" und "Referenz". Ein normales Bauteil ist jenes Bauteil, welches wir selbst modellieren, und vermutlich auch selbst fertigen. Das heißt, 90% unserer Bauteile werden die Eigenschaft "Normal" haben. "Unteilbare" Komponenten sind zum Beispiel Schweißkonstruktionen. Diese Eigenschaft wirkt sich auf die Stückliste aus. Wenn wir eine Schweißkonstruktion aus mehreren Einzelteilen konstruieren, finden wir in der Stückliste dieser Schweißkonstruktion natürlich alle enthaltenen Einzelteile. Wenn wir jetzt aber die komplette Schweißkonstruktion fertiggestellt haben, wirkt es wie ein Einzelteil. Das heißt, wird diese Schweißkonstruktion in einer Baugruppe als Unterbaugruppe eingefügt, finden wir anschließend in der Stückliste nur noch einen Eintrag für die Unterbaugruppe, und wir bekommen keinen Zugriff mehr auf die Einzelteile der Schweißkonstruktion. Die nächste Eigenschaft "Gekauft" ist auch klar. Alle Bauteile, die wir nicht selbst oder extern fertigen, sondern von Lieferanten zukaufen, können wir die Eigenschaft "Gekauft" geben. Danach haben wir noch zwei Eigenschaften, "Phantom" und "Referenz". Wenn wir einem Bauteil die Eigenschaft "Phantom" geben, müssen wir das Bauteil dreidimensional modellieren, aber es ist nicht in der Stückliste sichtbar, und in der 2D-Ableitung, also in der Zeichnung einer Baugruppe, ist dieses Bauteil auch nicht sichtbar. Diese Eigenschaft "Phantom" eignet sich also sehr gut für Bauteile, welche nur als Störkontur zum Modellieren für andere Bauteile dargestellt werden soll. Sehr ähnlich verhält es sich mit der Eigenschaft "Referenz". Ein Bauteil mit der Eigenschaft "Referenz" müssen wir ebenfalls dreidimensional modellieren, wir finden es nicht in der Stückliste, aber es wird uns in der 2D-Zeichnung angezeigt. Denken Sie zum Beispiel an eine große Konstruktion einer Anlage. Diese Anlage steht in einer Halle, wo beispielsweise alle 10 Meter eine Säule platziert ist. Diese Säulen sollten wir natürlich bereits im 3D-Modell dargestellt haben, damit wir bei unserer Anlagenkonstruktion nicht mit diesen Säulen konstruieren. Solche Säulen bekommen bei mir immer die Eigenschaft "Referenz". Wir benötigen sie im 3D-Raum, in der Stückliste werden sie für unsere Anlage natürlich nicht benötigt, und in der 2D-Zeichnung ist es vielleicht übersichtlicher, wenn diese Säulen doch dargestellt sind. Für unser neues Bauteil, für den Radhalter, nehmen wir die erste Eigenschaft "Normal". Nun klicken wir auf OK, und jetzt ist es ganz wichtig, dass Sie frei im Raum mit einem Linksklick klicken. Bitte klicken Sie nicht direkt auf die Fläche eines bestehenden Bauteils, da Sie dadurch eventuell schon Bezüge zwischen zwei Bauteilen herstellen, die wir nicht haben möchten. Ich klicke also irgendwo hier frei im Raum, und Sie sehen, automatisch gelangen wir in die Einzelteilumgebung von Inventor. Hier oben in der Multifunktionsleiste werden uns wieder Bauteilbefehle angezeigt, und im Browser ist der Rest der Baugruppe grau hinterlegt, und nur unser neuer Radhalter ist sichtbar. Im Zeichnungsbereich merken wir auch sofort, dass nun unser neues Bauteil aktiv ist, da alle anderen Teile transparent dargestellt werden. Jetzt können wir direkt mit der Konstruktion unseres Radhalters beginnen. Ich erstelle eine 2D-Skizze, und erweitere dafür den Ursprungsordner des Radhalters, damit ich die Ebene für die neue Skizze auswählen kann. Ich wähle hier die x-y-Ebene, und auf dieser Ebene erstelle ich ein Rechteck durch die Mitte, mit den Abmessungen 50x70. Dass hier unten unser Roller im Hintergrund liegt, berücksichtigen wir an der Stelle nicht, wir konzentrieren uns rein auf die Konstruktion unseres Radhalters. Die Skizze für unsere erste Bearbeitung ist voll bestimmt, also können wir diese Skizze fertigstellen, und nun die Extrusion für dieses Rechteck mit 12mm definieren. Die nächste Skizze legen wir auf die Oberseite dieser Platte, und mit "Geometrie projizieren" klicke ich in die Fläche, damit alle Kanten projiziert werden. Jetzt erstelle ich wieder ein Rechteck durch die Mitte, der Endpunkt ist genau hier an der projizierten Linie, und die Breite für das Rechteck soll 34mm sein. Nun können wir die beiden Außenseiten um 130mm extrudieren, und als Nächstes erstellen wir eine 2D-Skizze, hier auf der Seitenfläche, um eine Bohrung zu erstellen. Mit "Geometrie projizieren" hole ich diese Kante aus dem 3D-Raum in die 2D-Skizze, und nun platziere ich einen Punkt, circa an dieser Position. Mit der Skizzenabhängigkeit "vertikal" richte ich den Punkt zum Mittelpunkt der projizierten Linie aus, und nun fehlt nur noch eine Bemaßung, und die soll 15mm sein. Die dazugehörige Bohrung ist eine ganz normale zylindrische Bohrung durch das ganze Bauteil mit einem Durchmesser von 10mm. Sie sehen also, wir können hier ganz genau so arbeiten, wie in der Bauteilumgebung, der Roller im Hintergrund irritiert uns überhaupt nicht. Jetzt beginnen wir mit dem Verrunden des Bauteils. Hier an der Innenseite hätte ich gern einen Radius von 5mm, an der Außenseite einen Radius von 10. Im nächsten Schritt setzen wir noch Fasen für dieses Bauteil. Ich wähle die Option "Abstand und Winkel", danach gebe ich hier zum Beispiel 35mm mal 15° ein, klicke auf die Fläche und danach auf die beiden Kanten. Wir könnten hier auch eventuell 45mm verwenden. Mit dem grünen Plus bestätigen wir die Eingabe, und auf der anderen Seite erstellen wir genau dieselbe Fase. Nun können wir auch die neu entstandenen Kanten mit einem Radius von 15mm abrunden. Ich wähle hier gleich alle Kanten zugleich aus. Danach möchte ich noch alle entstandenen Außenkanten mit einem R2 verrunden. In diesem Fall funktioniert das ziemlich einfach, da bereits alle Kanten tangential miteinander verbunden sind. Wir müssen also nur noch diese beiden Kanten auswählen, und schon haben wir den kompletten Rundungsverlauf über das ganze Bauteil. Nun sind wir mit unserem Bauteil fast fertig, das bedeutet, ich möchte jetzt vom Bauteilmodus wieder in die Baugruppenumgebung unseres Rollers wechseln. Dies funktioniert ganz einfach, indem wir hier rechts oben einmal auf "Zurück" klicken, und schon sehen Sie, hier im Browser ist nichts mehr grau hinterlegt, wir haben wieder Baugruppenbefehle zur Verfügung, und die restlichen Bauteile des Rollers werden auch wieder sichtbar dargestellt.

Inventor Grundkurs

Steigen Sie ein in die Welt der 3D-Konstruktion mit Autodesk Inventor und lernen Sie, wie Sie aus den modellierten Einzelteilen und Baugruppen normgerechte 2D-Zeichnungen erzeugen.

5 Std. 35 min (81 Videos)
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